{"id":6521,"date":"2014-12-10T22:11:47","date_gmt":"2014-12-10T20:11:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schachclub-oberwinden.de\/wp3\/?p=6521"},"modified":"2014-12-10T22:11:47","modified_gmt":"2014-12-10T20:11:47","slug":"psycho-krieg-oder-das-ganz-normale-verhalten-vor-waehrend-nach-einer-partie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schachclub-oberwinden.de\/wp3\/2014\/12\/10\/psycho-krieg-oder-das-ganz-normale-verhalten-vor-waehrend-nach-einer-partie\/","title":{"rendered":"Psycho-Krieg oder das ganz normale Verhalten vor-w\u00e4hrend-nach einer Partie"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">D<a href=\"http:\/\/www.schachclub-oberwinden.de\/wp3\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Martin.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-6522 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.schachclub-oberwinden.de\/wp3\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Martin-150x150.jpg\" alt=\"Martin\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>as gestern im Rahmen der Vereinsmeisterschaft des SC Oberwinden ausgetragene Duell zwischen dem Schreiber dieser Zeilen und Martin Hess war nicht nur eine spannende, interessante und sowohl von positionellem und taktischem Spiel gepr\u00e4gte Partie, sondern auch eine, die die ganze Spannbreite des Schachkampfes sowohl vor, w\u00e4hrend wie auch nach der Partie umfasste. F\u00fcr den interessierten Leser und auf Anregung eines Einzelnen deshalb eine kurze Zusammenfassung des Ablaufs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Auslosung der zweiten Runde der Vereinsmeisterschaft ergab das Duell Hess &#8211; Wernet, welches sich in vielen Blitzpartien schon oft mit einer der \u00e4ltesten Er\u00f6ffnungen, dem K\u00f6nigsgambit, auseinandersetzte. Diese sehr taktische Er\u00f6ffnung, von beiden Spielern geliebt, f\u00fchrte oftmals zu einem klaren Seriensieg eines der Beteiligten, manchmal auch zu einem denkbar knappen 7:6 oder \u00e4hnlichen Ergebnissen, was beide veranlasste ihre Siege durch sammeln von Bierdeckeln zu dokumentieren, so dass am Ende einer Serie der wirkliche Sieger zweifelsfrei ermittelt werden konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ungl\u00fcckli<a href=\"http:\/\/www.schachclub-oberwinden.de\/wp3\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Adler.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-6523 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.schachclub-oberwinden.de\/wp3\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Adler-150x150.jpg\" alt=\"Adler\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>cherweise war der Termin f\u00fcr die Vereinsmeisterschaftspartie so gelegt, dass einer der Kontrahenten um Verschiebung ersuchen mu\u00dfte. Kurz und knapp, es ergab sich die verbale Schlacht vor dem Kampf, wie vor gro\u00dfen Fu\u00dfballduellen, dem Wiegen beim Boxen oder \u00e4hnlich brisanten Auseinandersetzungen \u00fcblich. So erfolgte auf die Bitte und der positiven R\u00fcckantwort die augenzwinkernde Androhung &#8222;Zieh dich schon mal warm an, ich werde ein staubtrockene, rein positionelle, stink langweilige Partie spielen, ohne jegliche taktische Ans\u00e4tze und uralte Varianten in der Er\u00f6ffnung ;-)&#8220;. Das geliebte K\u00f6nigsgambit schien also gestorben und so galt es dem entgegen zu treten. Dies wurde auch auf einfaltsreiche Art und Weise bewerkstelligt. Der um sein geliebtes K\u00f6nigsgambit Betrogene pr\u00e4parierte 2 W\u00fcrfel und besa\u00df die Frechheit die ersten beiden Z\u00fcge der Partie am Brett zu w\u00fcrfeln. Dies funktionierte wie folgt: ein W\u00fcrfel wurde mit den Zahlen 3 und 4 und der andere mit den Buchstaben b &#8211; g beklebt. Damit waren die Randbauernz\u00fcge nat\u00fcrlich gestorben, bei f3 und c3 konnte zwischen Springer und Bauer entschieden werden, so dass immerhin 14 M\u00f6glichkeiten beim ersten Wurf zustande kamen. Die \u00dcberraschung beim Gegner war nat\u00fcrlich genauso gro\u00df wie die Erheiterung der Umstehenden. Gew\u00fcrfelt wurden e3 und d3 und der Ehrgeiz des Gegners war nat\u00fcrlich angestachelt, diese Unversch\u00e4mtheit umgehend zu bestrafen. Es entwickelte sich auch schnell ein positioneller Kampf, der mit einer taktischen Finte auf die der W\u00fcrfelspieler herein fiel schnell entschieden wurde und so gab man sich nach bereits 23 Z\u00fcgen die Hand. Zugegebenerma\u00dfen war die Partie nicht zwangsl\u00e4ufig gewonnen und w\u00e4re die taktische Finte gesehen worden, so w\u00e4re der Wei\u00dfspieler zwar beengter gestanden, von gewonnener Partie konnte aber keine Rede sein. Da der Unterlegene auch noch dem Sieger im Vorfeld mit einem Kugelschreiber zur Dokumentation der sicherlich in der Vereinshistorie bisher einmaligen Partieanlage aushalf, war der Kommentar &#8222;mit den eigenen Waffen geschlagen&#8220; nat\u00fcrlich unvermeidbar.<a href=\"http:\/\/www.schachclub-oberwinden.de\/wp3\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Basti.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-6524 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.schachclub-oberwinden.de\/wp3\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Basti-150x150.jpg\" alt=\"Basti\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Durch das schnelle Ende gab es auf jeden Fall noch die Gelegenheit die an den Nebentischen Analysierenden zu einer kleinen Blitzrunde zu \u00fcberreden und der Kampf konnte also auch nach der Partie noch weitergef\u00fchrt werden. Auch im Blitz wurde nat\u00fcrlich mit allen Mitteln gek\u00e4mpft und nur ein \u00fcbersehenes Schach rettete den Sieger der Vereinsmeisterschaftpartie, kosteten dem Unterlegenen den Gesamtsieg und f\u00fchrten zum Gleichstand von gleich 3 Spielern am Ende der Runde. Sebastian V. pl\u00e4dierte nat\u00fcrlich auf den direkten Vergleich, was ihm den ersten Platz, Andreas W. den zweiten Platz und Martin H. den dritten Platz beschert h\u00e4tte, aber die beiden anderen bestanden auf ein Ausspielen jeder gegen jeden, was am Ende zum gleichen Ergebnis f\u00fchrte. Auf jeden Fall hatten alle ihren Spa\u00df, es war ein sehr kurzweiliger Abend und Martin H. konnte mit M\u00fche \u00fcberredet werden die neue Er\u00f6ffnungsstrategie am Sonntag zumindestens noch nicht einzusetzen \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Endtabelle des Blitzturniers:<br \/>\n1. Sebastian V\u00f6lker<br \/>\n2. Andreas Wernet<br \/>\n3. Martin Hess<br \/>\n4. Wolfgang Scherer<br \/>\n5. Torsten Becherer und Martin Schneider<br \/>\n7. Thomas Ruf<br \/>\n8. Michael Neuendorf<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Sp\u00e4tduell &#8222;Fuchs&#8220; gegen &#8222;Lehrer&#8220; endete nach unbest\u00e4tigten Ger\u00fcchten 1:42 \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Andreas Wernet<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Das gestern im Rahmen der Vereinsmeisterschaft des SC Oberwinden ausgetragene Duell zwischen dem Schreiber dieser Zeilen und Martin Hess war nicht nur eine spannende, interessante und sowohl von positionellem und taktischem Spiel gepr\u00e4gte Partie, sondern auch eine, die die ganze Spannbreite des Schachkampfes sowohl vor, w\u00e4hrend wie auch nach der Partie umfasste. 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