Schachclub Oberwinden 1957 e. V.

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Archive for the 'Schacholympiade' Category

Zu Fünft beim Merzhausener Schnellschach

May 11th, 2009 by meyerpe

Erfreulicher Nachtrag:
Für unsere 5 Teilnehmer  gab es  2 Fässchen Bier (5 Teilnehmer des gleichen Vereins), Philipp Germer hat bei der Verlosung des Rätsels und  Torsten Becherer durch die Minitombola noch jeweils einen Kinogutschein gewonnen. So  konnten wir trotz des teilweise durchwachsenen Abschneidens noch eine Reihe von Preisen abkassieren. Das Glück kommt zu den Tüchtigen! :-) )

Der Schachclub war am Muttertag, 10.05. sehr aktiv. 10 Leute beteiligten sich am Vereinsschießen (siehe nachfolgender Bericht) und fünf weitere Spieler versuchten ihr Glück beim traditionellen Schnellschachturnier in Merzhausen. Leider nicht ganz so erfolgreich wie die Schützen, aber dennoch holten Philipp Germer, Edgar Kais, Torsten Becherer, Oliver Burger und Walter Meyer zum Teil beachtliche Resultate.

Philipp und Eddi starteten in der bärenstarken A-Gruppe mit dem Sieger IM Ilja Schneider (2468) aus Berlin. Philipp Germer holte 5 Punkte, was am Ende einen guten 9. Platz bedeutete. Ein sehr schönes Ergebnis, auch wenn Philipp die Meisterleistung vom Vorjahr, den geteilten 1. Platz gerne verteidigen wollte. Eddi, der noch 2 Wochen zuvor beim Bezirksblitz einen grandiosen 3. Platz erreichte, konnte nicht ganz an diesen Supererfolg anknüpfen. Dennoch sind die 4 Punkte in dem starken Feld aller Ehren wert und müssen erstmal geholt werden.

Keine Vereinsunterstützung hatte Torsten Becherer im B-Turnier. Vielleicht fehlte die vereinsinterne Konkurrenz als Ansporn, die Torsten sicher den ein oder anderen Punkt mehr gebracht hätte.

Ein sehr gutes Resultat erreichte Oliver Burger im B-Turnier. Auf seine 7 Punkte und den geteilten 4. Rang kann Olli wahrlich stolz sein. Auch Walter Meyer holte ein gutes Ergebnis. Er ist kein Blitzspezialist und so sind 6 Punkte als Neunter eine gute Ausbeute.

Dieser Bericht fußt auf der Tabelle. Vielleicht war es vor Ort ja ganz anders? Gerne wird ein Teilnehmerbericht veröffentlicht.

Bericht + Ergebnisse
Fotos

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Sonderlob für kreative Berichterstatter

November 25th, 2008 by meyerpe

Ich denke, so eine ausführliche und gleichzeitig äußerst kreative Berichterstattung hatten wir bisher noch nie. Diese Leistung ist mindestens genauso hoch zu bewerten wie die 3 Punkte aus 5 Partien, die aller Ehren wert sind. Deshalb einen ganz besonderen Dank an AA für die erfrischenden Berichte. (Vermutlich werden die Beiden nun für immer einen sächsichen Akzent behalten und wenn es nur das “Tschuessi” ist ?!). Im Nachhinein gesehen, wären bestimmt viele von uns Daheimgeblieben gerne mit dabei gewesen, bei diesem einmaligen Schachevent auf deutschem Boden. Immerhin hat diese lebendige Erzählung zumindest auch ein kleines Stück weit ”Olympiafeeling” ins heimische Wohnzimmer gebracht.

Ich möchte hier noch den Link zur Fortschrittstabelle des Opens bringen.

Nachtrag:
Die DWZ-Auswertung ist online. Andreas (Nr. 69) hat 21 Punkte auf 1880 hinzu gewonnen!! Alex (Nr. 91) hat seine aktuelle DWZ 1973 auf den Punkt genau bestätigt, keine Veränderung.
Einzelergebnisse Andreas   Einzelergebnisse Alex

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Tatue oder Kokett

November 25th, 2008 by Alex

Wer kennt sie nicht, die fast schon religioese Frage nach dem Papiertaschentuch? In frueheren Jahrhunderten waeren darueber sicherlich Glaubenskriege entbrannt. Deshalb beschlossen wir in einem Selbstversuch die Billigmarkren Tatue (Schlecker) und Kokett (Aldi) zu testen. Das hervorragende Dresdner Nieselwetter lieferte auch gleich die passende Erkaeltung. Aktueller Stand der Langzeitstudie: Reissfestigkeit auch bei Frontal-Aufprall-Nieser unentschieden. Beide erweisen sich auch bei hoher Feuchtigkeitsbelastung als absolut reissfest. Auch beim “Ich fussel in der Hosentasche-Test” bestanden beide mit Bravour. Keinerleit Abriebserscheinungen sind erkennbar. Wohlfuehlempfinden und Oberflaechenbeschaffenheit scheinen auch bei beiden Vergleichbar zu sein, da wir beide keinerlei Roetungen der Nasenaussenpartien aufzuweisen haben. Der Abschlusstest “Hosentasche – Waschmaschine” erfolgt am kommenden Wochenende. A A bleibt am Ball und berichtet rechtzeitig.

Zurueck zu den niederen Weihen des Schachspiels. Bei Andi lief es gestern unentschieden. Waehrend er gegen seinen kolumbianischen Gegner nach schlechterer Eroeffnungsstellung (wen ueberraschts?) sich in eine laut Fritz deutlich bessere Position gekaempft hatte, fand er im Uebergang zum Endspiel den Verlustzug. Dafuer lief es am Nachmittag besser. Nach gegensaetzlichen Rochaden entbrannte sich ein Kampf auf beiden Fluegeln, bei dem Andi die besseren Nerven behielt und punkten konnte. Das reichte mit 3 Punkten aus 5 Partien sogar noch fuer einen Vierten Platz und eine Funk-Radio-Reichweiten-Gong-Temperaturanzeigen-Wecker-Uhr in der Kategorie 1800 bis 2000.

Alex hatte gestern Vormittag eine Seeschlange. Nachdem er aus der Eroeffnung einen Bauern gewinnen konnte und weiteren Druck auf einen zweiten Bauern machte, verlor er irgendwann die Linie und fand sich trotz zweier Mehrbauern in einer misslichen Lage, da sich zwei gegnerische Freibauern schon verdaechtig den Umwandlungsfeldern naeherten. Nach Turmopfer konnte Alex die letzten zwei Bauern des Gegners eliminieren, und musste sich mit Turm und zwei verbundenen Bauern gegen das Turmpaar wehren. Die Stellung war zwischendurch wohl mal verloren, der Gegner stellte dann aber nach nervenaufreibenden 106 Zuegen seine Gewinnversuche ein, Remis. Am Nachmittag hatte Alex einen schoenen Start, konnte auch wieder in der Eroeffnung einen Bauern gewinnen und zwang den Gegner dazu mit offenem Visier zu kaempfen. Dummerweise lies Alex eine gegnerische Taktik zu, die zum Qualitaetsverlust fuehrte. Die Stellung mit dem Laeuferpaar konnte diesen Materialverlust allerdings vertragen und der Gegner konnte den spaeteren Mattangriff nicht mehr abwehren. Somit beendete Alex ebenfalls mit 3 Punkten das Turnier.

Ein weiterer 3-Punkter war unser Schachfreund Bertram Bengsch aus Horben, der im Mannschaftspokal vorletzten Freitag noch Gegner war und uns hier zum lieben Begleiter ueber das Turnier wurde. Leider konnten wir aufgrund der sich ewig hinziehenden Siegerehrung keinen gemeinsamen Abschlussabend mehr geniesen, da Bertram auf den Zug musste. Wir gingen noch standesgemaess zum Italiener und wie sollte es anderst sein, trafen dort und unterwegs noch viele Schachspieler. Prominentestes Beispiel ist Alexander Morozevich, der wohl seine Partievorbereitung zur Abschlussrunde der Schacholympiade beim spaetabendlichen Winterspaziergang noch abschloss. Er war auf jeden Fall so in Gedanken versunken, dass wir ihn nicht ansprachen.

Nun ist die Schacholympiade (zumindest fuer uns) wieder vorueber und eine wunderschoene Woche mit vielen spannenden selbst gespielten und gesehenen Partien (Extra-Lob an die Kommentierung von Klaus Bischoff) neigt sich dem Ende. Wir haben viel gelernt und viel erlebt und die gesamte Weltspitze an den Brettern gesehen. Dieses Multi-Kulti-Event ist wirklich jedem zu empfehlen. Deshalb schon mal die naechsten Spielorte vorab: 2010 Kathy-Mansisk (Sibirien), 2012 Istanbul (Tuerkei), 2014 Bewerbung durch Tromso (Norwegen).

Den letzten Spieltag werden wir jetzt noch im Zug auf der Heimfahrt live via Internet verfolgen und sind gespannt ob die Ukraine, Armenien, China oder gar Israel den Titel holt.

Zum Schluss noch ein herzlichen Dank an den Veranstalter (Klasse Organisation), unserer Vermieterin (Klasse Fruehstueck) und Reifen Ruehle (Klasse Schaufenster).

Tschuessi

A A

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Platin-VIP’s

November 23rd, 2008 by Alex

Der Tag begann mit einem exzellenten Fruehstueck und einem Schneesturm. Nichtsdestoweniger sassen wir puenktlich an den Brettern und warteten auf die uebermaechtigen Gegner. Andi gab seine Platin-VIP-Karte das noetige Selbstbewusstsein um gegen den 2184er das Koenigsgambit zu wagen. Nach etwas schlechterer Eroeffnungsstellung konsolidierte er sich mehr und mehr und schaffte es in ein Turmendspiel mit zwei gegen einen Bauern das Peters Aussage: “Turmendspiele sind immer Remis” voellig gerecht wurde.

Alex hatte sich gegen den FM Slawisch aufgebaut und verlor recht frueh einen Bauern. Diesem hechelte er die ganze Partie nach. Doch der FM spielte sicher, lies nur noch einen kleinen Gegenstoss zu und gewann nach 65 Zuegen.

Der von Hoehepunkten gespickte Tag ging nach einer zweistuendigen Pause mit dem Einzug der Olympiamannschaften weiter. Dank unserer Platin-VIP-Karte durften wir in den inneren Spielbereich und genossen es, dass die ganzen Stars, aber natuerlich auch die huebschen Maedels der unterschiedlichsten Schachnationen an uns vorbeiliefen und direkt vor unseren Augen die Steine setzten. So konnten wir z.B. Herrn Sweschnikow seinen Sweschnikow spielen sehen und litten mit dem Team der Seychellen, das wir kurz zuvorkennengelernt hatten, bei der 1,5 zu 2,5 Niederlage gegen die Bermuda Inseln mit.

Roy Philips

Roy Philips

Uebrigens, liebe Gruesse von Roy Philips (1. Brett von Mauritius) speziell an Basti, aber auch an alle anderen Oberwindener, die er bei einem Blitzturnier im Adler kennengelernt hat. Scheinbar haben unser “viel Erfolg” zum Start der Runde die ganze Mannschaft mitgerissen, da sie mit 3:1 gegen die Jersey Inseln (was es nicht alles an Schachnationen gibt!) gewannen.

Die Platin-VIP-Karte hat wie alles im Leben auch Nachteile: 1. Man wird staendig von irgendwelchen Top-Spielern angerempelt, die aufs Klo rennen. 2. Wegen 3. ist es schwierig die wirklich super interessanten und lustigen Kommentare von Klaus Bischoff zu verfolgen. 3. Staendig rennt man in die VIP-Lounge um sich noch ein Haeppchen zu goennen. Als kleiner Eindruck ein paar Koestlichkeiten die es gestern gab: Schwaenze von Riesengarnelen, gefuellte Partytomaten, griechischer Kaese in Lorbeerblaettern, Parmaschinken mit Melonen, verschiedene Pastetchen, Braten mit Knoedel und Rotkraut, Salate, verschiedene Kuchen, und nicht zu vergessen, ein Schnapsglaesschen mit Cognac und Pudding. 4. Uebertragung der Fussball-Bundesliga in der VIP-Lounge war ohne Ton. 5. Die VIP-Lounge ist ziemlich ueberfuellt. So musste selbst Ex-Weltmeister Anatoly Karpov warten, bis wir durch die Tuer waren.

Als letzten Hoehepunkt des Tages gab es noch das Musical Chess in der Staatsoperette Dresden. Diese sprueht so richtig den Charme der 60er, 70er Jahre aus. Was richtig gut zu diesem Musical passt, das ja in dieser Zeit spielt.

Da aufgrund der langen Fahrt zur Staatsoperette (einmal quer durch Dresden) der gestrige Bericht ausfallen musste, nutzen wir die “Mittagspause” um euch auch noch unsere Resultate des Tages: Andi schien mit Wagar Ahmad Madni (2051) eine loesbarere Aufgabe zu bekommen. Leider weigerte sich der Gegner zu erscheinen. Ob das am Samstaeglichen Alkoholkonsum, dem Schneechaos auf den Strassen, oder einem islamistischen Sonntagspielverbot zuzuschreiben ist, lies sich leider nicht klaeren. Auf jeden Fall hatte Andi kampflos einen Punkt gewonnen. Alex’s Gegner (1871) ruehrte schon frueh den Beton an und versteckte sich hinter einem Stonewall. Mit Weiss versuchte Alex zwar irgendwie durchzukommen, lehnte Remis ab, um anschließend dann doch noch in eine schlechte Stellung zu kommen. Das zweite Remisangebot des Gegners konnte er dann nicht mehr ablehnen.

Ex-Vize-Weltmeister Peter Leko

Ex-Vize-Weltmeister Peter Leko

Auch heute werden wir uns wieder eine Platin-Karte goennen. Was natuerlich nicht am gestrigen Brett 4 der Schweizer Damen Nationalmannschaft liegt, sondern an der Moeglichkeit beim durchstreifen der Tischreihen (wie bei einem Heimkampf im Pfarrsaal) 2700er Luft zu schnuppern und den “Kollegen” ueber die Schulter zu schauen.

Tschuessi

A A

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Signs – Zeichen

November 21st, 2008 by Alex

Endlich war er da. Der grosse Tag, an dem wir ins Geschehen eingreifen. Hochmotiviert sprangen wir mit dem ersten Summen des Weckers aus dem Bett. Es sollte Schnee geben. Ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?

Endlich hat Alex den Radio in Gang gebracht, somit ist auch im Bad und WC alles OK = Musik bei der Morgentoilette. Beim Fruehstueck hatten wir zum ersten mal Begleitung: zwei Handwerker der Firma Segret, auch war das Fruehstuecks-Ei zum ersten mal hart. Ausgerechnet heute, wo wir schon leicht angespannt auf den Turnierstart harren. Andi kauft noch schnell einen Schachkuli. Irgendwas muss ja Glueck bringen. Mit der Startnummer 168 und 82 bei einem Feld von knapp 290 Teilnehmern bekam Andi einen richtigen Brocken (2185 Elo), dem er in der zweitlaengsten Partie des heutigen Tages sogar ein Remis im Leningrader abtrotzen konnte. Alex hatte das wesentlich leichtere Los, spielte mit Weiss ein wenig verhalten, mauerte sich ein, um dann im geeigneten Moment (27. Zug) den ersten Abtausch vorzunehmen um anschliessend erst einen und gleich darauf einen zweiten Bauern zu erobern. Da die schwarzen Figuren sich auch noch komplett im Wege standen, hatte der Gegner (1655 DWZ) keine Lust mehr und gab auf. An dieser Stelle ein Lob an unseren Berliner oder besser Waldkircher Oberschiedsrichter Robert Radke, der die schwierige Aufgabe der Turnierleitung und vor allem der Begruessung und Regelerklaerung in Deutsch und Englisch vorbildlich meisterte. Fuer morgen stehen zwei harte Jungs auf dem Programm. Andi bekommt einen 2184er (man goennt sich ja sonst nichts) und Alex darf an Brett 2 einem Fide-Meister mit 2370 Elo gegenuebertreten. Und da waren sie wieder: das Grummeln im Bauch und die vielen Zeichen. Zeichen 1: zum ersten mal ergatterten wir eine der taeglichen Olympia-Zeitschriften. Zeichen 2: Zum ersten mal sehen wir den gesamten Spielertross, wie er in die Halle stroemt. Zeichen 3: Zum ersten mal goennten wir uns ein Mittagsschlaf und eine saechsische Bockwurst fuer 50 Euro-Cent incl. Broetchen und Senf. Zeichen 4: Andi kauft sich das Buch Tigersprung auf DWZ 2100 (vielleicht schafft er noch etwas aus dem Buch bis morgen, ohne Alex komplett den Schlaf zu rauben). Zeichen 5: Als wir beim Karikaturisten sitzen, gesellen sich Magnus Carlsen und David Navarra zu uns, letztendlich waren alle nicht mehr wieder zu erkennen. Zeichen 6: Wir leisten uns die Platin (VIP) -Karte fuer morgen. Zeichen 7: Wir finden endlich ein Spitzenlokal zum Essen mit vernuenftigen Preisen. Bison und Tenderloin sollten genug Kraft fuer Punkte geben.

“Sieben” Zeichen eine biblische Glueckszahl. Das verspricht viel fuer morgen. Zwei Punkte sind realistisch, fragt sich nur fuer wen!

Apropos morgen: nicht nur das Turnier und die Platin-VIP-Card, sondern auch das Musical Chess stehen fuer morgen auf dem Programm. Darum wird es jetzt fuer uns Zeit.

Tschuessi

A A

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