Von Martin
Das erste Spiel nach unserem Aufstieg in die Landesliga bei SGEM Waldshut-Tiengen 1 begann mit einer ungewohnt langen Anreise. Umso erfreulicher war dann der vorgefundene Spielsaal. Nach Meinung des Mannschaftsführers war dieser nicht nur landesliga-, sondern geradezu „bundesligatauglich“. In fast 50 Jahren aktiver Teilnahme an Verbandsrunden durfte er so noch nie spielen: Bequeme Lederstühle, bestes indirektes Licht, reichlich Platz am Tisch, schöne Holzbretter (die sogar mit Antirutschpads befestigt waren) und als Sahnehäubchen ein semiprofessioneller Kaffeevollautomat im Vorraum mit Kaffee für nur 1 € … Ihr seht schon, ich möchte eigentlich gar nicht so gerne vom Spielverlauf schreiben.
Denn es kam, wie es die DWZ-Mannschaftsdifferenz von im Mittel -112 Punkten erwarten bzw. statistisch berechnen ließ. Allerdings haben wir stark gekämpft: Nach pünktlichem Beginn konnten bis zur Mittagszeit Andi, Peter P., Joachim und Martin S. ihren deutlich favorisierten Gegnern jeweils ein Remis abtrotzen – Womit wir schon einmal besser dastanden als die meisten Gegner des Aufsteigers aus der Runde davor am Schluss.
Zu diesem Zeitpunkt sah es an den restlichen Brettern sogar nach einer möglichen Überraschung aus. Peter M. an Brett 1 spielte stark gegen seinen „Ü2100er“ und auch der MF träumte bereits von mindestens einem Remis. Die spätere Analyse ergab jedoch, dass das leider eine „Kournikowa-Stellung“ war (sah sehr gut aus, gewann aber nichts) – siehe die Stellung nach der Rochade im 24. Zug. So musste er und leider bald danach auch Peter an Brett 1 die Waffen strecken.
Erik steuerte fast zeitgleich gegen 13:00 das fünfte Remis bei … und dabei blieb es dann leider auch. Erwin war es leider verwehrt, ein weiteres Remis beizusteuern, da er nach über fünf Stunden Spielzeit einen kleinen Fehler seines Gegners übersah, der in einem spannenden Turmendspiel einen starken Konter ermöglicht hätte.
So blieb es am Ende beim 2,5 : 5,5 aus unserer Sicht. Das Gesehene lässt uns aber hoffen und erwarten, dass wir auch in der Landesliga bestehen können – auch wenn es, schon aufgrund der ungewohnt langen Anreisen, eine schwere Saison werden wird.

