{"id":3538,"date":"2011-04-06T00:35:58","date_gmt":"2011-04-05T22:35:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schachclub-oberwinden.de\/wp3\/?p=3538"},"modified":"2011-04-06T00:35:58","modified_gmt":"2011-04-05T22:35:58","slug":"erste-verliert-das-spiel-um-tabellenplatz-zwei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schachclub-oberwinden.de\/wp3\/2011\/04\/06\/erste-verliert-das-spiel-um-tabellenplatz-zwei\/","title":{"rendered":"Erste verliert das Spiel um Tabellenplatz zwei"},"content":{"rendered":"<p>Bericht von MF1 Sebastian V\u00f6lker:<\/p>\n<p>Mit 5:3 verlor die \u201eErste\u201c des SC Oberwinden das entscheidende Duell um den eventuell noch zum Aufstieg in die Oberliga berechtigenden zweiten Tabellenplatz der Verbandsliga beim SK Freiburg-Z\u00e4hringen 1887. Da nicht davon auszugehen ist, dass sich Z\u00e4hringen in der Schlussrunde noch mal die Butter vom Brot nehmen l\u00e4sst, kann man sich im Elztal vom Saison-Maximalziel \u201eAufstieg\u201c nun verabschieden.<\/p>\n<p>V\u00f6llig unbeeindruckt vom \u201eGerangel um die R\u00e4nge\u201c zog derweil der souver\u00e4ne Spitzenreiter Kuppenheim seine Bahn und sicherte sich mit einem \u00fcberzeugenden 6,5:1,5 in Gottmadingen vorzeitig und absolut verdient den Titel. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch an die Truppe um Hartmut Metz und viel Erfolg in der Oberliga!<\/p>\n<p>Doch kommen wir zum Verlauf unserer Begegnung mit dem ehemaligen Bundesligisten Z\u00e4hringen 1887: Bereits ein 4:4 h\u00e4tte gen\u00fcgt, um auch weiterhin die Nase in der Tabelle vor den Breisgauern zu behalten. Und es war keineswegs so, dass die Chance dazu, ja sogar zu einem Oberwindener Sieg, nicht bestanden h\u00e4tte. Zwar gingen die Freiburger leicht favorisiert in die Begegnung und verzeichneten an 5 Brettern h\u00f6here Wertungszahlen als wir, die Spielst\u00e4rkeunterschiede waren aber jeweils nicht so gravierend, dass nicht an jedem Brett alles m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Etwas \u00fcberraschend war es darum, dass sich doch bereits sehr fr\u00fch im Wettkampfverlauf an einigen Brettern klare Tendenzen bez\u00fcglich des Spielausgangs abzeichneten.<\/p>\n<p>Dies betraf allerdings nicht Brett 1, an dem sich unser Spitzenspieler FM Peter Dittmar mit Wei\u00df dem griechischen GM Skembris gegen\u00fcber sah. Zeit, den Gegner zu beobachten, hatten beide zuvor reichlich, waren sie doch noch bis zum Vortag gemeinsam beim Turnier in Bad W\u00f6rishofen zugange gewesen. Die Er\u00f6ffnungs\u00fcberraschung von Peter beantwortete der GM mit einer ebensolchen, so dass sich beide Kontrahenten recht bald auf eher unbekanntem Terrain bewegten, was der Partieentwicklung nur zugute kommen konnte. Nachdem sich zun\u00e4chst keiner der beiden einen deutlichen Vorteil herausarbeiten konnte, ging es in unklarer Stellung in die Zeitnotphase. Eine t\u00fcckische Mattdrohung, die Peter nicht berechnet hatte, sorgte f\u00fcr entscheidenden Materialgewinn und damit den Sieg des Freiburgers.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich entwickelte sich die Partie an Brett 2, in der unser FM Emanuel Reinhart mit Schwarz auf den Freiburger Captain Helmut Scherer traf. Auch hier war es die Zeitnot, die den Partieausgang ma\u00dfgeblich beeinflusste. Profiteur war diesmal der Elzt\u00e4ler Franzose, der mit einer Bauerngabel einen Offizier gewann und zum 1:1 ausgleichen konnte.<\/p>\n<p>Bevor es an den Spitzenbrettern hektisch wurde hatten sich aber bereits die Akteure an Brett 7 auf Remis geeinigt. Eddi Kais war es nicht gelungen, seinen Anzugsvorteil als Wei\u00dfer in eine dauerhafte Initiative gegen den sich umsichtig verteidigenden Prof. Neininger zu verwandeln, so dass die Punkteteilung der logische Ausgang war.<\/p>\n<p>Ganz anders dagegen der Partieverlauf an Brett 5. Hier sah sich Heiko Adler mit Wei\u00df gegen den routinierten Freiburger Lukas Trabert bereits in der Er\u00f6ffnung, einem \u201eSkandinavier\u201c, mit gro\u00dfen Problemen konfrontiert, die sich auch durch die Herausgabe von Material nicht verkleinern wollten. Der Freiburger erstickte jegliches Gegenspiel im Keim und gewann letztlich problemlos.<\/p>\n<p>Mehr Geduld musste da schon der Freiburger Mathonia (Brett 4) aufbringen, um aus seinem positionellen Vorteil als Wei\u00dfer gegen Ralf Schmidt\u00b4s Holl\u00e4nder Entscheidendes entstehen zu lassen und den vollen Z\u00e4hler einzufahren. Mit 3,5 Punkten auf der Z\u00e4hringer Habenseite wurde es jetzt nat\u00fcrlich bereits recht eng f\u00fcr uns. Aber da waren ja noch die Partien an den Brettern 3, 6 und 8, die allesamt sehr aussichtsreich f\u00fcr Oberwinden aussahen.<\/p>\n<p>Insbesondere an Brett 3 hatte sich Juan-Luis Fernandez gegen R\u00e4ber einen putzmunteren Mehrbauern gesichert, der ihm klaren Vorteil versprach. Mit dem \u2013 laut Augenzeugen \u2013 \u201eletzten Trick\u201c nutzte der Z\u00e4hringer dann aber einen eklatanten \u00dcberseher unseres \u201eLudwig\u201c zu einem Qualit\u00e4tsgewinn, den er rasch zum Sieg ausbauen konnte. Statt Sekt hie\u00df es somit Selters an Brett 3 und der Mannschaftskampf war \u00fcberdies zu unseren Ungunsten entschieden.<\/p>\n<p>Da nutzte es auch nichts mehr, dass Peter Meyer an Brett 8 in seiner Schwarzpartie gegen Berberich nach feinen Figurenman\u00f6vern Material eroberte und letztlich als einziger Oberwindener an diesem Tag \u00fcberzeugend gewinnen konnte.<\/p>\n<p>Bezeichnend f\u00fcr diesen Mannschaftskampf, in dem uns wenig gelingen wollte, war meine (Sebastian V\u00f6lker) Partie an Brett 6. Nach einigen Ungenauigkeiten von Hagen Loch hatte ich als Schwarzer nach 16 Z\u00fcgen bereits einen Bauern mehr. Diesen Vorteil konnte ich mittels eines exakt kalkulierten Plans bis zur ersten Zeitkontrolle in eine glatte Gewinnstellung ausbauen (+5 laut sp\u00e4terer Analyse mit Fritz), vergab dann aber mit dem 40. Zug einen Gro\u00dfteil des Vorteils wieder. Verunsichert durch eine Fesselung und das anschlie\u00dfende Eindringen der gegnerischen Dame in meine K\u00f6nigsstellung investierte ich derart viel Zeit in eine exakte Verteidigung zur Abwehr von Dauerschach- und Mattdrohungen, dass ich erneut in Zeitnot geriet und den finalen Gewinnzug schlicht nicht sah. Letztlich war ich es dann, der sich mit wenigen verbleibenden Sekunden ins Dauerschach retten musste.<\/p>\n<p>Ein insgesamt sicherlich nicht unverdienter Sieg f\u00fcr Z\u00e4hringen 1887, in dem wir die sich uns bietenden Gelegenheiten eben nicht nutzen konnten.<\/p>\n<p>Nun gilt es, bis zum Saisonabschluss in 14 Tagen beim Heimspiel gegen Iffezheim die Wunden zu lecken und eine insgesamt nicht schlechte, aber um den kr\u00f6nenden Abschluss gebrachte Saison vern\u00fcnftig zu Ende zu spielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht von MF1 Sebastian V\u00f6lker:<\/p>\n<p>Mit 5:3 verlor die \u201eErste\u201c des SC Oberwinden das entscheidende Duell um den eventuell noch zum Aufstieg in die Oberliga berechtigenden zweiten Tabellenplatz der Verbandsliga beim SK Freiburg-Z\u00e4hringen 1887. 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