Dezember 2021
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Schachaufgabe

Archiv SCO

3. Spieltag unter 2G Bedingungen

Der 3. Spieltag der Verbandsrunde fand wegen Erreichens der Corona Alarmstufe unter 2G Bedingungen statt. Dadurch gab es in den verschiedenen Ligen Absagen oder Verlegungen von angesetzten Mannschaftspaarungen oder auch Teams, die nicht alle Bretter besetzen konnten. Beim SC Oberwinden kamen eher generelle Überschneidungen mit privaten, wie auch beruflichen Terminen oder auch Krankheit zum Tragen, die dazu führten, dass die Dritte Mannschaft abgesagt und die Zweite und Vierte Mannschaft mit einem Spieler/in weniger antreten musste.

Ohne 5 Stammspieler trat die Erste in der Verbandsliga die Reise nach Weil zur Ersten Mannschaft von Dreiländereck an. Mit einer bärenstarken Aufstellung zeigten die Weiler, dass sie die Niederlage ihrer Zweiten in der vergangenen Saison „egalisieren“ wollten. Das ist ihnen auch sehr eindrucksvoll gelungen. Mit 7:1 konnten sie die Elztäler schlagen. Wobei das Ergebnis auch der „ELO“-Erwartung entsprach. Im Schnitt war 3ländereck an jedem Brett mit über 300 Wertungspunkten besser aufgestellt. Aber nicht nur deswegen konnten keine heißen Stellungen aufs Brett kommen, denn gefühlt hatte es in der Spielhalle keine 15 Grad. Als „warmer Regen“ sind daher die erkämpften „halben“ Punktgewinne von Sebastian Völker gegen einen Zwodreier und von Jens Alber gegen einen 2000er zu bewerten. Auch die restlichen Spieler des SCO kämpften aufopferungsvoll und standen teilweise recht lange zumindest „unklar“. Am nächsten Spieltag steht ein weiteres Auswärtsspiel bei Dreisamtal an, sofern es die Pandemie zulässt. Am Spieltag zuvor gab es im Match Dreisamtal gegen 3ländereck zwei „Handy-Vorkommnisse“ bei denen zumindest eines bis heute nicht eindeutig aufgeklärt werden konnte.

Torsten:

Ohne echte Spitzenspieler für Landesliga-Verhältnisse trat die Zweite zu siebt in Hörden an.

Nach Prüfung des Impfstatusses ging es ans Werk. Corona-Abstände waren im „weiten Rund“ der  Flößerhalle Hörden eh kein Problem. Durch die Stuhlung mit dem einzelnem Brett in der Mitte von zwei Hallentischen, musste der ein oder andere sogar kurz Aufstehen, um Figuren auf des Gegners Grundreihe zu schlagen.

DWZ-seitig war man, wie erwartet, deutlich unterlegen, trotzdem wollte sich die Zweite so teuer wie möglich verkaufen, was auch mit letzendlich 2,5 Brettpunkten gelang. Martin Wißler, Thomas Ruf und Martin Schneider mussten sich leider geschlagen geben. Neuzugang Juliane Breiltgens spielt in ihrem ersten Jahr im Vereinsschach weiterhin sehr gut, am Ende setzte sich aber doch die Spielstärke und Erfahrung des Gegners durch.
Die Partie am Spitzenbrett von Torsten Becherer verflachte zusehens, so dass Remis die logische Konsequenz war. Mannschaftsführer Peter Pauk setzte mit seinen Leichtfiguren und der zusätzlichen besetzen offenen Turmlinie den Gegner mehr und mehr unter Druck und konnte einen vollen Punkt einfahren.

Die Partie des Tages spielte sicherlich Wolfgang „Fuchs“ Scherer nach kurzer Nacht. Es entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie, in der Wolfgangs Gegner mögliche Vorteile durch den ein oder anderen vielleicht zu passiven Zug nicht nutzte. So konnte Wolfgang zum überraschenden Bauernvormarsch im Zentrum ansetzen, was letztendlich zum Sieg führte. 

Bleibt zu hoffen, dass in den kommenden Runden die personelle Situation sich wieder etwas entspannt.

Die Vierte Mannschaft kam am dritten Spieltag in der C-Klasse beim Tabellenersten zu ihrem ersten Mannschaftspunkt. Michael Kammerer und Axel Blattmann konnten ihre Partien gewinnen. Neuzugang Mykyta Kuznietsov schaffte bei seinem ersten Einsatz ein Remis. Felix Schindler musste seinem Gegner gratulieren und das fünfte Brett blieb frei. Endstand 2,5:2,5.

Sommerlicher Herbst am Gardasee

Von Sebastian Völker:

Mitte Oktober (9. bis 17.10.) fand in Arco das traditionelle 43. Open International Città di Arco statt. Mit dabei waren dieses Jahr auch wieder zwei Spieler des Schachclub Oberwinden: Alexander Lang und Sebastian Völker. Ergänzt wurde unser südbadisches Ensemble durch den bestens bekannten FM Peter Dittmar, der ja lange Jahre als Spitzenspieler beim SCO am Brett war. Während Peter bereits zum festen „Inventar“ im Spielerfeld des Turniers zählt – er bringt es dort bereits auf über 20 Teilnahmen – schicken sich Alex und Basti mit ihrer jetzt dritten bzw. vierten Teilnahme erst an „Stammspieler“ zu werden. Das Turnier bietet alles, was sich der ambitionierte Schachspieler und Entspannung suchende Schachtourist im Spätjahr wünschen kann.

Arco ist eine hübsche Stadt mit ca.17.000 Einwohnern in der Provinz Trient. Hier, unweit vom Nordufer des Gardasees, herrscht ein besonders mildes Klima. Viel Sonne und angenehme Temperaturen sind darum stete Begleiter unserer Aufenthalte und vermitteln regelmässig das Gefühl, den Sommer noch etwas in die Länge ziehen zu können. Die Umgebung ist ideal für Ausflüge und Spaziergänge. Alex und ich schätzen sie aber auch für die vielfältigen Möglichkeiten sich dort auf dem Mountainbike austoben zu können. Sehr oft waren wir darum auch diesmal wieder vormittags im Sattel und dann – mehr oder weniger ausgeruht – nachmittags am Brett (Rundenbeginn ist in Arco um 15 Uhr).

Zu den Annehmlichkeiten eines Schachturniers in Italien zählen natürlich auch die kulinarischen Aspekte. Oft war es noch rasch ein frisches Stückchen Pizza vor der Partie, bevor es Abends gehaltvoller wurde. Denn die Halbpension im – sehr erschwinglichen – Hotel Olivo bot einen Viergänger, der keine Wünsche offen liess. 

Doch widmen wir uns nun den schachlichen Aspekten.

Das Schachfestival der Stadt Arco wurde in zwei Offenen Turnieren ausgetragen. Im A-Open, das über neun Runden nach Schweizer System gespielt wurde (und in dem wir am Start waren), beteiligten sich knapp 160 Spieler. Im B-Open spielten 30 Spieler acht Runden nach Schweizer System. Als Austragungsort diente wie immer der große Saal im Casino. Hier boten sich perfekte Spielbedingungen, auch und gerade unter den nach wie vor bestehenden coronabedingten Hygieneaspekten. So wurde bei jedem Spieler vor jeder(!) Runde die Körpertemperatur gecheckt und an den Brettern waren die Teilnehmer durch Plexiglasscheiben voneinander getrennt. Darüber hinaus bestand eine strikte Maskenpflicht am Brett und im gesamten Spielsaal. Leider umfasste das Regularium aber auch ein Verbot während oder nach der Partie an anderen Brettern zu kiebitzen. In der Praxis wurde dies vom Schiedsrichterteam jedoch dann mit wohltuender Grosszügigkeit gehandhabt.

Das Gros des Teilnehmerfeldes bestand aus starken Amateuren. Mit dem Letten Ilmars Starostits (ELO 2428) und der lebenden Schachlegende Oleg Romanishin (Ukraine, ELO 2419) waren zwei Großmeister unter den Teilnehmern zu finden. Insgesamt erreichte das Turnier in der Spitze nicht die Qualität mancher Vorjahre. Dies sorgte jedoch für einen um so spannenderen Kampf um die vorderen Platzierungen. Letztlich war es der italienische FM Bifulco (ELO 2314), der mit einem Schlussrundenremis gegen den besten deutschen Teilnehmer, IM Fank Zeller (ELO 2366), als Feinwertungsstärkster eines Fünferfeldes mit 7 Punkte aus 9 Partien als Sieger hervorging.

Und wie ist es uns ergangen?

Peter Dittmar spielte ein ordentliches Turnier. Er unterlag lediglich in Runde sieben mit Schwarz GM Romanischin und hatte es ansonsten einige Male mit hoffnungsvollen Nachwuchsspielern zu tun. Seine 6,5 Punkte hievten ihn letztlich auf Rang 10 und damit noch in die Preisränge. 

Wer weiss, was für Peter noch möglich gewesen wäre, wenn er in Runde zwei mit Weiss über ein Remis hinaus gekommen wäre? Aber in dieser Partie traf er auf Alex. Und unser MF1 spielte ein klasse Turnier! Alle wertungsschwächeren Gegner hatte er sicher im Griff und seine Bilanz von 3,5 aus 4 mit Schwarz waren überragend (den halben Punkt „verlor“ er ja wie erwähnt gegen Peter). Zugute kam Alex diesmal seine fast perfekte Vorbereitung auf den jeweiligen Gegner. So stürzte er seinen indischen Kontrahenten in Runde acht nahezu in die Verzweiflung, als bis zum 23. Zug (!) die gespielte Variante komplett der häuslichen Vorbereitung entsprach und Alex dann noch über nahezu die gesamte Bedenkzeit verfügte, während der Gegner mit verbleibenden 3 Minuten auf der Uhr entscheidend patzte und sodann konsterniert aufgab. Mit 5,5 Punkten erreichte Alex im Schlussklassement Rang 31 (Startrang 54). Er gewann 25 ELO-Punkte hinzu und hievt sich damit künftig wieder in den Kreis der 2000er!

Weniger gut lief es hingegen bei mir (Basti). Mit 5 Punkten und Schlussrang 65 (Startrang 36) bei einer Gegnerschaft durchweg unter 1900 liess ich 30 ELO-Punkte liegen. Ob es an der mangelnden Spielpraxis nach der Corona-Pause lag, wofür meine schlechte Zeiteinteilung sprach? Oder an den anspruchsvollen Biketouren am Vormittag? Ein, zwei Mal stand meinen Gegnern wohl auch das Stellungsglück zur Seite. Insgesamt aber ein bescheidener Auftritt meinerseits, der jedoch das Fazit der Schachwoche in Arco nicht entscheidend schmälert:

Eine tolle Woche mit einem tollen Turnier bei schönem Wetter, herrlichen Ausflügen und feinem Essen (die hervorragenden Weine des Trentino sollen an dieser Stelle auch nicht unerwähnt bleiben!). Kurzum: ein Wiedersehen im nächsten Jahr ist fest eingeplant. Dann gerne auch mit einer noch grösseren SCO-Delegation.

Remis gegen Oberliga-Absteiger

Mit einem 4:4 endete das Match am 2. Spieltag der Verbandsliga Süd zwischen dem SCO und dem Oberliga-Absteiger aus Sasbach. Obwohl Oberwinden auf dem Papier mit durchschnittlich fast 130 Wertungspunkte schlechter eingeschätzt wurde, konnte sich Sasbach glücklich schätzen über das Unentschieden. Im Vorfeld hätten sich die Oberwindener Recken über ein Mannschaftsremis gegen den Favoriten gefreut, der Spielverlauf lies zwischendurch auf mehr hoffen.

Als erstes wurde die Partie an Brett 5 zwischen Alex Lang und Eckart Plaul beendet. Nachdem der Oberwindener Captain mit Schwarz ausgleichen konnte, bot der Sasbacher Remis an, was den ersten halben Brettpunkt für Oberwinden bedeutete. Kurz darauf signalisierte Martin Heß an Brett 6 einen Sieg. Obwohl nach einer wilden Eröffnung deutlich im Nachteil fand der Gegner nicht die richtige Fortsetzung und Martin kam in Vorteil, was er auch sicher zum Sieg verwandelte.

Am Brett 4 folgte Jürgen Schulte, der gegen seinen deutlich stärkeren Gegner mit Weiß ein sicheres Remis beisteuerte. Andi Wernet an Brett 7 hatte sich eine deutlich gewonnene Stellung erarbeitet, traute sich dann leider nicht zu opfern. Eine weitere Unachtsamkeit gab dem Gegner die Chance sich nicht nur aus der schwierigen Lage zu befreien, sondern in ein vorteilhaftes Endspiel abzuwickeln. Im richtigen Moment bot Andi dem Gegner Remis an, was dieser auch, vermutlich noch unter dem Eindruck, dass er relative lange schlecht, sogar auf Verlust stand, annahm. Auch in seinem dritten Einsatz in der Ersten blieb Wolfgang Scherer ungeschlagen, bestätigte seine Nominierung und konnte sicher ein Remis erreichen.

Beim Stande von 3:2 für Oberwinden liefen noch die Partien an den ersten 3 Brettern. An Brett 2 hatte es Daniel Sonnenfeld mit dem starken FM Thilo Ehmann zu tun. Dieser machte es Daniel anfangs leicht indem er Bauern hinstellte, die Daniel alle einsammelte. Als er dann einen Läufer opferte und zu einem überraschenden doppelten Turmopfer ansetzte, schaute Daniel noch mal tiefer in die Stellung rein und wickelte problemlos zum 4:2 für Oberwinden ab. In der Zwischenzeit fiel Phillip Germer leider einem kleinen taktischen Trick seines Gegners zum Opfer und verlor seine Partie in der er bis dahin keinerlei Probleme hatte. Nun lag es noch an FM Manu Reinhart an Brett 1 ob Oberwinden einen Sieg oder „lediglich“ ein Remis feiern dürfte. Leider hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits eine schwierige Stellung mit einer Qualität weniger zu verwalten. Die Umsetzung fiel dem Gegner nicht sehr schwer was zum 4:4 Endstand führte.

Die Zweite Mannschaft konnte in der Landesliga gegen die Schachfreunde aus Vimbuch ebenfalls ein Mannschaftsremis sichern. Für den Liga-Neuling aus dem Elztal waren es die ersten Punkte. Miralem Novalic, Jens Alber, Martin Wissler und Mannschaftsführer Peter Pauk sicherten durch Siege den Mannschaftspunkt

In der Dritten fehlten viele Stammkräfte, so dass man genötigt war die Vierte Mannschaft abzusagen. Für unsere Jugendlichen Johannes Wehrbein und Felix Schindler ist die Bezirksklasse, selbst an den hinteren Brettern, noch etwas zu stark. Gegen deutlich überlegene (nicht nur an Erfahrung) Bad Krozinger verlor man mit 1:6. An Brett 1 konnte Markus Wernet gegen unseren früheren Vereinskollegen Markus Fink Remis spielen. Überraschend einen halben Punkt konnte Juliane Breiltgens holen. In ihrer zweiten Turnierpartie konnte sie gegen den erfahrenen Matthias Pfefferle eine leicht bessere Stellung erreichen, so dass der Ex-Münstertäler ein Remis anbot.

Kantersieg zum Saisonauftakt

Daniel Sonnenfeld:

Am 10.10.21 war der Startschuss für die neue Saison der Verbandliga Süd. Erneut ging es in der ersten Runde zum Auswärtsspiel nach Konstanz. Der weite Anfahrtsweg ist besonders ist für alle etwas anstrengend, in diesem Fall waren Martin Hess und Jürgen Schulte als Fahren besonders betroffen. Vielen Dank für euren Einsatz.

Pünktlich in Konstanz angekommen erwartete uns eine kleine Überraschung. Konstanz trat mit einer Mannschaftsaufstellung an die wohl in der Partievorbereitung (falls durchgeführt) so von niemanden zu erwarten war.

Die Bretter wurden freigegeben und mit einem deutlichen Wertzahl plus an den ersten 5 Bretten begann also die aktuelle Spielsaison.

Bei meinem ersten „Rundgang“ als Ersatzmannschaftsführer nach ca. .20min. sah es bereits vielversprechend aus. Bernd Banken erreichte einen Stellungstyp in dem sein Gegner bereits das Recht auf Rochade aufgeben musste und er sicherte sich das Läuferpaar. Mario Rösch an Brett 1 hatte einen extrem flexiblen Aufbau gewählt und war bereits dabei sich nicht unerheblichen Raumvorteil zu sicher.

Alle weiteren Bretter zeigten laut meinem Schachverständniss ausgeglichene Stellungsbilder.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Martin Hess setzte seinen Gegner in gewohnt Angriffs – und Gambit lustiger weise stark unter Druck und konnte mit den schwarzen Steinen eine schöne Partie zum ersten vollen Punkt abwickeln.

Der zweite volle Punkt gelang Daniel Sonnenfeld in einer ungewollt scharf angelegten Partie. Zeitgleich stimmte Jens Alber in einem absolut ausgeglichenem Stellungstyp der Punkteteilung zu.

Zwischenstand 2,5 – 0,5 und an den Brettern von Bernd Banken, Philipp Germer und Mario Rösch sah es weiterhin vielversprechend aus. Jürgen Schulte und Wolfgang (Fuchs) Scherer nach meinem Ermessen ausgeglichene Stellungen auf dem Brett.

So kam es für mich nicht unerwartet dass sowohl Philipp Germer als auch Bernd Banken ihre Partien sicher zum vollen Punkt abwickelten.

Wolfgang Scherer gab seine Partie remis und meinte in den anschließenden Gesprächen zu Partie er habe sogar durch einen ungenauen Zug die Möglichkeit auf Sieg zu spielen verpasst. Dass zeigt einerseits den vorhandenen Ehrgeiz und untermauert die positive Entwicklung  aller  Spieler der zweiten Mannschaft (Martin Hess, Jens Alber und Wolfgang Scherer) nehmen.

Etwas Situations / Schachkomik gab es an Brett 1 zu sehen. Der Gegner von Mario Rösch ließ sich 2 mal in bereits verlorener Stellung durch den exakt selben  „Trick“ Material abnehmen.

Er nahm es bereits am Brett mit Humor, und folglich war der Sieg an Brett 1 wenige Züge später eingetütet. Nun hieß es bei der letztlich verbliebenen Partie von Jürgen Schulte Geduld zu üben.

In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie schaffte es Jürgen sich entscheidenden Vorteil zu erspielen, und da sein Gegner in hoffnungsloser Stellung nicht direkt bereit war die Partie aufzugeben verzögerte sich die Abfahrt in Richtung Heimat um 45min.

Am Ende steht ein toller 1-7 Auswärtssieg durch eine homogene Mannschaftsleistung.

Eine Niederlage zum Saisonbeginn musste unsere Dritte verdauen. Gegen Starke Merzhausener verlor man mit 4,5:2,5

Die Zweite und die Vierte Mannschaft musste mangels zur Verfügung stehender Spieler leider abgesagt werden.

Hand & Brain mit FM Lara Schulze und Mario Rösch

Es ist soweit, nun werde auch ich unter die Welt der Schach-Streamer gehen, wer hätte das gedacht!

Mich ereilt die Ehre, mit niemand geringerem als FM Lara Schulze zu streamen, der frisch gebackenen Europameisterin U20w. Auf dem Programm steht der inzwischen bekannte Modus Head & Brain. Hier darf das Publikum uns auf Lichess herausfordern. Dabei muss einer von uns immer eine Figur nennen, mit welcher der andere ziehen muss. Der Gaudi kommt dabei sicher nicht zu kurz. Ich freue mich schon auf eine große Zuschauerfraktion aus Südbaden 😉 Los gehts am Samstag, den 23.10.2021 um 20.30 Uhr. Den Link zum Stream findet ihr unten:

https://www.twitch.tv/frauenschachexperten/schedule?segmentID=0cc385f9-5d40-4dc7-871f-1d7a70a92362

Wie könnt ihr uns herausfordern? Einfach auf folgenden Link gehen: https://lichess.org/@/Schlumpfine

Stellt dabei eine Bedenkzeit von z.B. 5+5 ein (5 min + 5 sek/Zug) und los gehts 😉

Euch allen eine schöne Restwoche und Wochenede und wie immer, viele Elopunkte für den SCO!

DWZ-Bretterschnitt

Die Saison 2019/20 oder müsste man besser sagen 2019/21 wird noch lange als die Corona-Saison in Erinnerung bleiben. Während die ersten sieben Runden (bis März 2020) noch wie geplant gespielt wurden, gab es für die Runden 8 und 9 Corona-bedingt sehr unterschiedliche Regelungen. So wurde von der Oberliga bis zur Bereichsliga diese beiden Runden im Juli beziehungsweise August 2021 gespielt. Im Bezirk Freiburg wurden die Bezirks- und Kreisklassen nicht mehr gespielt und die Tabelle nach der 7. Runde bildete den Stand für die Auf- und Abstiege ab.

Anbei wieder die Auswertung der DWZ-Schnitte an den einzelnen Brettern,, wie immer ohne Gewähr. Während die Oberliga im Vergleich zum Vorjahr etwas stärker wurde, gingen die DWZ-Durchschnitte in der Verbands- und Landesliga leicht zurück. Die Bereichsliga und die Kreisklassen im Bezirk Freiburg zeigen ein gemischtes Bild und die Bezirksklasse Freiburg wurde stärker.

Was bedeutet das für die neue Saison für den SCO?

Das hängt natürlich von der eigenen Aufstellung und der Aufstellung der Gegner ab, aber eine aktive Beteilung und hohe Einsatzfreude der einzelnen Spieler sind sicher von Vorteil. In diesem Sinne ran an die Bretter.

Remis gegen deutschen Vizemeister

Im Badischen Mannschaftspokal bekamen wir Viertelfinale den deutschen Vizemeister SC Viernheim zugelost. Dass die Elztäler von den Südhessen ernst genommen wurden, zeigte sich im Team das sie in Winden an den Bretter stellten. Mit GM Sergey Fedorchuk (ehemaliger Jugendeuropameister), Elo 2608, Nr. 230 der Welt, GM Ilja Zaragatsky ELO 2522, IM Günther Beikert ELO 2394 und dem Manager des Bundesligateams und Oberligaspielers Stefan Martin ELO 2126 war der Gast haushoch im Schnitt mit über 400 Elopunkten überlegen.

Die Partien waren lange an allen Brettern im Gleichgewicht. Alex Lang hatte an Brett 4 keine Schwierigkeiten mit den schwarzen Steinen auszugleichen und dem Gegner Probleme zu stellen. Dieser fand leider nicht die besten Züge und gab nach dem 26. Zug auf. Damit hatte Oberwinden die gewünschte Situation erreicht, dass man einen Punkt hat und damit den Favoriten unter Druck setzte.

Peter Pauk gab in der Englischen Eröffnung einen Bauern und versuchte Gegenspiel zu erlangen. Nach einigem Figurentausch behielt er Turm und Springer gegen Turm und Läufer. Um den 40. Zug herum war die Stellung ausgeglichen so dass Peter Remis anbot was der Gegner allerdings ablehnte. In der Folge konnte der Viernheimer ungenaue Züge des Weißen ausnutzen und den Ausgleich für Viernheim erzielen.

Am zweiten Brett hatte es Jürgen Schulte mit Ilja Zaragatski zu tun, der auch für Trainingsvideos bei Chess 24 wie auch als Kommentator von verschiedenen Übertragungen bekannt ist. Auch Jürgen stand lange auf Ausgleich. Letzten Endes musste aber auch er die Stärke des Gegners anerkennen und dem Gegner den Punkt überlassen.

Am ersten Brett hatte Mario Rösch einen hervorragenden Tag und konnte in einem Franzosen eine als eher ungenau geltende Variante aufs Brett bringen. Als GM Fedorchuk die Eliminierung von Marios Läuferpaar auslies, nutzte Mario die Chance und verbesserte seine Stellung Zug um Zug. Einzelne Fallen die ihm gestellt wurden, konnte er umschiffen um dann in ein Endspiel erst mit einem, dann mit zwei und zuletzt mit drei Mehrbauern zu gelangen. Nachdem auch der letzte verzweifelte Versuch die Partie zu retten der ehemaligen Nr. 51 der Welt misslang, gab er auf. Mario hat damit zum ersten Mal einen 2600er GM geschlagen was in der Geschichte des Schachclub Oberwinden einmalig ist.

Mit dem 2:2 und ausgeglichener Berliner Wertung musste ein Stechen im Blitz mit vertauschten Farben erfolgen. In dem Stechen spielte der Bundesligist seine Stärken aus und gewann glatt mit 0:4.

Den Bericht aus Viernheim findet ihr hier: https://www.schachclub-viernheim.de/

Nachfolgend noch die glänzende Partie von Mario:

https://share.chessbase.com/SharedGames/share/?p=CkshfMJGjKKk4FlDQm1HhB43X+5udXIcRzFi/SUQWGzOeJyxG50cbUvfastz8wMt

Meister in der Bereichsliga

Die Zweite des SCO machte am letzten Spieltag alles klar. Mit einem 4:4 gegen die Schachfreunde aus Zell wurde eine großartige Saison trotz stärkster Konkurrenz mit dem Meistertitel gekrönt. Herzlichen Glückwunsch an Peter Pauk und sein Team.

Auch die Erste konnte am letzten Spieltag ein Sieg gegen den Favoriten aus Gottmadingen feiern. Die Gottmadinger sind stark angetreten und wollten ihr Chance auf die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Oberliga wahren. Da zeitgleich der Tabellenführende aus Kuppenheim gegen Baden-Baden 4 zu spielen hatte und dieses Spiel deutlich verloren, hätte Gottmadingen bereits ein Unentschieden gereicht. Das der SCO die Punkte aber nicht einfach so den Gottmadingern überlassen wollte, wurde bereits bei der Begrüßung klargestellt.

Stark spielten an diesem Tag Daniel Sonnenfeld, Philip Germer, Jürgen Schulte und Alex Lang die ihre Partien gewinnen konnten. Das zum 4,5:3,5 reichende Remis steuerte Wolfgang Scherer bei seinem ersten Einsatz in der Ersten bei. Die Punkte dem Gegner überlassen mussten Mario Rösch, Joachim Diehl und Andi Wernet.

Im Nachhinein hätte das Spitzenteam aus Oberwinden mit einem Sieg mehr in dieser Saison selbst an der Spitze der Verbandsliga stehen können. So konnte Kuppenheim die Meisterschaft und den Aufstieg in die Oberliga feiern und sendet eine Dankesmail ins Elztal.

Mit dem Klassenerhalt in der Bezirksklasse für die Dritte und der Vierten in der C-Klasse geht eine fast 2 Jahre dauernde Saison für die SCO Teams erfolgreich zu Ende.

Wir hoffen alle, dass die neue Saison möglichst „Barrierefrei“ starten und wie gewohnt über die Bühne gehen kann. Dabei hoffen wir, alle unsere Schachfreunde aus Oberwinden aber auch aller Vereine wieder am Brett sehen zu können.

Die Schachsaison 2019/20 geht weiter

14 Monate nach dem vorherigen Spieltag wurde am Sonntag die Verbandsrunde 2019/20 mit der 8. Runde fortgesetzt. Allerdings nur für die Ligen des Badischen Schachverbandes, also von der Bereichs- bis zur Oberliga. Für den Schachbezirk Freiburg haben die Vereine mit 18 zu 4 Stimmen entschieden, dass die Saison nicht mehr fortgesetzt wird und mit dem Stand nach dem 7. Spieltag beendet wird.

Viele Schachspieler haben die Pandemie mit online Schach überbrückt und teilweise tausende Partien gespielt. Unter anderem waren die SCO Spieler zusammen mit den Freunden des schweizerischen Vereins Bubenberg in der Quarantäne-Liga präsent und schafften es sogar bis in die 3. Liga. Aktuell spielt man in der 6. Liga.

Die erste musste in der Verbandsliga am 8. Spieltag in Baden-Baden gegen deren Fünfte antreten. Um nicht in den Abstiegsstrudel zu gelangen musste man unbedingt gewinnen. Erschwert wurde dies dadurch, dass deren Vierte, die ebenfalls in der Verbandsliga spielt, ihr Match gegen Dreiländereck, Mitkonkurrent um den Klassenerhalt, kampflos abgaben. Die vielen kampflosen Matches in den Badischen Ligen zeigen, dass nicht alle bereit sind wieder ans Brett zurück zu kehren, oder aber momentan nicht verfügbar sind. Dadurch wird es in vielen Ligen zu Verzerrungen kommen, so dass manche zum Schluß kommen könnten, dass es vielleicht besser gewesen wäre, wie in anderen Sportarten, die Runde abzubrechen und stattdessen neu zu starten.

Gespielt wurde in Baden Baden im LA8, allerdings dieses Mal im sehr schönen Kristallsaal, in dem normalerweise der mehrfache deutsche Meister seine Heimspiele austrägt. Die Aufstellung versprach gute Chancen für unsere Spieler. Aber schon nach kurzer Zeit tendierten die Stellungen an manchen Brettern zum Vorteil für unsere Gegner. Andi Wernet hatte früh einen Springer gegeben, Martin Hess musste gegen einen gut eingestellten Gegner kämpfen und Philip Germer hatte, aus Sicht des MF, eine typische aber schräge Stellung mit relativ offenem König. Martin musste sich der gegnerischen Vorbereitung beugen und verlor. Philipp konnte einen Angriff aufziehen und seine Partie gewinnen. Auch Andi nutzte geschickt seine Figuren um dem Gegner im Königsangriff immer neue Aufgaben zu stellen, die dieser nicht mehr lösen konnte.

Bei einer 2:1 zu Führung, mit Vorteilen bei Manu Reinhart und Joachim Diehl, gaben Alex Lang und Jürgen Schulte ihre Partien Remis. Manu und Jo führten ihre Partien dann auch sicher zum vollen Punkt, was den Mannschaftssieg bedeutete. Mario Rösch hatte zu dieser Zeit ein Endspiel mit Minusbauer zu verwalten, doch das eingehende Training der Dvoretsky Endspiel Universität hat ihm das Remis und uns einen 5,5:2,5 Sieg beschert.

Obwohl die Erste den 5. Tabellenplatz einnimmt ist am letzten Spieltag ein Mannschaftsremis notwendig um aus eigener Kraft gesichert zu sein. Gegen Gottmadingen wird es schwer werden, zumal Gottmadingen noch Chancen hat Kuppenheim abzufangen und selbst Meister der Verbandsliga zu werden.

Oberwinden Zwei hätte in der Bereichsliga gegen Denzlingen zum Spitzenspieler antreten sollen. Da Denzlingen kein Spiellokal zur Verfügung stand, mussten diese absagen und Oberwinden kampflos die Punkte überlassen. Mit 2 Mannschafts- und 3,5 Brettpunkten Vorsprung führt SCO 2 die Bereichsliga an und hat sehr gute Chancen am letzten Spieltag die Führung zu behaupten.

Die Dritte Mannschaft beendet die abgebrochenen Saison auf dem 8. Tabellenplatz der Bezirksliga.

In der C-Klasse beendet die Vierte Mannschaft die Saison auf dem 7. Platz.

Neustart Trainingsabend ab 06.07.2021

Nach langen Zeiten des Verzichts, nach endloser Enthaltsamkeit,

ist Dienstag wieder Tag des Glücks und endlich ist es jetzt soweit,

im Clubheim trifft man sich um acht, die Könner und die Klötzchenschieber,

komm auch du und sei dabei und scherze, lache, spiele wieder.