Dezember 2019
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Schachaufgabe

Archiv SCO

Souveräner Sieg der Zweiten gegen Ohlsbach

Torsten Becherer (links im Bild) kämpfte über 5 Stunden.

Die Zweite war bei ihrem Heimkampf gegen Ohlsbach sehr gut aufgestellt und ging nominell als klarer Favorit ins Rennen. Doch die Spiele müssen bekanntlich ja erst einmal ausgespielt werden.

Martin Wissler einigte sich mit seinem Gegner an Brett 5 auf ein schnelles Remis. An Brett 7 und 8 spielten Thomas Ruf und Peter Pauk gegen zwei Ohlsbacher Jugendspieler ruhig und konnten ihre Partien souverän und ungefährdet gewinnen. Miralem Novalic feierte seinen zweiten Sieg im zweiten Spiel für den SCO. Vor allem die Art und Weise war beeindruckend. Miralem konnte einen Bauern gewinnen, baute seinen Vorteil in vorbildlicher Art und Weise nach und nach aus und verwertete diesen souverän zum zwischenzeitlichen 3,5:0,5. Michael Weber gestaltete seine Partie an Brett 2 zunächst ausgeglichen. Nachdem er ein Remisangebot seines Gegners abgelehnt hatte, stellte er einen Bauern ein. Er konnte allerdings Linien öffnen, kam so zu Gegenspiel und hatte zwischenzeitlich sogar eine Siegchance. Letztendlich endete die Partie Remis. Der Gegner von Martin Heß an Brett 3 erlaubte ihm sein „übliches“ unkonventionelles Spiel: Diesmal wieder ein Lettisches Gambit, wobei er im 20. Zug seinen Turm gegen einen Springer plus Randfreibauer am Damenflügel nebst starkem Zentrum strategisch „opferte“. Sein Gegner verteidigte aber geschickt, aggressiv und schlug im 41. Zug sogar sein Remisangebot aus – um dann 11 Züge später selbst eins anzubieten, das von Martin dann mangels echter Gewinnaussichten gerne zum 4,5 + X für Oberwinden akzeptiert wurde. Jens Alber wickelte an Brett 6 nach einer soliden Eröffnung von beiden Seiten in ein minimal besseres Endspiel ab. Als beide Spieler noch weniger als 10 Minuten für über 10 Züge hatten, platzierte der Ohlsbacher Spieler seinen Springer unglücklich, sodass Jens diesen einige Züge später fangen und die Partie so für sich entscheiden konnte. Damit stand es 5,5:1,5 und der Mannschaftskampf war gewonnen. Somit konnte Torsten Becherer an Brett 4 sein Turmendspiel mit Mehrbauer in aller Ruhe weiterspielen. Nach über 5 Stunden Spielzeit hatte Torsten neben dem Turm noch die a- und b-Bauern, sein Gegner nur noch den f-Bauern. Theoretisch ist diese Stellung zwar gewonnen, praktisch allerdings extrem schwer zum Sieg zu führen, vor allem nach so langer Spielzeit. Torstens Gegner verteidigte sich geschickt, sodass sich der Oberwindener am Ende leider auch mit einem Remis begnügen musste.
Unterm Strich erspielte sich der SCO 2 durch eine sehr gute Mannschaftsleistung einen hochverdienten 6:2-Sieg, wobei keine einzige Partie verloren ging. Da Emmendingen 3 gleichzeitig mit 3:5 in Zell verlor, ist die Zweite nun Tabellenführer mit 2 Punkten Vorsprung auf gleich 4 weitere Teams.

Jens Alber

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