Oktober 2017
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Elo-Schwergewichte

Es ist wieder soweit und wir gönnen uns den Luxus einer Schach-Trainingswoche in Form eines Open-Turniers. Diesmal fiel die Wahl nach langem hin und her auf das wunderschöne alte Trentiner Städtchen Arco. Wie gehofft ist es auch im Oktober am ‘Nordufer’ des Gardasees (wovon wir ca. 5 km entfernt sind) noch wunderschön warm. Dies hatten wir bei der Anreise noch nicht zu hoffen gewagt, da beim Start in Waldkirch dichter Nebel herrschte, es kurz vor Sankt Gallen hagelte und nach dem Arlberg und über den Brenner Schnee unser Begleiter war. Doch wundersamer Weise hatte es dann, als wir kurz vor 19:30 Arco erreichten, plötzlich angenehme 19° Celsius.

Die Anreise war nicht nur durch Wetterkapriolen geprägt, sondern auch durch “Essenskapriolen”. So gab es als erstes durch eine Kurzzeitmitfahrerin selbstgemachten Orangenkuchen, der eigentlich ein Zitronenkuchen war, aber mangels Zitronen kurzerhand umgewidmet wurde. Dieser führte dann auch zu einer leichten Zeitverzögerung, da eine ‘Entbröselungs’-Pause unvermeidbar wurde, was aber bei der langen Fahrtstrecke nicht weiter ins Gewicht fiel. Nach dem leckeren Kuchen wurde das Ganze noch durch Birgits und Bastis Sankt Gallener ‘Jamaikanische Kürbissuppe’ mit selbstgemachtem Apfelkuchen getoppt. Auf der restlichen Etappe mußten noch ein paar Bifi-Sticks den kleinen Hunger zwischendurch stillen, bevor wir dann pünktlich zum Abendessen einfuhren und gleich mit einem 4-Gänge-Menü (Salat, Pasta, Fisch, Dessert) überrascht wurden.

Grund genug über das Thema Schwergewicht zu philosophieren. Der erfahrene Arco-Spieler Peter Dittmar wies uns gleich auf die Tatsache hin, dass eine Woche Arco ein Plus von 2 Kilo bedeuten. Das hieße bei einem ausgeglichenen Turnier gleiche Elozahl und mehr Gewicht ergo mehr Elo-Schwergewicht. Damit war der Reigen der sinnlosen Diskussionen gleich richtig am Laufen.

Es gab allerdings auch schon hilfreiche Tipps wie zum Beispiel die Erkenntnis, daß ein Handy bei Flugmodus keine Emails empfängt und die Steckdosen im Zimmer nur bei eingesteckter Zimmerkarte Strom liefern.

Doch nun zum eigentlichen Zweck unserer Reise, dem Schach. Das Turnier ist in A- und B-Open eingeteilt, wobei das A-Open mit einer Teilnehmerzahl von 119 beginnend mit IM Nikita Petrov (Elo 2564) gefolgt von 10 weiteren GMs und IMs bis hin zu Donat Ference Gulaci (Elo 1436) eine sehr breite Streuung aufweist. Irgendwie scheint Basti und mir aber das Glück hold und wir haben in der dritten Runde schon von 6 Gegner 3 FMs gehabt. Übrigens lohnt sich ein Blick in den Spielsaal und auf den Pokal (siehe Bilder unten). Ein schöneres Ambiente dürfte nur schwer zu finden sein.

Wer sich über das Turnier und den Verlauf informieren will, dem sei folgendes empfohlen:
– die Homepage
– die Ergebnislisten

Den Link zur Live-Übertragung habe ich heraus genommen, da er zur Verwirrung führte. Live Pariten können über die angegebene Homepage – Partite on-line – Open City de Arco LIVE aufgerufen werden. Dort sind auch alle bisher übertragenen Partien aufrufbar. Spielzeit ist ab 15:00 bis max. 21:00 Uhr.

Neben dem Schachlichen ist der Freizeitwert nicht zu unterschätzen, so haben wir die herrliche Gegend schon in Form von mehreren ausgedehnten Spaziergängen (z.B. auf die Burg und entlang des Flusses Sarca), einem echten italienisch-bayrischen Oktoberfest-Frühschoppen und gemütlichen Pausen in  der Sonne auf der Piazza Carlo Machetti genossen.

Impressionen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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