July 28th, 2010 by Alex
von Martin Hess:
Nachdem der geplante Familiensonntagsausflug wegen Sommergrippe des Sohnemannes kurzfristig ausfiel, dachte ich, man könnte es sich doch schachlich einmal so richtig geben und zur offenen Schweizer Blitzmeisterschaft anlässlich des dortigen Schachfestivals nach Biel fahren? Nach kurzen Checks der Tagesform auf Schach.de (Na ja…) und auf ebenfalls kurz entschlossene potentielle Mitfahrer (keiner am Sonntagmorgen online) fuhr ich dann halt alleine los und kam mit Schweizer Pünktlichkeit just zum Ende der Meldefrist um 12:30 in meiner zweiten Heimat (die Mutterfirma ist nicht weit) an.
Meine Strategie basierte angesichts eines mit 24 internationalen Titelträgern stark besetzten Teilnehmerfeldes auf folgender kleinen statistischen Analyse:
- Wir haben hier 105 Teilnehmer aus 12 Ländern mit einem Gesamteloschnitt von 2111.
- Allein der Elo-Schnitt der 24 Titelträger liegt bei 2496, die der Top 50 über 2300.
- Die zahlen an die ersten 10 insgesamt über 4000 Franken Preisgeld aus – da schenkt Dir keiner eine Partie.
Fazit: Das bisher weitaus stärkst besetzte Turnier Deines Schachlebens. Die Trauben hängen hier verdammt hoch, du brauchst bescheidene Ziele:
- Egal wie stark besetzt: Ohne Punkt fährst Du nicht nach Hause.
- Falls a bisserl was geht: Besser Rivella statt Wiswi trinken – diesbezügliche Probleme siehe weiter unten im Bericht aus Ebringen – und unbescheidene 50% anstreben.
- Mindestens einmal gegen einen >2600 ELO XM spielen (davon gab es ja immerhin 9 J) und den möglichst ein wenig stressen.
Das Turnier begann pünktlich um 14:00, wobei es faszinierend war, wie die Organisatoren das Turnier in Schweizer Manier („Platz nehmen bitte“, „Start“ und an 53 Brettern geht es zeitgleich los – und das 13x ohne irgendwelchen Stress) durchzogen. Nach 13 Runden Schweizer System, unterbrochen von 2 Pausen nach der 5. und 10. Runde – wie ich das hasse, immer verlier ich das Spiel nach der Pause… – konnte so wiederum pünktlich um 18:30 die Preisverleihung stattfinden.
Bei der ging ich dann erwartungsgemäß leer aus, war aber mit 6 Punkten von 13 hochzufrieden. Denn meine „Nachbarn“ auf dem daraus resultierenden 67. Platz wiesen immerhin noch so um die 400 mehr ELOs als ich aus bzw. der Elo-Schnitt der 66 vor mir platzierten lag bei 2252. Insofern hatte ich wohl einen sehr guten Tag erwischt und errang sogar einen inoffiziellen Titel: „Bestplatzierter ELO-Zwerg“ (oder so J).
Zum Turnierverlauf: Ziel 1 wurde erfreulicherweise gleich in der ersten Runde erreicht, Danach ging es auf und ab bis auf die 46 %, womit Ziel 2 knapp verfehlt wurde. An die vorderen Tische kam ich leider nie, insofern wurde leider auch das dritte Ziel verfehlt, so dass ich mich diesbezüglich auch weiterhin auf den „hauseigenen“ FM beschränken muss. Da eigentlich sogar ein Punkt mehr drin war (Ich Patzer - und auch noch gegen ein Mädchen, ein anderes Mal guck ich mattgesetzt einen Zug zu spät auf die Uhr und der Gegner war auf Null…), hätte ich sogar einen IM-Namensvetter hinter mir lassen können. Details zum Turnier sind hier zu finden: http://www.bielchessfestival.ch/de/blitz-turnier
Fazit: Ein absolut g..les Turnier in der schönen Zweisprachenstadt am See. Da muss man wieder hin und zwar in 2011 mit einem vollen Auto Oberwindener.
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January 3rd, 2010 by meyerpe
Das Weihnachtsopen in Böblingen ist sicherlich eines der härtesten Schachturniere. Durch die Einteilung in A- und B-Open trifft man ausschließlich auf starke Gegner und darüber hinaus sind 9 Partien in 5 Tagen, bei 4-mal Doppelrunden zu absolvieren. Ralf Schmidt und Werner Volk stellten sich dieser Herausforderung.
Ralf startete furios in das Turnier. Nach 7 Runden hatte er 4,5 Punkte, war ganz vorne mit dabei und Erster in seiner Ratinggruppe bis 2200. In den letzten beiden Runden hatte er nochmals 2 bärenstarke Gegner, jenseits der 2300er bzw. 2200er Marke. Ein sensationelles Turnier war greifbar nahe, aber es wurde trotz des Schlußtages ein sehr gutes Open von Ralf. Er holte gegen 2 FIDE-Meister remis und erreichte mit 4,5 Punkten den 46. Rang. Diese Leistung wurde mit einer Performance von 2185 und einem DWZ-Gewinn von 16 und 3 ELOs belohnt.

Werner war 92. der Ausgangssetzliste (von 111) und es war klar, dass er hart um die Punkte kämpfen musste. Er tat dies bravourös und insbesondere mit Weiß gelangen ihm sehr schöne Partien. Gleich zu Beginn gelang ihm gegen einen 2200er eine Schönheitspartie, wobei Werner den entscheidenden Gewinnzug verpasste und es remis wurde. Auch gegen einen weiteren 2200er holte er remis. 4 Punkte und der 74. Platz sind ein tolles Ergebnis, was Werner 17 DWZ und 7 ELO-Punkte bringt.
Turnierhompage:
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October 26th, 2009 by meyerpe
Nicht ganz an den erfolgreichen Saisonauftakt konnten die SCO Teams in Runde 2 anknüpfen. Dennoch war man auch hier zufrieden mit den Ergebnissen. Die Zweite und Sechste konnten gewinnen. Die Erste und Fünfte erreichten Punkteteilungen. Die Dritte und Vierte mussten sich geschlagen geben.
Wäre die 1. Mannschaft vor dem Spiel noch mit einer Punkteteilung gegen die starken Dreisamtäler sehr zufrieden gewesen, muss man dieses Ergebnis im Nachhinein als Punktverlust werten. Aus den beiden Turmendspielen von Basti und Raph holten wir statt der erhofften 1,5 nur 0,5 Punkte. Doch der Reihe nach: Philipp Germer holte mit einer starken Leistung ein Schwarzremis gegen IM Kaenel. Dabei war Philipp stets in der aktiveren Position und hatte nie Probleme. Bei Ralf Schmidt sah es nach einem Figurengewinn aus, aber sein Gegner Max Scherer hatte leider noch einen Zug um dies abzuwenden. Ich selbst hatte die Eröffnung vermasselt und stand schlecht. Durch ein taktisches und korrektes Turmopfer konnte ich aber das Blatt noch wenden und meinen Gegner Matt setzen. Bei diesem 1,5:1,5 blieb es lange. Heiko Adler hielt dem Druck seines Fide-Meisters lange stand, doch dann fand der Dreisamtäler doch eine Lücke und Heiko mußte aufgeben. Die schönste Partie des Tages gelang FM Emmanuel Reinhart. Er überspielte seinen Gegner, immerhin ein IM mit mehr als 2400 DWZ/ELO in wirklich beeindruckendem Stil. Erneut eine tolle Partie von Manu. 2,5:2,5. An Brett 8 hatte Raphael Grandidier stets leichte Vorteile und es ergab sich ein sehr aussichtsreiches Turmendspiel mit einem Mehrbauer, welches am Ende leider ins remis mündete. Ein nicht weniger schweres Endspiel hatte Edgar Kais auf dem Brett, ein Damenendspiel mit Mehrbauer. Nach vielen Zügen und ständigen Schachs, gelang es Eddi die Partie nach Hause zu bringen, zur 4:3 Führung für uns. Mannschaftsführer Sebastian Völker hatte bei diesem Spielstand nun die undankbare Aufgabe ein Remis halten zu müssen. Objektiv gesehen war das Turmendspiel mit jeweils 1 Bauer auf der 2. und 7. Reihe klar remis. In Zeitnot ging Basti mit dem König auf ein falsches Feld und der Gegner konnte seinen Turm opfern, weil die Damenumwandlung mit Schach erfolgte. Schade, dennoch ein sehr gutes Mannschaftsergebnis gegen die an jedem Brett im Schnitt 100 DWZ stärkeren Dreisamtäler Schachfreunde. Verbandsliga
Auch die 2. Mannschaft war erfolgreich. Im Spitzenspiel gegen Endingen konnte man sich mit 5:3 durchsetzen. Joachim Diehl, Torsten Becherer und Michael Weber konnten Siege einfahren. Werner Volk, Peter Pauk, Andreas Wernet und Holger Blattmann spielten remis. Alexander Lang musste sich nach einem Eröffnungsfehler geschlagen geben. Bereichsliga
Überraschend hoch verloren die 3. und 4. Mannschaft. Gegen eine stark aufgestellte Umkircher Erste, war für unsere Dritte nichts zu holen. Drei Remis von Christian Riotte, Markus Oswald und Markus Mack war die Ausbeute. Bezirksklasse
In der Vierten feierten die Jugendspieler Jan Becherer und Maximilian Faiss ihren Einstand. Beide spielten positionell sehr gesund und erkämpften sich zwischenzeitlich auch Vorteile. Beide lieferten sehr hoffnungsvolle Debüts. Michael Neuendorf, Martin Volk und Bernhard Blattmann holten remis. Kreisklasse-B
In der Fünften holten Martin Schneider und Philipp Schätzle mit Partiegewinnen und Tobias Pauk mit einem remis die Punkte zu dem 2,5:2,5 gegen Umkirch 2.
Oberwinden 6 gewann kampflos, weil der Gegner wegen Spielermangels leider absagen musste. Kreisklasse-C
2. Runde Spieltag: 25.10.2009
| SGEM Dreisamtal |
SC Oberwinden |
4 |
4 |
| SK Endingen |
SC Oberwinden 2 |
3 |
5 |
| SK Umkirch |
SC Oberwinden 3 |
6½ |
1½ |
| SK Endingen 3 |
SC Oberwinden 4 |
6½ |
1½ |
| SK Umkirch 2 |
SC Oberwinden 5 |
2½ |
2½ |
| SK Freiburg West 3 |
SC Oberwinden 6 |
0 |
5 |
Einzelergebnisse:
Verbandsliga Südbaden
Bereichsliga Freiburg/Hochrhein
Bezirksklasse Freiburg
B-Klasse Freiburg
C-KLasse Freiburg
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September 1st, 2009 by meyerpe
Zum 1. September hat die FIDE die neue (vierteljährliche) ELO-Liste veröffentlicht. Neu in der Liste ist Andreas Wernet, der durch die Schacholympiade in Dresden und das Jubiläumsopen in Zürich eine Erst-ELO in Höhe von 2005 erspielt hat.
Spieler ELO neu Veränderung
FM Peter Dittmar 2359 + 2
FM Emmanuel Reinhart 2334 + 34
Viacheslav Kurachkin 2194 ./.
Philipp Germer 2190 ./.
Ralf Schmidt 2162 – 9
Edgar Kais 2087 ./.
Peter Meyer 2086 + 6
Sebastian Völker 2081 ./.
Alexander Lang 2065 ./.
Heiko Adler 2064 ./.
Raphael Grandidier 2048 ./.
Andreas Wernet 2005 neu
Christian Riotte 1989 ./.
Werner Volk 1986 ./.
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August 15th, 2009 by meyerpe
Die 7 Tage in Zürich vergingen wie im Flug. Es gab beeindruckende Erlebnisse bei diesem Weltklasseturnier mit 536 Spielern aus 38 Nationen. Wir haben viele alte Freunde getroffen und einige neue hinzugewonnen. Doch zunächst zu der persönlichen Bilanz der beiden SCO-Kämpfer.
Es war klar, dass es Andreas in der Meistergruppe sehr schwer haben würde, schließlich war er an drittletzter Stelle der 272 Spieler gesetzt. Es verdient zunächst einmal großen Respekt, dass er sich solch einer starken Gegnerschaft stellt.
Ich selbst war sein wertungsschwächster Gegner! siehe hier… Andy startete mit einem bis zum Ende ausgekämpften Remis gegen Max Scherer sehr gut ins Turnier. Überhaupt spielte er durchweg sehr konzentriert, mit gutem Schach und kämpfte stets bis zum Umfallen. Nur einmal wurde ihm dies in Runde 8 zum Verhängnis, als er ein Remisangebot des Gegners -2093- (in Remisstellung mit Minusbauer) ausschlug und kompromisslos auf Gewinn spielte, was schließlich den Partieverlust zur Folge hatte. Ein Highlight war sein überlegener Schwarzsieg gegen einen 2113er. Am Ende landete Andy mit 2 Punkten auf Rang 264. Mit seiner ELO-Halbzahl von 2110 und der Zürich-Turnierperformance von 1942 bekommt er eine ELO von ca. 2000. Auch die DWZ wird sich verbessern.
Ich selbst war mit meinen 3,5 nicht völlig zufrieden, obwohl ich mein Minimalziel von 3 Punkten leicht übertroffen habe. Dabei muss ich zugeben, dass ich zuweilen etwas zu ökonomisch gespielt habe. Ich war an Rang 231 (von 272) gesetzt und meine 3,5 Punkte bedeuteten letzlich Platz 210. Auch bei mir waren außer Andy alle 8 anderen Gegner wertungsmäßig besser.
Entscheidend waren die Runden 7 und 8. Nach langwieriger und zäher Verteidigung in Runde 7 ergab sich ein erzwungener Schwerfiurenabtausch worauf ich das Remisangebot meines Gegners (2212) sofort und ohne Nachdenken annahm. Ein Fehler, weil man schon bei kurzer Prüfung gesehen hätte, dass ich einen Bauern bei zusätzlich besserer Stellung gewonnen hätte. In Runde 8 hatte ich eine ganze Figur mehr, aber beide Spieler waren in horrender Zeitnot (10 bis 15 Züge im 30 Sekunden Rythmus). Im 39. Zug lief ich dann unnötigerweise in ein Matt….. Okay, die ELO-Performace liegt bei knapp 2100, wodurch sich weder bei der ELO noch bei der DWZ kaum etwas verändern wird. Meine Gegner hier..
Insgesamt war dies aus meiner Sicht ein sehr beeindruckendes Open. Zum einen die Weltklassespieler und dann auch die fast 600 Teilnehmer die in einem einzigen Turniersaal sehr diszipliniert waren und es kaum Geräuschstörungen und schon gar keine Proteste gab. Besonders beeindruckt hat mich die Kreativabteilung mit beispielsweise Emil Sutovsky und vor allem dem Turnierstar Alexander Morozevich. Leider verpasste “Moro” den Turniersieg in der letzten Runde indem er seine total gewonnene Stellung in Zeitnot verdarb.
Schade! Torsten Becherer gab er gerne ein Autogramm und für mich stand er für einen Small-Talk über Schach und ein gemeinsames Foto zur Verfügung. Überhaupt wurde auch auf der Bühne überwiegend hart gekämpft und auch die Schlußrunde brachte lange und spannende Partien. Turniersieger wurde GM Areshenko, der durchweg sehr stark und solide agierte. Bester deutscher wurde GM Georg Meier, aber auch GM Klaus Bischoff, IM Stefan Bromberger und IM Tobias Hirneise spielten ein sehr erfolgreiches Turnier.
Zürich selbst ist eine wunderschöne Stadt und alle Leute begegneten uns äußerst freundlich und zuvorkommend.
In der Garten-Wirtschaft des Kongresshauses saß man direkt am Zürichsee, den wir mit einer Bootsfahrt erkundeten. Sicherlich muß man sich an die Preise erst gewöhnen, aber dafür bekommt man ein wirklich tolles Ambiente geboten. Es war eine sehr schöne Woche in Zürich mit einer gelungenen Mischung aus Turnierschach, Weltklassespielern und Erholungsurlaub. Mehr Eindrücke gibt es demnächst in unserem Fotoalbum. (”Klick” auf die obigen Fotos vergrößert diese)
Ergebnisse Meister
Ergebnisse Allgemein
Turnierhomepage
Bericht/Partien bei Chessbase

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August 13th, 2009 by werneta
Vor und nach unserem hart umkämpften Remis gestern ließen wir es uns mal so richtig gut gehen. Einmal beim Chinesen in Opfikon essen, durch das „richtige“ Zürich bummeln und das historische Stadtzentrum mit seinen vielen alten Häusern, verwinkelten Gassen, kleinen Boutiquen, shoppenden Mädels und urigen Mini-Kneipen besichtigen, daß war schon Urlaub pur. Allerdings lernt man bei dieser Gelegenheit auch die monetären Seiten Zürichs kennen. Eine Weinschorle bei „Chez Erwin“ 8 CHF, ein Kalbsschnitzel mit Kartoffelsalat aus dem Eimer in einem Biergarten mit Selbstbedinung 38 CHF und eine Brezel mit Kürbiskernen auch noch stolze 4,50 CHF. Na ja, man lernt dazu und inzwischen haben wir auch so unsere Plätzchen an denen es uns gefällt und an denen wir mit dem Preisniveau zufrieden sind. Geld haben sie auf jeden Fall die Schweizer. Die Autos die auf den Straßen zu sehen sind und vor allen Dingen die Klamotten, die die Mädels und Jungs hier auftragen (Schachspieler explizit ausgenommen) sind schon vom Feinsten. Das die Schweizer im Allgemeinen auf Geld nicht so angewiesen sind zeigt auch, daß Peter seinen Geldbeutel, gut gefüllt mit Barem, Kreditkarten und Tickets, mal eben über Nacht in einem Restaurant liegen lassen konnte und ihn vollständig und ohne Probleme mit dem Kommentar „bei uns chummt nint weg“ zurück bekam.
Schachlich sind ja inzwischen zweidrittel der Spiele absolviert und Peter liegt nach einem überzeugend erkämpften Sieg mit 2,5 Punkten locker auf Kurs zu seinem selbstgesteckten Ziel mit 3 Punkten. Man beachte, daß 2,5 Punkte zum Beispiel auch solche Koryphäen wie FM Gerard Nuesch (Elo 2319) und Christian Ketterer (Elo 2270) haben. Ich selbst bin mit meinen 2 Punkten mehr als zufrieden, da ich aufgrund der Starterliste mit 1 Punkt als ambitioniertes Ziel ins Rennen ging und nun mein persönliches Soll schon voll erfüllt habe. Das bedeutet, wir beide können uns entspannt in die nächsten Partien stürzen und gegebenenfalls Max noch ein bisschen ärgern, der augenblicklich noch nicht ganz auf Kurs für eine IM-Norm ist. Heute geht es für mich erst mal gegen Helmut Eidinger, einen Schweizer Landsmann mit Elo 2123, während Peter sich mit Markus Kauch mit Elo 2219 auseinander setzen darf.
Davor ist allerdings noch ein lockerer Bummel durch die historische Altstadt und heute Abend eventuell ein Besuch der Seerose geplant.
Andreas
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June 11th, 2009 by meyerpe
Als Nachtrag zum badischen Schachkongress noch eine Anekdote von Edgar Kais über die neue, für uns noch gewöhnungsbedürftige Bedenkzeitregelung nach dem Fischer-Modus. Und dann noch die Chance von Philipp Germer sich für die Deutsche Einzelmeisterschaft zu qualifizieren:
Anekdote von Eddi Kais:
Zeinotdrama in Badenweiler (einmal anders)
Samstagmorgen in Badenweiler: Runde 8, die Sonne scheint, wir (Philipp Germer, Patrick Säring und ich) hörten gerade “we are the Champions” von Queen im Radio. Alle sind gut gelaunt.
Ich startete grottenschlecht mit 1,5 aus 5. Dann Remis mit Schwarz gegen Kick (Elo 2207) und Sieg mit Weiß gegen Haag. So stand ich nun mit 3 aus 7 im unteren Mittelfeld und wollte doch noch etwas reißen. Das Ziel war, in Runde 8 mit Schwarz gegen Brennenstuhl (Elo 2019), zu gewinnen.
Alles läuft nach Plan. Brennenstuhl eröffnet mit 1.Sf3 und baut sich Englisch auf. Ich spiele Holländisch dagegen. Da kenn ich mich gut aus. Bald stehe ich super. Ich war sehr beruhigt da Brennenstuhl auch noch in Zeitnot kam.
Nur mit Mühe schaffte er die 40 Züge innerhalb der Frist. In Badenweiler spielten wir 40 Züge in 1,5 Stnden plus 30 Sekunden Zugabe pro Zug plus 30 Minuten für den Rest der Partie. Um den 40sten Zug herum schaute ich nur auf seine Uhr, gerade noch schaffte er den 40sten Zug. Ich selber hatte mindestens noch 30 Min übrig. “Da muss man ja nicht gucken” dachte ich. Sobald bei jemand die Klappe fällt springen beide Uhren auf plus 30 Minuten. Das hatte ich nicht bemerkt. Das Spiel ging weiter. Ein Endspiel mit Mehbauer war auf dem Brett. Wir hatten bereits fast 80 Züge und wieder war Weiß in Zeitnot, ich hatte ja noch so 3 Minuten (+ weitere 30 Minuten dachte ich!! – dem war aber nicht so). Hinten spielen die ja auch noch, also kann es ja nicht so spät sein – dass sie aber nur am Analysieren waren bemerkte ich nicht.
Um das Brett standen plötzlich so viele Leute. Der Philipp war dabei und auch der Torsten und sogar der Schiri. Was ist hier so spannend, dachte ich ? Ich steh auf Gewinn, mein Gegner nur noch 1 Minute und ich noch 1,5 Minuten auf der Uhr plus mein 30 Minutenbonus. Mein Gegner zieht und ich habe noch eine Minute dann noch 30 Sekunden, dann noch 15 Sekunden, dann ziehe ich. Mit 45 Sekunden stehe ich noch auf und sagte laut “ich hab ja noch 30 Minuten, aber blöd, auf der Uhr sieht man das nicht “. Dann schaute ich die Gesichter an und es kam mir doch etwas komisch vor. Alle waren so still und der Schiri grinste leicht schämisch. Philipp schaute auch komisch aber der Torsten, der hatte wirklich so etwas wie Panik in den Augen. “Macht Euch keine Sorgen” dachte ich, ich hab doch noch 30 Minuten. Mein Gegner zieht und ich lasse die Uhr bis auf 7 Sekunden runter dann ziehe ich, mein Gegner bietet (zum Glück) Schach worauf ich nur ein Zug habe und gleich ziehe. Dann in dieser verlorenen Stellung fällt seine Klappe. Gott sei Dank!!!
Alle freuen sich für mich, dass ich trotz Dusseligkeit nicht durch Zeit verloren habe. Dann rechneten sie mir es vor und dann erst langsam dämmerte es mir auch.
Glück gehabt !! Zeitnot einmal anders !!!
Philipp mit Chance auf die Deutsche Einzelmeisterschaft.
Auszug aus dem Newsletter des Badischen Schachverbandes:
“Da dem Badischen Schachverband zwei Teilnehmerplätze an der DEM zustehen, müssen die in der Abschlusstabelle jeweils 6 Punkte aufweisenden Schachfreunde Hans-Joachim Vatter, Elmar Schwing, Joshua Hager und Philipp Germer Stichkämpfe austragen um festzustellen, wer neben Andreas Heimann an den nächsten DEM teilnahmeberechtigt ist.”
Philipp hat also die große Chance in einem 4-er Stichkampf ein Ticket für die Deutsche Einzelmeisterschaft zu lösen. Wir wünschen ihm hierfür alles Gute und viel Erfolg!
weitere Berichte über den badischen Schachkongress auf www.badischer-schachverband.de
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June 8th, 2009 by meyerpe
192 Spieler starteten beim 81. Badischen Schachkongress in den verschiedenen Gruppen, darunter auch unsere 5 Oberwindener Schachfreunde Philipp Germer, Edgar Kais, Torsten Becherer, Harald Schomas und Michael Neuendorf.
In der Königsklasse, der offenen Badischen Meisterschaft waren Philipp Germer und Edgar Kais am Start. Um es vorwegzunehmen, spielten beide ein sehr gutes Turnier und holten einen DWZ-Gewinn. Philipp war stets vorne dabei und holte grandiose 6 Punkte aus 9 Partien. Dies brachte ihm den 6. Platz, punktgleich mit dem Dritten. Dies bedeutet, dass Philipp in einem Stichkampf um den Qualifikationsplatz zur deutschen Meisterschaft kämpfen kann. Qualifikationsplätze zur Deutschen Meisterschaft werden nach der Badischen Turnierordnung nicht durch Feinwertung, sondern nur durch Stichkampfregelung vergeben. Badischer Meister wurde verdient der der 17-jährige Internationale Meister Andreas Heimann aus Weil am Rhein, Zweiter wurde der rumänische IM Vadim Chernov.
Nach einer Auftaktniederlage kämpfte sich Eddi Kais wieder stark ins Turnier und erholte sich von einer äußerst unglücklichen Niederlage in Runde 5 und startete noch einen guten Endspurt. Am Ende holte er in dem starken Feld mit 4,5 aus 9 ein starkes 50%-Score, womit er sowohl DWZ wie auch ELO hinzugewinnen konnte.
Torsten Becherer startete im Turnier von 1600 bis 1800 DWZ. Nach einem verhaltenen Start legete er einen starken zwischenspurt ein. In der Schlußrunde spielte Torsten sogar noch um den Turniersieg. Leider glückte dies nicht, dennoch zeigte Torsten seine derzeit gute Form und kann sich über einen ansehnlichen DWZ-Zuwachs freuen. 4 aus 7 bedeuten den 10. Platz, punktgleich mit dem 7.
Einen schweren Stand hatte Harald Schomas in der Gruppe 1400 bis 1600. Mit 3 aus 7 war er mit dem Verlauf des Turniers sicherlich nicht ganz zufrieden.
Michael Neuendorf war in der Gruppe von 1200 bis 1400 favorisiert. Von der Auftaktniederlage ließ er sich nicht schocken und spielte sich wieder an die Tabellenspitze. Doch 2 Niederlagen ín den beiden Schlußrunden 6 und 7 warfen ihn ins Mittelfeld zurück. Letztlich also ein unglücklicher Abschluß des Turniers.
Das 1 Jahr Pause und der neue Modus taten dem 81. Badischen Schachkongress offensichtlich nicht gut. Es gab leider einen starken Teilnehmereinbruch bei diesem stets beliebten Badischen Traditionsturnier. Über die Ursachen wird sicherlich noch diskutiert werden, jedenfalls erschweren die unterschiedlichen Zeiträume der Turniere die Bildung von Fahrgemeinschaften und die gemeinsame Buchung von Zimmern/Ferienwohnungen.
Stets aktuell war die Homepage mit Ergebnissen und Partien, die leider durch einen technischen Defekt gegen Ende des Turniers gestoppt wurde.
Turnierhomepage
Endtabelle OBM (Philipp und Eddi) Paarungen DWZ
Endtabelle Senioren Paarungen DWZ
Endtabelle BW-Open Paarungen DWZ
Endtabelle < 2000 Paarungen DWZ
Endtabelle < 1800 (Torsten) Paarungen DWZ
Endtabelle < 1600 (Harald) Paarungen DWZ
Endtabelle < 1400 (Michael) Paarungen DWZ
Endtabelle < 1200 Paarungen DWZ
Beim Kongress-Blitz nahmen insgesamt 12 Spieler teil. Hier die Ergebnisse
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April 13th, 2009 by meyerpe
Philipp Germer startete furios und äußerst erfolgreich in das Oster Open in Deizisau. Nach einem Sieg in Runde 1, gewann Philipp in der Folge gegen einen starken FIDE-Meister und holte gegen den Internationalen Meister Heimann ein Remis. Im weiteren Turnierverlauf hatte Phlipp drei weitere Titelträger und holte letztlich mit 4,5 aus 9 gute 50% in einem starken, anstrengenden Turnier, wo vor allem junge, aufstrebende und erfolgshungrige Spieler teilnehmen. Ein guter Erfolg für Philipp, er hat sich ELO-mäßig verbessert, die DWZ bleibt in etwa gleich.
Einzelergebnisse von Philipp Germer
Unser ehemaliger Spielertrainer IM Henryk Dobosz war in Deizisau auch am Start und holte 5,5 Punkte. Bei solchen Turnieren fungiert Henryk hauptsächlich als Trainer, so dass er mit der Punktausbeute zufrieden sein wird.
Einzelergebnisse von IM Henryk Dobosz
Das Schachopen in Deizisau ist schon lange das zahlenmäßig größte Open Deutschlands und es ist kein Ende der Teilnehmerrekorde, die alljährlich nach oben gebrochen werden, zu sehen. Dieses Jahr beteiligten sich 720 Schachspieler in mittlerweile 3 Spielstärkegruppen. Für Schachspieler jeder ELO/DWZ gibt es also das passende Turnier. Doch Deizisau ist nicht nur das größte, sondern auch das härteste und anstrengenenste Open. 9 Runden in 5 Tagen, 4 Doppelrunden-Spieltage, da sind Kämpferqualitäten und Kondition gefragt. Klar, dass es bei dieser enormen Belastung teilweise auch zu furchtbaren Blackouts und Zeitnotdramen kommt. Erfreulich, dass die Spitzenspieler auch in Runde 9 überwiegend die Partien ausspielten und es wenig Kurzremisen gab. Auf den ersten 3 Plätzen waren dann die drei einzigen Spieler mit 7,5 Punkten. Der Argentiner Fernando Peralta vor dem TOP-Favorit und deutschen Nummer 1 Arkadij Naitisch und dem Paraguayer Axel Bachmann. Die tolle Homepage mit aktuellen Ergebnissen, schnellen Auslosungen, Partien und vor allem den Videos stürtzte leider am letzten Tag ab, so dass dort lange Zeit nichts ging, bis eine Ersatzseite eingerichtet wurde. Auch die DWZ-Auswertung ist schon online. Von außen betrachtet eine sehr gute Organisation.
Turnierhomepage
DWZ-Auswertung A-Open B-Open C-Open
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December 31st, 2008 by meyerpe
Hier ein kurzer Überblick über die Weihnachtsopen 2008:
Die DWZ-Auswertungen werden nach und nach bei den “Neuen Turnieren” eintreffen. Falls ich unten ein Open vergessenhaben sollte, werden auf dieser DWZ-Seite alle Ergebnisse auftauchen.
Bethune/Frankreich mit FM Emmanuel Reinhart
Turniersieger: GM Sergei Azarov (Weißrussland)
Manuel dürfte mit seinem Ergebnis von 5,5/9 (Performance 2217) vermutlich nicht ganz zufrieden sein. Highlight war sein Remis gegen GM Jean-Marc Degraeve (2544)
Turnier-A
Grille Americaine Ergebnisüberblick:
DWZ-Auswertung Manu 8 DWZ minus
Turnier-B
Grille Americaine Ergebnisüberblick:
Zürich/Schweiz mit Andreas Wernet und Peter Meyer
Turniersieger: GM Imre Hera (Ungarn)
Andreas Wernet hat mit 5/7 ein tolles Turnier gespielt und sich DWZ-mäßig deutlich verbessert. Die Performance von Peter Meyer lag im Rahmen seiner derzeitigen DWZ und ELO
siehe Bericht unten:
Ergebnisüberblick:
DWZ-Auswertung Meister DWZ-Auswertung Allgemein
Peter 3 DWZ minus
Andreas 21 DWZ plus
)
Schwalbach/Saarland mit IM Henryk Dobosz
Turniersieger: Hendrik Tabatt (Deutschland)
DWZ-Auswertung-A: DWZ-Auswertung-B:
Mannheim/Baden
Turniersieger: IM Heiko Machelett (Deutschland)
Ergebnisüberblick: DWZ-Auswertung
Böblingen/Württemberg
Turniersieger: GM Andrey Sumets (Ukraine)
Ergebnisüberblick:
DWZ-Auswertung-A DWZ-Auswertung_B
Mundolsheim/Frankreich
Turniersieger: IM Zsivko Bratanov (Bulgarien)
Turnier-A
Grille Americaine: Tabelle: DWZ
Turnier-B
Grille Americaine: Tabelle: DWZ
Vandoeuvre/Frankreich
Turniersieger: GM Christian Bauer (Frankreich)
Grille Americaine: Ergebnisüberblick: DWZ
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