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Vereinsblitzmeisterschaft: 1. Runde

Ein Blitzturnier ist wie eine Schachtel Pralinen, so oder zumindest so ähnlich wusste das schon der gute Forrest Gump im Jahre 1994. Soll nichts anderes bedeuten wie: Blitzpartien im Schach sind nie so klar, wie sie auf dem Papier aussehen. Tagesform und die richtigen Entscheidungen am Brett können immer zu einem spannenden Turnierabend beitragen.
Und so fanden sich zur 1. Runde unseres alljährlichen Vereinsblitzes 8 Gladiatoren ein, um auf dem Schachbrett die eine oder andere Klinge zu kreuzen. Nach einem Update über die aktuellsten Regelanpassungen der FIDE ging es dann auch direkt mit Spaß und dem nötigen Ehrgeiz los. Der bunt gemixte Haufen aus Spielern aller Oberwindener Mannschaften schaffte es das gesammte Blitzturnier ohne Regelstreitigkeiten, von der ersten bis zur letzen Partie, was keineswegs in jedem Blitzturnier der vergangenen 20 Jahre an dem ich teilgenommen habe selbstverständlich ist.
Einen hervorragenden Turnierstart hatten sowohl Eddi Kais als auch Sebastian Völker. Beide Spieler entschieden den Turnierausgang erst in der letzten Runde durch ihre Partie gegeneinander, in der diesmal Eddi die Nase vorn hatte.
Bei dem restlichen Feld lief es so wie es unser guter Forrest bereits zu Beginn des Berichtes erwähnte, mal hier etwas Glück und dort etwas Pech in einer Partie.
Als persönliches Highlight des Turnieres möchte ich noch erwähnen dass ich mich am allermeisten über die Partie gegen Martin Wissler gefreut habe, der nach ca 1 Jahr schachlicher Abstinenz mit mir und den anderen Vereinskameraden wieder am Brett die Klingen kreuzte, wunderbar!!!

Am Ende für alle, die eigentlich nur auf die Ergebnisse warten, der Endstand 🙂

1. Eddi Kais – 6 Punkte
2. Sebastian Völker – 5,5 Punkte
3. Daniel Sonnenfeld – 5 Punkte
4. Alexander Lang – 4 Punkte
5. Martin Wissler – 2,5 Punkte
6. Jens Alber – 2 Punkte
6. Thomas Ruf – 2 Punkte
8. Markus Mack – 1 Punkt

Ich Danke allen für einen schönen Schachabend und hoffe beim nächten Turnierabend weitere Spieler begrüßen zu können.

Daniel Sonnenfeld

Englisch lernen in Italien

Es gibt viele Gründe für eine Italienreise. In unserem Fall waren dies nicht nur die wunderschöne Landschaft am nördlichen Gardasee und das traumhafte Wetter, sondern auch der Wunsch zu lernen. Während Basti und Peter ihre profunden italienisch Kenntnisse weiter verbesserten, dies gilt sowohl für die Sprache wie für die Eröffnung, waren meine Ziele etwas bescheidener und ich arbeitete an meinen Englisch-Fertigkeiten, gemeint ist nur die Eröffnung.

Zum Abschluß unserer Schachwoche war nochmal so richtig viel geboten. Der Tretiner-Abend stand an. Was wie ein Heimatabend klingt, entpuppte sich als ein geselliger Abend ohne Programm, aber mit vielen Trentiner Spezialitäten sowohl in flüssiger wie auch in fester Form. Das ganze fand in herrlicher Atmosphäre in einem Ristorante einer alten Burg statt. Dabei konnte man viele der Schachkollegen besser kennen lernen. Eine etwas größere Gruppe kam dabei aus dem Weinort Stetten in Unterfranken. Ein Dorf, dass nach eigener Aussage auszieht, um die Welt zu erobern (super T-Shirt). Bedenkt man, dass der Ort 1000 Einwohner und über 100 Schachspieler hat, dürfte das vielleicht sogar klappen. Dabei haben sie auch ein Thema mit dem Jugendtraining, aber im Gegensatz zu uns sind dort keine Plätze mehr frei, sondern es müssen interessierte Jugendliche abgewiesen werden.

Außer dem Trentiner Abend gab es auch noch den Besuch der tollen Segantini Ausstellung, des idyllischen Garten des Bischoffs, jede Menge schöne Spaziergänge, Bar-Besuche, … Bei der Gelegenheit konnten wir auch feststellen, dass der deutsche Gartenzwerg inzwischen auch das Trentino erorbert hat (siehe Bild unten).

Natürlich waren das nur Nebensächlichkeiten und das Sportliche überwog. Wie schon berichtet war das Turnier hervorragend organisiert und die Turnieratmosphäre und -bedingungen perfekt.  Gewonnen hat letztendlich der Turnierfavorit IM Nikita Petrov (Rusland, Elo 2564) mit sehr starken 8 Punkten aus 9 Runden. Ihm folgten die GMs Valerian Gaprindashvili (Georgien, 2352,  7 Punkte) und Csaba Horvath (Ungarn, 2507, 6,5 Punkte). Sehr stark war auch Peter Dittmars Leistung, der mit ebenfalls 6,5 Punkten und lediglich 2 Buchholz weniger als der Drittplazierte Sechster wurde.

Auch Basti spielte ein hervorragendes Turnier und konnte mit einer absoluten Kampfleistung in der letzten Runde noch 5,5 Punkte und den 29 Platz erobern. Damit hat er sich gegenüber der Startliste um 18 Plätze verbessert und satte 20 Elo hinzugewonnen. Bei Fritz Maurer lief es nicht ganz nach seinen Wünschen. Er konnte zwar mit 5 Punkten seinen Startplatz bestätigen mußte aber wegen des schwächeren Eloschnitts seiner Gegner in Summe 22 Elopunkte abgeben. Diese kann er sich aber bald wieder zurück holen, da er im November bei der Seniorenweltmeisterschaft in Acqui Terme startet. Von hier aus schon mal viel Glück und Erfolg. Ich selbst konnte ebenfalls mit einem Schlussrundensieg 5 Punkte erreichen, meinen Startplatz um 9 Plätze übertreffen und war damit 40zigster mit einem Eloplus von 5. Unsere Vierer-Gruppe hatte dabei in der sechsten Runde ihr persönliches Highligt. Alle gewannen und dies mußte natürlich gefeiert werden.

Das Turnier war, was die Ratingpreise und Sonderpreise betraf, fest in ungarischer Hand. Dabei stellte die ungarische Delegation auch den größten Teil der weiblichen Teilnehmer.

Wie gut uns das Turnier gefallen hat, wird traditionell in “Ein Satz zum Open” zusammengefasst, dabei kann ja jeder selbst versuchen, den jeweiligen Satz dem richtigen Sprecher (Peter, Fritz, Basti, Andi) zuzuordnen 😉
“Schönes Wetter und viele Elo-Punkte.” – “Das beste sind die Analysen am Abend bei Wein und Cappuccino.” – “Schach und Sonne satt!” – “Tolle Gemeinschaft, tolles Turnier, super Ambiente und viel Platz.”

Abschließend noch ein Hinweis darauf, wie schön unser Sport ist. Im Turnier gab es die Begegnung Deyan Kostov (Jahrgang 2006) gegen Antonio Pipitone (Jahrgang 1926). Sowas gibt es wohl in keiner anderen Sportart.

Andreas Wernet

 

Endtabelle: Arco 2017 – Open A

 

Impressionen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

        

Ein paar Kleinigkeiten

Italienischer Brandalarm

Wer hat schon mal einen richtigen Feueralarm erlebt? Wir gehören seit dieser Woche dazu. 4:23 Uhr wurden wir durch einen sehr durchdringenden Ton unsanft aus dem Schlaf gerissen. Betrachtet man die davorliegenden anstrengenden langen Partiezeiten, das schwere Abendessen, die Analyse in der Bar unseres Vertrauen, die Partieeingabe und die Gegnervorbereitung, so kann man erahnen, daß die Bettgehzeit deutlich nach 0:00 Uhr lag. Umso fitter fühlt man sich nach dem unsanften Wecken. Verschlafen und verstört im dunklen Zimmer stehend gilt es, sich erstmal zu sortieren. Dies gelang Basti deutlich besser als mir und so hat er sich zunächst mit den anderen verschreckten auf den Hotelfluren irrenden Gästen kurz unterhalten, was denn los sei. Zu riechen war nichts, also gibt es 3 Möglichkeiten:

1. Es brennt, aber noch nicht in unserer Nähe.
2. Es ist ein Fehlalarm.
3. Die ortsansässige Zelle der in Italien so berühmten Organisation hat bewußt einen Fehlalarm ausgelöst, um in Ruhe eine Analyse der Gästewertsachen vorzunehmen, während diese draußen in der Kälte stehen.

Wir entschieden uns für 1. und 3. Dies hieß, schnelles Anziehen bei Einsammeln der Wertsachen und raus vor’s Hotel. Außer uns haben noch einige andere Gäste diese Variante bevorzugt, wobei es – wie im Schach – viele unterschiedliche Ausprägungen gibt. So standen schon welche unten, während andere mit frisch gepackten Koffern ca. 20 Minuten später kamen. Hier stellt sich natürlich schon die Frage nach dem Sinn.

Apropos 20 Minuten später. In unserem Hotel war weder die Nachtschicht besetzt, noch war die Brandmeldeanlage mit irgendwelchen Rettungszentren gekoppelt. Dies stellt man fest, indem man verzweifelt auf das Eintreffen des Hotelbesitzers oder der Feuerwehr wartet. Auch hier kam wieder Basti ins Spiel, der versuchte, irgendwelche Instruktionen (z.B. Notfallnummer anrufen) zu finden und dann kurzerhand einen italienisch-deutschsprechenden Schachkollegen sein Handy in die Hand drückte und ihn die Polizei anrufen ließ. Diese verständigte dann den Hotelbesitzer, der tatsächlich auch kam, die Anlage abschaltete und jetzt doch noch einige Diskussionen über sich ergehen lassen mußte. Unsere Arco-erfahrenen Schachkollegen blieben sicherheitshalber in ihren Zimmern im dritten Stock, nachdem sie ebenfalls keinen Brandgeruch feststellten. Ob dies eine altersbedingte Erkenntnis ist (‘irgendwann müssen wir alle sterben’) oder nur gewohnte Übung, wird noch besprochen. Da wir dann um kurz vor 5 Uhr leicht durchfroren wieder auf den Zimmern waren, nutzte ich die gewonnene Wachzeit noch für die Eingabe und Analyse meiner Partie, während Basti schnell wieder in den wohlverdienten Schlaf sank.

Olivias Olivenöl Offerte

Zugegeben, die Dame heißt gar nicht Olivia sondern Katharina und ist eine wirklich charmante und fachkundige Verkäuferin. Aber frei nach einer der führenden deutschsprachigen Zeitungen dürfen Überschriften aus Zwecken der Verständlichkeit schon mal gerade gebogen werden. Doch zum Thema: Wir gönnten uns auf Peters Empfehlung eine Beratung zum Thema Olivenöl in einem sehr kleinen aber auch sehr feinen Arco’er Geschäft: dem Succo. Wir waren in dem Fall Peter und ich, da Fritz Maurer, unser Berner Schachfeund und Tischnachbar, keine Lust hatte und Basti sich kurzfristig für die Gegnervorbereitung entschied. Mit den einleitenden Worten ‘wir kennen uns von einer Beratung vor 10 Jahren’ erntete Peter zwar nur ein skeptisches Lächeln, wir waren aber gleich in einem intensiven Gespräch. Um es kurz zu machen: Peter hatte absolut recht, die Dame ist einfach reizend und hat uns völlig überzeugt. Nach einer kurzen Verkostung gab es eine Bildschirmvorführung über die Produktion und einige wichtige Tipps, die hier im Nachgang dem interessierten Unkundigen zur Kenntnis gegeben werden. Nebenbei verkaufte sie uns noch selbstgepresste Säfte (sehr lecker), Olivenholz-Salatbesteck, einen entsprechenden Kochlöffel und natürlich von dem für die Qualität schon fast niedrigpreisigen Ölivenöl. Letztgenanntes relativiert sich allerdings, betrachtet man den absoluten Betrag. Zu den Tipps:
– auf ‘mechanisch gepresst’ achten, sonst ist es chemisch Gelöstes
– in dunklen Flaschen oder besser noch in Dosen, da Licht das Öl negativ verändert
– nie Trübes kaufen, wird als höherwertig beworben, ist aber das Gleiche wie Klares, nur wurden die Filterkosten gespart, was dazu führt, dass das Öl nach spätestens 2 Monaten deutlich an Geschmack verliert
– wenn möglich feststellen, ob die Oliven vom Boden gesaugt werden oder mit Netzen gefangen, Ersteres führt dazu, dass sehr viel Dreck und Steine mitkommen und Reste finden sich immer im Öl
– ob die Oliven mehrfach gewaschen wurden (siehe Kommentar oben)

Zum Schluss noch allgemein: je später die Lese, je dunkler die Oliven und je milder das Öl. Lasst es euch schmecken.

Die Suche nach dem Heiligen Gral

Gibt es ihn oder gibt es ihn nicht? Den Kelch in dem das Blut Christi bei der Kreuzigung aufgefangen wurde und nach dem schon seit Jahrhunderten gesucht wird. Falls es ihn gibt, wie sieht er aus? Ist es der Kelch eines einfachen Zimmermannes, ist es ein reichverzierter Goldkelch oder was ganz anderes? Wir können diese Frage hier natürlich nicht lösen, wir hatten aber auch ein ganz anderes Problem. Unser heiliger Gral war eine Seifenschale, die verschließbar sein mußte, um auf Reisen ein Stück Seife, welches auch mal benutzt wird, sicher für die restlichen Gepäckstücke (Nässe) transportieren zu können. Anfangs dachte ich nicht daran, dass uns dieser Wunsch eines nicht näher genannten Schachfreundes tagelang beschäftigen könnte. Doch er tat es. Da die Nachfrage immer das Angebot bestimmt, scheint es in der heutigen Zeit sehr unüblich zu sein, dass man Seife auf Reisen in Boxen transportiert. Na ja, nach gefühlten 4 Tagen, 10 Geschäften und einem typisch oberitalienischen Marktbesuch wurden wir in einem chinesisch geführten Tante Emma Laden, der damit warb, 50.000 Produkte ausgestellt zu haben fündig. Nur unserer Hartnäckigkeit war es dabei zu verdanken, dass dies gelang, den der Ladenbesitzer behauptete sowas nicht zu kennen. Letztendlich gab es das Markenprodukt in schlichtem Design der Farbe Transparent für 90 Cent.

Es gibt auch noch das Schachturnier

Das Schachturnier ist klasse. Ich habe noch nie ein Turnier gespielt, welches in einem sehr schönen, liebevoll dekorierten Raum, bei sehr angenehmen Platzverhältnissen für alle Spieler, mit ausreichend Licht an allen Brettern, genügend Toiletten, einer Bar vor der Tür und großzügigen Analysemöglichkeiten gesegnet war. Hier ist alles der Fall. Dem entsprechend Spaß macht es auch zu spielen. Momentan sind wir alle auf Kurs und bestätigen mehr oder weniger unsere Wertungszahl. Peter hat eine sehr gute Ausgangsposition, um ganz vorne mitzuspielen, allerdings auch noch ein paar echte Brocken vor sich. Dabei hat er der lebenden Legende GM Oleg Romanishin schon einen halben Punkt und sehr viel Wissen in Form einer ausführlichen Analyse abgenommen.

Der Zwischenstand nach 5 Runden:
Peter 4 Punkte und damit in der direkten Verfolgung eines Führungstrios mit 4,5 Punkten
Basti 3 Punkte
Fritz und Andi je 2,5 Punkte

Mehr Infos gibt es unter Chessresults

Der Tagesablauf

Um einen Einblick in den aus meiner Sicht recht stressigen Tag eines Schachtouristen zu gewähren noch eine Auflistung unseres typischen Tagesablaufs. In Arco beginnen die Runden bereits um 15 Uhr und damit eine Stunde früher als in unserem Standardturnier in Bad Wiessee. Was ich anfangs als unerheblich abtat, erweist sich in der Praxis als kriegsentscheidend. In der Regel sind wir um 9 Uhr beim Frühstück, starten um 10 Uhr zum Beispiel zu einer Besichtigung, einem Ausflug oder einem ausgedehnten Spaziergang, gönnen uns um 13 Uhr eine Kleinigkeit zu essen und haben dann sage und schreibe noch ca. 90 Minuten im Hotel für die Gegnervorbereitung und einen Powernapp bevor um 15 Uhr die Runde startet. Da irgendeiner immer länger spielt, sind wir in der Regel  gegen 21:30 Uhr mit dem Abendessen fertig, suchen uns eine Bar oder Kneipe (das heißt in Italien auf gar keinen Fall Kneipe) und analysieren die Partien. Gegen 0 Uhr geht’s auf den Heimweg, um noch schnell mit den Liebsten kommunizieren, die Partie einzugegeben, damit die Analyseergebnisse überprüft und festgehalten werden können, und noch schnell zu schauen,wie der Gegner morgen wohl eröffnet, um dann mit Entsetzen festzustellen: es ist schon wieder nach 1 Uhr und höchste Zeit fürs Bett.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Elo-Schwergewichte

Es ist wieder soweit und wir gönnen uns den Luxus einer Schach-Trainingswoche in Form eines Open-Turniers. Diesmal fiel die Wahl nach langem hin und her auf das wunderschöne alte Trentiner Städtchen Arco. Wie gehofft ist es auch im Oktober am ‘Nordufer’ des Gardasees (wovon wir ca. 5 km entfernt sind) noch wunderschön warm. Dies hatten wir bei der Anreise noch nicht zu hoffen gewagt, da beim Start in Waldkirch dichter Nebel herrschte, es kurz vor Sankt Gallen hagelte und nach dem Arlberg und über den Brenner Schnee unser Begleiter war. Doch wundersamer Weise hatte es dann, als wir kurz vor 19:30 Arco erreichten, plötzlich angenehme 19° Celsius.

Die Anreise war nicht nur durch Wetterkapriolen geprägt, sondern auch durch “Essenskapriolen”. So gab es als erstes durch eine Kurzzeitmitfahrerin selbstgemachten Orangenkuchen, der eigentlich ein Zitronenkuchen war, aber mangels Zitronen kurzerhand umgewidmet wurde. Dieser führte dann auch zu einer leichten Zeitverzögerung, da eine ‘Entbröselungs’-Pause unvermeidbar wurde, was aber bei der langen Fahrtstrecke nicht weiter ins Gewicht fiel. Nach dem leckeren Kuchen wurde das Ganze noch durch Birgits und Bastis Sankt Gallener ‘Jamaikanische Kürbissuppe’ mit selbstgemachtem Apfelkuchen getoppt. Auf der restlichen Etappe mußten noch ein paar Bifi-Sticks den kleinen Hunger zwischendurch stillen, bevor wir dann pünktlich zum Abendessen einfuhren und gleich mit einem 4-Gänge-Menü (Salat, Pasta, Fisch, Dessert) überrascht wurden.

Grund genug über das Thema Schwergewicht zu philosophieren. Der erfahrene Arco-Spieler Peter Dittmar wies uns gleich auf die Tatsache hin, dass eine Woche Arco ein Plus von 2 Kilo bedeuten. Das hieße bei einem ausgeglichenen Turnier gleiche Elozahl und mehr Gewicht ergo mehr Elo-Schwergewicht. Damit war der Reigen der sinnlosen Diskussionen gleich richtig am Laufen.

Es gab allerdings auch schon hilfreiche Tipps wie zum Beispiel die Erkenntnis, daß ein Handy bei Flugmodus keine Emails empfängt und die Steckdosen im Zimmer nur bei eingesteckter Zimmerkarte Strom liefern.

Doch nun zum eigentlichen Zweck unserer Reise, dem Schach. Das Turnier ist in A- und B-Open eingeteilt, wobei das A-Open mit einer Teilnehmerzahl von 119 beginnend mit IM Nikita Petrov (Elo 2564) gefolgt von 10 weiteren GMs und IMs bis hin zu Donat Ference Gulaci (Elo 1436) eine sehr breite Streuung aufweist. Irgendwie scheint Basti und mir aber das Glück hold und wir haben in der dritten Runde schon von 6 Gegner 3 FMs gehabt. Übrigens lohnt sich ein Blick in den Spielsaal und auf den Pokal (siehe Bilder unten). Ein schöneres Ambiente dürfte nur schwer zu finden sein.

Wer sich über das Turnier und den Verlauf informieren will, dem sei folgendes empfohlen:
– die Homepage
– die Ergebnislisten

Den Link zur Live-Übertragung habe ich heraus genommen, da er zur Verwirrung führte. Live Pariten können über die angegebene Homepage – Partite on-line – Open City de Arco LIVE aufgerufen werden. Dort sind auch alle bisher übertragenen Partien aufrufbar. Spielzeit ist ab 15:00 bis max. 21:00 Uhr.

Neben dem Schachlichen ist der Freizeitwert nicht zu unterschätzen, so haben wir die herrliche Gegend schon in Form von mehreren ausgedehnten Spaziergängen (z.B. auf die Burg und entlang des Flusses Sarca), einem echten italienisch-bayrischen Oktoberfest-Frühschoppen und gemütlichen Pausen in  der Sonne auf der Piazza Carlo Machetti genossen.

Impressionen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SCO-Mannschaften starten in die Saison

In den Schachligen wurde die neue Saison 2017/18 gestartet. Der SCO ist mit 4 Mannschaften von der C-Klasse bis in die Verbandsliga vertreten.

Die Erste in der Verbandsliga-Süd musste eine weite Fahrt zum Aufsteiger aus Pfullendorf auf sich nehmen. Die Aufstellung zeigte nahezu ausgeglichene Paarungen an allen Brettern, mit leichten Vorteilein für die Linzgauer. Dementsprechend spannend verlief der ganze Mannschaftskampf. An den Brettern zwei bis 5 einigten sich die Spieler relativ schnell auf ein Remis. Während Mario an Brett 1 versuchte aus seiner Stellung mehr als nur ein Remis rauszuholen, konnte Alex seinen Gegner bezwingen. Es dauerte nun sehr lange, bis nach fast 5 Stunden Spielzeit Mario seine Partie aufgeben musste. Noch länger kämpften Torsten und Michael, die nach fünfeinhalb Stunden ihre beiden Partien gewinnen konnten.  Eine kämpferische Leistung brachte einen verdienten Mannschaftserfolg und einen guten Start in die neue Saison.

 

In der Landesliga will die Zweite den letztjährigen Klassenerhalt wiederholen. Merzhausen, Aufsteiger und erster Gegner, stellten die stärkere Mannschaft. Trotz des Wertungsnachteils, zogen sich die Oberwindener achtvoll aus der Affäre, obwohl man mit 3,5 zu 4,5 verlor. Zu erwähnen ist das Remis von Martin Schneider gegen einen über 200 DWZ stärkeren Gegner.

 

Oberwinden 3 startete in der A-Klasse hervorragend. Obwohl nur mit 7 Mann konnte man bie der Dritten Freiburg West einen 4,5 zu 3,5 Sieg feiern.

 

Unsere Jugendlichen spielen dieses Jahr in der C-Klasse. Auch sie mussten mit einem Mann weniger antreten. Ein Sieg von Felix Schindler und ein Remis von Johannes Wehrbein reichten nicht aus und die Vierte des SCO verlor gegen Freiburg West 5 mit 1,5 zu 3,5.

Bezirksschachtag in Kirchzarten

Wie schon seit einigen Jahren richtet die SGEM Dreisamtal den Bezirksschachtag am Tag der deutschen Einheit in der Talvogtei in Kirchzarten aus. Bezirksschachtag heißt Vormittags Mannschaftsblitz und Nachmittags Einzelblitz.

Mannschaftsblitz

Beim Mannschaftsblitz starteten 10 Teams worüber sich Bezirksturnierleiter für Blitz und Pokal Max Scherer sehr freute. FSF 1887 stellte mit 3 Mannschaften das größte Kontingent. Aus Oberwinden gingen 2 Mannschaften an den Start. Die Favoriten für den Turniersieg waren nach den Wertungszahlen zuvorderst die Mannschaft des Ausrichters, also Dreisamtal, gefolgt von Horben und FSF 1887. Überraschend, dass der Titelverteidiger aus Emmendingen in der Startrangliste nur den 4. Platz belegte. Spannend blieb es bis zum Schluss. Die letzte Runde brachte die bis dahin führenden Teams von Emmendingen und FSF 1887 gegeneinander. Die Freiburger blieben dabei siegreich und konnten an den von Anfang an führenden Emmendingener vorbeiziehen. Bezirksmannschaftsblitzmeister 2017 FSF 1887, herzlichen Glückwunsch.

Die Oberwindener Mannschaften konnten kaum in den Vierkampf gegen die Favoriten eingreifen. Lediglich das Top gesetzte Team der Dreismtäler konnte unsere Erste mit 3:1 bezwingen. Auch sollte erwähnt werden, dass unser “Blitz-Monster” Martin Hess dem frischgebackenenen Deutschen Seniorenmannschaftsmeier (mit Team Baden I) Christoph Herbrechtsmeier ein Remis abnehmen. Oberwinden I belegte im Endklassement mit 5 Siegen, 1 Unentschieden und 3 Niederlagen mit 11 Mannschafts- und 22 Brettpunkten den 5. Platz. Oberwinden II hatte 3 Siege, 1 Unentschieden und 5 Niederlagen zu verzeichnen und landete auf dem 7. Platz. Somit konnten beide Teams ihren Ranglistenstartplatz bestätigen.

Bei Oberwinden I spielte am 1. Brett Mario Rösch und holte 5 Punkte, 2. Brett Philipp Germer 5,5 P, 3. Brett Eddie Kais 5 P, 4. Brett Alex Lang 6,5 P.
Oberwinden II: 1. Andi Wernet 2,5 P, 2. Martin Hess 3,5 P, 3. Jens Alber 4,5 P, 4. Oli Burger 3,5 P.

Einzelblitz

Nicht alle, die Vormittags noch in den Mannschaften geblitzt haben, traten auch zum Einzel an. Es kamen mit 14 Spielern in der A und 15 Spielern in der B-Gruppe doch eine ordentliche Teilnehmerzahl zusammen. Die A-Gruppe sah ein sehr enges Teilnehmerfeld mit vielen Teilnehmern über 2000 ELO/DWZ, wo fast jeder jeden schlagen konnte. Am Ende setzte sich hier Lokalmatador, Turnierleiter, Schiedsrichter und Setzranglistenerster und neuer Bezirksblitzmeister Max Scherer mit 13 Punkten erfolgreich durch. Herzlichen Glückwunsch. Die Oberwindener Teilnehmer in der A-Gruppe boten eine gute Gesamtleistung: 3. Alex Lang 9,5 P, 4. Mario Rösch 9 P, 5. Eddie Kais 7,5 P, 13. Martin Hess 3 P.

Die B-Gruppe wurde von Jörg Mlodoch, ebenfalls Dreisamtal gewonnen. Hier hatte Jens Alber einen grandiosen Start mit 8 aus 8. Ein kleiner Hänger lies ihn zurückfallen, er konnte sich aber im Schlussspurt mit 12 Punkten den 3. Platz sichern.

Insgesamt war alles gut organisiert, beide Turnier liefen diszipliniert und zügig ab. Die lange Wartezeit zwischen beiden Turniere sollte man zukünftig kürzen. Diskussionen gab es in mindestens 2 Fällen über die neue FIDE-Regel, die einen mit 2 Händen ausgeführten Zug z.B. bei der Rochade, beim Schlagen oder bei der Bauernumwandlung als regelwidrig ausweist und bei Blitzpartien somit mit Partieverlust zu ahnden ist. Die Oberwindener Spieler wurden im Vorfeld auf diese seit Juli 2017 geltende neue FIDE Regel hingewiesen und waren entsprechend sensibilisiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bezirkseinzelmeisterschaft in Horben

Bericht von Jens Alber

Am 23. und 24.09.2017 fanden die dieses Jahr nur an zwei Tagen ausgetragenen Bezirkseinzelmeisterschaften in Horben statt. Für den SCO gingen Eddi Kais und Jens Alber an den
Start. Unglücklicherweise wollte es das Los so, dass die beiden Oberwindener gleich in der ersten Runde gegeneinander antreten mussten. In dieser Partie konnte Eddi einen zu jeder Zeit ungefährdeten Sieg einfahren, nachdem Jens schlecht aus einer neu ins Repertoire aufgenommenen Eröffnung gekommen war und Lehrgeld zahlen musste.

In der zweiten Runde konnte Eddi nach einer souveränen Partie seinen zweiten Sieg einfahren und sich zunächst in der Spitzengruppe festsetzen. Leider hatte er danach kein Losglück und verlor in einer spannenden Partie knapp gegen den späteren Turniersieger Thomas Buttenmüller. Dennoch bekam er in der vierten Runde mit Max Scherer den nächsten Brocken. Nachdem er mit Schwarz sehr gut aus der Eröffnung gekommen war, stellte er leider einen Bauern ein. Im weiteren Partieverlauf konnte Max seinen kleinen Vorteil sukzessive vergrößern. Allerdings geriet Max in höchste Zeitnot und Eddi träumte schon vom großen Sieg. Doch mit nur noch 18 Sekunden auf der Uhr fand Max noch eine sehenswerte Kombination, die schließlich sogar zum Matt führte. Bitter für Eddi! In der letzten Runde konnte Eddi nochmals remisieren, sodass er am Ende 2,5 Punkte aus 5 Spielen auf dem Konto hatte.

Jens erwischte in der zweiten Runde ein machbares Los, musste sich nach ein paar Ungenauigkeiten aber trotz Mehrfigur in ein Dauerschach retten, da die drei verbundenen Freibauern seines Gegners einfach zu stark waren. Glück gehabt! In der dritten Runde kam er gegen einen ebenbürtigen Gegner sehr gut aus der Eröffnung. Allerdings stellte er in Zeitnot einen Bauern ein. Jens kämpfte tapfer weiter und stellte eine äußerst raffinierte Pattfalle auf, die sein routinierter Gegner allerdings im letzten Moment noch parierte und den vollen Punkt einfuhr. In Runde 4 gewann Jens kampflos, da sein Gegner nicht antrat. In der letzten Runde ging es für ihn darum, mit einem Sieg doch noch eine 50%-Quote zu erreichen. Seine junge und aufstrebende Gegnerin spielte gut mit, verrechnete sich dann allerdings bei einer taktischen Kombination und verlor dabei eine Figur. Diesen Vorteil ließ sich Jens nicht mehr nehmen und bewies, dass er nicht nur durch kampflose Partien volle Punkte einfahren kann.

Somit standen am Ende sowohl für Eddi als auch für Jens 2,5 Punkte aus 5 Partien zu Buche. Da Eddi deutlich stärkere Gegner hatte als Jens, wurde Eddi am Ende 10. und Jens 15. Der an Position 4 gesetzte Eddi hatte sich vor dem Turnier zwar mehr erhofft gehabt, seine Leistung  war allerdings mehr als beachtlich, wenn man bedenkt, dass er gegen den Sieger und den Zweitplatzierten jeweils nur ganz knapp verlor. Jens kann nach einem schlechten Turnierstart mit nur 0,5 Punkten aus 3 Spielen am Samstag mit insgesamt 2,5 Punkten aus 5 Spielen mehr als zufrieden sein.

Vereinsturnier im neueröffneten Adler

Pünktlich zum Start des Vereinsturniers wurde das Vereinslokal Adler wieder eröffnet 😉 Völlig umgestaltet wirkt der Adler nun viel heller. Die alten Balken der Wände wurden frei gelegt, der ‘Dartraum’ saniert, die Theke verlegt und auch die Deko verschönert. Das Nebenzimmer wurde ebenfalls umgestaltet, wobei vor allen Dingen die schöne Trennwand auffällt. Das Schach-Wand-Gemälde wurde dabei dankenswerterweise beibehalten. Außer einem reichhaltigen Getränkeangebot gibt es auch wieder die Möglichkeit was zu Essen. Dies wurde von den Schachspielern gleich in Anspruch genommen und die bestellten Pizzas waren allesamt sehr lecker. Die neue Theke lädt zum gemütlichen Gespräch geradezu ein und das wurde auch gerne genutzt.

Doch zum Schachlichen. Das Vereinsturnier startete gleich mit einer umkämpften Remisrunde:
Markus Mack – Alex Lang 1/2
Torsten Becherer – Jens Alber 1/2
Markus Oswald – Thomas Ruf 1/2

Die vielen Remisen zeigen dabei deutlich, dass das Feld enger beisammen ist, als es die DWZ-Zahlen erscheinen lassen. Dabei spielt sicherlich auch der Abendtermin eine Rolle, bei dem natürlich die Frische eines Sonntagmorgen-Spiels fehlt.

Folgende Partien stehen noch aus:
Martin Wissler – Edi Kais – Hängepartie, da nach 0:00 Uhr noch am laufen
Andi Wernet – Peter Pauk – verschoben (wegen der Niederlage der Borussen 😉 )

Oli ging zum Auftakt leider leer aus, da trotz vieler anwesender Schachspieler keiner bereit war noch spontan zu starten. Somit hat Oli aktuell als Einziger einen ganzen Punkt.

Die Termine der Vereinsturnier-Runden wie auch alle anderen wichtigen Termine finden sich im linken Menüfeld unter “Seiten” – “Vereinskalender”.

Dem neuen Pächter wünschen wir viele Gäste und freuen uns auf die neue alte Heimat.

 

Back to the roots …

Analyse im Adler anno Februar 2017

… oder wie es so schön auf deutsch heißt zurück zu den Wurzeln. Dies bedeutet in unserem Falle der Adler in Oberwinden hat wieder geöffnet und selbstverständlich werden wir damit auch unseren Trainingsabend wieder in den Adler verlegen. Dies wird gleich nächste Woche mit der ersten Runde des Vereinsturniers der Fall sein. Bisher gibt es schon 10 Anmeldungen zum Vereinsturnier und die Zögerlichen sollten sich bis Samstag in Kurzentschlossenen wandeln, bevor unser Turnierleiter am Samstag Abend die Auslosung für die erste Runde vornimmt.

Wandtattoo im Adler

Wie immer wird es 7 Runden geben, die jeweils am Dienstag vor der Verbandsrunde liegen. Dadurch kann noch eine “Tainingspartie” vor dem Mannschaftskampf gespielt werden. Wie gewohnt wird die Bedenkzeit der Verbandsrunde angepaßt und 90 min + 30 Sekunden Zuschlag pro Zug (Inkrement) betragen. Auf einen zweite Zeitkontrolle wird entgegen der Verbandsrunde verzichtet, da sonst die Abendspiele zu lange dauern. Da es keine Elo-Auswertung des Vereinsturniers gibt, bietet es sich, bei allem nötigen Ernst, gerade zu an Neues auszuprobieren oder sich auf Stellungen einzulassen, die man in einem Mannschaftskampf eher vermeiden würde.  Eine ideale Gelegenheit sein Schachverständnis zu erweitern. Vor allem die Analyse der Spiele im Nachgang sind nochmal ein echter Mehrgewinn, da man die Ideen, Pläne und Einschätzungen des Gegners kennen lernen und mit den eigenen abgleichen kann.

Schöner Nebeneffekt des Vereinsturniers vor den Verbandsspielen ist natürlich auch, dass die Aufstellungen besprochen und noch einige Tipps und Erfahrungen zur Vorbereitung auf den jeweiligen Gegner ausgetauscht werden können.

Unbestätigten Gerüchten zu Folge soll es im Adler auch wieder etwas zu Essen geben. Nach Harry Aussage hat er in einem Selbststudium eine Pizza ausprobiert und für sehr gut empfunden.

Ihr seht es gibt viele Gründe sich am Dienstag Abend im Adler zu sehen.

Bis dahin

Andreas

 

Ausflug nach Münchweier

Nachdem es letztes Jahr einen dreitägigen Ausflug nach Trier gab, war dieses Jahr der Ausflug des Schachclubs Oberwinden traditionell etwas kleiner. Da wir uns aber im 60zigsten Jahr des Bestehens befinden, sollte es mehr als die obligatorische Wanderung sein. Vielen war bei der Entscheidung noch die herrliche Weingut Besichtigung mit anschließender Verkostung an der Mosel in Erinnerung und so entschied man sich für einen Ausflug zum Weingut Isele in Ettenheim Münchweier.

Leider war das Wetter nicht sehr ansprechend und in Summe lag der Termin wohl so unglücklich, dass letztendlich nur eine kleinere Gruppe von 12 Personen teilnahm.

Um es vorweg zu nehmen, es war ein herrlicher Abend. Die Atmosphäre des kleinen Weinlokals ist sehr ansprechend. Die wenigen Sitzplätze waren alle belegt und viele spontane Gäste mussten noch abgewiesen werden. Ursprünglich sollten wir im wunderschönen Garten sitzen, was leider wegen des Wetters nicht möglich war.

Trotz der dieses Jahr früher stattfindenden Lese und dem regen Treiben auf dem Gut ließ es sich der Chef nicht nehmen uns zu begrüßen und ein paar einführende Worte zu sprechen. Die zur Verkostung gegebenen Weine waren sehr lecker und schnell bildeten sich kleinere Grüppchen, die sich auch noch im Nachgang mit ihren neu entdeckten Lieblingsweinen versorgten. Die Favoriten des Abends waren dabei der Weiß- und der Grauburgunder sowie der Pinot Noir.

Über den Abend verteilt gab es drei leckere Gänge (Schnitzel mit Kartoffelsalat, Käseplatte und Flammkuchen), welche eine notwendige Grundlage bildeten.

Wie bei einem Schachausflug üblich war auch ein Schachset dabei und so waren wir auch gleich in Kontakt mit den umliegenden Tischen.

Das zart geknüpfte Band zur hübschen Bedienung konnte sich allerdings durch die Themenwahl am äußeren Ende des Tisches nicht weiter entwickeln.

Die anfängliche Sorge des in Jahren ältesten Teilnehmers, ob die Rückfahrtzeit nicht zu spät angesetzt wäre, entpuppte sich schnell als unbegründet und es gab ernstzunehmende Bestrebungen die Abfahrtzeit noch weiter nach hinten zu verschieben.

Nicht nur am Tisch und mit den Nebentischen war es gesellig, sondern auch diejenigen, die aufgrund von Süchten oder eines natürlicheren Dranges ab und zu nach draußen mussten wurden bestens unterhalten. So wurden zum Beispiel kleine Schokolädchen zur Raucherpause gereicht und Wahlprognosen ausgetauscht.

Einzig die mit Spannung erwartete, mehrmals angekündigte Jubiläumsrede des Vorstandes wurde vermisst. Diese wird aber sicherlich bei nächster Gelegenheit nachgeholt.

Andreas Wernet

Impressionen: