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Freiburg hat eine Schach-Großmeisterin – Lara Stock

Beim FIDE-Kongress Ende November 2008 in Dresden wurde Lara Stock vom SK Freiburg-Wiehre zur Großmeisterin ernannt. Ein toller Erfolg der heute 16-jährigen, die bereits die Titel als U10-Weltmeisterin!! -gegen die sehr starke Konkurrenz aus Osteuropa und Asien- und U12 Europameisterin erreichen konnte. Im Meisterturnier beim 80. Badischen Schachkongress 2007 in Oberwinden (Foto) spielte sich die sympathische Freiburgerin in die Herzen der Zuschauer. Ihre WGM-Normen erreichte Lara Stock bei den Turnieren in Biel (2005), Dubai (2006) und Triest (2007).  Eine weitere WIM-Norm gelang  ihr in Kecskemét (2006). Ihre aktuelle FIDE-Elo beträgt 2346 und die DWZ 2292 Herzlichen Glückwunsch zu dem Großmeister Titel und weiterhin viel Erfolg!
Interview aus dem Jahre 2006
Chessbase-Bericht von 2007

Erste Saisonniederlage in der Verbandsliga

Der Regen bei der Anfahrt auf der Autobahn nach Kuppenheim kündigte es bereits an: „Heute sollte nicht der Tag der Oberwindener werden“. Eigentlich waren wir zuversichtlich: Bestbesetzung – alle rechtzeitig am Abfahrtsort – ohne Hektik am Spielort – pünktlicher Spielbeginn. Doch dann ging es los: Ersatz-Mannschaftsführer Peter Meyer zeigte sich an diesem Tag nicht wie gewohnt von seiner kämpferischen Seite. Nach guter Eröffnung stand er gegen Günter Tammert bald schon etwas besser und hatte Druck. Doch er fand nichts konkretes und die Stellung schien nur optisch besser. So wickelte er angesichts des DWZ-starken Gegners in eine Zugwiederholung ab. Dann gingen die Bretter 7 und 8 remis aus. Joachim Diehl stand gegen das Läuferpaar etwas schlechter, konnte die Stellung aber noch retten. Raphael Grandidier versuchte wie immer, den vollen Punkt zu holen, aber an diesem Tag mußte er mit der Punkteteilung einverstanden sein. Auch Peter Dittmar konnte am Spitzenbrett mit seiner neuen Waffe 1. b3 keinen richtigen Druck entwickeln. Sein Gegner Hartmut Metz glich aus und die Partie endete unentschieden. 2:2, aber die noch laufenden Partien sahen nicht zum Besten aus. Heiko Adler kam schlecht aus der Eröffnung. Im Meraner-System verlor Heiko ein Tempo, was in solch einer scharfen Stellung fatal ist. In die Verteidigung gedrängt, konnte er leider nicht stand halten und mußte aufgeben. Philipp Germer hatte es mit dem kombinatorisch versierten Velimir Kresovic zu tun. In einer sehr unübersichtlichen Stellung war der Königsangriff des Kuppenheimers schneller, als Philipps Gegenspiel. Emmanuel Reinhart hingegen hatte mit Hubert Schuh einen äußerst soliden Gegner. Manu versuchte es mit einer Damenisolani-Stellung. Doch irgendwie kam der Isolani abhanden und der techniksichere Kuppenheimer entschärfte alle „Schummelchancen“ von Manu. Last but not least spielte beim Stand von 2:5 noch Edgar Kais. Eddi hat seinen Finachettoläufer + Bauer gegen den weißen Turm gegeben, eine zweischneidige Stellung. Es war nicht so richtig auszumachen, wer eigentlich besser steht. Dann im 40. Zug eine 3-malige Stellungswiederholung, doch Eddi zog erst und reklamierte dann, was natürlich nicht gilt. So ging die Partie weiter und nach 6 Stunden Spielzeit konnte Joachim Kick den Sieg verbuchen. Damit ergab sich eine 2:6 Niederlage (lieber 1-mal deutlich verloren, als 2-mal ganz knapp!!) . Es war aber wirklich nicht der Tag der Oberwindener, denn in der Tiefgarage mußte man noch das Auto anschieben (Ich hatte noch was dienstliches auf dem Notebook zu erledigen, was die Batterie komplett leer saugte). Auch wenn das Kalenderjahr 2008 mit einer Niederlage endete, muß man mit dem Ergebnis der ersten 4 Runden, bei 3 Siegen und dem 4. Tabellenplatz zufrieden sein. Und was ganz besonders toll ist: In den 4 Spielen waren immer alle Mann an Bord. Wenn das so anhält ist eine gute Verbandsligasaison zu erwarten. Weiter geht es im Neuen Jahr am 11. Januar. Bis dahin Alles Gute und je nachdem in alter oder neuer Frische!
Kuppenheim-Bericht Ergebnisse Tabelle Bestenliste Bretter

4. Runde   Spieltag: 30.11.2008

Kuppenheim 2165 Oberwinden 2118 6 2
1 2 Metz,Hartmut 2279 1 Dittmar,Peter 2362 ½ ½
2 3 Schuh,Hubert 2262 2 Reinhart,Emmanuel 2250 1 0
3 4 Kresovic,Velimir 2206 3 Germer,Philipp 2172 1 0
4 5 Wiechert,Hans 2161 5 Adler,Heiko 2036 1 0
5 6 Tammert,Günther 2169 7 Meyer,Peter 2047 ½ ½
6 7 Kick,Joachim 2097 8 Kais,Edgar 2018 1 0
7 9 Hatz,Alexander 2091 9 Diehl,Joachim 2063 ½ ½
8 11 Klumpp,Jochen 2053 10 Grandidier,Raphael 2000 ½ ½

Zweite bleibt im Aufstiegsrennen dabei!

Bericht von Mannschaftsführer Peter Pauk:
Durch einen sicheren  5,5 : 2,5 beim Tabellenführer Bad Krozingen schob man sich auf den 2. Tabellenplatz und hat weiterhin gute Chancen zum Aufsteigen. Alex hatte es an Bett 1 mit unserem Schachfreund und Schachclub Mitglied Markus Fink zu tun. Man einigte sich auf ein Remis. Nun musste man schon gute weitere 3 Stunden warten bis die nächsten Partien entschieden waren. Bernhard Schmitt kam am Anfang etwas unter Druck, verteidigte sich aber einwandfrei und platzierte seine Figuren so gut das der Gegner unter Druck kam Fehler machte und verlor. Torsten Becherer, der momentan in wirklich bestechender Form spielt, gewann im Mittelspiel einen Bauern den er souverän verteidigte und auch zum Sieg nutzte. Damit ist Torsten der einzige Oberwindener mit dem Traumscore von 4 aus 4! Dann kam ein kleiner Wehrmutstropfen des Spiels. Wolfgang Scherer verlor in gleicher Stellung nach Zeit. Peter Pauk brauchte ein Bauernopfer um die passive Stellung des Gegners zu knacken. Danach wurde der Druck von Peter stärker was er auch zum Sieg nutzte. Andreas Wernet spielte eine sichere Partie in der er vermutlich immer etwas besser stand. Leider sah er keinen Siegeszug und spielte remis. Das war das 4:2. Bei diesem  Stand bot Thomas Ruf, der sich in einem Turm-Läuferendspiel mit gleichen Bauern befand sofort remis an. Sein Gegner überlegte nicht lange nahm sofort an und somit war uns der Sieg nicht mehr zunehmen. Michael Weber der mit seiner Partie ( ein Bauer weniger ) so beschäftigt war, fragte mal nach wie es stand. Da der Kampf entschieden war, beschloss er trotz Minusbauern weiterzuspielen, was seinem Gegner wohl so gegen den Strich ging, das er sich verrechnete und kurz darauf aufgab.

Bad Krozingen 1679 Oberwinden 2 1780
1 1 Fink,Markus 1887 12 Lang,Alexander 1973 ½ ½
2 3 Miler,Adolf 1729 15 Wernet,Andreas 1859 ½ ½
3 5 Grams,Arthur 1673 16 Pauk,Peter 1868 0 1
4 6 Görs,Harald 1640 17 Schmitt,Bernhard 1918 0 1
5 7 Pfefferle,Matthias 1633 20 Weber,Michael 1770 0 1
6 8 Paul,Eugen 1710 23 Ruf,Thomas 1730 ½ ½
7 9 Tietjen,Uwe 1599 25 Scherer,Wolfgang 1441 1 0
8 10 Bieberstein,Winfried 1564 30 Becherer,Torsten 1679 0 1

Einzelergebnisse Tabelle

SCO Einzelergebnisse; 4. Runde 30.11.2008

4. Runde   Spieltag: 30.11.2008

Kuppenheim 2164 Oberwinden 2118 6 2
1 2 Metz,Hartmut 2279 1 Dittmar,Peter 2356 ½ ½
2 3 Schuh,Hubert 2262 2 Reinhart,Emmanuel 2250 1 0
3 4 Kresovic,Velimir 2206 3 Germer,Philipp 2172 1 0
4 5 Wiechert,Hans 2151 5 Adler,Heiko 2036 1 0
5 6 Tammert,Günther 2169 7 Meyer,Peter 2047 ½ ½
6 7 Kick,Joachim 2097 8 Kais,Edgar 2018 1 0
7 9 Hatz,Alexander 2091 9 Diehl,Joachim 2063 ½ ½
8 11 Klumpp,Jochen 2053 10 Grandidier,Raphael 2000 ½ ½

Einzelergebnisse Tabelle

Bad Krozingen 1679 Oberwinden 2 1780
1 1 Fink,Markus 1887 12 Lang,Alexander 1973 ½ ½
2 3 Miler,Adolf 1729 15 Wernet,Andreas 1859 ½ ½
3 5 Grams,Arthur 1673 16 Pauk,Peter 1868 0 1
4 6 Görs,Harald 1640 17 Schmitt,Bernhard 1918 0 1
5 7 Pfefferle,Matthias 1633 20 Weber,Michael 1770 0 1
6 8 Paul,Eugen 1710 23 Ruf,Thomas 1730 ½ ½
7 9 Tietjen,Uwe 1599 25 Scherer,Wolfgang 1441 1 0
8 10 Bieberstein,Winfried 1564 30 Becherer,Torsten 1679 0 1

Einzelergebnisse Tabelle

Emmendingen 1762 6 Oberwinden 3 1604 4 4
1 1 Wasmer,Sven 1844 26 Heß,Martin 1655 1 0
2 2 Kaufmann,Helmut 1935 27 Wissler,Martin 1601 1 0
3 4 Roos,Markus 1801 28 Oswald,Markus 1669 ½ ½
4 5 Pena,Tomas 1729 29 Mack,Markus 1590 0 1
5 6 Gens,Toni 1800 31 Meyer,Walter 1552 ½ ½
6 9 Fleischer,Joachim 1779 32 Strinitz,Heinz 1656 0 1
7 10 Grohmüller,Bruno 1593 34 Wangerowski,Volkmar 1602 0 1
8 13 Frank,Torsten 1618 38 Kammerer,Michael 1507 1 0

Einzelergebnisse Tabelle

Bad Krozingen 2 1426 Oberwinden 4 1429
1 11 Famulla,Willi 1546 35 Schindler,Heinz 1636 ½ ½
2 12 Pleuler,Willi 1544 36 Wehrenbrecht,Torsten 1629 1 0
3 13 Gampert,Lothar 1429 40 Schomas,Harald 1392 ½ ½
4 14 Jemel,Hedi 1308 41 Neuendorf,Michael 1290 ½ ½
5 15 Friedrich,Bernd 1445 56 Kury,Martin 1197 1 0
6 16 Heinrich,Dorian 1377 + k
7 17 Aschenbach,Michael 1410 + k
8 19 Schindler,Claus 1349 + k

Einzelergebnisse Tabelle

Heitersheim 2 1036 Oberwinden 5 1241 2 3
1 18 Nozulak,Joachim,Dr. 1283 39 Blattmann,Bernhard 1426 1 0
2 24 Wendering,Nora 790 52 Schindler,Harry 1294 0 1
3 27 Schächter,Clemens Alexander 58 Blattmann,Martin 1161 0 1
4 28 Kojic,Slavko 59 Blattmann,Axel 1084 0 1
5 39 Kaiser,Sebastian + k

Einzelergebnisse Tabelle

Elztäler Wochenbericht-Runde 3

Nachfolgend der Link zum Kurz-Bericht der 3. Verbandsrunde in der aktuellen Ausgabe des Elztäler Wochenberichtes, des Verlags “Wochenzeitungen am Oberrhein”.
Der Bericht der 3. Runde kann hier aufgerufen werden.

Sonderlob für kreative Berichterstatter

Ich denke, so eine ausführliche und gleichzeitig äußerst kreative Berichterstattung hatten wir bisher noch nie. Diese Leistung ist mindestens genauso hoch zu bewerten wie die 3 Punkte aus 5 Partien, die aller Ehren wert sind. Deshalb einen ganz besonderen Dank an AA für die erfrischenden Berichte. (Vermutlich werden die Beiden nun für immer einen sächsichen Akzent behalten und wenn es nur das „Tschuessi“ ist ?!). Im Nachhinein gesehen, wären bestimmt viele von uns Daheimgeblieben gerne mit dabei gewesen, bei diesem einmaligen Schachevent auf deutschem Boden. Immerhin hat diese lebendige Erzählung zumindest auch ein kleines Stück weit „Olympiafeeling“ ins heimische Wohnzimmer gebracht.

Ich möchte hier noch den Link zur Fortschrittstabelle des Opens bringen.

Nachtrag:
Die DWZ-Auswertung ist online. Andreas (Nr. 69) hat 21 Punkte auf 1880 hinzu gewonnen!! Alex (Nr. 91) hat seine aktuelle DWZ 1973 auf den Punkt genau bestätigt, keine Veränderung.
Einzelergebnisse Andreas   Einzelergebnisse Alex

Tatue oder Kokett

Wer kennt sie nicht, die fast schon religioese Frage nach dem Papiertaschentuch? In frueheren Jahrhunderten waeren darueber sicherlich Glaubenskriege entbrannt. Deshalb beschlossen wir in einem Selbstversuch die Billigmarkren Tatue (Schlecker) und Kokett (Aldi) zu testen. Das hervorragende Dresdner Nieselwetter lieferte auch gleich die passende Erkaeltung. Aktueller Stand der Langzeitstudie: Reissfestigkeit auch bei Frontal-Aufprall-Nieser unentschieden. Beide erweisen sich auch bei hoher Feuchtigkeitsbelastung als absolut reissfest. Auch beim „Ich fussel in der Hosentasche-Test“ bestanden beide mit Bravour. Keinerleit Abriebserscheinungen sind erkennbar. Wohlfuehlempfinden und Oberflaechenbeschaffenheit scheinen auch bei beiden Vergleichbar zu sein, da wir beide keinerlei Roetungen der Nasenaussenpartien aufzuweisen haben. Der Abschlusstest „Hosentasche – Waschmaschine“ erfolgt am kommenden Wochenende. A A bleibt am Ball und berichtet rechtzeitig.

Zurueck zu den niederen Weihen des Schachspiels. Bei Andi lief es gestern unentschieden. Waehrend er gegen seinen kolumbianischen Gegner nach schlechterer Eroeffnungsstellung (wen ueberraschts?) sich in eine laut Fritz deutlich bessere Position gekaempft hatte, fand er im Uebergang zum Endspiel den Verlustzug. Dafuer lief es am Nachmittag besser. Nach gegensaetzlichen Rochaden entbrannte sich ein Kampf auf beiden Fluegeln, bei dem Andi die besseren Nerven behielt und punkten konnte. Das reichte mit 3 Punkten aus 5 Partien sogar noch fuer einen Vierten Platz und eine Funk-Radio-Reichweiten-Gong-Temperaturanzeigen-Wecker-Uhr in der Kategorie 1800 bis 2000.

Alex hatte gestern Vormittag eine Seeschlange. Nachdem er aus der Eroeffnung einen Bauern gewinnen konnte und weiteren Druck auf einen zweiten Bauern machte, verlor er irgendwann die Linie und fand sich trotz zweier Mehrbauern in einer misslichen Lage, da sich zwei gegnerische Freibauern schon verdaechtig den Umwandlungsfeldern naeherten. Nach Turmopfer konnte Alex die letzten zwei Bauern des Gegners eliminieren, und musste sich mit Turm und zwei verbundenen Bauern gegen das Turmpaar wehren. Die Stellung war zwischendurch wohl mal verloren, der Gegner stellte dann aber nach nervenaufreibenden 106 Zuegen seine Gewinnversuche ein, Remis. Am Nachmittag hatte Alex einen schoenen Start, konnte auch wieder in der Eroeffnung einen Bauern gewinnen und zwang den Gegner dazu mit offenem Visier zu kaempfen. Dummerweise lies Alex eine gegnerische Taktik zu, die zum Qualitaetsverlust fuehrte. Die Stellung mit dem Laeuferpaar konnte diesen Materialverlust allerdings vertragen und der Gegner konnte den spaeteren Mattangriff nicht mehr abwehren. Somit beendete Alex ebenfalls mit 3 Punkten das Turnier.

Ein weiterer 3-Punkter war unser Schachfreund Bertram Bengsch aus Horben, der im Mannschaftspokal vorletzten Freitag noch Gegner war und uns hier zum lieben Begleiter ueber das Turnier wurde. Leider konnten wir aufgrund der sich ewig hinziehenden Siegerehrung keinen gemeinsamen Abschlussabend mehr geniesen, da Bertram auf den Zug musste. Wir gingen noch standesgemaess zum Italiener und wie sollte es anderst sein, trafen dort und unterwegs noch viele Schachspieler. Prominentestes Beispiel ist Alexander Morozevich, der wohl seine Partievorbereitung zur Abschlussrunde der Schacholympiade beim spaetabendlichen Winterspaziergang noch abschloss. Er war auf jeden Fall so in Gedanken versunken, dass wir ihn nicht ansprachen.

Nun ist die Schacholympiade (zumindest fuer uns) wieder vorueber und eine wunderschoene Woche mit vielen spannenden selbst gespielten und gesehenen Partien (Extra-Lob an die Kommentierung von Klaus Bischoff) neigt sich dem Ende. Wir haben viel gelernt und viel erlebt und die gesamte Weltspitze an den Brettern gesehen. Dieses Multi-Kulti-Event ist wirklich jedem zu empfehlen. Deshalb schon mal die naechsten Spielorte vorab: 2010 Kathy-Mansisk (Sibirien), 2012 Istanbul (Tuerkei), 2014 Bewerbung durch Tromso (Norwegen).

Den letzten Spieltag werden wir jetzt noch im Zug auf der Heimfahrt live via Internet verfolgen und sind gespannt ob die Ukraine, Armenien, China oder gar Israel den Titel holt.

Zum Schluss noch ein herzlichen Dank an den Veranstalter (Klasse Organisation), unserer Vermieterin (Klasse Fruehstueck) und Reifen Ruehle (Klasse Schaufenster).

Tschuessi

A A

Platin-VIP’s

Der Tag begann mit einem exzellenten Fruehstueck und einem Schneesturm. Nichtsdestoweniger sassen wir puenktlich an den Brettern und warteten auf die uebermaechtigen Gegner. Andi gab seine Platin-VIP-Karte das noetige Selbstbewusstsein um gegen den 2184er das Koenigsgambit zu wagen. Nach etwas schlechterer Eroeffnungsstellung konsolidierte er sich mehr und mehr und schaffte es in ein Turmendspiel mit zwei gegen einen Bauern das Peters Aussage: „Turmendspiele sind immer Remis“ voellig gerecht wurde.

Alex hatte sich gegen den FM Slawisch aufgebaut und verlor recht frueh einen Bauern. Diesem hechelte er die ganze Partie nach. Doch der FM spielte sicher, lies nur noch einen kleinen Gegenstoss zu und gewann nach 65 Zuegen.

Der von Hoehepunkten gespickte Tag ging nach einer zweistuendigen Pause mit dem Einzug der Olympiamannschaften weiter. Dank unserer Platin-VIP-Karte durften wir in den inneren Spielbereich und genossen es, dass die ganzen Stars, aber natuerlich auch die huebschen Maedels der unterschiedlichsten Schachnationen an uns vorbeiliefen und direkt vor unseren Augen die Steine setzten. So konnten wir z.B. Herrn Sweschnikow seinen Sweschnikow spielen sehen und litten mit dem Team der Seychellen, das wir kurz zuvorkennengelernt hatten, bei der 1,5 zu 2,5 Niederlage gegen die Bermuda Inseln mit.

Roy Philips

Roy Philips

Uebrigens, liebe Gruesse von Roy Philips (1. Brett von Mauritius) speziell an Basti, aber auch an alle anderen Oberwindener, die er bei einem Blitzturnier im Adler kennengelernt hat. Scheinbar haben unser „viel Erfolg“ zum Start der Runde die ganze Mannschaft mitgerissen, da sie mit 3:1 gegen die Jersey Inseln (was es nicht alles an Schachnationen gibt!) gewannen.

Die Platin-VIP-Karte hat wie alles im Leben auch Nachteile: 1. Man wird staendig von irgendwelchen Top-Spielern angerempelt, die aufs Klo rennen. 2. Wegen 3. ist es schwierig die wirklich super interessanten und lustigen Kommentare von Klaus Bischoff zu verfolgen. 3. Staendig rennt man in die VIP-Lounge um sich noch ein Haeppchen zu goennen. Als kleiner Eindruck ein paar Koestlichkeiten die es gestern gab: Schwaenze von Riesengarnelen, gefuellte Partytomaten, griechischer Kaese in Lorbeerblaettern, Parmaschinken mit Melonen, verschiedene Pastetchen, Braten mit Knoedel und Rotkraut, Salate, verschiedene Kuchen, und nicht zu vergessen, ein Schnapsglaesschen mit Cognac und Pudding. 4. Uebertragung der Fussball-Bundesliga in der VIP-Lounge war ohne Ton. 5. Die VIP-Lounge ist ziemlich ueberfuellt. So musste selbst Ex-Weltmeister Anatoly Karpov warten, bis wir durch die Tuer waren.

Als letzten Hoehepunkt des Tages gab es noch das Musical Chess in der Staatsoperette Dresden. Diese sprueht so richtig den Charme der 60er, 70er Jahre aus. Was richtig gut zu diesem Musical passt, das ja in dieser Zeit spielt.

Da aufgrund der langen Fahrt zur Staatsoperette (einmal quer durch Dresden) der gestrige Bericht ausfallen musste, nutzen wir die „Mittagspause“ um euch auch noch unsere Resultate des Tages: Andi schien mit Wagar Ahmad Madni (2051) eine loesbarere Aufgabe zu bekommen. Leider weigerte sich der Gegner zu erscheinen. Ob das am Samstaeglichen Alkoholkonsum, dem Schneechaos auf den Strassen, oder einem islamistischen Sonntagspielverbot zuzuschreiben ist, lies sich leider nicht klaeren. Auf jeden Fall hatte Andi kampflos einen Punkt gewonnen. Alex’s Gegner (1871) ruehrte schon frueh den Beton an und versteckte sich hinter einem Stonewall. Mit Weiss versuchte Alex zwar irgendwie durchzukommen, lehnte Remis ab, um anschließend dann doch noch in eine schlechte Stellung zu kommen. Das zweite Remisangebot des Gegners konnte er dann nicht mehr ablehnen.

Ex-Vize-Weltmeister Peter Leko

Ex-Vize-Weltmeister Peter Leko

Auch heute werden wir uns wieder eine Platin-Karte goennen. Was natuerlich nicht am gestrigen Brett 4 der Schweizer Damen Nationalmannschaft liegt, sondern an der Moeglichkeit beim durchstreifen der Tischreihen (wie bei einem Heimkampf im Pfarrsaal) 2700er Luft zu schnuppern und den „Kollegen“ ueber die Schulter zu schauen.

Tschuessi

A A

Signs – Zeichen

Endlich war er da. Der grosse Tag, an dem wir ins Geschehen eingreifen. Hochmotiviert sprangen wir mit dem ersten Summen des Weckers aus dem Bett. Es sollte Schnee geben. Ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?

Endlich hat Alex den Radio in Gang gebracht, somit ist auch im Bad und WC alles OK = Musik bei der Morgentoilette. Beim Fruehstueck hatten wir zum ersten mal Begleitung: zwei Handwerker der Firma Segret, auch war das Fruehstuecks-Ei zum ersten mal hart. Ausgerechnet heute, wo wir schon leicht angespannt auf den Turnierstart harren. Andi kauft noch schnell einen Schachkuli. Irgendwas muss ja Glueck bringen. Mit der Startnummer 168 und 82 bei einem Feld von knapp 290 Teilnehmern bekam Andi einen richtigen Brocken (2185 Elo), dem er in der zweitlaengsten Partie des heutigen Tages sogar ein Remis im Leningrader abtrotzen konnte. Alex hatte das wesentlich leichtere Los, spielte mit Weiss ein wenig verhalten, mauerte sich ein, um dann im geeigneten Moment (27. Zug) den ersten Abtausch vorzunehmen um anschliessend erst einen und gleich darauf einen zweiten Bauern zu erobern. Da die schwarzen Figuren sich auch noch komplett im Wege standen, hatte der Gegner (1655 DWZ) keine Lust mehr und gab auf. An dieser Stelle ein Lob an unseren Berliner oder besser Waldkircher Oberschiedsrichter Robert Radke, der die schwierige Aufgabe der Turnierleitung und vor allem der Begruessung und Regelerklaerung in Deutsch und Englisch vorbildlich meisterte. Fuer morgen stehen zwei harte Jungs auf dem Programm. Andi bekommt einen 2184er (man goennt sich ja sonst nichts) und Alex darf an Brett 2 einem Fide-Meister mit 2370 Elo gegenuebertreten. Und da waren sie wieder: das Grummeln im Bauch und die vielen Zeichen. Zeichen 1: zum ersten mal ergatterten wir eine der taeglichen Olympia-Zeitschriften. Zeichen 2: Zum ersten mal sehen wir den gesamten Spielertross, wie er in die Halle stroemt. Zeichen 3: Zum ersten mal goennten wir uns ein Mittagsschlaf und eine saechsische Bockwurst fuer 50 Euro-Cent incl. Broetchen und Senf. Zeichen 4: Andi kauft sich das Buch Tigersprung auf DWZ 2100 (vielleicht schafft er noch etwas aus dem Buch bis morgen, ohne Alex komplett den Schlaf zu rauben). Zeichen 5: Als wir beim Karikaturisten sitzen, gesellen sich Magnus Carlsen und David Navarra zu uns, letztendlich waren alle nicht mehr wieder zu erkennen. Zeichen 6: Wir leisten uns die Platin (VIP) -Karte fuer morgen. Zeichen 7: Wir finden endlich ein Spitzenlokal zum Essen mit vernuenftigen Preisen. Bison und Tenderloin sollten genug Kraft fuer Punkte geben.

„Sieben“ Zeichen eine biblische Glueckszahl. Das verspricht viel fuer morgen. Zwei Punkte sind realistisch, fragt sich nur fuer wen!

Apropos morgen: nicht nur das Turnier und die Platin-VIP-Card, sondern auch das Musical Chess stehen fuer morgen auf dem Programm. Darum wird es jetzt fuer uns Zeit.

Tschuessi

A A

Fashion meets Chess

Heute war der letzte Tag, bevor wir endlich selbst ins Geschehen eingreifen. Selbstverstaendlich haben wir heute noch einmal intensiv am Eroeffnungsrepertoire gearbeitet (wir koennen nun unsere Gegner in drei Sprachen begruessen). Strategie und Taktik festgelegt (Jacken im Rucksack spart Garderobengeld). Und die Schaetze des Mittelspiels gesucht und gefunden (gruenes Gewoelbe: Bernstein, Elfenbein, Gold, Silber, Rubinglas). Natuerlich darf man das Timing nicht vergessen. Aber darin sind wir ja Meister. Auch heute haben wir gutes Timing bewiesen, da wir beim Einsteigen in die Strassenbahn endlich unsere City-Tickets abstempelten, was wir gestern leider 3mal vergessen hatten. Kaum fuhr die Bahn los, kam auch schon eine Kontrolleurin, der wir laechelnd unsere Tickets zeigten.

Vorbildlich sind die Dresdner Verkehrsbetriebe. Nicht nur, dass sie bei erreichen der Haltestelle beim Internationalen Kongresszentrum die Ansagen auch noch in Englisch mit Hinweis auf die Schacholympiade durchgeben, sondern sie spielen dazu auch noch eine besondere Erkennungsmelodie. Ausserdem sind die Strassenbahnlinien zu den verschiedenen Unterkuenften mit Schachfiguren gekennzeichnet, die sich auf den Fahrplaenen wie auch auf den Bahnen wiederfinden.

Heute war unser Augenmerk etwas staerker auf die Kleidung der vielen Nationalteams gerichtet und nicht nur dem Schachspiel gewidmet. Wie nicht anders zu erwarten kann man teilweise die Nationen an der Kleidung erkennen. So haben z.B. die Oesterreichischen Damen ein T-Shirt in rot-weiss-rot, die Waliser kamen in ihrem Drachen-Shirt, die Iranischen Frauen trugen Schwarz mit Kopftuch, einige Herren aus der Andenrepublik Peru hatten landestypische Huete, das Team Turkye traegt Trainingsanzug mit Teamaufdruck, Ecuador, Polen, Nigeria, Brasilien und Mexico tragen Landesfarben, ein Israeli hatte ein typisches „Kaeppi“ auf, eine Rockfraktion aus besonders derbem Stoff lies auf Moldawien schliessen, die Damen aus Georgien haben überwiegend traditionelle Zopf-Tracht. Allerdings kann man sich auch mal taeuschen, wie der Fall des Traegers eines schwarzen Mantels, schwarzen Hutes und schwarzer Sonnenbrille, den wir gleich als Italiener identifizierten, zeigt, da es kein Mafiosi war, sondern IM Werner Hug aus der Schweiz. Da die ueberwiegende Anzahl der Spieler und Spielerinnen Mitte Zwanzig oder juenger ist, sieht man auch allerlei an Life-Style, bzw. was gerade im jeweiligen Land „in“ ist. Ein Besuch einer solchen Multi-Kulti-Veranstaltung, wie es die Schach-Olympiade ist, lohnt sich also nicht nur wegen dem sportlichen Aspekt, sondern auch optisch.

Nun geht es ab in die Heija, da wir morgen frueh um 7 Uhr fit sein wollen, damit wir ab 8:30 Uhr unsere ersten Punkte einfahren koennen.

Tschuessi

A A