Schachclub Oberwinden 1957 e. V.

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100 Jahre Schachclub Waldkirch

July 26th, 2010 by Alex

Zum 100-jährigen Jubiläum des Schachclubs Waldkirch wurden 4er-Teams zu einem Schnellschachturnier eingeladen. Neben zwei Oberwindener Teams waren je ein Team aus Schlettstadt und Denzlingen sowie zwei Waldkircher Mannschaften am Start. Mit zwanzig Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie wurden die Matches ausgetragen. In der Vorrunde spielte jeder gegen jeden um die Qualifikation für die Stichkämpfe. DSCN6659Oberwinden 1 in der Besetzung Alex Lang, Peter Pauk, Thomas Ruf und Markus Wernet hatten etwas Startschwierigkeiten.  Gegen Oberwindens Zweite hingen die Trauben bereits in der ersten Runde sehr hoch. Nachdem Martin Wissler von Peter Pauk noch gefragt wurde, ob er denn keine Lust zum Spielen hätte, zeigte Martin Peter gleich wo der Bartel den Most holt. Auch am dritten Brett hatte es Thomas Ruf schwer. Volkmar Wangerowski legte all seine Erfahrung in die Waagschale und konnte Thomas niederringen. Markus Wernet am Vierten Brett konnte dann den ersten Punkt für die Erste gegen Walter Meyer verbuchen. Somit musste Alex Lang am ersten Brett gegen Markus Mack gewinnen, wenn man nicht schon in der ersten Runde eine Niederlage einstecken wollte. Markus hatte sich solide aufgebaut und Alex im Griff. Als er seine Stellung etwas lockerte erkannte Alex die Chance und startete einen Königsangriff, der letztendlich zum Erfolg führte. DSCN6660Bereits in der zweiten Runde kam es zum vermeintlichen Spitzenduell mit dem nominell stärkeren Team aus der Kandelstadt. Überraschend gelang den Oberwindenern ein 2,5:1,5 Sieg, der noch höher hätte ausfallen können, hätte Alex seine schöne Stellung gegen Jens-Uwe Schmidt verwertet. Nach einem deutlichen Sieg gegen Waldkirch zwei stand die Partie gegen die Schachfreunde aus Waldkirchs französischer Partnerstadt Selestat an. Auch in dieser Partie kam Oberwinden 1 nicht über ein 2:2 hinaus. Wiederum verdarb Alex den Sieg indem er Remis ablehnte und anschließend den sofortigen Verlustzug fand. Die letzte Partie der Vorrunde konnte dann noch gegen Denzlingen glatt mit 4:0 gewonnen werden. Somit standen nach der Vorrunde die Waldkircher mit einem halben Brettpunkt knapp vor Oberwindens Erste. An dritter Stelle fand sich Selestat vor Oberwinden II. DSCN6666

Nun kam es zu den zuvor schon erwähnten Stichkämpfen. Erster gegen Zweiter, Dritter gegen Vierter und Fünfter gegen Sechster. Das Spiel um den dritten Platz konnte überraschend Oberwinden II für sich entscheiden. Im Finale legte die Erste dann nach und konnte Waldkirch deutlich mit 3:1 niederringen. Damit gewann Oberwinden das Jubiläumsturnier und durfte einen Pokal mit nach Hause nehmen. In der Siegermannschaft muss man Markus Wernet hervorheben, der mit 6 Punkten aus 6 Partien eine reine Weste behielt und seine Schnell-/Blitz-Schach-Qualitäten unter Beweis stellte.DSCN6702

Beim anschließenden Festakt gab es Festreden vom 1. Vorsitzenden Gunter Sponagel, dem Präsidenten des Badischen Schachverbandes Fritz Meyer sowie vom Bürgermeister Stellvertreter Bernd Zickgraf.  Neben Ehrungen langjähriger Mitglieder gab es ein wunderbares Buffet und für jeden Teilnehmer die Chronik des Waldkircher Schachclubs. Wir sind noch lange mit den Waldkircher Schachfreunden zusammen gesessen und haben einen schönen Abend erlebt.

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Peter Meyer und Jens Schmidt siegen im Chess 960

July 14th, 2010 by werneta

Am Dienstagabend konnte man kaum glauben, dass das Sommerloch noch vor einer Woche zugeschlagen hatte und nur wenige Spieler den Weg in das Spiellokal Adler fanden. Ob es nun an der nächste Woche bevorstehenden Generalversammlung mit Wahl eines neuen Vorstandes, an der zu erwartenden Geburtstagsrunde eines Schachclubmitgliedes oder an dem anstehenden Chess 960 Turnier gelegen hatte lässt sich nicht genau sagen, Tatsache ist aber, dass der Adler nur so vor Schachspielern strotzte.

Nach anfänglichen Erklärungen des ausgewiesenen Chess-960-Spezialisten Alex Lang zu den Feinheiten und Regeln dieser Spielform (Details siehe auf dieser Homepage weiter unten) fanden sich dann auch 9 Spieler, die das mal „ausprobieren“ wollten. Die Mehrzahl der Anwesenden sah sich mehr in der Rolle des Beobachters und der eine oder andere berief sich auf die Argumentation „ich hab doch nicht so viel Zeit in die Eröffnungstheorie gesteckt, um diese hier zu umgehen“. Letztendlich hat es aber allen Freude bereitet. Den Mitspielern, die sich beweisen konnten genauso wie den Kiebitzen, die teils mit Entsetzen und teils mit spitzbübischem Lächeln und entsprechenden Kommentaren die Züge der Kontrahenten verfolgten. Gespielt wurde übrigens mit 10 Minuten, um der schwierigeren Eröffnungsphase Rechnung zu tragen.

Durchsetzen konnten sich am Ende nach vielen hart umkämpften Partien Jens Schmidt und Peter Meyer, die beide einmal mehr ihr Verständnis für diesen wunderbaren Sport unter Beweis stellten. Verständnis deshalb, weil in der Eröffnungsphase durch die ausgeloste Figurenstellung keine Theoriekenntnisse helfen, sondern nur der Blick für die mögliche optimale Aufstellungen der Figuren und ein sehr hohes Geschick bei der Platzierung derselben. Hat man diese Eröffnungsphase überstanden ist man zwar oft in unbekannten Stellungen, dafür aber wieder im Fahrwasser des normalen Schachs und die alten Stärken setzen sich durch. Beiden Spielern herzlichen Glückwunsch!

Erwähnenswert ist noch der erfreuliche Umstand, dass mit Mario Rösch (Simonswald), Fabian Heinen (Hausen) und Jens Schmidt (Lahr) gleich drei Gäste willkommen geheißen werden konnten. Auch unsere Vereinslokalwirtin Christa erkannte den besonderen Abend und versorgte die Recken gegen Ende des Turniers mit Brezeln, lecker belegt und mit selbstgemachter Bärlauchbutter – extrem beziehungsfördernd. An dieser Stelle nochmals vielen Dank :-) .

Der Endstand des Turniers nach 8 Runden:

1. Peter Meyer      6,5 Punkte
1. Jens Schmidt     6,5 P.
3. Alex Lang          4,5 P.
3. Mario Rösch       4,5 P.
5. Andi Wernet       4 P.
5. Markus Wernet   4 P.
7. Peter Pauk         3 P.
8. Martin Wissler     2 P.
9. Fabian Heinen     1 P.

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Pokalmotor geriet ins Stocken

June 13th, 2010 by Alex

Im “Schachodrom” in Hockenheim hatte unsere Mannschaft mit einer deutlichen 3,5 zu 0,5 Niederlage das Nachsehen. Die Rennstädter hatten ein starkes Team aufgeboten, gegen die unser Bezirkspokalsieger kein Paroli bieten konnte. An jedem Brett waren die Hockenheimer 100 bis 200 Wertungspunkte stärker.

Als erstes beendete Alex Lang seine Partie an Brett 4. Nachdem er eine Figur eingestellt hatte, versuchte er zwar noch etwas zu reißen, sein Gegner lies aber nichts zu, so dass Alex aufgeben musste. Eine Verteidigungsschlacht bot Joachim Diehl am dritten Brett. Er stemmte sich gegen den heftigen Königsangriff seines Gegners, der alles nach vorne warf. Geschickt konnte Joachim sich befreien. Ein Remis war der verdiente Lohn dafür.

Am zweiten Brett spielte Ralf Schmidt einen Stonewall, der auch lange hielt. irgendwann drang die gegnerische Dame ein und räumte einige Bauern ab. Obwohl Ralf einen weit vorgerückten Freibauern hatte, behielt sein Gegner die Nerven und spielte auf Matt. Leider musste Ralf dies anerkennen und aufgeben.  Am ersten Brett spielte Manu Reinhart und kämpfte sich bis in ein Turmendspiel. Turmendspiele sind laut Aussagen großer Meister immer Remis, dieses war es allerdings leider nicht. Manu’s Gegner konnte sich einen weit entfernten Frei-/Mehrbauer schaffen, der das Spiel entschied.

SV Hockenheim 2 2272 SC Oberwinden 2108 ½
Boguslavskyy,Oleg 2467 Reinhart,Emmanuel 2322 1 0
Postojev,Alexander 2274 Schmidt,Ralf 2070 1 0
Kuci,Blerim 2128 Diehl,Joachim 2036 ½ ½
Schrepp,Martin,Dr. 2217 Lang,Alexander 2002 1 0

Somit kehrten wir leider ohne Sieg aus dem badischen Norden heim.  Aber nächstes Jahr werden wir wieder angreifen.

SV Hockenheim 2 2272 SC Oberwinden 2108 ½
Boguslavskyy,Oleg 2467 Reinhart,Emmanuel 2322 1 0
Postojev,Alexander 2274 Schmidt,Ralf 2070 1 0
Kuci,Blerim 2128 Diehl,Joachim 2036 ½ ½
Schrepp,Martin,Dr. 2217 Lang,Alexander 2002 1 0

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Pokalsieg gegen Neustadt

May 17th, 2010 by Alex

Mit einem 2,5 : 1,5 siegten wir gestern in der 2. Runde des Badischen Mannschaftspokals gegen Neustadt. Als sich abzeichnete, dass Heiko Adler an Brett 1 seine Partie gewinnen wird, bot Joachim Diehl an Brett 2 seinem Gegner ein Remis. Dieser nahm sofort das Angebot an, da es anscheinend sein Wunschergebnis war – Joachim hatte vorher schon dreimal ein Remisangebot abgelehnt. Damit hatten wir bereits die halbe Miete, da ein weiteres Remis aufgrund der Berliner Wertung bereits ausreichend war. An Brett 4 hatte ich (Alex Lang) selbst die ganze Zeit schon Raumvorteil, öffnete dann aber einen Zug zu früh die Stellung, so dass mein Gegner scheinbar einen Bauern gewinnen und damit auch das Heft in die Hand nehmen könnte. Dies gab mir allerdings die Gelegenheit meine Dame gegen zwei Türme zu tauschen. Der Rest war dann ein Klacks. Peter hatte nicht seinen besten Tag, kam schlecht aus der Eröffnung heraus, konnte sich dann wieder ein wenig herankämpfen. Leider behielt sein Gegner im Endspiel die Oberhand, so dass Peter verlor.

Somit ziehen wir ins Viertelfinale (3. Runde) wo hochkarätige Gegner warten könnten. Unter anderem sind mit Handschuhsheim ein Bundesligist sowie mit Viernheim, Hockenheim und Untergrombach drei Zweitligisten vertreten.

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Neujahrsschachturnier in Umkirch

January 5th, 2010 by Alex

Am Sonntag fand bereits zum 36. mal das Neujahrsschachturnier in Umkirch statt. Diesesmal wurde ein Ortswechsel vollzogen. So fand das Turnier nicht mehr in der Halle statt, sondern im neuen Bürgerzenturm im “Alten Gutshof”, ein ehemaliger “Heischopf” der von der Gemeinde umgebaut wurde und einen schönen Veranstaltungsort darstellt. Dadurch ging es wesentlich enger (räumlich gesehen) als bei früheren Turnieren zu.  Oberwinden schickte zwei Mannschaften ins Rennen. Neu waren nicht nur die Räumlichkeiten sondern auch der vorgezogene Beginn, nämlich bereits um 9:30 Uhr. Das war diesesmal auch nicht nur der offizielle Beginn auf dem Papier, sondern die bekannte Startverzögerung von 20-30 Minuten fiel weg, was gut ist. Dies führte allerdings dazu, dass die jeweils die Hälfte unserer beiden Mannschaften zu spät waren (Parkplatzsuche; starten eh nicht pünktlich) und mit nur noch 5 Minuten auf der Uhr die Partien aufnahmen.

Unsere beiden Mannschaften konnten sich sehr gut behaupten, so konnte unsere zweite in der Besetzung Markus Oswald, Walter Meyer, Martin Wissler, Michael Neuendorf und Heinz Strinitz einen hervorragenden 13. Platz unter 28 Mannschaften erreichen. Mit 21,5 Brettpunkten schrammte man nur um einen halben Brettpunkt Ratingpreis für die beste Mannschaft unter 1600 DWZ vorbei. DSCN5367

Die Erste konnte mit Unterstützung von Jens-Uwe Schmidt (4/10) am ersten Brett sowie Edi Kais 5/10) , Alex Lang (7/11), Joachim Diehl (8,5/10) und Heiko Adler (2,3/3) mit 27 Brettpunkten den 5. Tabellenplatz erringen und erhielt als Beste Mannschaft >1900 DWZ (die nicht in die Preisränge 1-4 kam) noch Urkunde, Pokal und Wein.

Unser Senior Heinz Strinitz, der demnächst seinen 80. Geburtstag feiern wird, erhielt als ältester Spieler ebenfalls ein Weinpräsent.

Alles in allem war es wieder ein schönes Turnier, gut organisiert, schnelle Auslosung,… Da freuen wir uns auf die 37. Auflage 2011.

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Die 2. Mannschaft nach langer Fahrt im Tiefschlaf

December 15th, 2009 by meyerpe

Mit guter Laune fuhr man am Sonntag im Mannschaftsbus nach Wutachtal. Bei schönem Wetter und toller weißer Schwarzwaldlandschaft genoss man die Busfahrt mit belegten Brötchen, Brezeln und Kaffee. In Wutachtal gesund angekommen bereitete man sich noch kurz in der frischen Luft auf den Kampf vor. Drinnen beschworen sich indes die Wutachtäler auf einen heißen Kampf. Pünktlich um 10.00 Uhr begann dann das Chaos. Keiner unserer Spieler kam vorteilhaft aus irgendeiner Eröffnung raus. Eddi Kais, der es an Brett 1 von vornherein schwer hatte, bemühte sich und wollte zu schnell seinen Gegner in die Defensive drängen. Er opferte zum falschen Zeitpunkt eine Qualität und konnte die Partie nicht halten. Joachim Diehl, der genau den gleichen Plan hatte, schaute zu Eddi rüber und brach sein Vorhaben ab. Da er aber schon einen Bauern geopfert hatte war es auch hier nicht mehr möglich die Partie zu halten. Alex Lang’s Stellung war eigentlich immer gleich und so einigte man sich folgerichtig auf ein Remis. Andreas Wernet spielte zu sehr auf  Position, sodass ihm ziemlich die Zeit davon lief. Als beide Gegner noch 1 Minute auf der Uhr hatten einigte man sich auf ein Remis. Somit stand es 3:1 für Wutachtal. Peter Pauk stand auf Verlust und bei den letzten 3 Brettern konnte man noch gar nicht sagen wie es ausgehen würde. Thomas Ruf und Michael Weber konnten dann aber jeweils einen Bauern gewinnen und die Stellung dann so verstärken, das beide gewinnen konnten. Torsten Becherer, der ebenfalls in hochgradiger Zeitnot war, verpasste kurz danach den Zug zur besseren Stellung und musste sich schließlich auch geschlagen geben. Peter Pauk kämpfte 59 Züge mit 2 Bauern weniger um ein Remis oder zum Schluss fast noch den Sieg, denn sein Gegner hatte nur noch 2 Minuten Zeit als er es schaffte sich durchzusetzen. Naja eine klare unnötige 5:3 Niederlage an der man mit Sicherheit was zu knabbern hat. Waren es die vielen Kurven oder das frühe Aufstehen oder einfach ein schlechter Tag für viele Bretter. Naja auf der Heimfahrt wurde aus dem mitgebrachten Bier halt schnell ein Frusttrinken organisiert.
Mf2 Peter Pauk

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Capablanca lässt Grüßen !!!

November 19th, 2009 by werneta

Die ersten drei Runden in der Vereinsmeisterschaft (VM) liefen superspannend, kampfbetont und abwechslungsreich. Andreas Wernet gewann gleich die erste Runde gegen Alex und deutete auf  ein Superturnier hin, just darauf musste er gegen Martin Hess seine VM Ambitionen etwas verschieben als er deftig Prügel kassierte. Martin gewann dann gleich noch gegen Martin Wissler und steht nun mit 2 aus 2 super gut da. Basti hat  ebenfalls noch 100 %, allerdings nur ein Partie. Und der Held des Turniers ?? 
Heisst … Michael Neuendorf !  2007/8/9 machte er konsequent 0 Punkte !!  Er hat sich alle Punkte für 2009/10 aufgehoben und steht damit an erster Stelle. 2,5 aus 3 kann sich sehen lassen. Nicht nur eine fette Ausbeute sondern auch absolut verdient durch eine klasse Leistung. Sicher hat er 2008 und 2009 auch gut gespielt, aber dann immer etwas eingestellt. Jetzt kommt noch eine auffallende Sicherheit dazu.  Hier eine Superpartie von Michael in der er postionell mit schwarz alles  richtig macht. Nicht nur gegen irgend ein Patzer sondern gegen den starken Walter Meyer.
Motto : Capablanca lässt Grüßen !!

Weiss : Walter Meyer       
Schwarz : Michael Neuendorf
VM 3.Rd.  17.11.2009
Eröffnung: Katalanisch
1.d4 e6 2.c4 d5 3.Sc3 Sf6 4.Sf3 Sbd7 5.g3 c6 (Finde ich schon psychologisch lobenswert. Lässt sich auf keine Komplikationen mit dxc4 ein – obwohl es durchaus spielbar ist. – Wie Capablanca eben.) 6.cxd5 exd5 7.Lg2 Ld6 (!) (einfach gut rumstehen) 8.Dc2 o-o 9.0-0 Te8 10.Te1 Sf8 (With a Knight on f8,
you´ll never get Mate !) 11.e4 (Walter als Favorit will natürlich gewinnen und verschärft die Sache) 11.-dxe4 12.Sg5 Lf5 13.Sgxe4 Se6 14.Le3 De7 (Fazit aus der Eröffnung. Schwarz hat gleiches Spiel erreicht, seine Entwicklung harmonisch abgeschlossen und Spiel gegen d4) 15.Sxf6 Dxf6 16.Db3 Sxd4 17.Lxd4 Dxd4 18.Ted1 ?
(Ein Fehler der schwarz in Vorteil bringt. Besser war Dxb7 und weiss schafft gerade noch gleiches Spiel) 18.-Db4 ! -+ 19.Dxb4 Lxb4 20.Tdc1 Te7 ! (Die erwähnte Sicherheit von Michael. Bauer mehr + Läuferpaar -  aber nicht  überstürzen, einfach auf der e-Linie verdoppeln.) 21.a3 La5 22.b4 Lb6 23.b5 cxb5  24.Lxb7 (in verlorene Stellung noch ein “Blunder” wie die  Australier sagen.) 24.-Txb7 25.Sxb5 Lxf2+ !  (Noch eine Keule zum Schluß für die Zuschauer.)   o:1!
Michael nicht wieder zu erkennen!

Hier noch die (unvollständige) Tabelle nach der 3.Rd. 
1. Neuendorf    2,5 aus 3
2. Hess                2:0
3. Wissler           2:2
4. Völker            1:0
5. Schindler      1:1
5. Lang                1:1
5. Wernet           1:1
8. Schomas        1:2
9. Schneider     0,5:2,5
10.Meyer           0:2

Eddi Kais

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Aus iss

November 8th, 2009 by Alex

DSCN5194Schon wieder ist eine Woche vorbei: das letzte Frühstück gerichtet, das letzte Mal die Spülmaschine zu einer für die Dame unter uns wohnenden passenden Zeit angestellt, das letzte Mal im zu klein geratenen Bad geduscht, das letzte Mal die Schiebetür der Wohnung abgeschlossen und das ganze Gepäck wieder über die steile Treppe ins Auto gewuchtet. Eine wirklich sehr schöne Schachwoche geht zu Ende. Eine schöne Woche deshalb, weil nicht nur die Turnierorganisation, der Spielsaal, die sanitären Einrichtungen und das Catering perfekt waren, sondern auch weil Bad Wiessee, eine wunderschöne Umgebung mit vielen Freizeitmöglichkeiten bietet. Perfekt ist in diesem Zusammenhang vor allem auch der mit 16 Uhr recht späte Beginn der Runden. Die Langschläfer können ihrem Hobby frönen, während die Frühaufsteher, bzw. die Familienurlauber problemlos und ohne Zeitdruck etwas unternehmen können. Auch wenn die Ferienwohnung etwas angestaubt, die Müllkapazität zu gering und lebenswichtige Dinge wie Geschirr, Handtücher, Spülmittel über die ganze Wohnung in vielen kleinen Schubladen und Schränken verteilt waren, kann man die Ferienanlage Dr. Gärtner mit gutem Gewissen empfehlen. Wobei der Preis und die Nähe zum Spiellokal und See der große Pluspunkt ist. Gestern Abend fiel das gemeinsame indische Essen mit unseren Bindlachern Freunden aufgrund ihrer knurrenden Mägen und Andis unendlich langem und letztendlich Remisendenden Turmendspiel aus. So ging es für uns ziemlich spät alleine noch nach Tegernsee um zu einem wirklich hervorragenden indischen Essen noch die letzte Tegernseer Halbe zu geniesen. Leider hat der scharfe indische Curry sich nicht auf unser Spiel ausgewirkt.

Andi hatte zwar eine sehr ungewöhnliche holländische Variante auf dem Brett, aber als die Leichtfiguren bereits nach 15 Zügen getauscht waren, und sich nur noch die Schwerfiguren hinter verschachtelten Bauernketten versteckten, war ein Remis unausweichlich. DSCN5210Nachdem Alex gestern leider kampflos zu einem Punkt kam konnte er heute mit Weiß beweisen, dass er den Punkt auch verdient hat. Überraschend fand er sich nach einigen Zügen in einer Panow-Stellung mit Damen-Isolani, obwohl Caro-Kann gar nicht gespielt wurde. Auch Alex landete in einem Endspiel wobei im Gegensatz zu Andi die Schwerfiguren getauscht wurden und die Leichtfiguren mit Bauern übrigblieben. Die Partie endete Remis nachdem Alex’s Gegner trotz seiner 2182 Elo nicht sah, wie er den Isolani attackieren konnte. Damit schaffte Alex mit 5,5 Punkten Platz 95, verbesserte sich um 103 Plätze gegenüber der Startrangliste und beendete das Turnier erfolgreich. Andi wurde 281. Mit 4 Punkten verschlechterte sich gegenüber der Setzrangliste um 40 Plätze und ist mit seinen 4 Punkten leicht unter seinem selbst gesteckten Ziel (50%) geblieben. Wieder einmal hat das Orakel von der Ex-Säge Recht behalten!

Das Turnier gewonnen hat: Viorel Iordachescu (ELO 2607 / 7,5 Pkt.) vor Vitaly Kunin (2544 / 7,5) und Abhijeet Gupta (2584 / 7,5) vor Gerald Hertneck (2513 / 7,5).

Turnierbegründer Arthur Jussupow wurde bei seiner ersten Teilnahme 39. Mit 6 Punkten.

Unsere Bindlacher Freunde belegten folgende Plätze: In vorderster Front Axel Heinz mit einem hervorragenden 21. Platz und 6 Punkten, dicht gefolgt mit 5,5 Punkten von Jürgen Delitzsch (79.) und Michael Bierhahn mit 4,5 Punkten (195). Jörg Heimerdinger erspielte 4 Punkte in 7 Runden was Platz 274. bedeutete und bei voller Rundenzahl noch einige Luft nach oben bietet. Klaus Mühlnikel erreichte 1,5 Punkte und Platz 440. Extra erwähnt sei hierbei, daß Klaus noch parallel zu den Runden verschiedene Berge erstiegen hat und sogar die Anfahrt zu diesen mit dem Rad absolvierte. Zwischendurch ging’s auch noch joggen am See. Respekt für diese “Sport” total Woche.

Erwähnenswert ist noch der hervorragende 32. Platz von Hartmut Metz, Kuppenheim mit 6,5 Punkten. Sein Vereinskollege Joachim Kick belegte mit 5 Punkten den 134. Platz während Christian Dettweiler vom Verbandsligisten Iffezheim mit der gleichen Punktzahl 157. wurde.

Auch aus dem unserem Bezirk waren mit Andreas Becker (150./5), Freiburg Zähringen sowie Gerard Gorse (213./4,5), Sölden weitere Freiburger vertreten.

Das Turnier in Summe verlief äußerst harmonisch, was sich vor allem auch darin ausdrückte, dass trotz der neun Runden und über 450 Teilnehmern über das ganze Turnier nahezu keine Protestfälle auftauchten und unsere Gegner allesamt am letzten Spieltag nochmal vorbeikamen um gute Heimreise zu wünschen. Vielleicht bekommen wir ja nächstes Jahr wieder Urlaub und eine größere Gruppe des Schachclubs Oberwinden will sich mit uns in diesem harten Open in wunderschöner Umgebung messen.

Jo mei, auss is.

Endstand: http://www.ti-bad-wiessee.de/Schach_cms/index.php?option=com_content&view=article&id=44&Itemid=36

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Animositäten

November 7th, 2009 by werneta

DSCN5166Am Donnerstag startete endlich die Schönwetterphase, die wir uns erhofft hatten. Selbstredend sprangen wir bereits um 10:00 Uhr aus den Federn, um gegen 12:30 Uhr bei Fahrrad Schmidt ein paar Radl’n zu leihen. Na ja, es sind halt Leihfahrräder und entsprechend gibt es ein paar rostige Stellen, eine nicht so überragende Gangschaltung, eher zu leicht fassende Bremsen und einen Loch im Sattel, aus dem Regenwasser austritt sobald man sich daraufsetzt. Unter diesen Voraussetzungen haben wir den Tegernsee umrundet. Eine wirklich tolle Tour mit vielen schönen Wegen und Plätzen, die zum Verweilen einladen. Nass im Schritt (siehe Regenwasser), Nass am Rücken (war doch anstrengender als gedacht), nach ein paar Umwegen und nach laut Alex‘s superduber Hightech-Satelliten-Uhr 23,6 km waren wir dann noch pünktlich zurück um zu duschen und rechtzeitig an den Brettern zu sitzen. DSCN5187Ein kleines Malheur ist dann doch noch passiert als wir in der Ortseinfahrt Tegernsee mit 56 km/h geblitzt wurden. Mal schauen ob was kommt ;-) .

Übrigens war der Radl-Tipp von Klaus Mühlnickel, der selbst für die ganze Woche bei Fahrrad Schmidt gebucht hat. Er wurde allerdings schon von der Polizei angehalten, da er ohne Licht zu später Stunde noch unterwegs war. Das Versprechen das Fahrrad nach Hause zu schieben genügte den freundlichen Polizisten allerdings und so konnte Klaus doch noch in für ein geschobenes Fahrrad wirklich beachtlicher Zeit ohne Strafe heimkehren.

Schachlich war der Donnerstag nicht so ergiebig. Andi schob seinen Gegner Tilo Jarkowski (1868) mit einem lehrbuchmäßigen Königsindischen Angriff Stück für Stück zusammen, um nach getaner Arbeit und fast 5 Stunden Spielzeit den finalen Stoß zu verschlafen und in ein Remis abzuwickeln.

Alex schaffte es nicht sein Londoner System durchzusetzen und musste gegen FM Michael Babar (2187) aufgeben, nachdem ein Versuch die Stellung zu verkomplizieren mit Materialverlust endete.

Am Freitag hielt das Wetter nochmals an und während Alex seine Vorbereitungen absolvierte ging Andi in die Ausstellung über Olaf Gulbransson, einem Norwegischen Karikaturisten und Mitbegründer des Satiremagazins Simplizissimus – echt empfehlenswert, welche zufällig genau neben dem Tegernsee’er Bräustüberl liegt. Nach einem Spaziergang am See wurde wieder gekocht und die letzten Vorbereitungen getroffen. Erstmalig etwas zu spät am Brett haben wir den Hinweis auf die Heute etwas früher stattfindende Runde verpasst, was wir aber Dank eines bierseligen Abends mit unseren Bindlacher Freunden doch noch mitbekommen haben. Besonderen Respekt verdient hier Axel Heinz, der mit einer starken Grippe teetrinkend und schnupfend 6 aus 7 erspielte und gestern Abend tapfer dabei war. An dieser Stelle viel Glück für den Rest des Turniers.

DSCN5189Die gestrige Runde brachte dann mit Johannes Pfadenhauer für Andi ein U14-Jungtalent, welches von Jürgen Dellitsch von Bindlach trainiert wird und optimal auf das Eröffnungsrepertoire von Andi eingestellt war. Nach klarem Eröffnungsvorteil unterlief ihm allerdings ein kleiner Fehler und Andi konnte seine taktischen Finessen widerlegen und eine Qualität gewinnen. Leider schaffte der Bub es den Druck aufrechtzuerhalten und ein Zugwiederholung führte zum Remis.

Winfried Leismeier (1924) versuchte mit einem Königsindischen Aufbau (vielleicht am Vortag von Andi abgeschaut) die Bauernfestung von Alex zu knacken, scheiterte aber an der offenen A-Linie, welche ja letztendlich nach Alex benannt ist.

Das bei 500 Schachspielern natürlich auch die ganze Gesellschaft repräsentiert ist zeigt sich beispielsweise am GM der im Jackett spielt, während gegenüber ein Spieler voller Wut über seine verlorene Stellung so lange Verrenkungen macht bis er aus dem Rollstuhl fällt und der Schiedsrichter sogar über eine Zeitgutschrift entscheiden muss. Auch die Zeitnotdramen, die sich auf dem Weg zum Klo besonders zeigen sind sehenswert. Ein kleines Highlight war dabei der Erstrundengegner von Andi (IM Anatoli Bykhovsky), welcher in hochgradiger Zeitnotphase gegen WGM Beata Kadziolka (beide unter 2 Minuten) plötzlich losspurtete. Jeder hatte schon Mitleid und dachte an die Klovariante, als er mit einer Flasche Cola rennend um die Ecke bog, einen Zug ausführte und bei 8 Sekunden noch im Hinsitzen begriffen die Uhr drückte. Gebracht hat es auf jeden Fall den Sieg. Die Dame war wohl so verwirrt über die Aktion, dass sie ein paar Züge später eine Figur einstellte und verlor. Mei wie soagt dera Schachspieler, mia sian hald mia

Heut geht’s in die Endspurtphase und das Orakel von der Ex-Säge Ulli prophezeit für Alex eine Fischsuppe (der Gegner kommt aus Hamburg) während er den Glauben an Andi wohl verloren hat (50% sind für ihn nicht mehr drin).

Schau mer mal

A.und A.

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Schach versus Urlaub

November 5th, 2009 by werneta

Leider war das Wetter die letzten Tage sehr gewöhnungsbedürftig und so war  es nicht ganz einfach Schach und Urlaub zu verbinden. Zur Novemberkälte kam auch noch ein Regentief mit Nebel und nachts schien der Vollmond durch das nicht verdunkelbare Dachfenster, so dass auch der Erholungsschlaf beeinträchtigt war und teilweise auf den Tag verlegt werden musste.  Also die besten Voraussetzungen für einen Lagerkoller. DSCN5165Um dem entgegen zu wirken haben wir am Dienstag eine Regenpause genutzt, um die mitgebrachten Joggingschuhe einzuweihen. Entlang des Sees gibt es eine wunderschöne Strecke, leicht wellig mit teerigen, sandigen und kiesigen Untergrund und durchgehend laubbedeckt, so dass eine konstant rutschige Laufbahn entstanden ist. Außer uns kam so mancher Teilnehmer auf die Idee sich in der freien Natur zu regenerieren und so überholten wir einiges an geballter Schachkompetenz wie z.B. die GMs Sokolov, Rozenthalis und Siebrecht. Die Joggingeinheit brachte an dem Tag auch gleich 2 volle Punkte. Einen für Alex, der sich gegen Fide-Meister Dr. Reinhard Zunker nach einem Eröffnungsfehler und  einem Minusbauern doch noch durchsetzen konnte und einen für Andi, der sich 15 Minuten voll reingehängt hat um dann das unentschuldigte Fernbleiben des Gegners reklamieren zu müssen.

Apropos Regeneration und Jogging. Da die Laufuhr von Andi die Kälte nicht vertrug, ging’s zum Batterientausch. Dabei konnte man die Vielfalt der Bad Wiessee‘er  Geschäftswelt kennenlernen. Vom Hörgerätespezialisten (keine Batterie in der richtigen Größe), über Juwelier 1 und 2 (Betriebsferien bzw. Batteriewechselspezialist nur mittwochs im Laden) bis zum Gustl. Letzterer ist ein circa 73jähriges Bayrisches Original, welches in einer 6qm Ladenfläche fassenden Werkstatt Pfeife rauchend auf Kundschaft wartet. Er ist super freundlich, hat alles Notwendige inklusive der passenden Batterie da und es wäre ja auch alles gut, sähe er noch etwas besser. So aber war zwar die Batterie nach mehreren Versuchen gewechselt, die Kontakte der Uhr funktionieren aber nicht mehr alle und man kann jetzt halt keine Zeit mehr stoppen. Dafür kostete die ganze wirklich einmalige Aktion auch nur 6,50 Euro.

Da es für Andi in der 4. Runde Zeit genug zum lernenden Beobachten gab ein paar Partietipps:
für den Fan des Königsgambits FM Hartmut Metz gegen Klaus Gschwendter
für den Turmendspielfan Manuel Feige gegen Nadja Jussupow
für den Fan ungewöhnlicher Stellungen IM Georgius Souleidis gegen IM Leonid Milov
für alle die schon mal ein remisliches Turmendspiel aufgrund zu heftiger Gewinnversuche verloren haben GM Konstantin Chernyshov gegen FM Martin Forchert

DSCN5161Abends ging’s dann noch das Bayernspiel schauen, wobei wir uns neben einem Tisch mit 7 23er wiederfanden, einer Kneipe voller Bayernfans und eines 60ziger Fans mit italienischem Namen, der irgendwie der einzig Glückliche zu sein schien.

Am Mittwoch sind wir Basti’s Empfehlung gefolgt und trotz Regen mit der staatlichen Motorschifffahrt (offizieller Titel) ins schöne Tegernsee gefahren, haben uns den Ort erwandert (15 Minuten), den Wochenmarkt besucht (1 Obst-und Gemüsestand und 1 Imbissbude), das Schachlokal des TV Tegernsee besucht (Hotel Guggemoos – seit letztem Jahr geschlossen) und ein bayrisches Frühstück (siehe Bild) im Braustüberl eingenommen. Das hatte dann allerdings zur Folge, dass Andi beim Aussteigen aus dem Schiff auf dem sehr glatten Untergrund (siehe gestern) ausrutschte und sich ein „offenes Schienbein“ zuzog und beide Partien (Andi wegen völlig miserablen Eröffnungsbehandlung und Alex wegen verpasster Remisabwicklung) verloren gingen.DSCN5156

Heute scheint es wieder ein schöner Tag zu werden. Deshalb werden wir jetzt Fahrräder mieten und um den See (23,6 km) fahren, in der Hoffnung, dass es anschließend wieder zwei Punkte gibt. Als Glücksbringer haben wir auch eine Art Meister Yoda aus Starwars in einem Garten endeckt. Mal sehen ob’s was bringt ;-)

Meiomeiomei wia soll des no enden

A und A

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