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Schachaufgabe

Archiv SCO

SC Stechmücken Oberwinden?

Die Überschrift lässt ja schon fast erahnen, dass es sich um die Frage der Ergänzung des Vereinsnamens Schachclub Oberwinden (SCO) mit einem tierischen Zusatz handelt. Warum sollte man das tun? Nun zuerst einmal spielt das liebe Geld eine wichtige Rolle. Durch einen tierischen Beinamen, wie ihn beispielsweise die Kölner Haie tragen, lassen sich Einnahmen über den Verkauf von Maskottchen erzielen. Des Weiteren stärkt es natürlich das Gemeinschaftsgefühl, sorgt für eine höhere Identifikation mit dem Verein und, je nach Wahl des Tieres, auch für Angst und Schrecken beim Gegner.

Wahrscheinlich frägt sich der eine oder andere jetzt gerade woher kommt das denn? Natürlich aus dem englischsprachigen Raum und den Profiligen der USA, einer Nation, die immer wieder mit lustigen Ideen, gerade auch zur Zeit, auf sich aufmerksam macht. In den dortigen Sportligen ist es schon seit langer Zeit üblich, mit Tieren eine höhere Wiedererkennung, stärkere Vereinsbindung und natürlich auch Geld zu kreieren. Über das Eishockey ist dies auch nach Deutschland geschwappt und tatsächlich gibt es auch schon erste Ligen im Schach, die sich die Vorteile eines Maskottchen tauglichen Vereinsnamens zu eigen machen. So gibt es in der von Chess Com gegründeten Pro League bereits die „Armenia Eagles“, „London Lions“, „Australian Kangaroos“ und, was mich zu den Stechmücken inspirierte, die „Amsterdam Mosquitoes“.

Nun ja, sollte man mit Schach nicht intelligente Tiere verbinden? Die 10 intelligentesten Tiere nach galileo.tv sind ja bekanntlich Delphin, Affe, Rabe, Tintenfisch, Wal, Elefant, Ameise, Graupapagei, Waschbär und Portia. Letzteres dürfte eher unbekannt sein. Es handelt sich hier um eine Spinnenart, die sich immer wieder neue Jagdtechniken ausdenkt, aber leider auch ihre Artgenossen frisst. Das passt ja wiederum zum Schach, bei dem man sich ja auch immer wieder neue Wege des Angriffs ausdenkt und den Gegner am liebsten fressen möchte 😉 Allerdings dürfte es hier an den Einnahmen scheitern. Wer kauft sich schon gerne ein Spinnenmaskottchen?

Eine weitere Auswahlmöglichkeit wäre es auf im Verein bereits vertretene Namen zurück zu greifen. Immerhin kann der SCO mit einem Wiesel und einem Fuchs aufwarten und vor gar nicht langer Zeit spielte ein Adler sogar in der ersten Mannschaft. Tja der Adler ist in Managementkreisen ja immer wieder ein gern genommenes Tier, da er keine natürlichen Feinde hat und von oben mit vollem Überblick kleinste Details erkennt und zielgerichtet und kraftvoll zuschlägt. Aber auch Wiesel und Fuchs klingen sympathisch, auch wenn sie wie oben erwähnt nicht in die Liga der intelligentesten Tiere gehören.

Eine kurze nicht repräsentative Umfrage im Bekanntenkreis ergab leider ein erschreckendes Bild über tierische Assoziationen im Zusammenhang mit Schach. So wurde beispielsweise die Schnecke genannt („ihr braucht ewig”) oder der Goldfisch („ihr redet ja nichts“). Die positivste Assoziation war da noch der Igel aus der Geschichte der Gebrüder Grimm, der mit Intelligenz den Hasen überlistet. Da fällt mir ein, dass Igel ja englisch wie Eagle klingt, womit wir wieder beim Adler wären.

Adler wäre übrigens auch aufgrund des Gründungslokals nicht ganz so abwegig, auch wenn wir zwischenzeitlich im Clubheim des SC Winden in Niederwinden spielen. Da wäre natürlich auch noch ein Bezug gegeben und wie ein guter Freund erwähnte: “Wäre es ein Niederwindener Verein wäre wahrscheinlich Rabbit/Hase ein interessanter Name, auch wenn ihn die Niederwindener selbst nie wählen würden.”.

Sehr beliebt ist auch die Alliteration, bei der alle Wörter mit dem gleichen Buchstaben beginnen, wie beispielsweise bei den Wolfsburger Wölfen oder dem Freiburger Füchsle. Hier wären wir natürlich bei den Oberwindener Ochsen, den Oberwindener Orang-Utans, den Oberwindenern Orchideenfischen oder gar den Oberwindenern Ostafrikanischen Spitzmaulnashörnern. Na ja, irgendwie alles nicht so griffig, wobei der Ochse ja wenigstens die Gegner auf die Hörner nimmt, kraftvoll ist und viel trinkt.

Etwas abschweifend ist der Vorschlag der Oberwindener Orks, frei nach Herr der Ringe in Kombination mit einem vor dem Wettkampf aufzuführenden Haka-Tanz.

Irgendwie bleibe ich bei den Stechmücken, also den Moskitos hängen. SC Moskito Oberwinden. Passt ja zum Schach. Immer nerven sie, keiner braucht sie und mit gezielten Attacken führen sie einem irgendwann in die Verzweiflung 😉.

Da dies alles aber aktuell kein Thema für den Schachclub ist bleibt es beim SC Oberwinden und falls doch Interesse an einer Umbenennung besteht, kann ja in der bald stattfindenden Generalversammlung ein Antrag gestellt werden. Ansonsten bietet sich das Thema für lange Gespräche in der Sommerpause geradezu an 😉

Andreas Wernet

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