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Schachaufgabe

Archiv SCO

Vereinsmeister-Simultan: knapper Sieg für Simon Klotz

Traditionell veranstaltet der Schachclub Oberwinden zum Auftakt der neuen Saison ein Simultan für den amtierenden Vereinsmeister. Eine Gelegenheit für diesen sich in der für Schachspieler eher seltenen Disziplin Simultan zu üben und für die Teilnehmenden die Gelegenheit nach der Sommerpause die eventuell eingerosteten Zellen zu aktivieren.

Was ist überhaupt ein Simultan? Frei nach Fremdwort.de: Das Simultanschach ist eine Form des Schachspiels, bei dem ein Spieler (Simultanspieler) gleichzeitig gegen mehrere Gegner (Simultangegner) antritt.

Sinn und Spielgedanke: Simultanspiele geben Spielern mit geringen oder mittleren Kenntnissen und Fähigkeiten die Möglichkeit, gegen Spieler mit hoher oder sehr hoher Spielstärke anzutreten. Dabei erhöhen sich für die Simultangegner, die im Spiel 1:1 gegen einen solchen Spieler chancenlos wären, durch die längere Bedenkzeit und die Konzentration auf nur ein Spiel die Erfolgsaussichten. Der Simultanspieler muss nicht nur mehrere Spiele alternierend überblicken, sondern auch schneller reagieren. Er läuft von Brett zu Brett und setzt seine Züge, während seine Kontrahenten Zeit haben zu überlegen, bis der Simultanspieler wieder vor seinem Brett auftaucht. Dann muss er allerdings sofort ziehen.

Im Falle des Schachclubs Oberwinden bedeutet dies der Vereinsmeister ist der Simultanspieler, sprich der ‚Spieler mit sehr hoher Spielstärke‘. Dies hat er ja durch den Gewinn der Vereinsmeisterschaft bewiesen. Die Simultangegner, also die Spieler mit geringen oder mittleren Kenntnissen, sind hier etwas frei interpretiert und Simon Klotz als Vereinsmeister hat es teilweise mit sehr starken Gegnern zu tun bekommen. So waren allein 3 Gegner aus der ersten Mannschaft des SCO am Start. Umso beachtlicher ist das Ergebnis von 4,5 Punkten von 8 möglichen für Simon.

Durch Simons aktive Spielweise kamen in vielen Partien starke Angriffe und interessante Opfer aufs Brett, so dass es für alle ein superspannender Abend wurde. Mit „alle“ ist hier auch ausdrücklich die hohe Zahl der Zuschauer gemeint. In Summe tummelten sich alleine vom Schachclub knapp 10 weitere potentielle Spieler um die Bretter. Interessant war auch, dass der Spieler, der am längsten noch alle Figuren auf dem Brett hatte und dies auch des Öfteren lautstark verkündete, kurz nach dem Schlagen der ersten Figuren aufgeben musste. Also ein untrügliches Zeichen, dass der Verbleib von Figuren auf dem Brett nicht zwangsläufig auf die Güte der Stellung schließen lässt 😉

Ein Dank an alle Spieler, die sich dem Wettkampf stellten und damit für eine schöne Simultan-Atmosphäre sorgten und ein besonderer Dank an Simon, der an dem Abend sicherlich den anstrengendsten Part hatte.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Andreas Wernet

Andreas Wernet

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