August 2022
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Schachaufgabe

Archiv SCO

Endlich mal wieder ein „echtes“ Blitzturnier… 

… durften Alex und Martin am letzten Sonntag, nach diesbezüglicher zweijähriger Corona-Pause, im schweizerischen Biel erleben. Bereits die Anreise verlief (für Martin) ungewohnt spannend: Schafft man mit Alex‘ E-Auto die ca. 400 km Hin- und Rückreise ohne Ladepause* (Bei Martin hatte man in der „Schleichz“ immer 1000 km+ Reichweite 😉) ?

Textfeld: Start gegen einen FM (mir „realen“ 2460 ELO)Für Martin ginge es gleich in der ersten Runde an Brett 7 gegen einen FM, der zwar fast 10 min lang beschäftigt werden konnte, aber letztendlich dann doch die Oberhand behielt. So ging es für uns beide auf und ab, so dass die Freude am echten Turner den sportlichen Erfolg am Ende doch deutlich übertraf bzw. die erste Brettreihe mit den GMs leider nicht nochmals im Turnierverlauf erreicht werden konnte.

Toll war z. B. aber, dass der GM-Triathlon parallel auf der Bühne stattfand, so dass man sich bei frühem Partieverlust mit Kibitzen bei 2700er GMs hinwegtrösten bzw. „noch was lernen“ konnte. Schön war auch, dass wir Spielgemeinschaftfreunde in Biel treffen konnten, wobei „SKSimme“ auch am Turnier teilnahm. Sportlich sahe es mit 5,5 bzw. 6 aus 13 bzw. dem 67./78. Platz von 107 Teilnehmern am Schluß für uns beide dann weniger gut aus, als dass wir nicht einmal unser Startranking (61. Bzw. 50.) halten konnten, siehe: https://chess-results.com/tnr636486.aspx?lan=1&art=1&rd=13&fed=GER

Aber wir genossen den Tag bis zum Schluß, denn beendet wurde das, wie immer top organisierte, Turnier durch ein Strand-Abendessen am Neuchâteler See – wobei wir per Restaurant WLAN, nachdem wir uns mit „kleinen“ Steaks gestärkt hatten, auch noch das sonntägliche Corona-Turnier mitnahmen (mangels Spielermasse an diesem schönen Sommerabend leider ebenfalls ohne durchschlagenden Erfolg). Als kleiner Wermutstropfen bleibt zu bemerken, dass man sich als „Breitensportler“ ziemlich vera…t vorkommt, wenn ein FM mit einer 1600er Blitz-ELO abschließend mit 8 aus 13 als 21. Ratingpreise mitnimmt. Bereits 2020 wies ich die Veranstalter per E-Mail darauf hin, leider hat man offenbar nichts gelernt bzw. interessiert sich nicht für solche, meines Erachtens sehr unsportliche, „Banalitäten“. Irgendwann wird sich der Veranstalter dann allerdings mal fragen müssen, ob die „breite Masse“, auch angesichts nicht unerheblicher Nebenkosten bei einer aktuellen €-Franken-Parität nebst Schweizer Preisniveau, noch als „Kleinsponsoren und Kanonenfutter“ für die XMs auftreten möchte….

Aber was soll’s. Ich beschwere mich nochmals (konstruktiv: z. B. „man nehme bei Titelträgern einfach die höchste FIDE-Wertungszahl“) und plane für 2023 😊 …

P.s.: Wir schafften die Tour ohne nachzuladen – trotz eines ungeplanten Umwegs wegen einer „Sea of Love“-Straßensperre kurz vor Mitternacht 😊.

Gedanken zur neuen Saison

Für die neue Saison 2022/23 sind die Termine festgelegt und die Verbandsrunden starten am 25.09.22.  Diese Info erreicht uns alle und sicherlich geht dem einen oder anderen ähnliches durch den Kopf wie mir:

  • Wird es wieder eine Saison, die durch Corona verzerrt oder gar wieder auf 2 Jahre gestreckt wird? Leider steigen die Infiziertenzahlen ja schon wieder.
  • Werden wieder so viele Spiele kampflos entschieden und eine sportliche Entscheidung über Auf- und Abstieg wird durch nahezu ad-absurdum geführt?
  • Werden wir als Verein unsere Mitglieder motivieren können?
  • Sind wir als Spieler bereit die Mannschaftskämpfe so ernst zu nehmen, dass wir wie vor Corona unsere Termine möglichst um die Spieltage herum planen?

Dies und vieles mehr gilt es zu betrachten und sein eigenes Verhalten danach auszurichten. Es wird also wieder kein leichter Job für die Mannschaftsführer und viele andere engagierte Offizielle.

Was können wir tun? Uns über unsere Motivation im Klaren werden und diese auch transparent machen. Also den Mannschaftsführern proaktiv mitteilen, ob wir für die Verbandsrunde zur Verfügung stehen und welche Spieltage wir schon zusagen können.

Ich persönlich habe die Spieltage geblockt und möchte diesem wunderschönen Spiel bzw. Sport treu bleiben. Ich freue mich auf möglichst viele Begegnungen mit Bekannten und Freunden und auf spannende Partien.

Anbei die Termine der Verbandsrunde und bitte gebt euren Mannschaftsführern Rückmeldung wie ihr in der neuen Saison zur Verfügung steht.

Wer sich auf die neue Saison vorbereiten möchte hat die Möglichkeit dazu bei „Matzes Blitzturnier mit geselligem Beisammensein“ am Samstag, den 20.08. Bitte meldet euch dazu bei Matze an, so dass er für ausreichend Getränke und eine Kleinigkeit zu Essen sorgen kann.

Ebenfalls eine gute Gelegenheit zur Vorbereitung ist das Trainingsangebot von Mario. Einfach auf ihn zugehen und näheres abstimmen.

Also ran ans Brett und positiv an die neue Saison gedacht.

Generalversammlung am 09. Juli

Die Generalversammlung des Vereins, wie auch des Fördervereins findet am Samstag 9. Juli ab 19:30 Uhr im Sportheim in Winden statt. Nachfolgend die Einladungen mit Tagesordnung, wie im Mitteilungsblatt erschienen.

Förderverein Schachclub Oberwinden
Mitgliederversammlung 2022

Am Samstag, 09. Juli 2022 findet um 19:30 Uhr im Clubheim der Sportfreunde Winden e.V., Bruckmatten 1, 79297 Winden im Elztal
die diesjährige Mitgliederversammlung des
Förderverein Schachclub Oberwinden statt.

Tagesordnung

  1. Begrüßung
  2. Protokoll der letzten Mitgliederversammlung
  3. Tätigkeitsbericht des 1. Vorsitzenden
  4. Tätigkeitsbericht des Schatzmeisters
  5. Bericht der Kassenprüfer
  6. Entlastung der Vorstandschaft
  7. Neuwahlen Vorstand
    1. 1. Vorsitzender
    1. 2. Vorsitzender
    1. Schatzmeister
    1. Schriftführer
  8. Neuwahl der Kassenprüfer
  9. Wünsche und Anträge

Hierzu sind alle Mitglieder recht herzlich eingeladen.

Gez. Harry Schindler
1. Vorsitzender

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Schachclub Oberwinden 1957 e.V.
Mitgliederversammlung 2022

Am Samstag, 09. Juli 2022 findet um 20:00 Uhr im Clubheim der Sportfreunde Winden, Bruckmatten 1, 79297 Winden im Elztal die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung des Schachclub Oberwinden 1957 e.V. statt.

Hierzu sind alle aktiven und passiven Mitglieder ganz herzlich eingeladen.

Tagesordnung der Mitgliederversammlung

  1. Begrüßung
  2. Totenehrung
  3. Protokoll der letzten Mitgliederversammlung
  4. Tätigkeitsberichte der Vorstandsmitglieder
    a) 1. Vorsitzender
    b) 2. Vorsitzender
    c) Schriftführer
    d) alle Mannschaftsführer
    e) Jugendleiter
    f) Turnierleiter mit Siegerehrung
    g) Schatzmeister
  5. Bericht der Kassenprüfer
  6. Ehrungen
  7. Entlastung der Vorstandschaft
  8. Neuwahlen

    a)   1. Vorsitzender

b)   2. Vorsitzender

c)   Schatzmeister

d)   Schriftführer

e)   Turnierleiter

f)    Jugendleiter

g)   alle Mannschaftsführer

h)   zwei Kassenprüfer

  • Sonstiges

Gez. Michael Kammerer

1. Vorsitzender

Saisonabschluss der Ersten und Zweiten

Die erste Mannschaft wollte sich trotz des bereits feststehenden Abstiegs ordentlich aus der Verbandsliga verabschieden. Dies gelang durch einen 5,5:2,5 Sieg bei Brombach II. Man konnte dadurch die rote Laterne abgeben und sich um zwei Plätze auf Rang 8 verbessern. Es gewannen E. Reinhardt, M. Rösch, P. Germer, A. Lang und M. Novalic. Remis spielte M. Weber, während sich J. Diehl und M. Hess geschlagen geben mussten.

Die Zweite musste zum Klassenerhalt noch einen Mannschaftspunkt erreichen. Man verkaufte sich trotz nomineller Unterlegenheit ordentlich, musste sich jedoch am Ende 3:5 geschlagen geben. M. Trenkle spielt diese Saison sehr konstant und remisierte früh. Auch J. Alber am Spitzenbrett erreichte ein Remis, nachdem sich das Material doch sehr reduziert hatte. Der Gegner von J. Breitlgens erspielte sich einen Raumvorteil, den er dann auch in einen Sieg umwandelte. O. Burger konnte sich mit den schwarzen Steinen durchsetzen, während W. Scherer, T. Ruf und T. Becherer nicht ihren besten Tag erwischten und verloren. M. Wissler gelang in der längsten Partie des Tages ein Sieg, nachdem er sich in einem Springer-Bauern-Endspiel durchgesetzt hatte. Die Zweite steigt damit aus der Landesliga ab und startet in der nächsten Saison einen Neuanfang in der Bereichsliga.

Schachclub beim Elfer-Cup

Am Samstag war der Schachclub beim 4. Windener Elfer-Cup der Sportfreunde am Start.
Bei diesem Elfmeterschießen-Grümpelturnier traten 36 Teams in vier 9-er Vorrunden-Gruppen an. Dies bedeutete in der Vorrunde Elfmeterschießen mit jeweils 5 Schützen gegen die 8 Gruppengegner. Die ersten vier Teams jeder Gruppe qualifizierten sich dann für die Achtelfinals.
Für den SCO waren die Elfer-Schützen auf dem Bild am Start.

Nach den ersten fünf Begegnungen lautete die Bilanz: 3 Unentschieden und 2 Niederlagen. Durch einen Ausfall wurde der eher als Zuschauer anwesende A. Lang kurzerhand als Schütze verpflichtet. Alex zeigte sich als Glücksbringer und man konnte zwei Siege einfahren.
Damit hätte ein Sieg im letzten Vorrunden-Duell das Weiterkommen ins Achtelfinale bedeutet.
Leider kam man über ein Remis nicht hinaus, so dass man wie in den vergangenen Jahren in der Vorrunde ausschied. Trotzdem bedeutete dies das erfolgreichste Abschneiden des Schachclubs bei den Elfer-Cups.
Die erfolgreichsten Schützen waren M. Rösch mit 7 Treffern bei 8 Elfern und T. Becherer mit 6/8.
Auf ein Neues im nächsten Jahr.

Kuznietsov, Lang, Alber, Rösch, Torhüter Reich, Becherer, Wißler

Spontanblitzturnier am Trainingsabend

Am Trainingsabend entschied man sich spontan, ein Blitzturnier durchzuführen.
10 Teilnehmer waren bei einer Bedenkzeit von 3+2 am Start.

Die ersten Plätze gingen an S. Völker und M. Rösch mit 8/9 geteilte Erste
vor A. Lang 6,5/9, B. Banken 5,5/9, T. Becherer 5/9, J. Alber 4,5/9

Niederlage im Bezirksderby

Ein spannendes Duell in der Verbandsliga Süd versprach die Paarung Freiburg 1887 Zähringen gegen unsere Erste aus Oberwinden. Beide Teams konnten relativ stark aufstellen, beide benötigen auch die Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Sah es am Anfang noch recht vielversprechend für die Elztäler aus, kippten einige Partien nach und nach. Daniel Sonnenfeld konnte mit seinem 3 Sieg im dritten Spiel virtuell die 2200er Marke übertreffen. Gratuliere. Einen weiteren Sieg konnte unser Spitzenbrett Manu Reinhart erzielen. Zwei Remisen wurden durch Mario Rösch und Joachim Diehl erzielt. Bei Niederlagen von Phillip Germer, Jürgen Schulte, Alex Lang und Sebastian Völker wurde auch das Match mit 3:5 verloren.

In der Bezirksliga musste Oberwinden 3 nach Müllheim reisen und erzielte bei dem Team vom Markgräflerland ein Unentschieden. Hier gewannen Jens Alber und Felix Schindler. Remis spielten Martin Wissler, Martin Schneider und Markus Trenkle. Sich geschlagen geben mussten Thomas Ruf und Oli Burger.

Erster Saisonsieg für die Dritte

Andreas Wernet

Nachdem die Saison 2019/2020 im Juli 2021 endlich zu Ende gespielt werden konnte, schien eine gewisse Routine wieder einzukehren und die Saison 2021/22 ließ sich mit den ersten 3 termingerechten Spielen ja gut an. Leider trog der Schein und nun war wieder eine Pause zwischen November und März. Die Entscheidung mit der angesetzten 7. Runde weiterzuspielen und die ausgefallenen Runden 4 – 6 nachzuholen halte ich für am unkompliziertesten. Das dieser Wiederauftakt in die Zeit der steigenden Inzidenzzahlen und damit einer gefühlt beginnenden 6. Corona-Welle fiel, wurde zumindest bei unseren Heimspielen von einigen der anwesenden Spielern kritisch erwähnt.
Wie auch immer, die Einlasskontrollen waren unkompliziert, das Hygienekonzept wurde eingehalten und die Spiele fanden statt. Das nicht jeder Verein nach der relativ kurzfristen Wiederansetzung alle Spieler ans Brett brachte ist nachvollziehbar und so waren die jeweiligen Aufstellung schon sehr schwer vorhersagbar. Entsprechend fiel die Vorbereitung aus. Was bei einigen sprichwörtlich zu nehmen ist 😉


Die Mannschaftsergebnisse im Einzelnen:
 
Verbandsliga Süd:
Oberwinden I – Baden-Baden IV   3,5 : 4,5

 
Die erste Mannschaft brachte nicht alle Stammspieler ans Brett, was auch für Baden-Baden galt. So gab es vom DWZ-Durchschnitt her zwar einen leichten Vorteil für Baden-Baden, aber es war ein Kampf auf Augenhöhe. Mit Jürgen Schulte, Bernd Banken und Andreas Wernet spielte die Mittelachse von Brett 3 – 5 sehr sicher und es gab 3 Remis gegen jeweils stärkere Gegner. An Brett 7 ging die Partie relativ flott an Baden-Baden, so dass die restlichen Partien einem gefühlten Rückstand hinterher spielten. Leider kristallisierte sich immer mehr heraus, dass die Partien an Brett 8 und 1 nicht zu halten waren, während an den Brettern 2 und 6 Philipp Germer und Miralem Novalic sichere Siege einfuhren. Am Ende stand ein knappes 3,5 zu 4,5 aus Oberwindner Sicht. Mit einer ausstehenden Begegnung von Sasbach gegen Gottmadingen, belegt Oberwinden aktuell nach 4 Runden knapp den 6. Tabellenplatz. Für den Klassenerhalt müssen also noch Mannschaftspunkte gesammelt werden.


 
Landesliga Süd 1
Oberwinden II – Baden-Baden V + : –  kampfloser Sieg


Die Baden-Badener bekamen für die Auswärtsfahrt nach Oberwinden leider die Fünfte Mannschaft nicht ans Brett und so gewann unsere Zweite kampflos. Der erste Absteiger steht mit dem Rückzug von Lahr bereits fest. Nach dem Spieltag hat auch Baden-Baden V zurückgezogen und steht ebenfalls als Absteiger fest. In der nächsten Runde wäre Lahr der Gegner von Oberwinden II gewesen, so dass auch hier nochmal 2 kampflose Mannschaftspunkte hinzukommen. Um sicher die Klasse zu halten muss in den weiteren Runden noch am Brett gepunktet werden.
 
Bezirksklase Freiburg:
Oberwinden III – Schwarze Pumpe Freiburg II  4,5 : 2,5


Trotz einer nominellen Überlegenheit der Freiburger konnte Oberwinden hier einen wichtigen Sieg einfahren. Vor allem der Gewinn von Felix Schindler und das Remis von Markus Trenkle gegen jeweils deutlich stärkere Gegner sind hervorzuheben. Weitere Punkte brachten mit Siegen Martin Wissler und Mykyta Kuznietsov und mit Remis Juliane Breiltgens und Oliver Burger. Oberwinden 3 ist nach wie vor auf dem 9. Tabellenplatz und weitere Siege sollten folgen, wenn man die Klasse halten will.
 


Kreisklasse C
Oberwinden IV – Freiburg West VI  2 : 3


In dieser Runde spielte unsere Fünfte zum ersten Mal in dieser Saison alle Partien aus. Bisher gab es entweder kampflose Absagen oder ein Brett wurde freigelassen. Leider konnten die Bretter 3 – 5 den Gegnern nicht standhalten und so war man bereits mit 0:3 im Rückstand als Manuel Bergmann und Martin Schneider ihre Partien zum Punktgewinn führen konnten. Damit stand eine knappe 2:3 Niederlage zu Buche. Da Sölden III und Freiburg-Wiehre III ihre Mannschaften zurück gezogen haben, sollte die Klasse gehalten werden.

3. Spieltag unter 2G Bedingungen

Der 3. Spieltag der Verbandsrunde fand wegen Erreichens der Corona Alarmstufe unter 2G Bedingungen statt. Dadurch gab es in den verschiedenen Ligen Absagen oder Verlegungen von angesetzten Mannschaftspaarungen oder auch Teams, die nicht alle Bretter besetzen konnten. Beim SC Oberwinden kamen eher generelle Überschneidungen mit privaten, wie auch beruflichen Terminen oder auch Krankheit zum Tragen, die dazu führten, dass die Dritte Mannschaft abgesagt und die Zweite und Vierte Mannschaft mit einem Spieler/in weniger antreten musste.

Ohne 5 Stammspieler trat die Erste in der Verbandsliga die Reise nach Weil zur Ersten Mannschaft von Dreiländereck an. Mit einer bärenstarken Aufstellung zeigten die Weiler, dass sie die Niederlage ihrer Zweiten in der vergangenen Saison „egalisieren“ wollten. Das ist ihnen auch sehr eindrucksvoll gelungen. Mit 7:1 konnten sie die Elztäler schlagen. Wobei das Ergebnis auch der „ELO“-Erwartung entsprach. Im Schnitt war 3ländereck an jedem Brett mit über 300 Wertungspunkten besser aufgestellt. Aber nicht nur deswegen konnten keine heißen Stellungen aufs Brett kommen, denn gefühlt hatte es in der Spielhalle keine 15 Grad. Als „warmer Regen“ sind daher die erkämpften „halben“ Punktgewinne von Sebastian Völker gegen einen Zwodreier und von Jens Alber gegen einen 2000er zu bewerten. Auch die restlichen Spieler des SCO kämpften aufopferungsvoll und standen teilweise recht lange zumindest „unklar“. Am nächsten Spieltag steht ein weiteres Auswärtsspiel bei Dreisamtal an, sofern es die Pandemie zulässt. Am Spieltag zuvor gab es im Match Dreisamtal gegen 3ländereck zwei „Handy-Vorkommnisse“ bei denen zumindest eines bis heute nicht eindeutig aufgeklärt werden konnte.

Torsten:

Ohne echte Spitzenspieler für Landesliga-Verhältnisse trat die Zweite zu siebt in Hörden an.

Nach Prüfung des Impfstatusses ging es ans Werk. Corona-Abstände waren im „weiten Rund“ der  Flößerhalle Hörden eh kein Problem. Durch die Stuhlung mit dem einzelnem Brett in der Mitte von zwei Hallentischen, musste der ein oder andere sogar kurz Aufstehen, um Figuren auf des Gegners Grundreihe zu schlagen.

DWZ-seitig war man, wie erwartet, deutlich unterlegen, trotzdem wollte sich die Zweite so teuer wie möglich verkaufen, was auch mit letzendlich 2,5 Brettpunkten gelang. Martin Wißler, Thomas Ruf und Martin Schneider mussten sich leider geschlagen geben. Neuzugang Juliane Breiltgens spielt in ihrem ersten Jahr im Vereinsschach weiterhin sehr gut, am Ende setzte sich aber doch die Spielstärke und Erfahrung des Gegners durch.
Die Partie am Spitzenbrett von Torsten Becherer verflachte zusehens, so dass Remis die logische Konsequenz war. Mannschaftsführer Peter Pauk setzte mit seinen Leichtfiguren und der zusätzlichen besetzen offenen Turmlinie den Gegner mehr und mehr unter Druck und konnte einen vollen Punkt einfahren.

Die Partie des Tages spielte sicherlich Wolfgang „Fuchs“ Scherer nach kurzer Nacht. Es entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie, in der Wolfgangs Gegner mögliche Vorteile durch den ein oder anderen vielleicht zu passiven Zug nicht nutzte. So konnte Wolfgang zum überraschenden Bauernvormarsch im Zentrum ansetzen, was letztendlich zum Sieg führte. 

Bleibt zu hoffen, dass in den kommenden Runden die personelle Situation sich wieder etwas entspannt.

Die Vierte Mannschaft kam am dritten Spieltag in der C-Klasse beim Tabellenersten zu ihrem ersten Mannschaftspunkt. Michael Kammerer und Axel Blattmann konnten ihre Partien gewinnen. Neuzugang Mykyta Kuznietsov schaffte bei seinem ersten Einsatz ein Remis. Felix Schindler musste seinem Gegner gratulieren und das fünfte Brett blieb frei. Endstand 2,5:2,5.

Sommerlicher Herbst am Gardasee

Von Sebastian Völker:

Mitte Oktober (9. bis 17.10.) fand in Arco das traditionelle 43. Open International Città di Arco statt. Mit dabei waren dieses Jahr auch wieder zwei Spieler des Schachclub Oberwinden: Alexander Lang und Sebastian Völker. Ergänzt wurde unser südbadisches Ensemble durch den bestens bekannten FM Peter Dittmar, der ja lange Jahre als Spitzenspieler beim SCO am Brett war. Während Peter bereits zum festen „Inventar“ im Spielerfeld des Turniers zählt – er bringt es dort bereits auf über 20 Teilnahmen – schicken sich Alex und Basti mit ihrer jetzt dritten bzw. vierten Teilnahme erst an „Stammspieler“ zu werden. Das Turnier bietet alles, was sich der ambitionierte Schachspieler und Entspannung suchende Schachtourist im Spätjahr wünschen kann.

Arco ist eine hübsche Stadt mit ca.17.000 Einwohnern in der Provinz Trient. Hier, unweit vom Nordufer des Gardasees, herrscht ein besonders mildes Klima. Viel Sonne und angenehme Temperaturen sind darum stete Begleiter unserer Aufenthalte und vermitteln regelmässig das Gefühl, den Sommer noch etwas in die Länge ziehen zu können. Die Umgebung ist ideal für Ausflüge und Spaziergänge. Alex und ich schätzen sie aber auch für die vielfältigen Möglichkeiten sich dort auf dem Mountainbike austoben zu können. Sehr oft waren wir darum auch diesmal wieder vormittags im Sattel und dann – mehr oder weniger ausgeruht – nachmittags am Brett (Rundenbeginn ist in Arco um 15 Uhr).

Zu den Annehmlichkeiten eines Schachturniers in Italien zählen natürlich auch die kulinarischen Aspekte. Oft war es noch rasch ein frisches Stückchen Pizza vor der Partie, bevor es Abends gehaltvoller wurde. Denn die Halbpension im – sehr erschwinglichen – Hotel Olivo bot einen Viergänger, der keine Wünsche offen liess. 

Doch widmen wir uns nun den schachlichen Aspekten.

Das Schachfestival der Stadt Arco wurde in zwei Offenen Turnieren ausgetragen. Im A-Open, das über neun Runden nach Schweizer System gespielt wurde (und in dem wir am Start waren), beteiligten sich knapp 160 Spieler. Im B-Open spielten 30 Spieler acht Runden nach Schweizer System. Als Austragungsort diente wie immer der große Saal im Casino. Hier boten sich perfekte Spielbedingungen, auch und gerade unter den nach wie vor bestehenden coronabedingten Hygieneaspekten. So wurde bei jedem Spieler vor jeder(!) Runde die Körpertemperatur gecheckt und an den Brettern waren die Teilnehmer durch Plexiglasscheiben voneinander getrennt. Darüber hinaus bestand eine strikte Maskenpflicht am Brett und im gesamten Spielsaal. Leider umfasste das Regularium aber auch ein Verbot während oder nach der Partie an anderen Brettern zu kiebitzen. In der Praxis wurde dies vom Schiedsrichterteam jedoch dann mit wohltuender Grosszügigkeit gehandhabt.

Das Gros des Teilnehmerfeldes bestand aus starken Amateuren. Mit dem Letten Ilmars Starostits (ELO 2428) und der lebenden Schachlegende Oleg Romanishin (Ukraine, ELO 2419) waren zwei Großmeister unter den Teilnehmern zu finden. Insgesamt erreichte das Turnier in der Spitze nicht die Qualität mancher Vorjahre. Dies sorgte jedoch für einen um so spannenderen Kampf um die vorderen Platzierungen. Letztlich war es der italienische FM Bifulco (ELO 2314), der mit einem Schlussrundenremis gegen den besten deutschen Teilnehmer, IM Fank Zeller (ELO 2366), als Feinwertungsstärkster eines Fünferfeldes mit 7 Punkte aus 9 Partien als Sieger hervorging.

Und wie ist es uns ergangen?

Peter Dittmar spielte ein ordentliches Turnier. Er unterlag lediglich in Runde sieben mit Schwarz GM Romanischin und hatte es ansonsten einige Male mit hoffnungsvollen Nachwuchsspielern zu tun. Seine 6,5 Punkte hievten ihn letztlich auf Rang 10 und damit noch in die Preisränge. 

Wer weiss, was für Peter noch möglich gewesen wäre, wenn er in Runde zwei mit Weiss über ein Remis hinaus gekommen wäre? Aber in dieser Partie traf er auf Alex. Und unser MF1 spielte ein klasse Turnier! Alle wertungsschwächeren Gegner hatte er sicher im Griff und seine Bilanz von 3,5 aus 4 mit Schwarz waren überragend (den halben Punkt „verlor“ er ja wie erwähnt gegen Peter). Zugute kam Alex diesmal seine fast perfekte Vorbereitung auf den jeweiligen Gegner. So stürzte er seinen indischen Kontrahenten in Runde acht nahezu in die Verzweiflung, als bis zum 23. Zug (!) die gespielte Variante komplett der häuslichen Vorbereitung entsprach und Alex dann noch über nahezu die gesamte Bedenkzeit verfügte, während der Gegner mit verbleibenden 3 Minuten auf der Uhr entscheidend patzte und sodann konsterniert aufgab. Mit 5,5 Punkten erreichte Alex im Schlussklassement Rang 31 (Startrang 54). Er gewann 25 ELO-Punkte hinzu und hievt sich damit künftig wieder in den Kreis der 2000er!

Weniger gut lief es hingegen bei mir (Basti). Mit 5 Punkten und Schlussrang 65 (Startrang 36) bei einer Gegnerschaft durchweg unter 1900 liess ich 30 ELO-Punkte liegen. Ob es an der mangelnden Spielpraxis nach der Corona-Pause lag, wofür meine schlechte Zeiteinteilung sprach? Oder an den anspruchsvollen Biketouren am Vormittag? Ein, zwei Mal stand meinen Gegnern wohl auch das Stellungsglück zur Seite. Insgesamt aber ein bescheidener Auftritt meinerseits, der jedoch das Fazit der Schachwoche in Arco nicht entscheidend schmälert:

Eine tolle Woche mit einem tollen Turnier bei schönem Wetter, herrlichen Ausflügen und feinem Essen (die hervorragenden Weine des Trentino sollen an dieser Stelle auch nicht unerwähnt bleiben!). Kurzum: ein Wiedersehen im nächsten Jahr ist fest eingeplant. Dann gerne auch mit einer noch grösseren SCO-Delegation.