100 Jahre Schachclub Waldkirch
July 26th, 2010 by Alex
Zum 100-jährigen Jubiläum des Schachclubs Waldkirch wurden 4er-Teams zu einem Schnellschachturnier eingeladen. Neben zwei Oberwindener Teams waren je ein Team aus Schlettstadt und Denzlingen sowie zwei Waldkircher Mannschaften am Start. Mit zwanzig Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie wurden die Matches ausgetragen. In der Vorrunde spielte jeder gegen jeden um die Qualifikation für die Stichkämpfe.
Oberwinden 1 in der Besetzung Alex Lang, Peter Pauk, Thomas Ruf und Markus Wernet hatten etwas Startschwierigkeiten. Gegen Oberwindens Zweite hingen die Trauben bereits in der ersten Runde sehr hoch. Nachdem Martin Wissler von Peter Pauk noch gefragt wurde, ob er denn keine Lust zum Spielen hätte, zeigte Martin Peter gleich wo der Bartel den Most holt. Auch am dritten Brett hatte es Thomas Ruf schwer. Volkmar Wangerowski legte all seine Erfahrung in die Waagschale und konnte Thomas niederringen. Markus Wernet am Vierten Brett konnte dann den ersten Punkt für die Erste gegen Walter Meyer verbuchen. Somit musste Alex Lang am ersten Brett gegen Markus Mack gewinnen, wenn man nicht schon in der ersten Runde eine Niederlage einstecken wollte. Markus hatte sich solide aufgebaut und Alex im Griff. Als er seine Stellung etwas lockerte erkannte Alex die Chance und startete einen Königsangriff, der letztendlich zum Erfolg führte.
Bereits in der zweiten Runde kam es zum vermeintlichen Spitzenduell mit dem nominell stärkeren Team aus der Kandelstadt. Überraschend gelang den Oberwindenern ein 2,5:1,5 Sieg, der noch höher hätte ausfallen können, hätte Alex seine schöne Stellung gegen Jens-Uwe Schmidt verwertet. Nach einem deutlichen Sieg gegen Waldkirch zwei stand die Partie gegen die Schachfreunde aus Waldkirchs französischer Partnerstadt Selestat an. Auch in dieser Partie kam Oberwinden 1 nicht über ein 2:2 hinaus. Wiederum verdarb Alex den Sieg indem er Remis ablehnte und anschließend den sofortigen Verlustzug fand. Die letzte Partie der Vorrunde konnte dann noch gegen Denzlingen glatt mit 4:0 gewonnen werden. Somit standen nach der Vorrunde die Waldkircher mit einem halben Brettpunkt knapp vor Oberwindens Erste. An dritter Stelle fand sich Selestat vor Oberwinden II. 
Nun kam es zu den zuvor schon erwähnten Stichkämpfen. Erster gegen Zweiter, Dritter gegen Vierter und Fünfter gegen Sechster. Das Spiel um den dritten Platz konnte überraschend Oberwinden II für sich entscheiden. Im Finale legte die Erste dann nach und konnte Waldkirch deutlich mit 3:1 niederringen. Damit gewann Oberwinden das Jubiläumsturnier und durfte einen Pokal mit nach Hause nehmen. In der Siegermannschaft muss man Markus Wernet hervorheben, der mit 6 Punkten aus 6 Partien eine reine Weste behielt und seine Schnell-/Blitz-Schach-Qualitäten unter Beweis stellte.
Beim anschließenden Festakt gab es Festreden vom 1. Vorsitzenden Gunter Sponagel, dem Präsidenten des Badischen Schachverbandes Fritz Meyer sowie vom Bürgermeister Stellvertreter Bernd Zickgraf. Neben Ehrungen langjähriger Mitglieder gab es ein wunderbares Buffet und für jeden Teilnehmer die Chronik des Waldkircher Schachclubs. Wir sind noch lange mit den Waldkircher Schachfreunden zusammen gesessen und haben einen schönen Abend erlebt.
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Schon wieder ist eine Woche vorbei: das letzte Frühstück gerichtet, das letzte Mal die Spülmaschine zu einer für die Dame unter uns wohnenden passenden Zeit angestellt, das letzte Mal im zu klein geratenen Bad geduscht, das letzte Mal die Schiebetür der Wohnung abgeschlossen und das ganze Gepäck wieder über die steile Treppe ins Auto gewuchtet. Eine wirklich sehr schöne Schachwoche geht zu Ende. Eine schöne Woche deshalb, weil nicht nur die Turnierorganisation, der Spielsaal, die sanitären Einrichtungen und das Catering perfekt waren, sondern auch weil Bad Wiessee, eine wunderschöne Umgebung mit vielen Freizeitmöglichkeiten bietet. Perfekt ist in diesem Zusammenhang vor allem auch der mit 16 Uhr recht späte Beginn der Runden. Die Langschläfer können ihrem Hobby frönen, während die Frühaufsteher, bzw. die Familienurlauber problemlos und ohne Zeitdruck etwas unternehmen können. Auch wenn die Ferienwohnung etwas angestaubt, die Müllkapazität zu gering und lebenswichtige Dinge wie Geschirr, Handtücher, Spülmittel über die ganze Wohnung in vielen kleinen Schubladen und Schränken verteilt waren, kann man die Ferienanlage Dr. Gärtner mit gutem Gewissen empfehlen. Wobei der Preis und die Nähe zum Spiellokal und See der große Pluspunkt ist. Gestern Abend fiel das gemeinsame indische Essen mit unseren Bindlachern Freunden aufgrund ihrer knurrenden Mägen und Andis unendlich langem und letztendlich Remisendenden Turmendspiel aus. So ging es für uns ziemlich spät alleine noch nach Tegernsee um zu einem wirklich hervorragenden indischen Essen noch die letzte Tegernseer Halbe zu geniesen. Leider hat der scharfe indische Curry sich nicht auf unser Spiel ausgewirkt.
Nachdem Alex gestern leider kampflos zu einem Punkt kam konnte er heute mit Weiß beweisen, dass er den Punkt auch verdient hat. Überraschend fand er sich nach einigen Zügen in einer Panow-Stellung mit Damen-Isolani, obwohl Caro-Kann gar nicht gespielt wurde. Auch Alex landete in einem Endspiel wobei im Gegensatz zu Andi die Schwerfiguren getauscht wurden und die Leichtfiguren mit Bauern übrigblieben. Die Partie endete Remis nachdem Alex’s Gegner trotz seiner 2182 Elo nicht sah, wie er den Isolani attackieren konnte. Damit schaffte Alex mit 5,5 Punkten Platz 95, verbesserte sich um 103 Plätze gegenüber der Startrangliste und beendete das Turnier erfolgreich. Andi wurde 281. Mit 4 Punkten verschlechterte sich gegenüber der Setzrangliste um 40 Plätze und ist mit seinen 4 Punkten leicht unter seinem selbst gesteckten Ziel (50%) geblieben. Wieder einmal hat das Orakel von der Ex-Säge Recht behalten!
Am Donnerstag startete endlich die Schönwetterphase, die wir uns erhofft hatten. Selbstredend sprangen wir bereits um 10:00 Uhr aus den Federn, um gegen 12:30 Uhr bei Fahrrad Schmidt ein paar Radl’n zu leihen. Na ja, es sind halt Leihfahrräder und entsprechend gibt es ein paar rostige Stellen, eine nicht so überragende Gangschaltung, eher zu leicht fassende Bremsen und einen Loch im Sattel, aus dem Regenwasser austritt sobald man sich daraufsetzt. Unter diesen Voraussetzungen haben wir den Tegernsee umrundet. Eine wirklich tolle Tour mit vielen schönen Wegen und Plätzen, die zum Verweilen einladen. Nass im Schritt (siehe Regenwasser), Nass am Rücken (war doch anstrengender als gedacht), nach ein paar Umwegen und nach laut Alex‘s superduber Hightech-Satelliten-Uhr 23,6 km waren wir dann noch pünktlich zurück um zu duschen und rechtzeitig an den Brettern zu sitzen.
Ein kleines Malheur ist dann doch noch passiert als wir in der Ortseinfahrt Tegernsee mit 56 km/h geblitzt wurden. Mal schauen ob was kommt
Die gestrige Runde brachte dann mit Johannes Pfadenhauer für Andi ein U14-Jungtalent, welches von Jürgen Dellitsch von Bindlach trainiert wird und optimal auf das Eröffnungsrepertoire von Andi eingestellt war. Nach klarem Eröffnungsvorteil unterlief ihm allerdings ein kleiner Fehler und Andi konnte seine taktischen Finessen widerlegen und eine Qualität gewinnen. Leider schaffte der Bub es den Druck aufrechtzuerhalten und ein Zugwiederholung führte zum Remis.
Um dem entgegen zu wirken haben wir am Dienstag eine Regenpause genutzt, um die mitgebrachten Joggingschuhe einzuweihen. Entlang des Sees gibt es eine wunderschöne Strecke, leicht wellig mit teerigen, sandigen und kiesigen Untergrund und durchgehend laubbedeckt, so dass eine konstant rutschige Laufbahn entstanden ist. Außer uns kam so mancher Teilnehmer auf die Idee sich in der freien Natur zu regenerieren und so überholten wir einiges an geballter Schachkompetenz wie z.B. die GMs Sokolov, Rozenthalis und Siebrecht. Die Joggingeinheit brachte an dem Tag auch gleich 2 volle Punkte. Einen für Alex, der sich gegen Fide-Meister Dr. Reinhard Zunker nach einem Eröffnungsfehler und einem Minusbauern doch noch durchsetzen konnte und einen für Andi, der sich 15 Minuten voll reingehängt hat um dann das unentschuldigte Fernbleiben des Gegners reklamieren zu müssen.
Abends ging’s dann noch das Bayernspiel schauen, wobei wir uns neben einem Tisch mit 7 23er wiederfanden, einer Kneipe voller Bayernfans und eines 60ziger Fans mit italienischem Namen, der irgendwie der einzig Glückliche zu sein schien.
