{"id":3395,"date":"2011-02-01T19:38:37","date_gmt":"2011-02-01T17:38:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schachclub-oberwinden.de\/wp3\/?p=3395"},"modified":"2011-02-28T20:57:28","modified_gmt":"2011-02-28T18:57:28","slug":"oberwinden-i-siegt-beim-deutschen-meister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schachclub-oberwinden.de\/wp3\/2011\/02\/01\/oberwinden-i-siegt-beim-deutschen-meister\/","title":{"rendered":"Oberwinden I siegt beim Deutschen Meister!"},"content":{"rendered":"<p><em>vom MF1 Sebastian V\u00f6lker<\/em><\/p>\n<p>In der 5. Spielrunde der Verbandsliga S\u00fcd gelang der ersten Mannschaft des SC Oberwinden mit einem 4,5:3,5-Ausw\u00e4rtserfolg bei der OSG Baden-Baden ein wichtiger Sieg und der Sprung auf Tabellenplatz 2. W\u00e4re die Saison jetzt bereits beendet, so w\u00fcrde dies einen Aufstiegsrang und damit den erstmaligen Einzug der Elzt\u00e4ler in die Badische Oberliga bedeuten. Doch so weit ist es noch lange nicht, und dass Platz 2 zum Aufstieg berechtigen k\u00f6nnte ist allein der aktuellen Situation auf den Abstiegsr\u00e4ngen der oberen Ligen zuzuschreiben. Das komplizierte Auf- und Abstiegsreglement wird wohl bis zum letzten Spieltag am 17. April die Frage offen lassen, ob neben den in der Tabelle bereits enteilten Kuppenheimern noch eine zweite Verbandsligamannschaft den Blick nach oben richten darf.<\/p>\n<p>\u00a0Wenngleich wir es \u201enur\u201c mit der vierten Vertretung des amtierenden deutschen Mannschaftsmeisters zu tun hatten, so rangierte diese doch in der Tabelle noch vor uns und es war den Gastgebern erneut gelungen, eine talentierte und hoch motivierte Truppe an die Bretter zu bringen. Das Team der Baden-Badener zeigte deutlich die Handschrift der sehr guten und erfolgreichen Nachwuchsarbeit an der Oos. Neben der Heranf\u00fchrung einheimischer Talente gelingt es dort, auch die F\u00fchler \u00fcber den Rhein ins benachbarte Frankreich auszustrecken und hoffnungsvolle Schachkids in die Kurstadt zu holen. Beredtes Zeugnis daf\u00fcr ist die Tatsache, dass am ersten Brett von Baden-Baden mit dem erst 12-j\u00e4hrigen Bilel Bellahcene ein Ausnahmetalent aufgeboten werden konnte, das sicher noch f\u00fcr Aufmerksamkeit in der Schachwelt sorgen wird. Doch nun der Reihe nach:<\/p>\n<p>\u00a0Dem Baden-Badener \u201eJugendstil\u201c begegnete Oberwinden mit geballter Routine. Schon nach weniger als einer Stunde fiel das Zwischenfazit positiv f\u00fcr uns aus. An den Brettern 5-8 war alles unter Kontrolle, Philipp Germer an Brett 4 hatte starke Initiative f\u00fcr einen Bauern erhalten und Juan Fernandez (Brett 3) experimentierte gegen Slavik Sarchisov, seines Zeichens Sechster der letzten deutschen Einzelmeisterschaften U16, geschickt am Damenfl\u00fcgel. An Brett 2 hatte Emmanuel Reinhard als Schwarzer im Caro-Kann gegen Joshua Hager \u2013 immerhin auch schon Teilnehmer an Jugendweltmeisterschaften \u2013 rasch ausgleichen k\u00f6nnen. Am Spitzenbrett nannte Peter Dittmar bereits einen Mehrbauern sein Eigen und bem\u00fchte sich nun um die Entfachung eines K\u00f6nigsangriffs.<\/p>\n<p>\u00a0Mit dem Herannahen der ersten Zeitkontrolle fielen dann auch die ersten Entscheidungen. Joachim Diehl (Brett 8) nahm angesichts der aussichtsreichen Partiest\u00e4nde seiner Mannschaftskollegen in verschachtelter Stellung das Remisangebot von Prof. Fromberg an und kurz darauf vermeldete Philipp den ersten Oberwindener Partiegewinn gegen Feiler, der den zahlreichen Fesselungen und drohenden Springergabeln erlag. Durch eine Unachtsamkeit von Sebastian V\u00f6lker (Brett 6) kam Baden-Baden kurz vor der Zeitkontrolle zum Ausgleich. In hoher Zeitnot vers\u00e4umte es der Oberwindener Mannschaftsf\u00fchrer einen Verteidigungszug einzustreuen, so dass sein 15-j\u00e4hriges Gegen\u00fcber Mathieu Barbaras ohne M\u00fche entscheidendes Material gewann.<\/p>\n<p>\u00a0Nur wenig sp\u00e4ter konnten wir aber erneut vorlegen. Zwar hatte sich Peter Dittmar in einer Kombination verrechnet und so statt eines sofort entscheidenden Figurengewinns lediglich ein sehr aussichtsreiches Turmendspiel erreicht. Dieses f\u00fchrte er aber mit \u00fcberlegener Technik sicher zum Sieg und somit zum Zwischenstand von 2,5:1,5 aus unserer Sicht. Der Blick auf die nun noch laufenden Partien verjagte f\u00fcrs Erste alle Sorgenfalten aus den Oberwindener Gesichtern.<\/p>\n<p>\u00a0Manu Reinhard hatte einen Mehrbauern im Damenendspiel, Juan Fernandez im Turmendspiel sogar deren zwei. Ralf Schmidt (Brett 5) spielte gegen Gersinska ohne erkennbare Probleme mit Dame gegen 2 T\u00fcrme und Eddi Kais, der im Mittelspiel die Qualit\u00e4t gewonnen hatte, drohte bereits mit einem gef\u00e4hrlichen Freibauern auf der 7. Reihe. So sah alles nach einem deutlichen Erfolg der Elzt\u00e4ler aus. Zun\u00e4chst gab dann Ralf seine Partie remis, erkannte aber im selben Moment, dass er mit dem stillen Bauernzug 44. h5 nochmal f\u00fcr m\u00e4chtig Verwirrung im Lager seines Gegners h\u00e4tte sorgen k\u00f6nnen. Zwar fand die deutsche Nationalspielerin GM Ketino Katchiani-Gersinska, die zwischenzeitlich als Kiebitz im Turniersaal erschienen war, noch eine Verteidigung. Ob ihr Ehemann J\u00fcrgen Gersinska diese jedoch am Brett auch gesehen h\u00e4tte bleibt Spekulation.<\/p>\n<p>\u00a0Problemlos f\u00fchrte Juan Fernandez im Anschluss seine Partie zum Sieg, so dass beim Zwischenstand von 4:2 noch zwei Oberwindener Gewinnpartien einzufahren waren. Doch nun geschah Kurioses. Ohne erkennbare Not, vielleicht jedoch geblendet von der Aussicht auf einen weiteren Bauerngewinn, liess sich Manu Reinhard von Joshua Hager einz\u00fcgig (!) Matt setzen. Ein sich im Schach auf diesem Niveau nur sehr selten einstellender Lapsus, und ein verst\u00e4ndlicherweise zutiefst geknickter Manu. Und diese unvorteilhafte Wendung schien nun auch Einfluss auf das Spiel von Eddi Kais zu nehmen. Denn anstatt durch einen Verteidigungszug den Phantomangriff seines Gegners G\u00f6lgeci verpuffen zu lassen und wenig sp\u00e4ter den vollen Punkt einzufahren, begann Eddi an einer \u201eZauberkombination\u201c zu rechnen, die ihm unter zwischenzeitlichem Damenopfer einen vermeintlich einfachen Endspielsieg beschert h\u00e4tte. Aber seine Variante hatte ein \u201eLoch\u201c, so dass Eddi angesichts der nun akuten Mattdrohung des Schwarzen nur und gerade noch die Flucht in ein Dauerschach blieb.<\/p>\n<p>\u00a0Zum Gl\u00fcck reichte uns diese Punkteteilung zum letztlich knappen, wenn auch verdienten 4,5:3,5-Sieg. In den verbleibenden 4 K\u00e4mpfen, unter anderem gegen den vermeintlichen Klassenprimus Freiburg-Z\u00e4hringen 1887 wird es aber erforderlich sein, dass wir unsere Leistungen stabilisieren und die Zahl der \u201eunforced errors\u201c deutlich reduzieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom MF1 Sebastian V\u00f6lker<\/p>\n<p>In der 5. Spielrunde der Verbandsliga S\u00fcd gelang der ersten Mannschaft des SC Oberwinden mit einem 4,5:3,5-Ausw\u00e4rtserfolg bei der OSG Baden-Baden ein wichtiger Sieg und der Sprung auf Tabellenplatz 2. 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