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Ein Schwarzer Tag

war das Motto bei der Begegnung Oberwinden gegen Sasbach. Genauer wäre: es war der Tag der Schwarzspieler. Denn die Schwarzspieler erzielten in diesem Match unglaubliche 7:1 Punkte und das ohne Niederlage. Damit ist jedem schon mal klar, dass das Match 4:4 ausging. Ein Unentschieden gegen den Tabellenführer der Verbandsliga und Aufstiegsaspirant ist ein hervorragendes Ergebnis für Oberwindens Erste. Das junge Team der Sasbacher, die im Schnitt um 140 DWZ besser waren, biss sich die Zähne an den wie immer kampfstarken Oberwindener aus. Zwischendurch sah es sogar aus, dass der SCO einen Sieg landen könnte.

Die 1:0 Führung für den SCO durch Eddi Kais, der einen Läufer ins Geschäft steckte, den Gegner später taktisch überlisten konnte, glich Sasbach am Brett des MFs des SCO wieder aus. Alex Lang hatte eine Eröffnungskatastrophe und stand nach nur 5 Zügen schlechter. Alex schleppte sich zwar noch bis ins Endspiel, konnte die Partie aber nicht mehr retten. Wesentlich besser machte es am dritten Brett Philipp Germer. In einer vielleicht etwas fragwürdigen Variante der Italienischen Partie opferte sein Gegner früh einen Bauern. Philipp war mit der Stellung sehr gut vertraut, lies den leichten Vorteil nicht mehr los und baute ihn zum Sieg aus. Eine solide Partie spielte Torsten Becherer am achten Brett. Im Endspiel verpasste er in besserer Stellung die Gewinnfortsetzung und musste ins Remis einwilligen. Gegen den ehemaligen Emmendinger Jens Rahnfeld musste Jürgen Schulte antreten. Lange konnte er den Partieverlauf ausgeglichen gestalten. Im Übergang zum Doppelturmendspiel machte Jürgen ein paar ungenaue Züge, die dem Gegner Vorteil gaben. In der Folge war das Endspiel nicht mehr zu halten. Somit war der Spielstand wieder ausgeglichen.

Gut aufgelegt am ersten Brett spielte Mario Rösch, der seinen Gegner mit der Grünfeldindischen Verteidigung konfrontierte. Die Stellung war lange ausgeglichen, bis der Sasbacher in ein Doppel-Läuferendspiel abwickelte, das vorteilhafter für Mario war. Wie er das Endspiel dann in einen Sieg ummünzte war sehr sehenswert. Es liefen noch die Partien von Andi Wernet und Daniel Sonnenfeld. Andi hatte Mühe gegen Raphael Zimmer, der der amtierende Jugendweltmeister mit Behinderungen ist. Doch Andi ist ein Beispiel für die Oberwindener Kampfstärke und versuchte die verlorene Stellung durch ein Qualitätsopfer ins materielle Ungleichgewicht zu bringen. Die Stellung neigte sich wieder zur Remisbreite, allerdings schaffte es der Sasbacher wieder sich eine Gewinnstellung zu erarbeiten. Die er kurz vor der Zeitkontrolle wieder in die Remisbreite vergab um kurz darauf wieder auf Gewinn zu stehen. Diesen verdarb sich der Jugendweltmeister wieder und Andi konnte ein Remis erreichen. Damit führte Oberwinden 4:3 und die Entscheidung am zweiten Brett viel erst in der siebten Spielstunde. Daniel Sonnenfeld hatte eine sehr gute Stellung und bot seinem Gegner Remis an, was dieser, erst noch abwartend auf den Ausgang am siebten Brett, letztendlich ablehnen musste. In der Folge wechselte die Stellungsbewertung ständig von für den SCO gewonnen zum Remis bis zum Schluss, als die Partie dann doch noch verloren ging. Endstand 4:4.

Waren die Sasbacher zunächst enttäuscht nur ein Unentschieden geholt zu haben, wird es sie wieder glücklicher gestimmt haben, dass die punktgleiche Mannschaft aus Emmendingen in Heitersheim sogar verloren hat. Im direkten Duell am nächsten Spieltag könnte den Sasbachern ein Unentschieden reichen. Der SCO belegt Rang vier und kann beruhigt die letzten zwei Partien angehen. Am Tabellenende sind Waldshut und Pfullendorf schon etwas abgeschlagen und können sich kaum noch retten.

Tabelle Verbandsliga Süd

Die Zweite Mannschaft hatte in der Landesliga den Verbandsliga-Absteiger aus Engen zu Gast. Mit im Schnitt 100 DWZ Punkte schwächer zog sich die Reserve mit 3,5 zu 4,5 gut aus der Affäre, wobei ein Unentschieden im Bereich des möglichen war. Thomas Ruf und der Reaktivierte Friedhelm Trenkle zeigten hervorragende Endspielkenntnisse und konnten ihre Partien gewinnen. Gute Remis erzielten Jens Alber, Uli Volk und Martin Wissler.

Tabelle Landesliga

In der A-Klasse konnte die Dritte Mannschaft den Vorsprung an der Tabellenspitze ausbauen. Durch einen ungefährdeten 6:2 Sieg gegen Merzhausen 3, bei gleichzeitiger Niederlage der Verfolger Waldkirch und Horben, hat man bei noch zwei ausstehenden Spieltagen 3 Punkte Vorsprung. Merzhausen trat nur mit 5 Mann an, so dass Martin Kury, Markus Trenkle und Axel Blattmann kampflos gewinnen konnten. Siege am Brett holten Alexander Diehl, Martin Schneider und Oli Burger.

Tabelle A-Klasse

Das jüngste Team des SCO tut sich in der C-Klasse etwas schwer. Nur mit vier Mann angetreten verlor man gegen Heitersheim 3 mit 1:4. Michael Neuendorf und Felix Schindler erreichten ein Remis.

Tabelle C-Klasse

 

… und wieder ein sehr schwerer Spieltag

Für die Mannschaften I, III und IV ging es heute gegen die Schachfreunde aus der großen Kreisstadt. Deren erste klopft gerade an die Tür zur ersten Schach-Bundesliga und so war klar, dass die Zweite bärenstark gegen uns antreten wird, um ebenfalls aufzusteigen.  Der fünften Jahreszeit geschuldet ereilten uns am Morgen des Spieltages auch noch ein paar krankheitsbedingte Absagen, so dass die dritte und vierte Mannschaft leider nicht vollzählig antreten konnte. Aber auch in Bestbesetzung wäre wahrscheinlich nicht viel drin gewesen. Die Zweite durfte gegen unseren Lieblingsgegner Ebringen ran, gegen den es in den vergangenen Jahren immer sehr spannende Spiele gab.

Emmendingen II – Oberwinden I     6,5 : 1,5

Während an den vorderen Brettern trotz deutlicher Vorteile auf Emmendinger Seite noch sehr gute 1,5 Punkte erspielt werden konnte, ging an den hinteren gar nichts. Hier brachten die Schachfreunde aus Emmendingen ihre ganze Erfahrung auf’s Brett und ließen uns keine Chance. Durch den sehr guten Saisonstart steht Oberwinden I immer noch auf einem sehr guten 4. Tabellenplatz.

 

Ebringen I – Oberwinden II     4 : 4

Bisher hatte Oberwinden II in der Landesliga wenig zählbares erarbeiten können, wobei die ersten beiden Runden denkbar knapp verloren wurden. Gegen Ebringen war es wieder das erwartet spannende Spiel und unsere Mannen wuchsen teilweise über sich hinaus und konnten trotz deutlicher DWZ-Nachteile gut dagegen halten. Am Ende stand ein verdientes Unentschieden. Dies bringt im Abstiegskampf leider keine bessere Ausgangslage, da Tabellennachbar Sölden bereits zum zweiten Mal voll punkten konnte.

 

Emmendingen IV – Oberwinden III     5,5 : 2,5

Wie oben schon erwähnt ereilte uns eine kleine Krankheitswelle und so konnte die Dritte als Spitzenreiter der Kreisklasse A leider nur zu sechst antretten. Von der Aufstellung her klar unterlegen zeigte sich mal wieder der Oberwindener Kampfgeist und fast alle angetretenen Spieler konnten gegen teilweise deutlich stärkere Gegner die Punkteteilung erkämpfen. Trotz der heftigen Niederlage konnte der erste Plazt in der Kreisklasse A gehalten werden.

 

Emmendingen V – Oberwinden IV     4 : 1

Auch die Vierte wurde von der Krankheitswelle erfasst und muß weiterhin viel Lehrgeld in der höheren Spielklasse zahlen. Einzig Felix Schindler konnte punkten. Damit findet sich Oberwinden IV erstmals am Tabellenende wieder.

Nach zwei sehr harten Spieltagen in Folge gilt es jetzt für alle Mannschaften die Wunden zu lecken, die kranken Spieler zurück ans Brett zu bringen und noch nötige Reserven zu mobilisieren, um in den verbleibenden 3 Runden die fehlenden Punkte zu erspielen.

Andreas Wernet

 

Hohe Niederlagen

fuhren die Erste und die Zweite Mannschaft des SCO am fünften Spieltag ein. Die Dritte konnte ihr Spiel gewinnen, die Vierte war spielfrei.

Baden-Baden – SCO 1

Die 1:7 Niederlage der Ersten in der Verbandsliga bei der Vierten Mannschaft des Deutschen Meisters OSG Baden-Baden fiel deutlich zu hoch aus. Zwischendurch sah es so aus, dass die Elztäler an der Oos Punkte mitnehmen konnten. Leider kippten viele Partien zu Ungunsten der Oberwindener.

In ein schnelles Remis musste am ersten Brett IM Borya Ider einwilligen, da er sich in der Eröffnung gegen GM Fabian Döttling eine Ungenauigkeit erlaubte. Am zweiten Brett hatte Daniel Sonnenfeld in der Eröffnung einen Bauern gegeben, konnte aber leider nicht genug Kompensation dafür bekommen und verlor gegen IM Rolf Schlindwein. Philipp Germer hatte lange eine ausgeglichene Stellung mit leicht besserer Bauernstruktur. Im Endspiel hatte sein Gegner, FM Jafar Mohebbi, das glücklichere Händchen und gewann. Mit den schwarzen Steinen am vierten Brett ging Jürgen Schulte mit einem Minusbauern in das Turmendspiel. Er hatte bereits eine theoretische Remisstellung erreicht, lies sich dann aber durch das Lavieren des Gegners verunsichern und manövrierte sich in eine Verluststellung.

Am fünften Brett hatte Edi die Eröffnung nicht erfolgreich gestalten können und war schon deutlich im Nachteil. Edi kämpfte sich wieder zurück in die Partie, konnte jedoch nicht verhindern, dass der Gegner seinen Vorteil zum Sieg umsetzen konnte. In der Partie von Alex Lang am sechsten Brett war die Stellung lange ausgeglichen. Es gab einen Moment in der Partie wo es optisch für Alex gut aussah. Er hätte sich selbst auf Matt in einem Zug stellen müssen, um selbst mit einem mehrzügigen Matt zu kontern und die Partie zu gewinnen. Stattdessen forcierte er den Damentausch um in ein verlorenes Leichtfigurenendspiel abzuwickeln. Aber selbst hier bekam er noch einmal die Chance in ein Remis abzuwickeln, die er leider nicht nutzte. An Brett sieben investierte der Gegner von Andi Wernet viel Zeit um ein Opfer durchzurechnen und geriet deswegen in Zeitnot. Da Andi nach wechselnden Materialverteilungen während der Partie der Meinung war Materialnachteil zu haben, bot er Remis, was der Gegner in höchster Zeitnot gerne annahm. Tatsächlich war Andi einen Bauern vorne und hätte im Nachhinein zu dem Zeitpunkt kein Remis mehr angeboten. Einen Materialvorteil erzielte am achten Brett Thomas Ruf gegen einen um über 200 DWZ-Punkte stärkeren Gegner. In beiderseitigen Zeitnot fand er leider nicht die besten Züge und verlor die Partie.

Damit steht Oberwinden weiterhin auf dem 3. Tabellenplatz der Verbandliga Süd, und wird am nächsten Spieltag auf den haushohen Favoriten, die Reserve des Zweitligisten Emmendingen treffen.

Tabelle Verbandsliga

Freiburg Zähringen 1887 – SCO 2

Eine herbe 0:8 Niederlage musste die stark ersatzgeschwächte Reserve des SCO in der Landesliga beim Aufstiegsfavoriten in Zähringen hinnehmen. SCO 2 hängt weiterhin am Tabellenende fest.

Tabelle Landesliga

Ettenheim – SCO 3

Gegen nur mit 6 Mann angetretene Ettenheimer, lies die Dritte Mannschaft des SCO nichts anbrennen. Oli Burger, Bernhard Blattmann und Michael Neuendorf gewannen, während Markus Wernet, Michael Kammerer, Volkmar Wangerowski und Stefan Reich Remis spielten. Damit führt der SCO weiterhin die Tabelle in der A-Klasse an. Nun bereits mit 3 Mannschaftspunkten Vorsprung.

Tabelle A-Klasse

 

5:7 nach Elfmeterschießen

Einen spannenden Blitzentscheid im Bezirksmannschaftspokal wurde den nicht vorhandenen Zuschauern geboten. Zur Erinnerung: letzte Woche trennte man sich in den Turnierpartien mit 2:2. Da auch die Berliner Wertung ausgeglichen war, musste ein Blitzentscheid her. Dieser wurde diese Woche nachgeholt. Es waren also die gleichen Paarungen wie letzte Woche allerdings mit vertauschten Farben.

Das erste Match ergab ein 2:2. Edi und Mario konnten gewinnen, während Alex und Jens verloren.

In der zweiten Runde sah es schon besser aus, denn Jens konnte überraschend den um 600 DWZ stärkeren Thomas Buttenmüller Matt setzen. Auch Alex konnte gegen FM Haker ein Remis erzielen. Ein weiteres Remis steuerte Mario bei. Da Edi leider verlor, endete der zweite Durchgang ebenfalls 2:2.

Im dritten Durchgang äußerte Edi schon früh Unmut über sein Spiel und verlor auch die Partie. Auch Jens musste seinem Gegner gratulieren. Mario war eine Bank und konnte seine Partie für sich entscheiden. Auch Alex hatte deutlichen Vorteil, da er des Gegners Dame für zwei Springer gewinnen konnte. Leider ließ er die seinige im weiteren Verlauf der Partie stehen und verlor. Endstand 1:3 für Horben.

Gratulation an Horben, die damit in die nächste Runde kommen und weiter ihren Titel verteidigen können.

Zum Abschluss wurde noch ein Blitzturnier ausgerichtet, das Thomas Ahner und Mario punktgleich mit jeweils nur einem abgegebenen Remis gewinnen konnten.

Mario und die ‘Notnägel‘ erfolgreich beim 44. Umkircher Neujahrsturnier

Auch dieses Jahr fand das 44. Umkircher Neujahrsturnier (15-Minuten-Partien / Vierermannschaften) statt, zu dem dieses Mal 33 Mannschaften und damit so viele wie schon lange nicht mehr anreisten – am Anfang fehlte sogar Spielmaterial …
Angesichts üblicher Verdächtiger wie Emmendingen, Zähringen, Dreisamtal, und vielen mehr schienen die Trauben dieses Mal – angesichts unseres Mannschafts-DWZ-Schnitts von unter 1800 – extrem hoch zu hängen, denn ohne unser Spitzenbrett wäre unsere Durchschnitts-DWZ sogar bei „nur“ 1641 gelegen – weshalb sich nicht nur der Spieler, der es aussprach, als „Notnagel“ fühlte, denn der DWZ-Team-Durchschnitt der Mitbewerber ging bis 2280 (Emmendingen) und insgesamt 7 Mannschaften lagen deutlich über 2000. Umso bemerkenswerter waren die Motivation und die Spiellaune von Mario, der trotz der 400 DWZ-Papierformlücke nach ihm, keine Partie abgab und mit 10 Punkten aus 11 Spielen neben einem herausragenden Ergebnis auch das beste 1. Brett, aller Teilnehmer und sogar das aller Bretter von 1 – 4 markierte.
Aber damit nicht genug: obschon seine Mannschaftskameraden alle knapp unter der der 50%-Marke blieben, schafften wir es auf dieser Basis, durch „geschickte strategische Verteilung unserer restlichen Punkte“, noch vor der Mittagspause an Tisch 3 vorzurücken. Auf die am Nachmittag nach der Mittagspause folgenden „Affenschaukel“ ging es dann über Tisch 7, 6 und 4 in der Schlussrunde zu Tisch 1 gegen den nun 6-maligen Turniersieger Emmendingen 1. Auch dort gingen wir mit 1:3 nicht, wie eigentlich zu erwarten war, leer aus, da die Emmendinger ihren Turniersieg durch die Annahme zweier von uns ehrfürchtig angebotener Remis offenbar frühzeitig absichern wollten. Als verdienten Lohn konnte damit auch das Oberwindener Team einen Preis erringen: Den Ratingpreis der Mannschaften zwischen 1700 und 1900 DWZ. Last but not at least belegten wir mit 24,5:19,5 Punkten einen sehr guten 7. Platz und konnten mit Pokalen und reichlich Wein ausgestattet kurz nach 18:00 sehr zufrieden die (späte) Heimreise antreten.

Die Einzelergebnisse:
Mario Rösch          Brett 1   10 Punkte
Martin Hess           Brett 2     5 Punkte
Jens Alber             Brett 3     4,5 Punkte
Martin Schneider   Brett 4     4 Punkte

Weitere Infos und Bilder zum Turnier gibt es hier:

https://www.schachclub-umkirch.org

Martin Hess

Pokal-Aus in Horben ???

Das war die Meinung am Freitag-Abend als man sich im Bezirkspokal vom Tabellenführer der Bereichsliga Horben mit 2:2 trennte. Die Meinung war, dass bei unentschieden und ausgeglichener Berliner Wertung der niedrigklassigere Verein, somit Horben, weiterkommt. Wie es nun alle besser wissen, sagt die Bezirksturnierordnung was anderes aus. Die Klassenregelung wurde vor Jahren bereits abgeschafft. Nun muss wohl noch ein Entscheidungsblitz nachgeholt werden.

Die Horbener sind im Pokalkampf mit einer sehr starken Mannschaft angetreten. Der Bereichsligist verfolgte eine Weißstrategie, die sehr erfolgreich war. Bereits nach kurzer Zeit konnte Thomas Buttenmüller an Brett 2 bereits einen Sieg vermelden. Jens Alber fand sich in der Eröffnung nicht zurecht und griff fehl. Auch Alex Lang am dritten Brett behandelte die Eröffnung nicht sehr gut und stand schlecht. In der Folge konnte er einen Bauernverlust nicht vermeiden und versuchte durch Opfer zu Gegenspiel zu kommen. Kurze Hoffnung keimte auf da sein Gegner FM Johann Haker versucht war nicht den besten Zug zu machen, hielt aber rechtzeitig inne und fand den einzigen Zug, der den Sieg für den Horbener sicherte. An Brett 1 konnte Mario Rösch mit starkem Spiel gegen den zwoeinser Thomas Ahner die Oberhand behalten. Auch Edi Kais konnte an Brett vier gegen Bertram Bengsch einen Sieg zum 2:2 Endstand verbuchen. Eine starke Leistung für Oberwinden, da Horben nach DWZ-Erwartung deutlich favorisiert war.

Nun müssen beide Mannschaften nochmal alle Spieler für ein Entscheidungsblitz ans Brett bekommen. Dieses erfolgt dann in gleicher Aufstellung mit vertauschten Farben.

Eins, drei und vier gewinnen, Zweite verliert

Drei Siege und eine Niederlage brachte der 4. Spieltag der Verbandsrunde für die SCO Mannschaften. Einen ganz schlechten Tag erwischte die Zweite-Mannschaft in der Landesliga. Gegen die, an diesem Spieltag nicht bezwingbare, Mannschaft von Villingen-Schwenningen kam die Zweite schwer unter die Räder. Die Doppelstädter konnten einen glatten 8:0 Sieg für sich verbuchen.

Einen besseren Tag erwischte die Erste, die gegen Lahr in der Verbandsliga anzutreten hatte. Die Lahrer überraschten mit IM Lerch am ersten Brett, mussten aber auf viele französische Spieler verzichten. Bei Oberwinden fehlten auch die zwei Spitzenbretter wobei sich das aufrücken nicht negativ bemerkbar machte. Die Wertungszahlen versprachen einen spannenden Kampf  mit ausgeglichenen Paarungen an den meisten Brettern.

Als erster beendete Edi Kais an Brett 5 seine Partie mit einem Remis. Kurz darauf kam Oberwinden durch Sieg von Mannschaftsführer Alex Lang an Brett 7 in Führung. Sein Gegner spielte etwas passiv und sah Ausgangs der Eröffnung nur eine Option, die ihn nicht nur zwei Bauern kostete, sondern ihn auch noch in eine passive Stellung ohne jegliches Gegenspiel drängte. Andi Wernet am 8. Brett konnte ebenfalls gewinnen und für Oberwinden auf 2,5:0,5 erhöhen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Basti Völker bereits einen Bauern mehr, allerdings nur noch wenig Zeit. Eine Einschätzung der vorderen vier Bretter versprachen zu diesem Zeitpunkt nur knappe 1,5 Punkte, so dass Basti auf ein Remisangebot verzichtete um die Chance auf einen Mannschaftssieg zu erhalten.

Ein schwer erkämpfter halber Punkt kam dann überraschend von Mario Rösch an Brett 1 durch ein Remis gegen IM Patrice Lerch. Man sagt zwar Turmendspiele sind alle Remis, ganz so eindeutig war es allerdings nicht. Als an Brett 4 Jürgen Schulte seinem Gegner zum Sieg gratulieren musste, witterten die Lahrer Hoffnung auf ein 4:4. In dieser Phase reklamierte Bastis Gegner nicht korrekt Remis wegen Stellungswiederholung, da Basti am Zug war. Basti wich der Zugwiederholung aus worauf sein Gegner einen weiteren Bauern einstellte, was Basti zum Sieg reichte. Auch Philipp Germers Gegner am 3. Brett versuchte alles und musste letztlich seine Partie verloren geben. Als letzter überlegte Daniel an Brett zwei ob er noch eine Gewinnfortsetzung findet, gab dem Remisangebot des 14-jährigen Lahrer Talents dann aber zum 5,5 zu 2,5 Endstand statt.

Oberwinden steht vorläufig auf dem zweiten Tabellenplatz. Sollte Sasbach sein Nachholspiel nicht verlieren, würden diese aber noch vorbeiziehen. Platz 1 belegt die Reservemannschaft des Zweitligisten Emmendingen, die mit zwei Groß- und zwei FIDE-Meistern Baden-Baden 3 deutlich mit 7:1 bezwang. Am Tabellenende steht Heitersheim, die diese Saison nicht ihre besten Leute ans Brett bringen und Pfullendorf. Diese beiden werden zusammen mit Lahr und Waldshut die Absteiger unter sich ausmachen.

Die dritte Mannschaft des SCO konnte gegen Denzlingen 3 einen klaren 5:3 Sieg erzielen und den ersten Tabellenplatz der Kreisklasse A behaupten. Siegreich waren Markus Mack, Martin Schneider, Oli Burger, Markus Trenkle und Axel Blattmann.

Auch die Vierte Mannschaft konnte ihren ersten Sieg feiern. Durch Siege von Michael Neuendorf, Tobias Weber und Felix Schindler, sowie einem Remis durch Johannes Wehrbein konnte Denzlingen 3 mit 3,5 zu 1,5 bezwungen werden. Mit diesem Sieg rückte man auf den 6. Tabellenplatz der C-Klasse vor.

Tabelle Verbandliga

Tabelle Landesliga

Tabelle Kreisklasse A

Tabelle Kreisklasse C

Bezirkspokal Kantersieg für SCO gegen Zähringen !

by Edi Kais

In der zweiten Runde, im Bezirkspokal, spielte SCO gegen die Dritte von Zähringen, die aber sehr stark antraten, so dass wir im Prinzip gegen die Erste spielen mussten. Die Freiburger waren auch Favorit gegen uns (DWZ Schnitt 2042 gegen 1961). Umso erfreulicher war der klare und nie gefährdete Sieg von uns !

Hier die Partien in zeitlicher Reihenfolge :

Brett 2   Kais (1996) – Neuner (2024)

Als erster konnte ich SCO in Führung bringen. Mit einer erst kürzlich entdeckten Spezialvariante gegen Slawisch (verzicht auf d4) konnte ich eine angenehme Stellung erreichen. Nachdem ich die Königsstellung von Johannes Neuner zerstören konnte, bekam ich eine gute Druckstellung. Im 32. Zug nahm schwarz  einen vergifteten Bauer und konnte bereits zwei Züge später nichts mehr gegen das drohende Matt finden.

1:0!

Brett 1   Loef  (2099) – Rösch (2181)

Mario konnte durch solides Spiel die Führung auf 2:0 erhöhen. Die Partie erinnerte an eine Partie von Boris Spassky – Robert Fischer, Reikjyik 1972, nur mit umgekehrten Farben. Damals schlug Fischer mit seinem Läufer einen Bauer auf h2 und bereute es wenig später. So ähnlich erging es Loef als er gegen Mario mit seinem Läufer einen Bauer auf h7 nahm aber  es ebenfalls nur wenig später bitterlich bereute, da er eine Figur verlor. Mario musste zwar  noch einige Defensivarbeiten leisten, brachte aber den Vorteil sicher nach Hause. Damit stand es 2:0!

 

Brett 3   Völker (2012) –Huber (2068)

Basti machte mit einer für ihn typischen starken Partie den Sack zu. Mit einer guten Leistung bewies er, dass die Statistik nicht lügt, indem er gegen die Pirc Verteidigung, die Variante mit Läufer c4 auspackte. Dieser Zug schneidet laut Statistik sehr gut ab für Weiß. Basti opferte in einer Stellung mit heterogenen Rochaden seinen e-Bauern, bekam starkes Druckspiel, konnte den  Lg7 abtauschen und  letztlich über die h-Linie eindringen, was die Entscheidung brachte.

3:0 !

 

Brett 4  Kuchenko (1976) – Alber (1656)

Als letzter kämpfte Jens mit Schwarz, gegen einen um 300 DWZ stärkeren Gegner. In einer spannenden und hochaktuellen Variante (Sizilianisch, Najdorf mit 6.h3) entstand ein typisches sizilianisches Gefecht. Weiß greift an, der schwarze König steht am Abgrund und dann…..steht Schwarz auf Gewinn !!

So einfach ist die Sache natürlich nicht, aber Jens machte einige schwer zu findende Verteidigungszüge, worauf sein starker Gegner Remis anbot, das Jens annahm. In der Schlußstellung hätte Jens sogar einen Turm gewinnen können, aber trotzdem eine super Leistung und das  i-Tüpfelchen auf einen gelungenen Abend.

 

3,5:0,5 gegen die favorisierten Gäste aus Freiburg.

Weiterhin ungeschlagen

ist die Erste des SCO in der Verbandsliga Süd. Bei starken Gottmadinger konnten wir zwar nicht mit dem (wertungsmäßigen) besten, dafür aber mit einem sehr kampfstarken Team antreten. Das winterliche Wetter hielt die Hegauer nicht davon ab, ihr stärkstes Team seit fast 3 Jahren aufzubieten. Der DWZ-Schnitt von 2183 gegenüber 2042 der Oberwindener lies ein eindeutiges Ergebnis zugunsten der Gottmadinger vermuten. Am Ende stand ein 4:4 wodurch die Elztäler einen Mannschaftspunkt mit nach Hause nahmen, wobei zwischendurch sogar ein Sieg zu erhoffen war.

Als erster war Daniel Sonnenfeld fertig und wurde seinem Ruf gerecht, dass egal wo er spielt er sicher einen halben Punkt holt. Dies bewies er auch am Sonntag als er gegen den Internationale Meister Alfred Weindl ohne Probleme ein Remis erzielte.  Leider lief die Vorbereitung unseres ersten Brettes IM Borya Ider leicht daneben; er hatte sich mit der falschen Farbe präpariert. Mit einer Anti-Sizilianisch-Variante hatte er zwar eine gute Stellung erreicht, geriet dann aber ins Hintertreffen und musste seinem Gegner zum Sieg gratulieren. Postwendend kam dann aber der Ausgleich durch Jürgen Schulte. Mit der “Shanghai”-Variante” 😉 im Königsinder konnte er einen Tempoverlust seines Gegners gewinnbringend ausnutzen und gewann.

In leicht besserer Stellung, aber leicht unter (Geschäftsreisen-) Zeitdruck  bot Andreas Wernet seinem Gegner Remis, was dieser mangels Erfolgsaussichten kaum ablehnen konnte. Am 8. Brett kam kurzfristig Martin Heß zu seinem ersten Verbandsliga-Einsatz für Oberwinden. Trotz der schwarzen Steine, die er führte, setzte er seinen Gegner in gewohnter Weise mit einem Gambit unter Druck. Ein scheinbares Figurenopfer nahm der Gegner vorsorglich nicht an, was diesen in der Folge einen Bauern kostete. Das entstehende Endspiel war immer besser für den SCO-Spieler, allerdings gab es keine eindeutige Gewinnfortsetzung. Martin versuchte zwar noch den Gegner durch ein Qualitätsopfer zu irritieren, der lies aber auch nach 5 Stunden Spielzeit nichts mehr anbrennen, so dass die Partie mit Remis endete. Eine starke Leistung von Martin gegen einen um knapp 200 DWZ-Punkte stärkeren Gegner. Ein weiteres Remis steuerte Philipp Germer bei. Standen im Mittelspiel die Figuren und Bauern beider Spieler etwas unkoordiniert auf dem Brett herum, konnte Philipp in ein leicht besseres Turmendspiel abwickeln. Letzten Endes fehlte ein Tempo um den ganzen Punkt sicherzustellen.

So spielten noch Michael Weber und Alex Lang. Michael musste nach erzwungenem Damentausch einen Bauern opfern und versuchte im Turmendspiel das Remis zu halten. Sein Gegner, amtierender U14 Meister der Schweiz, wusste aber Michael auszumanövrieren und den ganzen Punkt für Gottmadingen zu sichern. Die letzte Partie des Tages konnte der Mannschaftsführer Alex Lang für Oberwinden entscheiden. Sein Gegner opferte im Mittelspiel einen Läufer für zwei Bauern, wodurch dieser zwei starke Freibauern erhielt. Allerdings schaffte es Alex die Bauern in beidseitiger Zeitnot unter Kontrolle zu halten. Als die Zeitnot vorüber war, machte der Gottmadinger einen ruhigen Zug, um seine Stellung zu verbessern. Tatsächlich stellte er damit einen Bauern ein. Nach einigem Figurenlavieren konnte Alex nicht nur die Damen sondern auch einige Figuren tauschen und verblieb am Schluss mit einer gewonnenen Stellung, die er problemlos zum Sieg und damit zum Mannschaftsremis führte.

Mit 5 Mannschaftspunkten nach 3 Spieltagen belegt der SCO hinter Emmendingen und Sasbach den dritten Tabellenplatz in der Landesliga.

Verbandsliga Süd

Die Zweite Mannschaft musste in der Landesliga ersatzgeschwächt zum Abstiegskampf gegen die ebenfalls noch punktlosen Schachfreunde aus Sölden fahren. Obwohl deutlich unterlegen, kämpften die Oberwindener und waren einem Punktgewinn oder gar einem Sieg Recht nahe. Leider verlor man am Ende knapp mit 3,5:4,5. Hoch zu bewerten ist, obwohl nicht ganz fit, der Sieg von Edi Kais gegen einen “zwoeinser”. So macht man Elo-Punkte für den SCO.

Landesliga


Oberwinden 3 spielte im Markgräfler Land gegen deren Zweite. Ein deutlicher 6,5:1,5 Sieg sichert die alleinige Tabellenführung in der Kreisklasse A. Markus Oswald, nach langer Spielpause Torsten Wehrenbrecht, Michael Neuendorf, Martin Kury, Markus Trenkle und Axel Blattmann sorgeten mit Siegen für eine klare Sache.

Kreisklasse A

Unsere Jüngsten unterstützt durch Bernhard Blattmann spielten im Auswärtsspiel der C-Klasse in Simonswald. Der Aufstiegskandidat konnte die Oberwindener Equipe in Schach halten und gewann mit 4:1. Die Punkte für Oberwinden holten Bernhard Blattmann und Felix Schindler durch Remis.

Kreisklasse C

 

2. Spieltag Verbandsliga Baden- Süd

Oberwinden I – Heitersheim I   6 : 2

Am 5.11. stand der 2. Spieltag der Verbandsliga und zugleich der 1. Heimspieltermin an. Gegner war der SC Heitersheim. Da sowohl Oberwinden wie auch Heitersheim zum Ende der Saison eher in der 2. Tabellenhälfte zu erwarten sind, stand somit ein vorgezogenes “4-Punkte Match” zur Debatte. Der zuvor erwartet ausgeglichene Mannschaftskampf sollte sich schon auf dem Papier zugunsten von Oberwinden ausdrücken. Die Heitersheimer konnten aufgrund von Abitur – und Studiumsverpflichtungen ihrer jungen Nachwuchsspieler nicht in voller Stärke antreten.
Oberwinden musste nur auf ihren spielstarken Kapitän urlaubsbedingt verzichten. Nach der üblichen Bekanntgabe der Aufstellung konnte kurz nach 10 Uhr mit dem vorgezogenen Endspiel begonnen werden. Als ich 30 min nach Spielbeginn meine erste Brettrunde drehte stellte ich erleichtert fest, dass die Eröffnungen überall solide verliefen und hatte für den weiteren Kampfverlauf ein gutes Gefühl. Dieses Bauchgefühl bestätigte sich als Phillip Germer an Brett 4 mit den weißen Steinen nach ca. 3 Stunden eine schöne Angriffspartie vollenden konnte.
Oberwinden ging 1:0 in Führung, und die Stellungen an den Brettern 2 (Mario Rösch) , 5 (Jürgen Schulte) und 6 (Eddi Kais) machten einen hervorragenden Eindruck.
Die Schwarzpartien von Sebastian Völker und dem Interimskapitän (Daniel Sonnenfeld) schienen solide , nur an Brett 1 (Emanuel Reinhard) zeichnete sich langwierige Verteidigungsarbeit ab. Diese Einschätzung meinerseits sollte sich bestätigen. Manu schaffte es zwar an Brett 1 nicht seine Stellung zusammenzuhalten, jedoch konnten Eddi und Jürgen ihre gut angelegten Partien gewinnen. Ungefähr zeitgleich zum Gewinn dieser Partien einigten sich sowohl Sebastian als auch Daniel mit ihren Gegnern auf Remis.
Es liefen noch die Partien von Andreas Wernet und Mario Rösch. Während Andreas ein Springerendspiel gefühlt locker für sich entscheiden konnte, musste unser Brett 2 (Mario Rösch) an diesem Tag Überstunden leisten. Marios Gegner (Daniel Prill) spielte zwar seit geraumer Zeit mit Minusbauern und beengter Stellung, verteidigte sich jedoch lange trickreich. Mario umging jedoch geduldig alle Fallstricke und belohnte sich selbst mit einer technisch sauber gespielten Partie und einem vollen Punkt. Um ca 16.30 Uhr stand somit das Endergebnis von 6:2 fest. Der wichtige 2. Spieltag war erfolgreich vollbracht und ich glaube alle Spieler waren froh, unserem Kapitän (Alex Lang), den Urlaub etwas zu versüßen. Ich danke allen für ihre hervorragende Leistung an diesem Tag und bin sicher, dass auf uns eine tolle Saison 2017/18 wartet.

Daniel Sonnenfeld

Oberwinden II – SC Dreiländereck II   2 : 6

Mit rund 200 DWZ pro Brett stärker erwies sich Dreiländereck als eine Nummer zu groß für Oberwindens Zweite. Ein übriges dazu beigetragen hat auch der Zugausfall auf der Elztalbahn, welcher dafür sorgte, dass zwei der Oberwindener Akteure abgehezt und gerade noch innerhalb der Karenzzeit am Brett eintrafen. Ein Dankeschön an der Stelle an die Gäste, die auf ihren Zeitvorteil verzichteten.

Oberwinden III – Schwarze Pumpe II   5 : 3

Nominell traten die beiden Mannschaften gleich stark an, aber letztendlich hat sich die Erfahrung aus der höheren Spielklasse (Oberwinden III ist im letzten Jahr freiwillig abgestiegen) durchgesetzt.

Oberwinden IV – SK Frbg Zähringen VII   1 : 3

Schade, dass beide Mannschaften nur mit 4 Mann antreten konnten. Dabei mußte Oberwinden auch noch das vierte Brett kampflos abgeben. Auf dem Papier klar schwächer war ein Unentschieden greifbar, da Tobias Weber eine Gewinnstellung erreichte. Leider reichte die Geduld dann nicht mehr aus, diese konzentriert zu verwerten und eine Springergabel des Gegners wendete das Blatt.