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Schachaufgabe

Archiv SCO

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Einladungen zu den Generalversammlungen

Schachclub Oberwinden 1957 e.V. Mitgliederversammlung 2016SCO-LOGO

Am Samstag, 16. Juli 2016 findet um 20:00 Uhr im Gasthaus Adler, Hauptstraße 30, 79297 Winden im Elztal die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung des Schachclub Oberwinden 1957 e.V. statt. Hierzu sind alle aktiven und passiven Mitglieder ganz herzlich eingeladen.

Tagesordnung der Mitgliederversammlung
1.     Begrüßung
2.     Protokoll der letzten Mitgliederversammlung
3.     Tätigkeitsberichte der Vorstandsmitglieder
a) 1. Vorsitzender
b) 2. Vorsitzender
c) Schriftführer
d) alle Mannschaftsführer: 1. bis 5. Mannschaft
e) Jugendleiter
f) Turnierleiter mit Siegerehrung
g) Schatzmeister
4.     Bericht der Kassenprüfer
5.     Ehrungen
6.     Entlastung der Vorstandschaft
7.     Neuwahlen
a) 1. Vorsitzender
b) Schriftführer
c) Turnierleiter
d) Bestätigung Jugendvertreter
e) Mannschaftsführer 2. Mannschaft
f) Mannschaftsführer 4. Mannschaft
g) zwei Kassenprüfer
8.     Sonstiges

Gez. Michael Kammerer 1. VorsitzenderSCO-LOGO

 

Förderverein Schachclub Oberwinden Mitgliederversammlung 2016

Am Samstag, 16. Juli 2016 findet um 19:00 Uhr im Gas thaus zum Adler in 79297 Winden die diesjährige Mitgliederversammlung des Fördervereins des Schachclub Oberwinden statt.

Tagesordnung
1.     Begrüßung
2.     Protokoll der letzten Mitgliederversammlung
3.     Tätigkeitsbericht des 1. Vorsitzenden
4.     Tätigkeitsbericht des Schatzmeisters
5.     Bericht der Kassenprüfer
6.     Entlastung der Vorstandschaft
7.     Neuwahl der Kassenprüfer
8.     Wünsche und Anträge

Hierzu sind alle Mitglieder recht herzlich eingeladen.

Gez. Harry Schindler, 1. Vorsitzender

Was soll ich trainieren?

schachlehrerNach der Verbandsrunde und den Vereinsturnieren ist eine gute Zeit sich darüber Gedanken zu machen, was man in Vorbereitung auf die neue Saison trainieren soll.

Ein guter Startpunkt ist sich nochmal die Partien der vergangenen Saison anzuschauen und zu prüfen, wo man Schwächen gezeigt hat. Daraus kann man gut Trainingsthemen in den Bereichen Eröffung, Mittelspiel oder Endspiel ableiten.

Immer zu empfehlen ist es, Taktikübungen zu machen. Hier bieten sich die verschiedenen Online-Anbieter wie Chessbase, Chess24 oder unsere Links auf der rechten Seite im Bereich Training an. Z.B. Sehr zu empfehlen ist Chessimo auf dem Handy, Tablet oder im Internet. Damit kann man jederzeit, wenn man mal irgendwo warten muss, schnell einige Taktikaufgaben lösen.

Wer keine große Lust hat sich selbst Trainingsthemen zu überlegen bzw. zu erarbeiten, der kann auch einfach Dienstags zum Schachtraining in den Adler kommen. Andi, Mario oder Alex haben immer Trainingsmaterial dabei, und zwar für jede Spielstärke. So haben wir zuletzt die Themen Verwertung eines materiellen Vorteils, Taktikaufgaben oder auch, in Gedenken an den diese Woche verstorbenen Viktor Kortschnoi, Turmendspiele aus seinem Endspielbuch behandelt.

 

Schachblättle 2015/2016 Nr. 1-3

Schachblättle 2015/2016 Nr. 1Schachblättle 2015/2016 Nr. 2Schachblättle 2015/2016 Nr. 3
Die neuesten Ausgaben 2015/2016 Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 3 stehen zum Download auf der Seite Schachblättle bereit.

Stephen Jessel für Olympia nominiert

Irish-Chess-UnionDer irische Schachverband hat Stephen Jessel für die Schacholympiade in Baku nominiert. Stephen ist derzeit die Nr. 9 in der irischen Rangliste. 2014 war er Zweiter der irischen Meisterschaft und hat sich die Nominierung verdient.  Die Schacholympiade in Baku startet am 2. September und geht bis zum 13. Somit wird Stephen an unserem Vereinsausflug nicht teilnehmen können. 😉

Wir gratulieren ihm zu dieser Nominierung und drücken ihm alle Daumen, dass er ein gutes Turnier spielt und die fehlenden Punkte für den Internationalen Meistertitel holt.

Ádh Mór!!

Besser als Fack ju Göhte

Bauernopferist der Kinofilm „Baueropfer – Spiel der Könige“. Das meinte zumindest Tobi nachdem er im Rahmen eines Ausflugs der Schachjugend den Film beurteilte. Mit dieser Meinung war er nicht allein. Der Film, der das Leben von Bobby Fischer und hauptsächlich die Geschehnisse rund um den Weltmeisterschaftskampf gegen den russischen Weltmeister Boris Spasski betrachtet, war gut gemacht und hat alle begeistert. Vor allem wurde das WM-Match mit der Athmosphäre und den Partien spannend dargestellt.

Bereits auf der Rückfahrt haben die Jugendlichen – dem mobilen Internet sei Dank – die 6. Partie angeschaut, bei der selbst Boris Spasski seinem Widersacher applaudierte.

Auch im Jugendtraining werden wir uns die Fischerpartien im Nachgang zum Film nochmals nachspielen.

fischer05-spassky

Oberwinden bleibt Oberligist

Ende gut alles gut. Der Schachclub Oberwinden wird auch in der nächsten Saison in der Oberliga um Brett- und Mannschaftspunkte kämpfen. Mit dem Klassenerhalt in der Oberliga erreichte Oberwindens Erste den größten Erfolg in seiner bisherigen fast 60-jährigen Vereinsgeschichte.

In der letzten Runde der 2. Bundesliga Süd konnte heute Baden-Baden 2 zwar das Match gegen Mainz gewinnen, gleichzeitig verteidigte aber auch Viernheim seinen Nicht-Abstiegsplatz mit einem deutlichen Sieg gegen den Tabellenletzten aus Landau. Daher muss Baden-Baden 2 in die Oberliga Baden absteigen und da nur eine Mannschaft eines Vereins in der Oberliga startberechtigt ist, muss Baden-Baden 3 Platz machen und in die Verbandsliga absteigen.

Damit dürften wohl einige Kritiker über das Verhalten von Baden-Baden 3 etwas wie Gerechtigkeit fühlen. Erinnern wir uns, dass Baden-Baden 3 entscheidend in den Abstiegs- wie auch Meisterschaftskampf eingegriffen hat. Dies durch ein Nichtantreten gegen Waldshut, was den Hochrheinern  zwei unerwartete Punkte im Abstiegskampf beschert hatte, um einen Spieltag später mit einer bärenstarken Aufstellung dem Tabellenführer aus Buchen ein Bein im Meisterschaftskampf zu stellen. Was Buchen wiederum veranlasste, mangels Aussicht auf die Meisterschaft, in Waldshut mit einer schwächeren Aufstellung anzutreten und diesen Kampf auch verlor.

Absteiger aus der Oberliga sind nun Handschuhsheim, Karlsruhe und Baden-Baden 3. Emmendingen verlässt als Meister die Oberliga und spielt nächstes Jahr in der 2. Bundesliga Süd.

Zweite wird Meister

GBOGUHZ6Mit einem klaren 6,5 : 1,5 gegen stark ersatzgeschwächte Offenburger sicherte sich die Zweite des SCO die Meisterschaft. Damit konnte die Mannschaftsrunde ohne Niederlage und mit lediglich 2 Remisen abgeschlossen werden.

Der Titel wurde nach dem Auftaktsieg im Spitzenspiel gegen den Mitfavoriten aus Villingen-Schwenningen letztendlich souverän erkämpft, auch wenn mit den zwei, aus Oberwindener Sicht unnötigen, Remisen gegen Kehl und Hofstetten der Verfolger Villingen-Schwenningen immer in Reichweite blieb. Villingen-Schwenningen patzte ausgerechnet gegen Offenburg und hat außer diesen beiden Niederlagen (gegen Offenburg und Oberwinden) alle Partien gewonnen. Allerdings ist zu erwähnen, dass Kehl und Griesheim erst gar nicht gegen Villingen-Schwenningen angetreten sind und die Punkte verschenkt haben, während Oberwinden sich die beiden Siege erarbeiten mußte.

Der Stammkader setzte sich aus Edgar Kais, Heiko Adler, Andreas Wernet, Peter Pauk, Michael Weber, Torsten Becherer, Christian Riotte und Thomas Ruf zusammen. Dieser wurde nach Bedarf durch Sylvain Degardin, Peter Meyer, Sebastian Völker, Bernd Banken, Joachim Diehl, Werner Volk, Martin Heß, Alexander Diehl, Bernhard Schmitt, Martin Wissler, Markus Mack, Markus Wernet, Martin Schneider, Michael Kammer3TWZWDEQer und Tobias Pauk ergänzt. In Summe wurden über die Saison 23 Spieler in der Zweiten eingesetzt, was auf die Stärke und Breite des Kaders schließen läßt.

Auf die Meisterschaft wurde natürlich vor Ort noch angestoßen. Ein entsprechendes Fest mit dem ganzen Verein wird sicherlich noch folgen.IMG_8789

1 x Meister, 1 x Vize-Meister

Am letzten Spieltag der Verbandsligen hat die Zweite des Schachclub Oberwinden mit einem 6,5:1,5 Sieg in Offenburg die Meisterschaft in der Bereichsliga Süd 2 und damit den Aufstieg in die Landesliga gesichert. Herzlichen Glückwunsch.

Die Dritte konnte in Bad Krozingen dem Aufstiegsaspiranten ein 4:4 abtrotzen. Damit belegt man im Endklassement der Bezirksliga einen guten Mittelfeldplatz.

In der C-Klasse konnte die Vierte die Vize-Meisterschaft feiern. Nach einem 3:2 Sieg bei Bad Krozingen 2 sicherte man sich den Aufstiegsplatz in die B-Klasse.

Auch unsere Jüngsten der 5. Mannschaft spielten in der D-Klasse eine gute Saison und landeten nach einem 2:2 bei Endingen 5 auf dem 6. Tabellenplatz.

Endtabellen, Einzelergebnisse und viel Statistik über alle badischen Ligen findet man wie gewohnt beim BSV-Ergebnisdienst.

Verlängerung im Abstiegskampf

Abstieg noch offen

Die letzte Runde der Oberliga ist gespielt, die Erste des SCO steht auf einem Nichtabstiegsplatz, hat den Klassenerhalt aber dennoch nicht sicher. Das liegt daran, dass die 2. Bundesliga Süd erst in zwei Wochen abgeschlossen wird. Dort hat Baden-Baden 2 noch die Möglichkeit die Viernheimer zu überholen und damit nicht nur Viernheim, sondern auch Oberwinden absteigen zu lassen. Viernheim hat es allerdings selbst in der Hand und kann durch ein Unentschieden gegen den Tabellenletzten sich und auch Oberwinden retten.

Niederlage im letzten Spiel

Am letzten Spieltag war es für Oberwinden schwierig in Walldorf zu punkten. Walldorf brachte im Durchschnitt 90 DWZ-Punkte mehr auf die Waage als die Elztäler und gingen als klarer Favorit in die Partie. Nach 3 Stunden Spielzeit einigten sich Philipp Germer und Alex Lang mit ihren Gegnern auf Remis. Philipp bot seinem Gegner ein Qualitätsopfer an, dass dieser nicht annahm, da sonst die h1-a8 Diagonale gefährlich für ihn geworden wäre. Stattdessen begnügte sich dieser mit einem Mehrbauern. Alex hatte ein sehr beengtes Spiel und konnte kaum seinen Königsflügel entwickeln. Da die Stellung aber geschlossen war, viel es nicht ganz so ins Gewicht, weil der Gegner gleiche Probleme mit dem Damenflügel hatte. Dennoch sah das Ganze recht gefährlich für den Oberwindener aus. Als der Gegner die Stellung öffnete könnte Alex einige Bauern und Figuren tauschen. Das anschließende Endspiel versprach aber für keinen einen Vorteil. Somit war Remis der logische Schluss.

Nicht lange ließen weitere Ergebnisse auf sich warten. An Brett 7 und 8 mussten Bernd Banken und Torsten Becherer ihren Gegnern den Punkt überlassen und verloren. Dann folgte Borya Ider, der durch Bauern- und Figurenopfer versuchte die Stellung ins Ungleichgewicht zu bringen und diese zu öffnen. Das gelang auch, allerdings wurde die Remisbreite nicht überschritten und so endete auch diese Partie unentschieden.

Als dann Manu Reinhart in Zeitnot eine Figur einstellte war der Kampf entschieden. Mario Rösch gelang noch ein Sieg und Jürgen Schulte konnte die Gewinnversuche seines Gegners im Turmendspiel unterbinden und die Partie ins Remis führen.

Somit verlor man 3:5 und belegt in der Endabrechnung den 8. Tabellenplatz. Mit unserer Saisonleistung können wir mehr als zufrieden sein und hätten den Klassenerhalt absolut verdient. Doch das entscheidet sich, wie eingangs erwähnt, erst in 2 Wochen.

4 8 SV Walldorf 2213 2 SC Oberwinden   (N) 2124 5 3 4.92
1 2 Vonthron,Horst 2396 1 Ider,Borya 2436 ½ ½ 0.44
2 3 Gschnitzer,Oswald,Dr. 2341 3 Reinhart,Emmanuel 2311 1 0 0.54
3 4 Hauser,Carlos 2269 4 Rösch,Mario 2200 0 1 0.60
4 7 Weber,Marc,Prof. Dr. 2258 5 Germer,Philipp 2147 ½ ½ 0.65
5 8 Gschnitzer,Adrian 2207 7 Schulte,Jürgen 2105 ½ ½ 0.64
6 9 Haas,Michael 2155 8 Lang,Alexander 2020 ½ ½ 0.68
7 15 Färber,David 2051 15 Banken,Bernd 2028 1 0 0.53
8 17 Schell,Peter 2026 23 Becherer,Torsten 1745 1 0 0.84

Emmendingen Oberliga-Meister

In der nächsten Saison kann man in Oberwinden hoffentlich weiterhin Oberliga-Schach bewundern, im Landkreis aber auf jeden Fall Bundesliga-Schach sehen. Denn die Schachfreunde aus Emmendingen ließen sich die Meisterschaft in der Oberliga nicht mehr nehmen und steigen in die 2. Bundesliga Süd auf. Herzlichen Glückwunsch. Mit Dreisamtal (Platz 4) und Waldshut-Tiengen (Platz 7) konnten zwei weitere Südbadischen Vereine die Klasse halten. Absteigen müssen Handschuhsheim und Karlsruhe, und wenn alles so bleibt auch Baden-Baden 3 weil sie dann von Baden-Baden 2 zum Abstieg gedrängt werden.

1 (+) SC Emmendingen 9 16 2 49½ 232½
2 BG Buchen   (A) 9 13 5 45 208
3 SV Walldorf 9 11 7 40 174
4 SGEM Dreisamtal 9 10 8 35½ 148
5 (-) OSG Baden-Baden   3 9 10 8 35 162
6 SK Ettlingen 9 10 8 34½ 154
7 SGEM Waldshut-Tiengen 9 8 10 33½ 156
8 SC Oberwinden   (N) 9 6 12 31 140
9 (-) Karlsruher SF 9 4 14 30 123½
10 (-) SK HD-Handschuhsheim   (N) 9 2 16 26 122

Weitere Details  und Statistiken gibt es beim BSV-Ergebnisdienst.

Abenteuer Gran Canaria

Während die halbe Welt nach Karlsruhe zum GRENKE-Turnier ging, kombinierte ich Urlaub mit einem Schachturnier. Es ging nach Gran Canaria, weit weg von Stress, Hektik und Schmuddelwetter. Die Landung des Flugzeugs war indes ein bisschen abenteuerlich, so machte man einen gefühlten Erkundungsflug, bevor der Kaptain zur Landung ansetzte. So sah man schon einiges von der Insel, die Perspektive war schon unglaublich. Jedoch tat ich mich schwer die Mietwohnung zu finden, war ich doch so gut wie ohne Spanischkenntnisse angereist (und auch ohne wieder abgeflogen ;-)). So fuhr ich mit dem Mietwagen eine halbe Stunde herum, weit über 50% der Straßen waren Einbahnstraßen, es war sozusagen ein Labyrinth, die erste Aufgabe, welche zu lösen war.

Blick aus der Mietwohnung

Blick aus der Mietwohnung

Der Spielort, Vecindario, wurde am darauffolgenden Tag erst einmal gründlich erkundet und die Atmosphäre im tiefen Süden in mich aufgesogen. Nachdem der Spielort des Turnieres auch ausfindig gemacht wurde, konnte auch das Turnier beginnen. In der 1.Runde war ich gesetzt und gewann auch recht schnell mit Weiß. Viel nervenaufreibender war für mich an diesem Abend der SC Freiburg mit dem Zittersieg gegen den KSC. Nach dem schnellen Sieg war noch Zeit geblieben, dieses Spiel am Abend übers Internet live zu verfolgen.

Schachturnier 369

Doch die 2.Runde sollte schon ein ganz harter Brocken werden. Ich war nochmals gesetzt, hatte eine junge Norwegerin als Gegner, Jahrgang 98 (1750 Elo). Sie war auch bei der letzten Jugend-WM dabei, es war höchste Vorsicht geboten. Mit den schwarzen Steinen war es sehr schwer, einen Vorteil zu erzielen, da sie sehr solide spielte und gute Züge fand. Erst eine kleine positionelle Ungenauigkeit ihrerseits im Endspiel Dame+Läufer gegen meine Dame+Springer (Der schwarze Felderkomplex wurde etwas schwach) gab mir Vorteil. Doch dieser musste auch erst mittels eines Königsmarsch diagonal ins Zentrum nach d4 zur Unterstützung eines potentiellen Freibauern auf der e-Linie realisiert werden, das war die einzige Möglichkeit zu gewinnen. In Runde 3 wartete dann schon ein GM. Zu forsch spielte ich in der Eröffnung (sehr frühes f2-f4). Dies bestrafte der GM sehr konsequent. Die Partie schien entschieden, jedoch kam der GM in große Zeitnot. Ich opferte 2 Bauern und erlangte Gegenspiel, welches dann doch noch zum etwas glücklichen Remis reichte, da ich die Bauern schließlich wieder zurückbekam und ungleichfarbige Läufer aufs Brett kamen.

2 weitere Remis am ersten Doppelrundentag (Runde 4 und 5) gegen einen 23-er und einen 24-er nahm ich dankbar mit. Doch in Runde 6 wurde mir wirklich alles abverlangt. Durch einen ungenauen Zug brachte ich mich mit Schwarz gegen einen IM in Bedrängnis. Ich gab mich noch nicht auf und musste kämpfen. So wurschtelte ich mich irgendwie in ein Endspiel mit Mehrbauer, doch war trotzdem nur um Remis bemüht, da er 2 Läufer und einen entfernten Freibauern hatte gegen meine 2 Springer. Ich musste abwarten und seine Drohungen abwehren. Diese sehr schwere Partie dauerte fast 90 Züge, davon hatten wir mindestens 40 Züge nur 30 Sekunden für jeden Zug! Diese Zeitnotschlacht endete, wie sie fast enden musste: Am Ende standen nur noch die 2 Könige auf dem Brett. Eine weitere Schlüsselpartie in diesem Turnier. Am Nachmittag musste ich mit Weiß gegen die Zwillingsschwester der jungen Norwegerin spielen. Sie spielte ebenfalls ein sehr gutes Turnier und hatte mit einem Sieg gegen einen 22-er für Furore gesorgt. Vorsicht war geboten. Ich bot ihr ein frühes Remis, da sie 1. De Eröffnung mit Schwarz perfekt behandelte und 2. Da ich ziemlich platt war nach der IM-Partie. Sie nahm an, da sie wahrscheinlich ein kleines Elo-Plus dafür bekam.

vor der letzten Partie: Hatte so ein Gefühl

vor der letzten Partie: Hatte so ein Gefühl

Jetzt waren noch 2 Runden zu spielen. Ein bestimmter Spieler der 1.Mannschaft hatte einmal gesagt: „Es entscheidet sich in den letzten 2 Runden, ob es ein gutes oder ein schlechtes Turnier wird!“ Dies galt nun auch für mich. Doch mit Schwarz stellte ich meine Eröffnung in Runde 8 noch einmal um, um der Vorbereitung zu entgehen. Mein sehr junger Gegner mit 1700 Elo, aber noch sehr jung, war nicht darauf eingestellt, dennoch kämpfte er gut, doch nach 20 Zügen war die Partie vorbei. Ein wichtiger Sieg. So war noch die letzte Runde zu gehen. Ich bekam einen 2270-Elo-Gegner mit Weiß. Schon am Morgen hatte ich das Gefühl, dass was geht. Und tatsächlich. Nachdem ich auf den c3-Sizilianer verzichtete und die bekannte Fischer-Stellung aufs Brett bekam, ging meine Vorbereitung voll auf. Mein Gegner spielte korrekt, doch er hatte sich immer mit einem leichten Druck auf 2 schwächelnde Bauern zu beschäftigen. Irgendwann schaltete er dann voll auf Angriff, und ließ beide Bauern ungedeckt. Dies war sehr nachlässig, doch vermutlich hatte er eine bestimmte Variante nicht richtig durchgerechnet. Es folgte mein Damenopfer für Turm und Springer, sodass meine restlichen Figuren volle Aktivität entwickelten. Mit allem was ich hatte musste ich angreifen und auf Matt spielen, da sonst sein Angriff schneller war. Schlussendlich wurde sein König mattgesetzt, nachdem er bis nach g5 getrieben wurde. Total euphorisiert von dieser Partie musste ich erst einmal weg vom Turniersaal und zur Ruhe kommen, so sehr hatte ich mich hinterher über den Punkt gefreut 😉

Siegerehrung

Auch für Platz 12 gabs noch einen Preis

Somit standen am Schluss 6.5 Punkte aus 9, der 12. Platz, 40 Elopunkte plus und ein Sprung auf 2200 DWZ.

Insgesamt kämpften in diesem Turnier 124 Schachfreunde, gewonnen hat GM Bojan Kurajica. Sehenswert war, dass die letzte Partie im Turnier mit einem Springer-Läufer Matt beendet wurde, was mit euphorischem Applaus der Zuschauer honoriert wurde. Der Held des Tages war hier somit der spanische GM David Larino Nieto.

Nun hatte ich noch einen freien Tag bis zur Abreise, sodass es mit dem Kleinwagen nochmal auf Tour ging und verschiedene Strände erkundet wurden. Beim Blick auf den Atlantik stieg in mir ein Gefühl der grenzenlosen Freiheit auf, trotz der starken Windböen, welche auf den Kanaren immer konstant da sind.

Zeit zum träumen! Irgendwo da hinten ist Afrika...

Zeit zum träumen!
Irgendwo da hinten ist Afrika…