März 2026
M D M D F S S
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Schachaufgabe

Archiv SCO

Beiträge

März 2026
M D M D F S S
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Archiv

Bezirkspokalsieg gegen Heitersheim

Musikalisch umrahmt war das Bezirksfinale zwischen dem Oberligisten Heitersheim und dem Oberwindener Verbandsligisten. Es war aber eher die Probe einer Schlagzeugtruppe. Es gab keine Beschwerden der Spieler. Man muss froh sein, wenn den Schachvereinen kostengünstige Räumlichkeiten zur Verfügung stehen und wir unserem Hobby nachgehen können.

Oberwinden ging mit einer taktischen Aufstellung ins Spiel und lies seine beiden stärksten Spieler im Aufgebot mit Weiß antreten. Das hieß, dass Manu Reinhart am ersten und Philip Germer am vierten Brett spielten, während Alex Lang an zwei und Jens Alber an drei die Schwarzen Steine führten.

Manu hatte es gegen Silas Backhaus mit einem „Franzosen“ zu tun. Backhaus konnte sich auf der a-Linie einen Freibauer schaffen, hatte aber noch nicht rochiert und der Königsspringer stand abseits am Rand. Etwas zu einfach konnte Manu den Freibauern derart eliminieren, dass sich der Heitersheimer genötigt sah, die Dame für einen Turm und Läufer zu geben. Gegen den unrochierten König war es für Manu ein leichtes, die Kraft der Dame zu nutzen und den vollen Punkt einzufahren.

Die zweite Partie konnte Philip Germer für uns entscheiden. Sein Gegner spielte die Caro-Kann-Verteidigung nicht ganz genau, so dass Philip ein Übergewicht bekam. Das im Verlauf der Partie erzwungene erstickte Matt durch den Springer nach vorherigem Damenopfer auf g8 wollte sich der Gegner nicht mehr zeigen lassen. Notiz am Rande: Auf die Frage des Gegners: „Bist du nicht zu stark für das vierte Brett, oder hast du einen Bruder?“ antwortete Philip völlig korrekt: „Ja“.

Bei der Führung mit 2:0 für die Oberwindener wurde die Partie an Brett 2 nach Zugwiederholung Remis gegeben. Alex Lang hatte gegen Katalanisch zwar Triple-Bauer auf der c-Linie, doch mit der Stellung war nicht nur Alex zufrieden. Manu meinte nach der Partie, dass ihm die Schwarze Stellung immer gut gefallen hatte. Alex hatte die ganze Partie keine Probleme, hat in der Folge noch vielversprechendere Fortsetzungen ausgelassen und gab sich mit einem Mehrbauer mit dem Remis und dem sicheren Mannschaftssieg zufrieden.

Somit konnte Jens Alber am dritten Brett seine Partie ohne Druck auf Sieg spielen. Aus einer c4-Eröffnung leitete er geschickt in einen Maroczy-Sizilianer über, gewann das Läuferpaar und gab dieses in der Folge für einen gegnerischen Doppelbauern auf der c-Linie wieder her. Dafür konnte er Druck auf die c-Bauern ausüben. Sein Gegner stellte einen Bauern ein und suchte am Königsflügel Gegenspiel, das Jens aber abwehren konnte. In beidseitiger Zeitnot gewann Jens zwei weitere Bauern. Nachdem der Gegner weiteres Material getauscht und noch einen vierten Bauern verloren hatte, sah er seine Niederlage ein.

Endstand 3,5:0,5 für Oberwinden der damit den Mannschaftsbezirkspokal gewonnen hat. Eine starke und souveräne Leistung der Elztäler, die nichts anbrennen ließen. In Anlehnung an das „A-Team“ meinte der Oberwindener Mannschaftsführer: „Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert“.

Comments are closed.