June 8th, 2011 by werneta
Gestern gab es beim Clubabend ausser des Fußballspiel Aserbaidschan – Deutschland und einer sehr spannenden Pokalrunde im Schach auch noch die Gelegenheit an einem spontanen Blitzturnier unter Leitung des offiziellen Turnierleiters (was bei offiziellen Blitzturnieren des Schachclubs in der letzten Saison ja oft ein spontaner Turnierleiter übernehmen musste) teilzunehmen.
Dies wurde auch gerne in Anspruch genommen und sogar Walter Meyer fand mal wieder den Weg zurück ans Brett.
Die Spiele waren heiss umkämpft, es ging ja schließlich um die Ehre, und so gingen das Fußballspiel und der Pokalwettkampf beinahe unter. Am Schluss gab es mit drei punktgleichen Siegern, die auch noch untereinander gleich verteilt gewonnen hatten, eine echte Seltenheit.
Ein Stichkampf – in unserem Falle 3 Stichkämpfe – musste also über die Platzverteilung entscheiden. Eine größere Zahl an Zuschauern lies sich das natürlich nicht entgehen und da gleichzeitig auch noch die Auslosung der Halbfinalrunde des Pokalwettbewerbs anstand, waren die sportlich fairen Bedingungen fast schon unterschritten.
Als Ergebnis bleibt festzuhalten:
1. Alex Lang 6 Punkte aus 7 Spielen – 2:0 nach Stichkampf
2. Eddi Kais 6 / 7 – 1:1 nach Stichkampf
3. Andi Wernet 6 / 7 – 0:2 nach Stichkampf
4. Martin Schneider und Markus Mack je 3 / 7
6. Martin Wissler und Harald Schomas je 2 / 7
8. Walter Meyer 0 / 7
“Und die Moral des Turniers” ? Ein regelmässiger Besuch des Spielabends bringt Spielpraxis
Übrigens werden die Ergebnisse des Viertelfinalspiels der Pokalmeisterschaft des Schachclubs Oberwinden vom offiziellen Turnierleiter noch nachgereicht.
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March 22nd, 2011 by Eddi
Für Oberwinden gibt es das Unwort ersatzgeschwächt nicht! Gegen Horben fehlten gleich drei Stammspieler, doch die Ersatzspieler konnten fleißig punkten. Ich selber hatte einen stressfreien Tag, nach 2 Stunden des fröhlichen abklotzens stand es bereits 0,5:0,5. Einige Zeit später gewann FM Reinhart wieder einmal eine starke Angriffspartie. Dank einem Keilbauern auf f6 konnte sein Gegner das Matt nicht mehr abwenden.
Der zweite Franzose Grandidier opferte eine Qualität und konnte dafür seinen Riesenbauer auf der a-Linie durchschieben. FM Dittmar spielte gewohnt solide und holte mit schwarz gegen Buttenmülllers Katalanisch einen sicheren halben Punkt. Gerade als alles klar erschien, kam der Anschlusspunkt für Horben. Peter Meyer opferte einen Bauern aber erhielt leider nicht genug Spiel dafür. So stand es 3:2. Dann trumpfte Alex auf. Er sperrte den gegnerischen König ein und marschierte mit drei Freibauern los. Es blieben noch zwei dramatische Partien. Heiko und Fernandez schafften mit gerade mal 10 Sekunden auf der Uhr die Zeitkontrolle. Dann drehte Fernandez aber richtig auf. Er schob seinen Gegner am Damenflügel völlig zusammen und stellte den Sieg sicher. Die letzte spannende Kampfpartie brachte dank Heiko noch einen halben Zähler.
Mit 5,5:2,5 gewann die Erste dank starke Ersatzspieler gegen Horben. Nun gilt es den 2.Tabellenplatz gegen den Tabellendritten (Zähringen) zu verteidigen.
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February 15th, 2011 by werneta
Pünktlich um 10.00 Uhr war man zum Spitzenspiel Erster gegen Zweiter der Landesliga Freiburg-Hochrhein in Brombach am Spielort eingetroffen. Sofort war zu erkennen Brombach hatte alle Mann an Bord und spielte wie wir in Bestbesetztung!
Die Mannschaftsführer von beiden Mannschaften wurden ans 8. Brett gesetzt. Um die bessere Kontrolle für das Geschehen zu haben spielte Peter Pauk eine Abtauschvariante, die sein Gegner annahm (der gleich dachte und das Geschehen beobachten wollte) und so endete die Partie als erste mit einem Remis. Alex Lang hatte seinen jungen Gegner sehr lange unter Kontrolle, leider wollte er zuviel und musste sich nach einem Fehler geschlagen geben. Andreas Wernet an Brett 7 spielte sehr konzentriert und voll auf Angriff sodass sein klar besserer Gegner die Segel streichen musste und aufgab.
Nach grossem Kampf konnte Joachim Diehl an Brett 2 sich in ein Remis retten. Eddi Kais an Brett 1 machte ebenfalls nach grossem Kampf und in leicht besserer Endspielstellung Remis. So stand es 2,5 zu 2,5 und die letzten 3 Partien waren noch heiss umkämpft.
Bernd Banken, der einem Remis ebenfalls nicht abgeneigt war, wurde vom Mammschaftsführer aufgefordert noch etwas zu spielen, da sein Gegner die schlechtere Zeit hatte. Die letzten 10 Minuten des Gegners waren angefangen und es mussten noch 17 Züge bis zur Zeitkontrolle gemacht werden. Bernd nutzte die Unsicherheit und Nervositaet des Gegners geschickt aus und zwang ihn zu Fehlern, was unter Freude der Oberwindener auch zum Sieg führte. Raphael Grandidier verlor leider in einem sehr schwierigen Endspiel einen Bauern. Er kämpfte zwar noch verzweifelt , konnte aber die Niederlage nicht verhindern. Nun richteten sich alle Augen auf die letzte Partie von Markus Groß. In einem schwierigen Damenendspiel und gleichen Bauern mit Springer und Läufer versuchte der Gegner alles, um seinen entfernteren Bauern nach vorne zu bringen. Markus verteidigte sich mit geschickten Damenzügen. Zum Schluss willigte sein Gegner schliesslich durch ein Dauerschach in das Remis ein.
Wenn man die einzelnen Gegner betrachtet, sieht man, dass uns die Brombacher an 7 Brettern DWZ-mäßig überlegen waren. So war es dann bis zum Schluss ein spannendes Spitzenspiel, welches in einem durch harten aber fairen Kampf verdienten 4:4 endete.
MF2 Peter Pauk
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January 24th, 2011 by Alex
Bericht von MF2 Peter Pauk:
Emmendingen zwar nicht in Bestbesetzung angetreten, war trotzdem der haushohe Favorit.
Mit Herbrechtsmeier und Osorio an den ersten 2 Brettern hatten Alex und Raphael von Anfang an das schwerste Los gezogen. Trotz Großem Kampf und auch nicht schlechteren Stellungen waren es doch die kleineren Stillen Züge die dazu führten, das sich die Erfahrung und und Cleverness der Emmendinger durchsetzte und Alex und Raphael sich geschlagen geben mussten. So musste man von den letzten 6 Brettern Punkte holen um nicht ganz unterzugehen. Da alle in einem DWZ Bereich von 70-80 DWZ mal schlechter mal besser für uns, war es mit Sicherheit nicht normal, was wir an diesem Sonntag erspielten. Holger Blattmann gegen Remis-Spieler Roos lehnte zweimal ein remis ab, konnte es aber nach Damen und Turmtausch nicht mehr verhindern. Markus Groß spielte wie immer eine sehr sichere, solide Partie und erreichte gegen Sorokowski ein remis.
Bernd Banken war dann der erste, der zur Aufholjagd blies. In einem eher Mittelfeldgeplänkel überraschte er seinen Gegner mit einer Super-Kombination und gewann. Peter Pauk, der mit Schwarz eine Variante spielte , die Kaufmann gut kannte versuchte mit vielen Springerzüge seinen Gegner zu überrumpeln was dann auch gelang, indem er 2 Bauern gewinnen konnte die auch zum Sieg reichten. Michael Weber hatte ein sehr schweres Bauernendspiel auf dem Brett. Sein Gegner und er hatten jeweils 2 Freibauern die zu verteidigen waren. Michael stellte sich aber sehr gut auf und die Bauern liefen fast ohne Bedrängnis zur Grundlinie und für Michael zum Sieg. Andreas Wernet, der etwas schlechter aus der Eröffnung kam, erkämpfte sich erst den Ausgleich und dann mit zunehmender Spieldauer die bessere Stellung die er sehr kompliziert, komplizierter oder am Kompliziertesten gewann. Andreas wörtliche Aussage: Was soll ich gleich einen Läufer gewinnen wenn es irgendwann ein Turm wird. Naja hier hatte er mal recht! Das war der Sieg zum 5:3 und der 2. Tabellenplatz!
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December 16th, 2010 by werneta
Nachdem die Ausgangslage mit den drei punktgleichen Anand, McShane und Carlson und den direkt dahinter lauernden Kramnik und Nakamura nicht hätte spannender sein können, erwartete uns ein ereignisreicher Tag.
Das erste Extra des Tages war, dass Alex trotz seiner vielen Jacken und den daran befindlichen Taschen alles Notwendige (z.B. Buff, Glückskugelschreiber) gleich fand. Übrigens das erste Mal seit wir hier sind. Das zweite Extra des Tages war dann die frühe Spielzeit der letzten Runde, welche uns aus unserem gewohnten Rhythmus warf. Dazu kam dann auch noch das dritte Extra mit dem ersten Londoner Regen seit wir hier sind. Irgendwie sollte es dann auch nicht nur bei diesen Extras bleiben. Andi verlor nach 15 Zügen in einer extra einstudierten Variante durch eine falsche Zugreihenfolge und Alex gewann nach 5 Stunden Spielzeit extra (mit Absicht) nach Zeit.
Dazu kam der extra auf den letzten Spieltag gelegte Besuch durch Ex-Weltmeister und Superstar des Schachs GM Gari Kasparow bei dem man extra bereitgelegte Bücher durch ihn signieren lassen konnte. Was wir natürlich taten.
Wie bereits erwähnt gewann das London Chess Classics GM Magnus Carlson vor GM Vishi Anand und GM Luke Mc Shane, welcher ein superstarkes Turnier spielte. Die Kommentierungen und vor allem auch die Interviews und Analysen der Spieler direkt nach ihrer Partie waren wieder extraklasse und sehr lehrreich.
Das Fide Open war genauso spannend und in einer Zeitnotschlacht (es gab keine Zeitzuschläge pro Zug) konnte GM Williams gegen GM Hebden die Partie noch Remis halten und wurde letztendlich verdienter Zweiter. Hätte er verloren wären statt der nun verdienten 1500 Pfund nur 200 Pfund herausgesprungen. Entsprechend hoch war der Druck auf GM Williams. Gewonnen hat GM Jones und Dritter wurde der lange Zeit führende GM Avrukh.
Alex hat mit 4,5 Punkten aus 9 Runden sein Ziel erreicht und belegte letztendlich den 86 Platz und damit ein etwas besseres Ergebnis wie sein Setzranglistenplatz 95 erwarten lies. Andi erreichte mit 4 Punkten den 117 Platz von 182 Teilnehmern (Setzrangliste 119), was zwar eine Eloverbesserung bedeutet, welche aber wahrscheinlich noch knapp unter der 2000er Grenze bleiben dürfte.
IM Gavin Wall hat in der letzten Runde nochmals zugeschlagen und mit 6 Punkten einen hervorragenden 24 Platz erreicht (Setzrangliste 35). Übrigens ein weiteres Extra und für Gavin ein Grund um mit uns noch ein Pint of Becks zu trinken war der Umstand, das mit Alex Lopez (trotz des spanischen Namens ein Ire) ein weiterer Ire den IM Titel errang.
Das Fraueneinladungsturnier konnte WIM van Weersel aus den Niederlanden mit 2 Punkten Vorsprung vor WFM Ikonomopoulou aus Griechenland und WFM Hegarty aus England für sich entscheiden.
Die komplette London Chess Classics und ihr Organisatoren Team inlcusive der vielen Helfer bekommen von uns eine 1 mit drei Sternen für die supertolle Veranstaltung und die hervorragende Werbung für Schach. Selten sind so viele Stars aufgeboten, so viele Rahmenveranstaltungen angeboten und so viel professionelles Entertainment im Sinne der Kommentierungen, der Interviews der Spieler, der Autogrammstunden, der Fernsehauftritte,… geboten worden.
Für uns gilt es jetzt noch 3 Tage London zu geniesen und uns von den Anstrengungen des Turniers zu erholen.
CU soon
Andi und Alex
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