Dezember 2018
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Schachaufgabe

Archiv SCO

Gemischte Ergebnisse

erzielte der SCO am 3. Spieltag der Verbandsrunde.

Während die Erste in Gottmadingen mit 2:6 verlor, konnte die Zweite gegen Hornberg mit 6:2 gewinnen. Überraschend war das starke 4:4 der Dritten beim Tabellenführer aus Umkirch.

Verbandsliga

Lediglich mit 7 Mann konnte Oberwinden 1 im Hegau bei Gottmadingen antreten. Kurzfristig viel Jürgen Schulte krankheitsbedingt aus. Die Spitzenbretter waren dabei auch nicht wie üblich mit Manu Reinhart und Mario Rösch, sondern mit Daniel Sonnenfeld und Philipp Germer besetzt. Nach 2 Stunden Spielzeit hatten die Oberwindener an 6 von 7 Brettern Vorteile. Zeitvorteile. Daniel und Philipp machten ihre Sachen an den vorderen Brettern sehr gut, liesen nichts anbrennen und konnten sichere Remis einfahren. Edi Kais an Brett drei hatte seinen Gegner mit einer nicht alltäglichen Eröffnungsbehandlung überrascht und drohte im Mittelspiel gegen den noch in der Mitte festhängenden schwarzen König einzügig Matt. Leider konnte der Gegner diesen wie auch einige weitere Angriffe parieren. Das zuviel eingesetzte Material brachte Edi auf den Verlustpfad, so dass er verlor.

Einen Rabenschwarzen Tag hatte Alex Lang erwischt. In der Eröffnung Varianten vertauscht, hatte sein Gegner Raumvorteile und nutzte jeden schwachen Zug des Oberwindener aus um die eigene Stellung zu verbessern. Bauernverlust war nicht mehr zu vermeiden und in der Folge ging auch die Partie verloren. Einen klasse Tag erwischte Martin Hess an Brett sieben. Gegen seinen um 250 DWZ besseren Gegner spielte er eine souveräne Partie. Schnörkellos gewann er seine Partie. Gottmadingen scheint ein gutes Pflaster für Martin zu sein, denn auch letztes Jahr konnte er nicht bezwungen werden.

Fast sechs Stunden lang kämpften Andi Wernet (5) und Michael Weber (6). Andi gab in der Eröffnung einen Bauern für Entwicklungsvorsprung, zog einen Königsangriff auf, was ihn viel Zeit kostete. So lies er um die Zeitkontrolle eine gute, sogar gewinnbringende Fortsetzung aus. Eine weitere Chance gab ihm der Gegner nicht mehr. Nachdem Andi die Dame gegen zwei Türme geben musste, setzte der Gottmadinger mit Springer und Dame den weißen König unter Druck was zum Sieg reichte. Michael Weber konnte lange das Gleichgewicht gegen seinen ebenfalls um 250 DWZ stärkeren Gegner halten. Als des Gegners Türme auf die siebte Reihe eindrangen musste Michael einen Bauern geben, der dem Gegner zum Sieg reichte.

Noch befindet Oberwinden sich im Mittelfeld, aber dahinter konnten Konstanz und Lahr punkten was das Feld etwas zusammenrücken lies. Am nächsten Spieltag ist die Vierte Mannschaft des Deutschen Meisters Baden-Baden zu Gast.

Bereichsliga

Ohne den eigentlichen Mannschaftsführer Peter Pauk, aber mit einem klaren Auftrag reiste Oberwinden 2 nach Hornberg. Mit einem deutlichen 6:2 halten die Oberwindener weiterhin Kontakt zur Tabellenspitze, die von Waldkirch und Haslach gebildet werden. Die Siege konnten Bernd Banken, Joachim Diehl, Thomas Ruf, Martin Wissler und Martin Schneider einfahren. Während Jens Alber und Wolfgang Scherer Remis spielten, musste Markus Mack seinem Gegner gratulieren. Ein Spruch eines Hornberger Spielers zu seinem Gegner sorgte für einiges Gelächter: “Hinter diesen Zug machst du besser mal ein Fragezeichen.”

Bezirksklasse

Eine starke Leistung bot Oberwinden 3 in Umkirch. Wertungsmäßig deutlich unterlegen trotzte man dem Tabellenführer ein 4:4 ab. Da Partien selbst in besserer Stellung Remis gegeben wurden, wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Alex Diehl konnte gegen seinen 250 DWZ stärkeren Gegner Remis spielen. Dieses Ergebnis erzielten auch Michael Neuendorf, Markus Trenkle und Axel Blattmann. Gewinnen konnten Oli Burger und Markus Wernet. In seinem ersten Einsatz in der Dritten verlor Felix Schindler, wie auch Senior Volkmar Wangerowski.

Der Bauer der eine Dame sein wollte

Beim letzten Blitzturnier gab es einen Aufreger, der beim gestrigen Spielabend nochmal diskutiert wurde.

Es geht um einen Bauern, der die letzte Reihe (nach dem Regelwerk: die von seiner Anfangsstellung
entfernteste Reihe) erreichte, sich allerdings nur virtuell und nicht physisch in eine Dame verwandelte.

Offen blieb die Regellage, was tatsächlich passiert, erreicht ein Bauer ein Umwandlungsfeld, wird aber nicht durch eine andere Figur ersetzt.

Die FIDE-Regeln (gültig ab 01.07.2017) geben Auskunft:

Generelle Regel

7.5.2 Wenn ein Spieler seinen Bauern auf die von der Grundstellung entfernteste Reihe
gezogen und die Uhr gedrückt, aber den Bauern nicht durch eine Figur ersetzt hat, ist
dieser Zug regelwidrig. Der Bauer wird durch eine Dame gleicher Farbe wie der Bauer
ersetzt.

Da der Zug regelwidrig ist

7.5.1 Ein regelwidriger Zug ist abgeschlossen, sobald der Spieler die Uhr gedrückt hat. Wenn
während einer Partie festgestellt wird, dass ein regelwidriger Zug abgeschlossen wurde,
wird die Stellung unmittelbar vor dem Regelverstoß wiederhergestellt. Falls die
Stellung unmittelbar vor dem Regelverstoß nicht bestimmt werden kann, wird die Partie
aus der letzten bekannten Stellung vor dem Regelverstoß heraus weitergespielt. Die
Artikel 4.3 und 4.7 werden auf den Zug angewandt, der den regelwidrigen ersetzt.
Daraufhin wird die Partie aus der so erreichten Stellung heraus weitergespielt.

gibt es noch folgende Strafe:

7.5.3 Nachdem die Erfordernisse des Artikels 7.5.1 oder 7.5.2 erfüllt worden sind, fügt der
Schiedsrichter für den ersten abgeschlossenen regelwidrigen Zug eines Spielers zwei
zusätzliche Minuten zur Bedenkzeit des Gegners hinzu; nach dem zweiten abgeschlossenen
regelwidrigen Zug desselben Spielers erklärt der Schiedsrichter die Partie für
diesen Spieler für verloren. Die Partie ist jedoch remis, wenn eine Stellung entstanden
ist, in der es dem Gegner nicht möglich ist, den König des Spielers durch irgendeine
Folge regelgemäßer Zügen matt zu setzen.

 

Beim Schnell- und Blitzschach sieht es etwas anders aus, denn da wird der Fall nochmal speziell geregelt:

A.4.4 Beobachtet der Schiedsrichter, dass beide Könige im Schach stehen oder ein Bauer auf
der gegnerischen Grundreihe steht, wartet er den Abschluss des nächsten Zuges ab.
Steht die regelwidrige Stellung dann noch auf dem Brett, erklärt er die Partie remis.

Diese Regelung findet sich im Anhang A Schnellschach. Diese Regel hat auch Gültigkeit für das Blitz.

Aber auch hier gibt es eine kleine Neuerung seit 2018: Im Blitz verliert ein regelwidriger Zug nicht mehr sofort
sondern erst beim zweiten mal (siehe oben 7.5.3) und die Strafe ist:

B.2 Die in den Artikeln 7 und 9 erwähnten Zeitstrafen betragen eine Minute statt zwei
Minuten.

Da unsere beiden Kontrahenten sich auf Remis einigten, haben sie zumindest vom Ergebnis her alles richtig gemacht.

Noch ein kleiner Tipp: Wenn die gewünschte Figur nicht zur Hand ist, bitte die Uhr nach dem Einzug des Bauern anhalten,
den Schiedsrichter bitten, die entsprechende Figur bereitzustellen, die Figur zu tauschen und dann die Uhr wieder in Gang
setzen und die Uhr drücken. Noch was: ein umgedrehter Turm ist auch ein Turm. Ihm wird nur manchmal schlecht,
wie mit ihm gezogen wird. 😉

 

 

Unsitten am Brett

Schöne Aktion der Niedersächsischen Schachjugend
mit Klick auf das Bild startet das Video

Basti dominiert das Blitzturnier

Das erste Blitzturnier der neuen Saison stand an und von den Anwesenden trauten sich immerhin 6 wackere Recken in den Ring, während sich der Rest der leckeren Currywurst mit Pommes und intensiven Gesprächen über wichtige Themen wie die Schachweltmeisterschaft oder das Thekenverhalten einzelner widmeten. Apropos Currywurst mit Pommes. Dieses leckere deutsche Nationalgericht und das sehr zögerliche Bestellverhalten einzelner sorgten für einen deutlich späteren Start des Turniers. Oftmals muß ja erst was riechen, bevor man seinen Hunger erkennt. Zwei Tellergerichte wanderten sorgar in der Hinrunde noch mit.

Aufreger des Abends war dabei folgende Situation:
Spieler A zieht ein und sagt Dame, tauscht den Bauer aber nicht aus. Die Uhr wird gedrückt. Spieler B schlägt den letzten Bauern des Gegners in der Brettmitte und drückt ebenfalls die Uhr. Spieler A, der nur noch 2 Sekunden auf der Uhr hat drückt diese und reklamiert unmöglichen Zug, da Spieler B im Schach der Dame steht. Spieler B, der noch 1 Sekunde auf der Uhr hatte, drückt ebenfalls die Uhr und reklamiert unmöglichen Zug, da das ja ein Bauer und keine Dame wäre. Inzwischen sind beide Uhren abgelaufen. Wie ist die Regellage?
Dies konnte zumindest an dem Abend nicht mehr geklärt werden, aber die Spieler vereinbarten in bestem Geiste ein Remis.

Besondere Erwähnung verdient das Engagement von Martin “Blitzmonster” Hess, der extra aus Pforzheim angereist war und am selben Abend auch wieder zurück mußte.

Nach vielen spannenden Partien, dem einen oder anderen Patzer, viel Spaß und Verkündung des Endstandes zeigte sich Basti überrascht, dass er in diesem Feld nur 10 Punkte aus 10 Partien erreichen konntet,  hatte er doch 11 Punkte angestrebt ;-).

Einzelergebnisse und Endstand:

 

 

 

 

 

 

Andreas Wernet

Schach-WM Carlsen – Caruana

Caruana und Carlsen beim Grenke Chess Classic in Karlsruhe

 

In den nächsten 2 Wochen findet in London das lange erwartete WM-Match zwischen dem Herausforderer Fabiano Caruana und dem Weltmeister Magnus Carlsen statt. Da beide momentan lediglich durch 3 ELO-Pünktchen getrennt an der Spitze der Weltrangliste stehen, wird ein enges Match erwartet. Wird Caruana gewinnen können, der dieses Jahr in bestechender Form ist? Oder wird es Carlsen schaffen seinen Gegner durch Anreihung kleinster Vorteile zu zermürben und das Match für sich zu entscheiden.

Angesetzt sind 12 Partien. Die erste Runde startet am 9.11. und immer nach 2 Runden ist ein Ruhetag. 6,5 Punkte reichen für den Titel. Sollte es nach 12 Runden unentschieden stehen, wird es nach einem weiteren Ruhetag ein Stechen geben.

Die Bedenkzeit beträgt 100 Minuten für die ersten 40 Züge. Danach liegt die Bedenkzeit bei 50 Minuten für die darauffolgenden 20 Züge und 15 Minuten extra für den Rest der Partie. Remis-Angebote sind erst nach dem 30. Zug vom Spieler der schwarzen Steine möglich.

Da nicht jeder dieses Event vor Ort verfolgen kann, gibt es viele Möglichkeiten das Match im Internet zu verfolgen. Die Partien starten immer um 16 Uhr.

 

chess 24: englische Kommentierung, vermutlich mit dem hochkarätigsten Gespann: Peter Swidler, Alexander Grischuk, Sopiko Guramishvili, Anish Giri

 

Chessbase: deutschsprachige Kommentierung durch Klaus Bischoff (Kommentatoren-Legende), Oliver Reeh, Karsten Müller, Jonas Lampert und Steve Berger.

 

chessbrah TV: (englisch) Erik Hansen und Amam Hambleton

 

chess.com: (englisch) Danny Rensch und Robert Hess

 

Schachzentrum St. Louis: (englisch) Yasser Seirawan, vielleicht auch Garry Kasparow

 

SCO: bei uns gibt es die Partien auf der Homepage, die Kommentierung am Spielabend in Badisch

 

Worldchess: (englisch) mit Judit Polgar und Gästen

 

 

 

 

Ungeschlagen

blieben die Oberwindener Mannschaften am 2. Spieltag. Die Vierte gewann kampflos, während alle anderen Mannschaften beim ersten Heimspiel jeweils ein Unentschieden spielten.

In der Verbandsliga Süd begrüßte die Oberwindener Erste den Aufsteiger aus Konstanz. Die Aufstellung versprach ein enges Match. Nach 2 Stunden Spielzeit ließ sich an keinem Brett ein Vorteil für eine Seite auszumachen. In ausgeglichener Stellung nahm am ersten Brett FM Manu Reinhart das Remisangebot seines Gegners IM Hommeles an. Auch am achten Brett kam es zu einem Remis. Der Gegner von Michael Weber hatte nach und nach alles abgetauscht, so dass es keine Aussicht auf Gewinnversuche gab. Danach hat überraschend Eddi Kais verloren. Kurz nach Halloween hatte er noch Geister gesehen. Anstatt nach Vorne zu spielen zog er seine Figuren zurück und stand sehr passiv. Der Versuch den gegnerischen Springervorposten anzugreifen ging nach hinten los, da der Gegner die geschwächte Königsstellung entscheidend erstürmte.

Glücklicherweise hielt die gegnerische Führung nicht lange. Der SCO Mannschaftsführer Alex Lang hatte in einem Modernen Benoni dem Gegner den Damenflügel überlassen, was dieser aber mangels Plänen nicht auszunützen vermag. Im 16. Zug bot der Konstanzer Remis an, was der Oberwindener ablehnte. Zum einen war es zu früh im Mannschaftskampf, zum anderen hat die intensive Plansuche seinen Gegner viel Zeit gekostet. In der Folge fand dieser nicht die besten Züge und gab nach Figurenverlust im 27. Zug auf. Dem Ausgleich folgte ein Remis durch den sicher spielenden Mario Rösch am Brett 2. Zur gleichen Zeit konnte Philip Germer die heimischen Farben in Führung bringen. Philipp stand nie schlecht, hatte hin und wieder leichten Vorteil, was der Gegner ausgleichen konnte, bis kurz vor der Zeitkontrolle, als sein Gegner den entscheidenden Fehler machte, den der Oberwindener eiskalt ausnutzte.

So blieben noch zwei Partien übrig. Andi Wernet hatte eine vielversprechende Stellung während Jürgen Schulte eine leicht schlechtere Stellung zu verwalten hatte. Um die Zeitkontrolle hatte Andi Wernet eine gewonnene Stellung auf dem Brett, die er leider Zug um Zug vergab und letztendlich noch verlor. Jürgen Schulte musste sein schlechteres Turmendspiel lange verteidigen. Nach über 6 Stunden Spielzeit wurde sein Kampfgeist belohnt, da sein Gegner abließ von weiteren Gewinnversuchen und  in das Unentschieden und damit das Mannschaftsremis einwilligte.

Mit drei Punkten ist ein guter Start in die Verbandsliga gelungen, auch wenn heute vielleicht ein Mannschaftspunkt liegen geblieben ist. Weiterhin ohne Punktverluste sind Emmendingen 2, Ötigheim und Baden-Baden 4. Kuppenheim konnte den ersten Sieg verzeichnen, während Lahr, Heitersheim und Zähringen noch ohne Punktgewinn sind.

Tabelle Verbandsliga Süd

Die Mannschaft aus Zell war Gast von Oberwindens Zweite in der Bereichsliga. Martin Heß, Jens Alber und Wolfgang Scherer konnten ihre Partien gewinnen, Peter Pauk und Markus Mack spielten Remis. Mit diesem Remis steht die Zweite hinter den Mannschaften aus Waldkirch und Haslach auf dem dritten Tabellenplatz.

Tabelle Bereichsliga

Gegen Zähringen 4 bestritt Oberwinden 3 ihr erstes Heimspiel. Der Aufsteiger aus dem Elztal konnte trotz Unterzahl den ersten Punkt im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksklasse erringen. Für die nötigen Brettpunkte sorgten die ersten drei Bretter Markus Wernet, Martin Schneider und Michael Kammerer gegen deutlich stärkere Gegnerschaft. Auch der Mannschaftsführer Michael Neuendorf konnte einen Sieg beisteuern.

Tabelle Bezirksliga

In der D-Klasse übernahm unsere Jugendmannschaft durch einen kampflosen Sieg die Tabellenführung.

Tabelle D-Klasse

 

 

 

 

Basti mit Traumergebnis in Arco

Das diesjährige Schach-Open in Arco war sehr stark besetzt.Von den 141 im A-Open gemeldeten Spielern wiesen 49 eine höhere Wertungszahl aus als der Vertreter des Schachclubs Obewinden, Sebastian Völker. Mit sehr starken 6 Punkten aus 9 Runden erspielte sich Basti in der Endabrechnung den hervorragenden 18. Platz und lies sage und schreibe 32 wertungszahlhöhere Spieler hinter sich. Mit einem Zuwachs von 32 Elopunkten ist Basti mit großen Schritten unterwegs in Richtung 2100 Elo-Punkte.  Einen herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Ergebnis.

Auch der ehemalige SCOler FM Peter Dittmar, schon seit vielen Jahren Stammgast in Arco ist, war wieder am Start. Mit 5,5 Punkten bestätigte Peter seine Wertungszahl und landete in der Schlussrechnung auf dem 25. Rang. Glückwunsch dazu.

Gewonnen hat IM Peter Lizak (Elo 2446, Ungarn) mit 7,5 Punkten vor GM Jamie Santos Latasa (2572, Spanien) und IM Bela Molnar (2285, Ungarn) mit je 7 Punkten.

Mehr Details und vor allem auch die Partien finden sich unter: Ergebnisse 40th Int. Chess Festival Citta di Arco

Andreas Wernet

Gute Ergebnisse bei den Bezirksblitzmeisterschaften in Kirchzarten

Am Tag der Deutschen Einheit fanden traditionell wieder die Bezirksblitzmeisterschaften in Kirchzarten statt. Morgens stand das Mannschaftsblitz auf dem Programm und am Nachmittag durften die Spieler im Einzelblitz ihr Können nochmals unter Beweis stellen.

Im Mannschaftsblitz gingen für den SCO Mario Rösch, Eddi Kais, Martin Heß und Jens Alber an den Start. Das Teilnehmerfeld war dieses Jahr leider sehr klein und heterogen. Bei nur 6 Mannschaften wurde doppelrundig gespielt. Gegen die Favoriten aus Emmendingen und Dreisamtal 1 war leider nichts zu holen, wobei das Rückspiel gegen Emmendingen denkbar knapp mit 1,5 : 2,5 verloren ging – auf jeden Fall ein Achtungserfolg! Mario Rösch (Sieg) und Eddi Kais (Remis) holten die Punkte. Die Außenseiter Dreisamtal 2 und Zähringen 2 konnten jeweils in beiden Durchgängen souverän und deutlich bezwungen werden.

Dank einer guten kämpferischen Leistung konnten wir ein Entscheidungsspiel um Platz 3 gegen die klar favorisierte Mannschaft aus Zähringen 1, die mit 3 Spielern über 2200 am Start war, erzwingen. Sensationellerweise endeten beide Partien 2 : 2. Mario Rösch konnte beide Duelle gewinnen und Jens Alber gewann an Brett 4 eines seiner beiden Spiele. Für die Überraschung des Tages sorgte aber Martin Heß, indem er FM Scherer keine Chance ließ und ihn eiskalt zusammenschob. So war der SCO am Ende des Tages punktgleich mit Zähringen 1, aber leider fehlten für die Sensation 2 Brettpunkte. Auf den 4. Platz mit 10 : 10 Mannschaftspunkten und 20 Brettpunkten, und vor allem auf die Art und Weise, wie er zustande kam, darf man aber stolz sein! Alle 4 Spieler spielten ein super Turnier.
Definitiv erwähnenswert ist auch, dass Dreisamtal 1 eindrucksvoll bewies, dass Geld eben doch nicht immer Tore schießt bzw. Turniere gewinnt und den Topfavoriten aus Emmendingen auf Platz 2 verdrängte. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Im Einzelblitz am Nachmittag spielten alle 4 Oberwindener im stark besetzten A-Turnier. Jens Alber erkämpfte sich als Debütant in dieser Gruppe beachtliche 3 Punkte aus 11 Partien und landete auf Platz 9 von 12. Sein persönliches Highlight war das Remis gegen FM Jens Rahnfeld aus Sasbach. Martin Heß sicherte sich mit 5 aus 11 Punkten einen sehr guten Mittelfeldplatz. Mario Rösch spielte ein gutes Turnier, musste sich am Ende aber mit 8,5 Punkten und Platz 3 begnügen. Das Highlight des Tages aus Oberwindener Sicht war der hervorragende 2. Platz von Eddi Kais, der brillant aufspielte und nur dem verdienten Turniersieger Max Scherer den Vortritt lassen musste.

Insgesamt konnten die Oberwindener sowohl im Einzel- als auch im Mannschaftswettbewerb abermals ihre kämpferischen Qualitäten ausspielen und dem ein oder anderen Favoriten ein Bein stellen. Super Leistung Jungs!

Jens Alber

Historischer Auftaktsieg

In die neue Saison starteten drei der vier Oberwindener Mannschaften mit Siegen. Lediglich die Dritte, der als Aufsteiger eine schwierige Saison bevorsteht, verlor.

Oberwinden Eins musste zum Verbandsliga-Auftakt nach Kuppenheim fahren. Vor der Bekanntgabe der Aufstellung gaben die SCO-Spieler einen Tipp zum Endergebnis ab. Der Mannschaftsführer, sonst als Optimist bekannt, stand mit seiner realistischen Einschätzung eines knappen Matches mit einer knappen Niederlage für den SCO recht alleine. Tatsächlich lag der Großteil der Mannschaft richtig, dass es einen hohen Sieg für uns geben würde. Lediglich mit einer Einschätzung lagen alle 100% richtig. Daniel Sonnenfeld spielte Remis. Das war auch die Partie die als Erste beendet wurde. Gegen den starken Hubert Schuh war dies auch ein gutes Ergebnis, da dieser nur schwer zu bezwingen ist. Tatsächlich musste er in den letzten 4 Verbandsrunden bei 33 gespielten Partien nur zweimal seinem Gegner gratulieren.

Relativ schnell einigte sich auch Jürgen Schulte mit Jochen Klumpp auf Remis. Zu der Zeit sagten die Auguren bereits voraus, dass Eddie Kais seine Partie gegen Zeyneb Abbassi gewinnen würde. Tatsächlich hatte er am Königsflügel deutlichen Raumvorteil und man sah den drohenden Sturm auf den weißen König bereits aufziehen. Das Matt war für die Kuppenheimer Spielerin nicht mehr zu vermeiden. Philipp Germer hatte eine wilde Stellung in der er eine Figur für fast zwei Bauern und einen komplett entblößten gegnerischen König ins Geschäft steckte. Patrick Karcher kämpfte lange bis er sich seinem Schicksal ergab.

Andi Wernet spielte gegen Jannik Lorenz einen wilden Franzosen . Zunächst sah es so aus, dass der junge Kuppenheimer Andi im Königsangriff niederringen würde, doch Andi sah das ganze relativ locker, spielte auf das Läuferpaar, was ihm dann auch eine aktive Stellung brachte. Etwas unachtsam lies der Gegner Andis Turm in die Stellung eindringen, worauf er zwar noch einige Angriffsversuche abwehren musste, dies aber problemlos gelang. Einen ganz anderen Franzosen brachte Mario Rösch auf das Brett. Ohne groß etwas zuzulassen blieb sein “Franzosenläufer” bis zum Endspiel auf c8, der seinen Platz dann nur kurz räumte um den Turm durchzulassen, um dann sofort wieder zurückzukehren. In einem ausgeglichenen Endspiel überzog Hartmut Metz die Stellung und Mario konnte zum Sieg gratuliert werden.

Sicher und immer stärker drückend zwang FM Manu Reinhart seinen Gegner IM Jean Luc Roos immer mehr in die Defensive. Irgendwann konnte dieser dem Druck nicht mehr standhalten und musste dem Oberwindener zum Punkt gratulieren. Über 6 Stunden musste  MF Alex Lang spielen. Nachdem er einem falschen Plan folgte geriet er in eine schlechte Stellung in der er einen Bauern verlor. Zur Zeitkontrolle wickelte sein Gegner Markus Merklinger in ein Endspiel mit einem Mehrbauern ab. Alex konnte durch Damen- und Turmtausch in ein Springerendspiel mit 3 gegen 2 Bauern abwickeln. Zwar gelang es dem Kuppenheimer noch einen Freibauern zu schaffen, doch der Oberwindener umschiffte alle Hindernisse und konnte das Remis halten.

Mit 6,5 zu 1,5 gelang Oberwinden ein historischer Sieg gegen Kuppenheim. Bisher stand lediglich im Meisterschaftsjahr 2015 ein Unentschieden zu Buche. Ansonsten hatte man immer den kürzeren gezogen. Der Bericht von Kuppenheim ist hier zu finden.

Mit einem 7,5:0,5 setzte der Aufsteiger Ötigheim gegen Heitersheim ein Zeichen. Sie traten mit 3 GM und einem FM an und zeigten deutlich, dass sie an einem weiteren Aufstieg interessiert sind. Der zweite Neuling Konstanz ging dagegen gegen den zweiten Aufstiegsfavoriten Emmendingen 2 mit 1:7 unter. Relativ knapp gewann Baden-Baden 4 gegen Lahr mit 4,5 zu 3,5 . Auch der dritte Aufsteiger Zähringen konnte die Saison nicht siegreich beginnen und verlor in Gottmadingen mit 4,5 zu 3,5.

Als Absteiger startete Oberwinden 2 gegen Furtwangen in der Bereichsliga Süd als Favorit. Dieser Rolle wurde die Mannschaft unter Mannschaftsführer Peter Pauk auch gerecht. Mit 5,5 zu 2,5 entführte man die Punkte ins Elztal. Erfreulich war, dass nach einer über zweijähriger Pause Joachim Diehl wieder am Brett zu sehen war. Wie Christian Riotte, Jens Alber und Martin Wissler konnte auch er seine Partie gewinnen. Friedhelm Trenkle, Martin Hess und Peter Pauk spielten Remis. Lediglich Torsten Becherer musste seinem Gegner gratulieren.

Letztes Jahr unangefochtener Meister der A-Klasse wird für Oberwinden 3 die Luft in der Bezirksklasse etwas dünner. Das Auftaktmatch bei Schwarze Pumpe ging dann auch gleich mit 5,5 zu 2,5 etwas zu hoch verloren. Am Schluss standen lediglich Remise von Thomas Ruf, Markus Oswald, Stefan Reich, Markus Trenkle und Christoph Müller zu Buche. Auch hier gibt es eine Rückkehr zu verzeichnen. Zuletzt  war Christoph Müller 2010 am Brett.

Unsere Jugendlichen um den neuen Mannschaftsführer Tobias Weber gelang in der D-Klasse ein Auftakt nach Maß. In Ettenheim konnte man einen 4:0 Sieg verzeichnen. Martin Kury, Felix Schindler, Johannes Wehrbein und Tobias Weber gewannen alle ihre Partien.

Bereits am 04.11. steht in der zweiten Runde der erste Heimspieltag an. Alle Mannschaften spielen zu Hause und um 10 Uhr werden in der Turn- und Festhalle in Niederwinden die Uhren in Gang gesetzt.

Hochzeit von Bianca und Oli

Bianca und Oli gaben sich das Ja-Wort und der Schachclub Oberwinden ließ es sich natürlich nicht nehmen Oli seine Kenntnisse des königlichen Spiels unter Beweis stellen zu lassen. Das Herz der wunderschönen Braut Bianca hat er natürlich schon vorher erobert, aber vielleicht kam noch ein Tick mehr an Bewunderung hinzu, als Oli unter den Augen vieler das Spalier der Schachaufgaben in kürzester Zeit absolvierte.
Diese uralte Tradition des Schachaufgaben-Spaliers gründet nach unbestätigten Gerüchten auf die Ausbildung der Edelleute in den ritterlichen Tugenden und Fähigkeiten zu denen neben des Minnesangs, der Poesik, des höfischen Tanzes, des Schwimmens, des Ringens und des Schwertkampfes eben auch das königliche Spiel Schach gehörte. Wie bei ritterlichen Turnieren üblich bekommt der Sieger die Prinzessin. So auch hier. Die kleine Ausnahme, dass der Sieger die Prinzessin schon zur Königin gemacht hat sei verziehen.
Egal wie es ist, woher es kam und was es soll: die Schachfreunde des Schachclubs Oberwinden wünschen Bianca und Oli alles erdenklich Gute für ihren gemeinsamen Lebensweg.