Großer Jubel, strahlende Gesichter und ein Pokal, der sinnbildlich für Konstanz und Teamgeist steht: „Schachmatt“ hat es wieder geschafft. Zum fünften Mal sicherte sich das Team den begehrten Titel beim Dart-Turnier der Sportfreunde, und unterstrich damit eindrucksvoll seine Ausnahmestellung im Wettbewerb.
Das Siegerteam des SCO v.l.n.r. Hannes, Christian, Doc und Marco
In einem spannenden Turnierverlauf präsentierte sich Schachmatt mit Hannes, Christian, Doc und Marco einmal mehr als eingespielte Einheit. Präzise Scores, starke Nerven und taktische Cleverness machten am Ende den Unterschied. Auch in kritischen Phasen bewahrte das Team Ruhe – eine Qualität, die über Jahre hinweg zum Markenzeichen geworden ist.
Der Titelgewinn ist das Ergebnis harter Arbeit, regelmäßigen Trainings und eines außergewöhnlichen Zusammenhalts. „Fünf Titel gewinnt man nicht zufällig. Jeder im Team weiß, was er zu tun hat, und genau das macht uns stark“, hieß es nach der Siegerehrung aus den Reihen der Mannschaft.
Mit dem erneuten Erfolg festigt Schachmatt seinen Ruf als Serienmeister und setzt ein klares Zeichen an die Konkurrenz. Die Frage ist längst nicht mehr, ob das Team um den Titel mitspielt – sondern nur noch, wer Schachmatt stoppen kann.
Eines steht fest: Diese Erfolgsgeschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben.
Am vergangenen Sonntag fand das traditionelle Neujahrsturnier in Umkirch bereits zum 49. Mal statt. Mit 45 Mannschaften war das Teilnehmerfeld recht groß. Das Besondere an diesem Turnier ist, dass die erspielten Brettpunkte und nicht die Mannschaftspunkte die Erstwertung sind. Aus Oberwindener Sicht ist besonders positiv hervorzuheben, dass wir dieses Jahr mit drei Mannschaften an den Start gehen konnten.
In der ersten Mannschaft spielten Philipp, Marcel, Alex und Jens. Für die zweite Mannschaft gingen Bernd, Erik, Erwin und Peter Meyer an den Start. In der Dritten spielten Martin Heß, Peter Pauk, Mykyta und Oli.
v.l.n.r. Marcel, Jens, Peter, Oli, Philipp, Martin, Bernd Mykyta, Peter, Alex (es fehlen Erik und Erwin)
Nach dem Auftaktsieg gegen die Jugend aus Bebenhausen bekam es die erste Mannschaft mit Emmendingen zu tun. Philipp und Alex holten die Punkte zum 2:2. Gegen Horben konnte Jens in einem schön vorgetragenen Sizilianer gewinnen. Philipp rettete sich gegen seinen deutlich stärkeren Gegner noch in ein Dauerschach, aber leider ging das Spiel trotzdem mit 1,5:2,5 verloren. Dafür gab es in Runde vier gegen Freiburg Wiehre zum ersten Mal die Maximalpunktzahl. Im letzten Spiel vor der Mittagspause trennte man sich noch 2:2 von Brombach 2.
Die zweite Mannschaft startete mit einem 3:1 gegen Denzlingen und einem 4:0 gegen die Jugend aus Breisach furios, bevor man sich dem späteren Sieger aus Kuppenheim mit 0:4 geschlagen geben musste. Die beiden weiteren Spiele vor der Pause wurden dann gegen Merzhausen 1 und die Graue Zelle aus Zähringen wieder gewonnen, sodass zur Pause 4 Siege aus 5 Partien zu Buche standen.
In der dritten Mannschaft gab es vor der Mittagspause nur drei Ergebnisse: Die Elztal-Duelle gegen Waldkirch und Denzlingen 1 gingen beide mit 4:0 an uns. Gegen Staufen 1 konnten Martin und Peter Pauk an den ersten beiden Brettern gewinnen. Dennoch stand am Ende ein 2:2. Beim anderen 2:2 gegen Schopfheim 2 gewannen dafür Mykyta und Oli an den Brettern 3 und 4. Lediglich gegen Untergrombach gab es ein 0:4. Somit lagen die Oberwindener Mannschaften zur Pause mit 12,5 bzw. 12 Brettpunkten alle nah beieinander im oberen Drittel.
In der einstündigen Mittagspause konnten wir uns wahlweise mit Kaffee und Kuchen oder Würstchen mit Kartoffelsalat stärken. Außerdem blieb Zeit, um sich mit anderen Schachkollegen auszutauschen und sich wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Manche Spieler nutzen die Pause auch für einen gemütlichen Spaziergang.
Leider ging es nach der Pause nicht für alle Mannschaften gleich erfolgreich weiter. Die zweite Mannschaft verlor ihr Auftaktmatch nach der Pause gegen Ettenheim 1 mit 1:3, wobei Bernd am Spitzenbrett den Ehrenpunkt holte. Anschließend gab es aber ein 4:0 gegen Merzhausen 2 und ein 2:2 gegen Schopfheim 1. Das Match gegen Horben ging mit 1:3 verloren, wobei Peter Meyer den Ehrenpunkt holte. Das letzte Spiel gegen den SC Brugg ging leider mit 0:4 verloren. Mit 20:20 Punkten landete der SCO 2 im Mittelfeld. Topscorer war Peter Meyer mit starken 7 Punkten. Erwin holte 5 Punkte, Bernd und Erik jeweils 4.
Die Dritte holte in den ersten beiden Partien der zweiten Hälfte gegen Schopfheim 1 und Merzhausen 1 leider nur 0,5 Brettpunkte, setzte dann aber nochmal zum Endspurt an. Nach einem 2:2 gegen Ettenheim 2 folgten zum Schluss noch ein 4:0 gegen Zähringen 2 sowie ein 2,5:1,5 gegen die Wiehre. Durch den Sieg in der Schlussrunde landete die Dritte mit 21:19 Brettpunkten in der Endtabelle sogar noch vor der Zweiten. Topscorer in der Dritten war Peter Pauk an Brett 2 mit starken 6 Punkten aus 10 Spielen. Alle anderen Spieler holten gute 5 Punkte.
Für die Erste setzte es in der ersten Runde nach der Pause eine unnötige 1,5:2,5-Niederlage. Nach einem Sieg von Philipp und einem Remis von Alex ließ Jens in beiderseitiger Zeitnot in Gewinnstellung leider den König stehen. Dafür gewannen wir das anschließende Match gegen die Graue Zelle klar mit 3,5:0,5. Auch Ettenheim 1 konnte mit 3:1 geschlagen werden. In den Runden 8 und 10 gegen Untergrombach und den hochverdienten Sieger Kuppenheim konnte jeweils nur Philipp an Brett 1 gewinnen und so verloren wir beide Spiele mit 1:3. Nicht nur in diesen beiden Partien zeigte Philipp eine sehr starke Leistung und war mit 7 Punkten am Spitzenbrett zugleich unser Topscorer – bravo! Jens holte 6 Punkte, Alex 5 und Marcel 4,5. Der SCO 1 belegte am Ende mit 22,5:17,5 Brettpunkten den 13. Platz in einem starken Teilnehmerfeld.
Hochverdienter Sieger wurde Kuppenheim vor dem Vorjahressieger Ettlingen & Friends, für die der frühere Oberwindener Mario Rösch an Brett 2 9 Punkte aus 10 Partien holte, und dem SC Untergrombach.
So endete ein schönes und gut organisiertes Turnier, bei dem nächstes Jahr die Jubiläumsausgabe ansteht.
Im Bezirkspokal hatte Oberwinden ein Heimspiel gegen die Schachfreunde aus Ebringen. Ebringen ließ es sich dabei nicht nehmen auch auswärts mit einer sehr starken Mannschaft anzutreten und brachte an jedem Brett zwischen 100 und 180 DWZ mehr ans Brett. Trotz der Kühle im Clubheim der Sportfreunde Winden, was der Winterpause im Fußball geschuldet war, entwickelten sich sehr schnell spannende Partien und die stattliche Anzahl an Besuchern des Clubabends kam auf ihre Kosten.
An Brett 3 nutzte Jens seinen Raumvorteil für einen Königsangriff und konnte damit noch vor der Zeitkontrolle den vollen Punkt für Oberwinden holen. Eine sehr starke Leistung gegen einen deutlich stärkeren Gegner.
Dies gelang Andi an Brett 4 trotz vielversprechender Stellung leider nicht. Andis Gegner bot die Qualität für eine aktive Stellung und hielt den Druck bis zur Zeitkontrolle hoch. Ein Zug vor erreichen des Zeitzuschlags von 30 Minuten (gespielt wurde 36 Züge in 90 Minuten ohne Inkrement sowie 30 Minuten für den Rest der Partie) fiel das „Blättchen“.
Damit stand es 1:1. An Brett 2 kämpfte Bernd um den Sieg, wobei sein erfahrener Gegner noch viele Fallstricke aufbaute und Bernd ständig auf der Hut sein musste. An Brett 1 verteidigte sich Alex umsichtig mit ungleichfarbigen Läufern und Turm gegen zeitweise 3 Mehrbauern des deutlich stärkeren Gegners. Beide Partien gingen bis kurz vor Ende der maximalen Spielzeit, so dass zum einen lange nicht klar war, ob es noch ein Entscheidungsblitz gibt, und zum anderen sich einige Zuschauer so in den Bann ziehen ließen, dass sie bis nach Mitternacht ausharten. Und es sollte sich lohnen. Mit jeweils wenigen Minuten auf den Uhren übersahen Bernd und sein Gegner noch eine letzte Patt-Falle und Bernd konnte Matt setzen, während Alex auch mit wenig Zeit gute Verteidigungszüge fand, dem Gegner maximale Schwierigkeiten stellte und in ein Dauerschach abwickeln konnte.
Damit war nach Mitternacht ein 2,5 zu 1,5 Sieg und der Einzug ins Viertelfinale geschafft. Die Spannung und Anspannung musste natürlich noch mit einem Beruhigungsgetränk abgebaut werden, bevor es dann endgültig nach Hause ging.
Am dritten Saisonspieltag waren nur zwei Teams des SCO im Einsatz. Zunächst hatte unsere Dritte aufgrund von Spielermangel ihr Match in Endingen abgesagt. Als dann am Freitag Abend Baden-Baden V die Partie gegen unsere Erste verloren gab, kam nochmal etwas Bewegung in die Aufstellung. Die Zweite und die Vierte konnten jeweils ein achtbares Mannschaftsremis erzielen.
Bericht Zweite von MF Martin Heß: Aufgrund der kurzfristigen Absage des Gegners unserer Ersten am Freitagabend, konnten wir unsere ursprünglich geplante Aufstellung noch einmal „über den Haufen werfen“ und mit der bisher „papierstärksten“ Saisonaufstellung von im Schnitt über 1800 gegen den Favoriten antreten. Bei diesem wiederum fehlte ihr DWZ-stärkster Spieler an Brett 2 und Brett 8 kam zu spät, wodurch dort ein 1400er Gegner Platz nahm. Aus Punktesaisonperformance und DWZ konnte so summa summarum eine unerwartete 4:4-Prognose „upgedated“ werden…
Dass DWZ allein keine Tore schießt, bewies sich aber auch diesmal: Es entstand ein richtiger Spitzenfight, bei dem bei uns noch alle am Brett saßen, als die anderen beiden Mannschaften im Spielsaal bereits wieder abreisten (mit einer Ausnahme 😉). Alle von uns wollten „das eigentlich Unmögliche“ realisieren! So stand es gegen 14:30 Uhr erst 2 : 2 – wobei Jens gegen seinen deutlich „papierstärkeren“ Gegner eindrucksvoll gewinnen und damit den durch die Niederlage am Spitzenbrett (Zeitüberschreitung) bedingten zwischenzeitlichen 1 : 2 Rückstand ausgleichen konnte. So war auch 4 h nach Spielbeginn für uns noch alles drin. Leider konnten weder Bernd, Wolfgang, noch Torsten Ihre zwar materialgleichen, aber leicht vorteilhafteren Stellungen zu einem Sieg verwerten und mussten Remis akzeptieren, wodurch kurz vor 15:30 Uhr Erwins Partie die letzte im Saal war.
Zu diesem Zeitpunkt hatte er einen komfortablen Zeitvorteil von über 40 min bei 4 min Gegnerrestzeit in einer etwas chancenreicheren Stellung, weshalb ihm sein viel jüngerer und ob der Länge der Partie offenbar zunehmend genervter Gegner auch mehrfach, zum Schluss fast nach jedem Zug, Remisangebote machte – die Erwin kommentarlos mit Angriffsideen ablehnte (sein Gegner und der MF haben sich bei ihm am Folgetag für ihre Ungeduld schriftlich entschuldigt – ein fairer Zug!). Leider war zu diesem Zeitpunkt taktisch wirklich nichts mehr drin und der Gegner vermied eine Zeitüberschreitung, wodurch um 16:00 das letzte Remis des Tages den 4:4 Endstand besiegelte. Ich denke, beide Mannschaften können mit dem spannenden und insgesamt fairen Spielverlauf und dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Wer gegen den Tabellenführer, der seine Spiele davor mit im Schnitt 6:2 gewonnen hatte, so auftritt, kann in der Saison noch viel erreichen…
Freiburg West bleibt weiterhin Tabellenführer und Topfavorit auf den Titel in der Bereichsliga.
Martin Heß
Vierte Mannschaft: Die Vierte Mannschaft trat im Ausweich-Spiellokal im ehemaligen Rathaus in Niederwinden an. Dies war für nur drei Partien auch ein passenderes Spiellokal als gleich eine ganze Halle zu nutzen 🙂
Mit drei Mann angetreten, wurde ein 2:2 erzielt. Es gewannen M. Kuznietsov und M. Trenkle. Erfreulich war, dass Th. Wölfle zu seinem ersten Einsatz im Vereinsschach kam. Thomas hatte zu Schulzeiten schon Schach gespielt, danach aber viele Jahre nicht mehr. Er war durch das Dorffest-Event mit TBG in diesem Sommer inspiriert worden, sich wieder dem Schachspiel zu widmen. Im ersten Pflichtspieleinsatz reichte es noch nicht, etwas Zählbares zu holen. Es gilt, weiter dran zu bleiben, dann wird sich dies auch ändern.
Der nächste Spieltag steht im neuen Jahr, am 11. Januar auf dem Programm.
Die erste Mannschaft erzielte in Sasbach einen 5,5:2,5 Auswärtserfolg und setzte sich damit überraschend an die Spitze der Verbandsligatabelle. Die Aussagekraft der Tabellenführung ist nach zwei Spieltagen natürlich noch nicht besonders hoch, aber ein gelungener Start in die Saison ist es allemal. S. Völker vermeldete nach drei Stunden Spielzeit ein Remis gegen Bernd Walther, der übrigens in diesem Jahr zum Ehrenmitglied des Badischen Schachverbandes ernannt wurde – herzlichen Glückwunsch! Danach konnten B. Banken, A. Lang und J. Schulte jeweils volle Punkte verbuchen und eine komfortable 3,5:0,5 Führung heraus spielen. Zu diesem Zeitpunkt sah es an allen Brettern ausgeglichen bis besser für Oberwinden aus. Es kam allerdings nochmal etwas Spannung auf. In beidseitiger Zeitnot hatte dann aber E. Reinhart das bessere Ende für sich und gewann. Damit konnten an diesem Tag alle vier Weiss-Partien gewonnen werden. Die Brüder P. und M. Germer befanden sich in taktisch komplizierten Stellungen, die leider verloren gingen. Zuletzt erkämpfte sich A. Wernet nach fast 6 Stunden Spielzeit in einem Doppelspringer-Bauern-Endspiel den Sieg und erhöhte zum Endstand von 5,5:2,5. Am kommenden Spieltag empfängt man die Fünfte Mannschaft aus Baden-Baden.
Bericht zur Zweiten Mannschaft von MF Martin Heß: „DWZ schießt keine Tore“ bzw. knappe 3,5 : 4,5 Niederlage unserer Zweiten gegen den stark aufgestellten Gegner aus Endingen… … der, im Gegensatz zum Vorjahr (wo die Endinger nur zu 6. anreisten), diesmal komplett und inklusive ihrem selten spielenden Spitzenbrett antrat. Aber auch wir hatten eine starke Aufstellung und so sah es auf dem Papier angesichts eines DWZ-Vorsprungs von im Mittel über +130 (wobei dieser ohne das „unterbewertete“ letzte Brett nur bei ca. +40 lag) eigentlich nach einem möglichen Sieg für uns aus. „Eigentlich…“, denn leider erwischte der berichtende MF gegen dieses „unterbewertete letzte Brett“ (mit einer offiziellen 1000er-DWZ) den schwärzesten Tag seines inzwischen mehr als 45-jährigen „Mannschaftsschachlebens“, indem er mit den weißen Steinen und ausgerechnet in seiner Lieblingseröffnung gegen einen munter losblitzenden und viel schneller als er ziehenden Gegner im 4. Zug einen unfassbaren Patzer machte, der als Mattalternative „mal eben“ einen satten Turm kostete. Dank Tempovorteil war zwar noch „sinnvolles“ Spiel möglich, aber die Hoffnung auf „Gegenpatzer“ erfüllte sich in den weiteren 40 Zügen leider nicht und so musste gegen Mittag aufgegeben werden. Der Rest der Mannschaft ließ sich erfreulicherweise durch diesen frühen Schock bei noch der ersten Tasse Kaffee nicht beirren. Im Gegenteil: Erik an Brett 1 und Jens an Brett 2 konnten ihren DWZ-stärkeren Gegnern jeweils ein Remis abtrotzen– wobei Jens dafür fast 6 Stunden am Brett saß. Dank Erwin, der, „wie immer 😉“ souverän einen Punkt beisteuern konnte und Jo’s nie gefährdetem Remis an Brett 4, sah es zur „Halbzeit“ nach ca. 3 Stunden Spielzeit eigentlich noch ganz gut für uns aus.
Letztendlich haben wir dann aber „hinten“ verloren, wo ein Mannschaftspunkt aus 4 Brettern einfach zu wenig war. Wolfgang kämpfte dabei an Brett 5 über 5 h wobei die in seiner Zeitnotphase noch angewachsene Bauernübermacht des Gegners leider seinen Qualitätsvorteil überkompensierte, weshalb er dann trotz starkem Spiel aufgeben musste. Torstens und Martins Remis an Brettern 6 und 7 entsprachen den Erwartungswerten, womit für den letztlich fehlenden halben Punkt zum 4:4 oder ganzen Punkt zum Mannschaftssieg ich zuallererst mich in der Verantwortung sehe (ich verstehe auch Tage danach noch nicht, wie ich einer Stellung, die ich u. A. schon hunderte Male geblitzt habe, statt des „natürlichen“ ausgerechnet den dümmstmöglichen Zug machen konnte). Auch wenn der Gegner deutlich stärker war als auf dem Papier, darf so etwas und vor allem so früh einfach nicht passieren. Sorry Kollegen – hoffentlich kann ich das beim kommenden Spieltag gegen die „Supermannschaft“ (fast 1900er DWZ-Schnitt…) Freiburg West ausgleichen.
Zum Start in die neue Saison konnte die Erste einen knappen 4,5:3,5 Heimerfolg gegen Horben erzielen. Es wurde zäh gekämpft und bis nach 13:30 Uhr war noch keine Partie entschieden. Dann musste sich zunächst E. Kimmler mit den schwarzen Steinen geschlagen geben, bevor J. Alber ausglich. Jens hatte sich einen gefährlichen, weit vorgerückten Freibauern erspielt, der die Partie entschied. A. Wernet engte den gegnerischen König stark ein und münzte diesen Druck in einen Sieg um. Somit führte Oberwinden zwar mit 2:1 aber nach einem Mannschaftssieg sah es zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht aus. Zu unklar war die Situation bei den noch laufenden Partien. Es folgten zwei Punkteteilungen an den beiden Spitzenbrettern. Auch B. Banken steuerte ein Remis bei. Dazu packte er für die Kiebitze auch den ein oder anderen überraschenden Zug aus. P. Meyer sah sich im Springer-Bauern-Endspiel mit Minusbauern unter Druck. Er schaffte es jedoch, mit einem Randfreibauern den gegnerischen Springer zu binden und die beiden Freibauern des Gegners wurden durch König und Springer gestoppt – Remis. Beim Stand von 4:3 blieb es dann Neuzugang M. Germer vorbehalten, den Mannschaftssieg unter Dach und Fach zu bringen. Marcel folgte zu dieser Saison seinem Bruder Philipp, der schon viele Jahre für Oberwinden am Brett ist. Marcel zeigte eine gute Leistung, lies im Doppelturmendspiel nichts anbrennen und sicherte mit Remis das knappe 4;5:3,5.
In der Bereichsliga zwischen Oberwinden 2 und Oberwinden 3 stand als Ergebnis ein 5:3 zu buche.
Die neu gemeldete vierte Mannschaft konnte in der Kreisliga D gegen die Vierte aus Horben mit 4:0 gewinnen. Es gewannen A. Diehl, M. Trenkle, A. Blattmann und M. Riesterer.
Der Jahresausflug des SC Oberwinden führte uns diesmal in den Hochschwarzwald, genauer gesagt nach Grafenhausen, der neuen Heimat unseres zweiten Vorsitzenden, Peter Pauk.
Los ging es am Freitag Nachmittag, 19. September, bei bestem Wetter. Mit Privatwagen starteten 14 Schachspieler, die gerne zu sechzehnt gewesen wären, aber zwei wackere Recken zwickte es derart im Kreuz, dass sie leider kurzfristig noch absagen mussten. So fuhren wir durch den herrlichen Schwarzwald, vorbei am Titisee zum Schluchsee. Beim Bahnhof Seebrugg erwartete uns unser Reiseleiter, Peter Pauk, der uns zum Feriendorf Grafenhausen geleitete. Dort bezogen wir unsere Unterkunft in rustikalen, aber sauberen und geräumigen Hütten.
Nur wenige Schritte entfernt warteten bereits die Wirtsleute des «Dorfstüble»auf unser Kommen. Inzwischen waren auch Bernd und Jens, unsere beiden Bahnreisenden aus Freiburg eingetroffen. Sie hätten eigentlich schon in Seebrugg zu uns stossen sollen, aber ihr Zug hatte mal wieder Verspätung …
Bei leckerer Speis` und reichlich Trank erlebten wir einen wunderbaren Abend. Geboten wurde Live-Musik der Springsteen-Coverband «Left handed Boss and Friend», bei der wir Schachspieler mit fortschreitender Stunde unsere Textsicherheit beim Mitsingen bewiesen. Es sei denn, wir waren zu vertieft in unsere Blitzpartien. Denn kaum waren die letzten Teller abgeräumt, wurde auf den Tischen Platz für Bretter und Figuren geschaffen. Weit nach Mitternacht verliessen die Letzten das Dorfstüble, allerdings nur um in der Unterkunft noch die ein oder andere Partie zu blitzen.
So waren am nächsten Morgen beim ein oder anderen die Augen noch etwas klein als es hiess: Abmarsch zum Frühstück. Denn dieses nahmen wir am Büfett der Pension Kramer in Grafenhausen ein. Und bis dorthin mussten wir ca. 30 Minuten laufen. Auch die letzten Augen weiteten sich dann aber schnell angesichts der üppig gedeckten Tafel.
Bestens gestärkt und für den heissen Tag gerüstet führte uns Peter dann in einem ausgedehnten Rundgang durch den Ort samt Kur- und Skulpturenpark. Die Runde endetet bei Stephanie und ihm vor dem Haus, wo uns eine willkommene Erfrischung und Ruhepause erwartete.
Dann ging es auf schattigen Wegen entlang der Schlücht zunächst zum Sportplatz, wo unser Mikita uns in die Kunst des sportlichen Frisbee-Wettkampfs einführte. Für die meisten von uns wohl eine zu Schweiss treibende Sportart. Es fand sich jedenfalls niemand, der spontan dem Schach abschwor und mit wehenden Fahnen zum Frisbee wechseln wollte. Zum Glück war nur wenige Schritte weiter der hübsche Schlüchtsee mit Kiosk. Hier konnten wir uns wieder erholen und stärken, denn nun galt es einige Höhenmeter zu überwinden und uns – vorbei an dem übergrossen «Zäpfle»-Kunstwerk – der Brauerei Rothaus zu nähern. Für 16 Uhr waren wir hier für eine Führung angemeldet.
Es war recht beeindruckend, welche Informationen wir da zu Vergangenheit und Gegenwart der Badischen Staatsbrauerei beim Rundgang durch die verschiedenen Bereich wie z.B. Gärkeller und Abfüllerei bekamen. Voll mit neuem Wissen führte unser Weg zurück zum Feriendorf. Wohlig erschöpft von unserer Wanderung war jeder glücklich, dass es zum Nachtessen wieder nur die paar Schritte ins Dorfstüble ging. Hier liessen wir es uns wieder gut gehen und nutzten noch die Gelegenheit, der Bedienung die en-passant-Regel zu erläutern.
Gut ausgeschlafen ging es am Sonntag dann nochmal zum Frühstücksbüfett in der Pension Kramer. Diesmal allerdings mit den Autos, denn am späten Vormittag endete dort unser wunderbarer Schachausflug mit der anschliessenden Heimfahrt. Ein grosser Dank geht an unseren Peter Pauk, der alles perfekt organisiert und vorbereitet hat!
Zum diesjährigen Highlight auf dem Dorffest in Oberwinden fanden sich 27 Spieler am Stand des SCO ein. Alle waren motiviert und keiner wollte dem Herausforderer Georgios Souleidis etwas schenken.
Nach kurzen Ansprachen von Mathias Burger und TBHE BIG GREEK startete das Turnier pünktlich mit 1.e4 an Brett 1. Der Herausforderer zog an allen Brettern an, und manch einer hatte das Glück seinen ersten Zug wünschen zu dürfen.
Durch die Werbung in sozialen Medien und diversen Tageszeitungen fanden sich direkt zu Beginn etliche Zuschauer um das, aus Brauereigarnituren bestehenden, Rechteck ein. Mittendrin legte TBG gleich ein ordentliches Tempo vor um schnellstmöglich die Spreu vom Weizen zu trennen.
Unter Beobachtung der Presse, Pfarrer Thum und Bürgermeister Hämmerle war die Konzentration aller trotz Livemusik im Hintergrund extrem hoch. Keiner wollte als erstes die Segel streichen und so dauerte es 100 Minuten bis der erste Spieler ausschied. Aber nicht wie man jetzt vielleicht denkt, durch einen Favoritensieg des Herausforderers. Nein. Unser ehemaliger Spieler Harald Schomas erwischte TBG schon in der Eröffnung auf dem falschen Fuß und münzte seinen Vorteil spektakulär wie überraschend in einen Sieg um.
Nur 5 Minuten später verabschiedete sich Mathias Burger aus dem Turnier. Die Dunkelheit brach an, und es musste für mehr Licht gesorgt werden. Die Stellung schien so oder so verloren, aber TBG schenkte ihm ein Remis außer Konkurrenz. Nun ging es schnell, und binnen weniger Minuten war das Feld halbiert.
TBG setzte zu einer Siegesserie an, die erst von Uli Volk (Remis) und Peter Pauk unterbrochen wurde. Letzterer konnte sogar den ganzen Punkt einfahren, in dem er einen Patzer des Internationalen Meisters gekonnt ausnutzte. Nach 165 Minuten reiner Spielzeit war es Martin Wissler der als letztes versuchte TBG ein Bein zu stellen. Es gelang ihm leider nicht. Bis dahin schafften allerdings noch einige Kontrahenten ein Remis gegen Georgios. Unsere Glückwünsche gebühren an dieser Stelle Simon Klotz, Roland Hauk, Bernhard Bernauer (vermutlich ältester Teilnehmer im Feld), Manuel Biereth und Robert Biedenköpper (neben TBG die weiteste Anreise).
Ein wunderbares Turnier endete daher gegen 22 Uhr. Es war alles dabei. Laute Musik, leichter Wind, kühle Temperaturen und sogar ein Stromausfall. Nichts davon brachte die Spieler aber wirklich aus der Ruhe. Im Anschluss gab es noch die Gelegenheit sich mit TBG auszutauschen oder Bilder zu schießen.
Ein herzliches Dankeschön von Seiten des SCO geht an alle Teilnehmer. Auch Dank euch ein Highlight, anders kann man es nicht sagen.
IM Georgios Souleidis ging gut gelaunt an den Startviele Interessierte ZuschauerEventuell der Verlustzug gegen Harald SchomasZuschauer und Spieler bildeten eine stolze Kulisse.Auch gegen Ende gab es noch viel interessierte Zuschauer
Mit Sonnenschein und Festmusik starteten 60 Teilnehmer die 14. Auflage des Dorffestblitzturniers. Klarer Favorit war der Internationale Meister Georgios Souleidis aka „THE BIG GREEK“. Ganz ohne Punktverlust kam der Hamburger dann aber doch nicht davon. Zwei halbe Punkte musste er abgeben, gegen Mario Rösch und Stefan Rechlin. Mit 10 Punkten aus 11 Runden gewann er das Turnier aber souverän. Dahinter drängten sich 4 Spieler mit 8 Punkten. Nach Buchholz wurde Mario Rösch Zweiter, Patrick Fischer Dritter, Max Scherer Vierter gefolgt von Alex Lang.
Vielen Dank an alle Spieler für die Teilnahme. Ein besonderes Dankeschön an den Turnierleiter Erik Kimmler, der trotz technischer Herausforderungen, das Turnier souverän leitete. Danke auch an die Sponsoren der zahlreichen Sachpreise. Die nächste Auflage wird 2027 wieder in Niederwinden stattfinden.