Am 8. Spieltag der Verbandsliga Süd kam es in Oberwinden zum mit Spannung erwarteten Spitzenduell gegen den bisherigen Tabellenführer Schachclub Brombach II. Nach der Niederlage am vorherigen Spieltag war die Ausgangslage klar: Nur mit einem Sieg konnte die erste Mannschaft des Schachclub Oberwinden die Tabellenführung zurückerobern.
Und die Mannschaft lieferte.
Von Beginn an entwickelte sich ein intensiver Mannschaftskampf auf Augenhöhe. An mehreren Brettern wurden früh solide Stellungen erreicht, sodass sich zunächst ein ausgeglichenes Bild ergab. Die Gäste aus Brombach an der Spitze der Tabelle, erwiesen sich erwartungsgemäß als starker Gegner.
Im weiteren Verlauf kippte das Geschehen jedoch zunehmend zugunsten der Oberwindener. Mit konzentriertem Spiel an den vorderen Brettern konnten die Partien ausgeglichen gestaltet werden und durch die gute Chancenverwertung an den hinteren Brettern konnte man volle Punkte einfahren. Besonders in den kritischen Momenten zeigten unsere Spieler ihre Qualität und Nervenstärke.
Endergebnis: Oberwinden – Brombach II: 6:2

Mit diesem Erfolg übernimmt Oberwinden wieder die Spitzenposition in der Verbandsliga Süd. Damit hat die Mannschaft im Saisonendspurt alle Trümpfe in der eigenen Hand.
Der Sieg gegen den direkten Konkurrenten unterstreicht eindrucksvoll die Ambitionen der ersten Mannschaft. Nun gilt es am letzten Spieltag die gezeigte Form zu bestätigen und den Platz an der Sonne zu verteidigen.

Alex Lang, MF 1
Zweite rückt auf Tabellenplatz 2 vor
Beim Heimspiel gegen den punktgleichen Tabellennachbarn SK Denzlingen 1 wollte unsere Zweite diesmal ihre Aufstiegschancen wahren. Das ging nur über einen möglichst hohen Sieg, wobei die auf Basis vorheriger Aufstellungen berechnete „DWZ-Prognose“ allerdings eher ein Mannschaftsremis erwarten ließ. Erfreulicherweise fehlten bei den Denzlingern dann aber zwei starke Spieler an den vorderen Brettern, wodurch „hinten“ Nachrücker zum Zug kamen.
Gegen einen davon konnte Bernhard an Brett 8 derart kurzen Prozess machen, dass der Mannschaftsführer, der noch nicht einmal gesehen hatte, wie das so schnell geschah, bedenkenlos das frühe Remisangebot von Bernds Gegner an Brett 1 „befürworten“ konnte. So lag man bereits gut eine Stunde nach Spielbeginn mit 1,5:0,5 im „Plan“.
Wolfgang lehnte in „raumgreifender Stellung“ hingegen mehrere Remisangebote ab, musste aber auf die Früchte seines Kampfgeists noch einige Stunden warten. Bis 13:00 Uhr entwickelten sich die Partien überwiegend positiv für uns, wodurch der Mannschaftsführer das Remisangebot seines deutlich DWZ-schwächeren Gegners zur Zeitkontrolle annahm und auch Jo bedenkenlos Remis zum 2,5:1,5 geben konnte. Zu diesem Zeitpunkt saßen Peter und Wolfgang bereits vor klar gewonnenen Bauernendspielen, und auch bei Erik sah es gut, wenn auch etwas komplizierter, aus.
Peter war dann nach vier Stunden Spielzeit der Erste, der auf 3,5:1,5 erhöhte, gefolgt von Erik, der zum 4,5:1,5-Mannschaftssieg ausbauen konnte. Jens’ Partieverlust nach langem Kampf konnte angesichts des Gesamtspielstands zwar seine eigene, aber nicht die Laune des Teams trüben – insbesondere als kurz danach, und wie so oft als Letzter, auch Wolfgang kurz vor 15:00 Uhr die Kirsche auf das Sahnehäubchen zum 5,5:2,5-Endstand setzen konnte.
Im punktgleichen Tabellenführer-Trio konnten wir durch den gewohnten Kampfgeist, aber insbesondere auch dank des Aushelfens von Spielern unserer Dritten – besten Dank nochmals hierfür – auf Platz 2 vorrücken. Das Ligaorakel orakelt nun immerhin eine etwas bessere als 1:6-Aufstiegschance (statt unter 10 % wie noch vor der 8. Runde).
Wir müssen allerdings nach wie vor auf Schützenhilfe hoffen: Die starken Zeller, die bisher im Schnitt immerhin fast vier Brettpunkte pro Spiel holten, müssten für unseren Aufstieg „nur“ ihren Brettpunktschnitt auch gegen den Aufstiegsfavoriten halten, und wir dann „nur“ zwei Brettpunkte mehr im letzten Spiel gegen Hofstetten holen.
Die Bereichsliga bleibt so vor der Schlussrunde deutlich spannender als die Fußball-Bundesliga …

Martin Heß, MF 2
3. Mannschaft unterliegt Hofstetten 1 knapp mit 3,5:4,5
Die 3. Mannschaft verliert knapp und etwas unglücklich gegen die in Bestbesetzung angetretenen Hofstettener.
Martin Schneider an Brett 2 spielte in ausgeglichener Stellung Remis, ebenso wie Markus Trenkle an Brett 8, der sich in leicht vorteilhafter Stellung ebenfalls mit einem Unentschieden begnügte. Nachdem auch Ulrich Volk an Brett 4 in ausgeglichener Stellung Remis spielte, konnten Alexander Diehl an Brett 5 und Oliver Burger an Brett 6 ihre vorteilhaften Stellungen verwerten und gewinnen. So lag man zwischenzeitlich mit 3,5:1,5 in Führung.
An Brett 7 hatte es Mykyta Kuznietsov mit einem sehr erfahrenen Gegner zu tun. Dieser baute früh eine Mattdrohung auf, die im weiteren Partieverlauf nicht mehr zu verteidigen war, sodass sich Mykyta geschlagen geben musste. An Brett 3 stand Thomas Ruf zwischenzeitlich schlechter, konnte sich aber wieder Richtung Remis kämpfen. Durch eine Fehlentscheidung musste jedoch auch er die Partie aufgeben.
Nun spielte nur noch Markus Wernet an Brett 1 gegen den sehr starken Axel Moser (DWZ 2134), der erst seinen dritten Einsatz hatte. Daran sah man, dass Hofstetten unsere dritte Mannschaft sehr ernst nahm. Leider musste sich Markus nach hartem Kampf und 5,5 Stunden Spielzeit ebenfalls geschlagen geben.

Oberwinden 4 – Heitersheim 6: 0:4
Leider musste die 4. Mannschaft kampflos aufgeben. Die Bretter waren zwar zum Spielen vorbereitet, jedoch war mit Thomas Wölfe nur ein Spieler anwesend. Die anderen beiden Spieler mussten kurzfristig absagen.
Peter Pauk, MF 3/4

