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Schachaufgabe

Archiv SCO

3. Blitzrunde Basti schl√§gt zur√ľck

Nachdem die erste Blitzrunde von Basti und die zweite Blitzrunde von Alex dominiert wurde, indem jeder jeweils alle Partien! gewinnen konnte, wurde mit Spannung das dritte aufeinandertreffen erwartet. W√ľrde sich wieder einer der beiden klar durchsetzen oder gelingt es gar einem weiteren Spieler in den Zweikampf einzugreifen?

Erfreulicher Weise lockte diese Ereignis viele Mitspieler und auch einige Zuschauer an. Besonders hervorzuheben ist hierbei der mutige Auftritt des 1. Vorsitzenden, der normalerweise Blitzspiele meidet, sich aber dem starken Feld stellte und noch einige Mitstreiter mitziehen konnte.  Um das Risiko der Nullpunkte zu umgehen gab es dabei zwischen zwei Wettk√§mpfern bereits vor dem Turnier eine Remis-Absprache. Dies ist selbstverst√§ndlich als unsportliches Verhalten zu werten und ging zu Lasten eines wackeren Teilnehmers, der seine Partien redlich bestritt. Sanktionen wurden keine verh√§ngt, da die ‚ÄěPreispl√§tze‚Äú nicht betroffen waren und beide Schelme schon sehr viel zum Wohl des Vereins geleistet haben. Sicherlich sind sie auch bereit beim n√§chsten Trainingsabend dem Leidtragenden mit einem Getr√§nk √ľber seinen Schmerz hinweg zu helfen.

Ber√ľcksichtigt man die Anzahl der Blitzspieler, die aufgrund von Arbeitsschicht, Krankheit oder beruflicher Abwesenheit nicht teilnehmen konnten, muss von einer √ľberragenden Teilnehmerquote gesprochen werden. Dabei wurde durch einen der Vereinswirte noch ein seltener Gast angek√ľndigt, der in fr√ľheren Zeiten durch spektakul√§re Varianten des Sch√§fermatts auf sich aufmerksam machte. Jammerschade, dass es der besagten Person dann kurzfristig doch nicht m√∂glich war nochmal alte Glanzzeiten aufleben zu lassen. Nun ja, die Wartezeit wurde von der Mehrzahl der Anwesenden durch eine leckere Currywurst mit Pommes und dem dazu passenden Getr√§nk √ľberbr√ľckt. Selbstverst√§ndlich fand auch das √ľbliche Vorgepl√§nkel in Form von im Leistungssport oft geh√∂rten verbalen Schlagabtauschen statt. Als es dann endlich soweit war und sich alle frisch gest√§rkt und mental eingestimmt in die Schlacht warfen, verging die Zeit wie im Fluge und so mancher Lacher √ľber sich selbst, andere oder einfach nur gute Spr√ľche war zu h√∂ren. Nebenher konnten die verantwortlichen Mannschaftsf√ľhrer auch noch die Teams f√ľrs Wochenende zusammenstellen und die taktischen Marschrouten ausgeben, so dass es in Summe ein sehr intensiver Abend wurde.

Gewonnen hat am Ende Basti, der sich knapp gegen Alex durchsetzte. Dieses Mal musste Basti allerdings einen Punkt abgeben. Dritter wurde Daniel, der immer in Schlagweite blieb, so dass es bis zur letzten Runde spannend blieb. Die Ergebnisse im Einzelnen:

Zwei Derbysiege

Der 4. Spieltag der Verbandsrunde brachte 2 Siege und 2 Niederlagen f√ľr die SCO Teams. W√§hrend die Zweite und die Vierte ihre Derbys gegen Waldkirch gewinnen konnten, verlor die Erste gegen Baden-Baden und die Dritte gegen Bad Krozingen. Die gemischten Ergebnisse hielten die SCO-Spieler nicht davon ab im Clubheim noch gemeinsam zu Analysieren und dem Bauernfr√ľhst√ľck zu fr√∂hnen.

Im Verbandsligaspiel empfingen die Elzt√§ler die Vierte Mannschaft aus Baden-Baden. Da die Mittelbadener ersatzgeschw√§cht antraten, konnten die Oberwindener auf etwas z√§hlbares hoffen. Das Match startete auch gut f√ľr den SCO. Fr√ľh ging man durch einen Sieg nach 12 Z√ľgen von Alex Lang und einem Remis von Daniel Sonnenfeld in F√ľhrung. Die sonst sehr zuverl√§ssige Mittelachse erwischte allerdings einen schlechten Tag, so da√ü Philipp Germern, Edi Kais und J√ľrgen Schulte ihre Partien verloren. Joachim Diehl versuchte seine Stellung auf Gewinn zu spielen, musste dann aber doch ein Remis akzeptieren. An den ersten beiden Brettern entwickelten sich – f√ľr den Zuschauer – komische Partien. Manu Reinhart musste seinem Gegner IM Schlindwein den ganzen Punkt √ľberlassen. Das Match war damit zwar verloren, Mario R√∂sch versuchte aber noch alles in einem Leichtfigurenendspiel und schaffte es mit sehr genauen Z√ľgen seinen leichten Vorteil in einen sehenswerten Sieg umzuwandeln. Endstand 3:5. Tabelle Verbandsliga

Der Tabellenf√ľhrer aus Waldkirch war zu Gast bei Oberwindens Reserve. Mit einer konzentrierten Leistung konnten die Oberelzt√§ler die Kandelst√§dter mit 5:3 bezwingen und in der Tabelle vorbeiziehen. Ihre Partien gewinnen konnten Bernd Banken, Andreas Wernet und Wolfgang Scherer. W√§hrend Martin He√ü, Peter Pauk, Jens Alber und Martin He√ü Remis spielten, verlor Thomas Ruf seine Partie. Mit dem¬† 3. Tabellenplatz h√§lt man Tuchf√ľhlung zur Tabellenspitze und kann in der 2. Saisonh√§lft noch ganz nach vorne kommen. Tabelle Bereichsliga

Eine knappe 3:5 Niederlage musste Oberwinden 3 in der Bezirksklasse gegen Bad Krozingen hinnehmen. Der Sieg von Markus Oswald mit den Remisen von Markus Wernet, Martin Schneider, Oliver Burgern und Bernd Wissler waren zu wenig. An den Spitzenbrettern mussten Markus Mack und Alexander Diehl den Punkt ihren deutlich st√§rkeren Gegnern √ľberlassen, wie auch Michael Kammerer. Die n√§chsten beiden Spieltage sind richtungsweisend, da man dann gegen die beiden am Tabellenschlu√ü platzierten Mannschaften von Markgr√§flerland und Denzlingen Abstiegsk√§mpfe bestreitet. Tabelle Bezirksliga

Die Tabellenf√ľhrung der D-Klasse eroberte Oberwinden 4 im Lokalderby gegen Waldkirch 4. Das Oberwindener Quartett, bestehend aus Michael Neuendorf, Markus Trenkle, Axel Blattmann und Tobias Weber, konnten alle ihre Partien gewinnen. Tabelle Kreisklasse D

Tabelle

Erfolgreicher Jahresabschluß in Umkirch

von Jens Alber

Beim traditionellen Schnellschachturnier in Umkirch am 30.12.2018 stellte der SCO zwei starke Mannschaften. In der ersten Mannschaft spielten Mario R√∂sch, Philipp Germer, Edi Kais und Alex Lang. F√ľr die Zweite sa√üen Martin He√ü, Thomas Ruf, Jens Alber und Peter Pauk an den Brettern. Dieses Jahr war das Turnier extrem stark besetzt. 10 Mannschaften mit einem Schnitt von √ľber 2000 DWZ waren am Start und Oberwinden 2 war mit einem Schnitt von √ľber 1700 nur auf Position 17 von 25 gesetzt. Daher galt es, einmal mehr den Oberwindener Kampfgeist zu zeigen, um gute Resultate einfahren zu k√∂nnen.  

Die erste Mannschaft startete perfekt in das Turnier und bezwang in den ersten beiden Runden FR-Wiehre mit 3:1 und Heitersheim mit 3,5:0,5. Das dritte Spiel ging gegen Riehen 1, den drittbesten Schweizer Verein der abgelaufenen Saison, denkbar knapp mit 1,5:2,5 verloren, wobei Philipp, Edi und Alex jeweils ein Remis erreichten. Nach einem 4:0 √ľber Endingen lag Oberwinden 1 auf dem 2. Platz. Dann folgte das erste Highlight: ein 3:1 √ľber den sp√§teren Zweitplatzierten Z√§hringen 1. Mario, Philipp und Alex konnten ihre Partien gewinnen. Keine Chance hatte man dann gegen Winterthur, den Schweizer Meister von 2017, und unterlag mit 1:3, wobei Philipp seine Partie gewann. In der siebten Runde folgte dann das Highlight schlechthin, als der ewige Kontrahent aus Emmendingen sensationell mit 3,5:0,5 geschlagen wurde! Mario, Philipp und Alex gewannen und Edi konnte remisieren. Schon allein aufgrund dieses denkw√ľrdigen Sieges wird uns dieser Tag noch lange in Erinnerung bleiben. Bravo Jungs! In Runde 8 setzte es dann leider eine 1:3 Niederlage gegen Dreisamtal und in Runde 9 konnte die Erste ein 2:2 gegen Dreil√§ndereck erspielen. In der vorletzten Runde wurde Riehen 2 mit 3,5:0,5 bezwungen und man durfte sich berechtigte Hoffnungen auf Platz 3 oder eventuell sogar noch Platz 2 machen. Leider kam Oberwinden 1 in der letzten Runde allerdings nicht √ľber ein 2:2 gegen Jura Sundgau hinaus. Dennoch belegte unsere Erste am Ende einen hervorragenden 4. Platz vor Emmendingen (5. Platz) und konnte noch einen Pokal abstauben. In diesem Feld eine ganz starke Leistung. Herzlichen Gl√ľckwunsch! Philipp Germer verpasste den Preis f√ľr das beste Brett 2 zudem nur denkbar knapp um 0,5 Punkte. Es war aber eine hervorragende Leistung von allen!

Edi Kais, Philipp Germer und Mario Rösch (v.l.)

Auch die zweite Mannschaft schlug sich in diesem Feld mehr als wacker. Martin He√ü und Thomas Ruf hatten es an den vorderen Brettern allerdings sehr schwer. Dennoch konnten sie 3 bzw. 4 Punkte beisteuern. Jens Alber und Peter Pauk hatten an den Brettern 3 und 4 hingegen des √Ėfteren l√∂sbare, aber keine leichten Aufgaben. Jens spielte ein gutes Turnier und musste gegen die nominell schw√§cheren Gegner nur 0,5 Punkte abgeben, konnte daf√ľr aber auch den einen oder anderen st√§rkeren Gegner bezwingen. Mit etwas mehr Pr√§zision w√§re auch noch der ein oder andere Bigpoint drin gewesen, aber das sollte an diesem Tag nicht sein. Peter Pauk erwischte einen Sahnetag und spielte lange um den Preis f√ľr das beste Brett 4 mit, obwohl auch dort noch zahlreiche Spieler jenseits der 2000er-Marke sa√üen. Gegen FR-Wiehre konnte Peter einen Bigpoint einfahren und bezwang mit Michael Stock sogar einen 2200er. Aufgrund dieser soliden Mannschaftsleistung war Oberwinden 2 vor der letzten Runde sogar noch unter den Top 10 und f√ľhrte die Wertung um den Ratingpreis f√ľr die beste Mannschaft  unter 2000 DWZ an, was mit einem Schnitt von 1734 alles andere als selbstverst√§ndlich ist. Leider fehlte in der letzten Runde das erhoffte Losgl√ľck und es setzte zum Abschluss ein 0:4 gegen Z√§hringen 1. Dennoch darf die Zweite auf dieses Ergebnis mehr als stolz sein.     

Martin Hess, Thomas Ruf, Jens Alber und Peter Pauk (v.l.)

Das Turnier gewann Winterthur souverän und unangefochten vor Zähringen 1, Riehen 1, Oberwinden 1 und Emmendingen.

Die Ergebnisse unserer Spieler im Einzelnen:

Oberwinden 1:

Brett 1: Mario R√∂sch             6/11
Brett 2: Philipp Germer          7/11
Brett 3: Edi Kais                    7,5/11
Brett 4: Alex Lang                 7,5/11

Oberwinden 2:

Brett 1: Martin He√ü                3/11
Brett 2: Thomas Ruf              4/11 
Brett 3: Jens Alber                  6,5/11
Brett 4: Peter Pauk                 8/11    

Gemischte Ergebnisse

erzielte der SCO am 3. Spieltag der Verbandsrunde.

W√§hrend die Erste in Gottmadingen mit 2:6 verlor, konnte die Zweite gegen Hornberg mit 6:2 gewinnen. √úberraschend war das starke 4:4 der Dritten beim Tabellenf√ľhrer aus Umkirch.

Verbandsliga

Lediglich mit 7 Mann konnte Oberwinden 1 im Hegau bei Gottmadingen antreten. Kurzfristig viel J√ľrgen Schulte krankheitsbedingt aus. Die Spitzenbretter waren dabei auch nicht wie √ľblich mit Manu Reinhart und Mario R√∂sch, sondern mit Daniel Sonnenfeld und Philipp Germer besetzt. Nach 2 Stunden Spielzeit hatten die Oberwindener an 6 von 7 Brettern Vorteile. Zeitvorteile. Daniel und Philipp machten ihre Sachen an den vorderen Brettern sehr gut, liesen nichts anbrennen und konnten sichere Remis einfahren. Edi Kais an Brett drei hatte seinen Gegner mit einer nicht allt√§glichen Er√∂ffnungsbehandlung √ľberrascht und drohte im Mittelspiel gegen den noch in der Mitte festh√§ngenden schwarzen K√∂nig einz√ľgig Matt. Leider konnte der Gegner diesen wie auch einige weitere Angriffe parieren. Das zuviel eingesetzte Material brachte Edi auf den Verlustpfad, so dass er verlor.

Einen Rabenschwarzen Tag hatte Alex Lang erwischt. In der Er√∂ffnung Varianten vertauscht, hatte sein Gegner Raumvorteile und nutzte jeden schwachen Zug des Oberwindener aus um die eigene Stellung zu verbessern. Bauernverlust war nicht mehr zu vermeiden und in der Folge ging auch die Partie verloren. Einen klasse Tag erwischte Martin Hess an Brett sieben. Gegen seinen um 250 DWZ besseren Gegner spielte er eine souver√§ne Partie. Schn√∂rkellos gewann er seine Partie. Gottmadingen scheint ein gutes Pflaster f√ľr Martin zu sein, denn auch letztes Jahr konnte er nicht bezwungen werden.

Fast sechs Stunden lang k√§mpften Andi Wernet (5) und Michael Weber (6). Andi gab in der Er√∂ffnung einen Bauern f√ľr Entwicklungsvorsprung, zog einen K√∂nigsangriff auf, was ihn viel Zeit kostete. So lies er um die Zeitkontrolle eine gute, sogar gewinnbringende Fortsetzung aus. Eine weitere Chance gab ihm der Gegner nicht mehr. Nachdem Andi die Dame gegen zwei T√ľrme geben musste, setzte der Gottmadinger mit Springer und Dame den wei√üen K√∂nig unter Druck was zum Sieg reichte. Michael Weber konnte lange das Gleichgewicht gegen seinen ebenfalls um 250 DWZ st√§rkeren Gegner halten. Als des Gegners T√ľrme auf die siebte Reihe eindrangen musste Michael einen Bauern geben, der dem Gegner zum Sieg reichte.

Noch befindet Oberwinden sich im Mittelfeld, aber dahinter konnten Konstanz und Lahr punkten was das Feld etwas zusammenr√ľcken lies. Am n√§chsten Spieltag ist die Vierte Mannschaft des Deutschen Meisters Baden-Baden zu Gast.

Bereichsliga

Ohne den eigentlichen Mannschaftsf√ľhrer Peter Pauk, aber mit einem klaren Auftrag reiste Oberwinden 2 nach Hornberg. Mit einem deutlichen 6:2 halten die Oberwindener weiterhin Kontakt zur Tabellenspitze, die von Waldkirch und Haslach gebildet werden. Die Siege konnten Bernd Banken, Joachim Diehl, Thomas Ruf, Martin Wissler und Martin Schneider einfahren. W√§hrend Jens Alber und Wolfgang Scherer Remis spielten, musste Markus Mack seinem Gegner gratulieren. Ein Spruch eines Hornberger Spielers zu seinem Gegner sorgte f√ľr einiges Gel√§chter: “Hinter diesen Zug machst du besser mal ein Fragezeichen.”

Bezirksklasse

Eine starke Leistung bot Oberwinden 3 in Umkirch. Wertungsm√§√üig deutlich unterlegen trotzte man dem Tabellenf√ľhrer ein 4:4 ab. Da Partien selbst in besserer Stellung Remis gegeben wurden, w√§re sogar noch mehr m√∂glich gewesen. Alex Diehl konnte gegen seinen 250 DWZ st√§rkeren Gegner Remis spielen. Dieses Ergebnis erzielten auch Michael Neuendorf, Markus Trenkle und Axel Blattmann. Gewinnen konnten Oli Burger und Markus Wernet. In seinem ersten Einsatz in der Dritten verlor Felix Schindler, wie auch Senior Volkmar Wangerowski.

Der Bauer der eine Dame sein wollte

Beim letzten Blitzturnier gab es einen Aufreger, der beim gestrigen Spielabend nochmal diskutiert wurde.

Es geht um einen Bauern, der die letzte Reihe (nach dem Regelwerk: die von seiner Anfangsstellung
entfernteste Reihe) erreichte, sich allerdings nur virtuell und nicht physisch in eine Dame verwandelte.

Offen blieb die Regellage, was tatsächlich passiert, erreicht ein Bauer ein Umwandlungsfeld, wird aber nicht durch eine andere Figur ersetzt.

Die¬†FIDE-Regeln¬†(g√ľltig ab 01.07.2017) geben Auskunft:

Generelle Regel

7.5.2 Wenn ein Spieler seinen Bauern auf die von der Grundstellung entfernteste Reihe
gezogen und die Uhr gedr√ľckt, aber den Bauern nicht durch eine Figur ersetzt hat, ist
dieser Zug regelwidrig. Der Bauer wird durch eine Dame gleicher Farbe wie der Bauer
ersetzt.

Da der Zug regelwidrig ist

7.5.1 Ein regelwidriger Zug ist abgeschlossen, sobald der Spieler die Uhr gedr√ľckt hat. Wenn
während einer Partie festgestellt wird, dass ein regelwidriger Zug abgeschlossen wurde,
wird die Stellung unmittelbar vor dem Regelverstoß wiederhergestellt. Falls die
Stellung unmittelbar vor dem Regelverstoß nicht bestimmt werden kann, wird die Partie
aus der letzten bekannten Stellung vor dem Regelverstoß heraus weitergespielt. Die
Artikel 4.3 und 4.7 werden auf den Zug angewandt, der den regelwidrigen ersetzt.
Daraufhin wird die Partie aus der so erreichten Stellung heraus weitergespielt.

gibt es noch folgende Strafe:

7.5.3 Nachdem die Erfordernisse des Artikels 7.5.1 oder 7.5.2 erf√ľllt worden sind, f√ľgt der
Schiedsrichter f√ľr den ersten abgeschlossenen regelwidrigen Zug eines Spielers zwei
zusätzliche Minuten zur Bedenkzeit des Gegners hinzu; nach dem zweiten abgeschlossenen
regelwidrigen Zug desselben Spielers erkl√§rt der Schiedsrichter die Partie f√ľr
diesen Spieler f√ľr verloren. Die Partie ist jedoch remis, wenn eine Stellung entstanden
ist, in der es dem Gegner nicht möglich ist, den König des Spielers durch irgendeine
Folge regelgem√§√üer Z√ľgen matt zu setzen.

 

Beim Schnell- und Blitzschach sieht es etwas anders aus, denn da wird der Fall nochmal speziell geregelt:

A.4.4 Beobachtet der Schiedsrichter, dass beide Könige im Schach stehen oder ein Bauer auf
der gegnerischen Grundreihe steht, wartet er den Abschluss des nächsten Zuges ab.
Steht die regelwidrige Stellung dann noch auf dem Brett, erklärt er die Partie remis.

Diese Regelung findet sich im Anhang A Schnellschach. Diese Regel hat auch G√ľltigkeit f√ľr das Blitz.

Aber auch hier gibt es eine kleine Neuerung seit 2018: Im Blitz verliert ein regelwidriger Zug nicht mehr sofort
sondern erst beim zweiten mal (siehe oben 7.5.3) und die Strafe ist:

B.2 Die in den Artikeln 7 und 9 erwähnten Zeitstrafen betragen eine Minute statt zwei
Minuten.

Da unsere beiden Kontrahenten sich auf Remis einigten, haben sie zumindest vom Ergebnis her alles richtig gemacht.

Noch ein kleiner Tipp: Wenn die gew√ľnschte Figur nicht zur Hand ist, bitte die Uhr nach dem Einzug des Bauern anhalten,
den Schiedsrichter bitten, die entsprechende Figur bereitzustellen, die Figur zu tauschen und dann die Uhr wieder in Gang
setzen und die Uhr dr√ľcken. Noch was: ein umgedrehter Turm ist auch ein Turm. Ihm wird nur manchmal schlecht,
wie mit ihm gezogen wird. ūüėČ

 

 

Unsitten am Brett

Schöne Aktion der Niedersächsischen Schachjugend
mit Klick auf das Bild startet das Video

Basti dominiert das Blitzturnier

Das erste Blitzturnier der neuen Saison stand an und von den Anwesenden trauten sich immerhin 6 wackere Recken in den Ring, w√§hrend sich der Rest der leckeren Currywurst mit Pommes und intensiven Gespr√§chen √ľber wichtige Themen wie die Schachweltmeisterschaft oder das Thekenverhalten einzelner widmeten. Apropos Currywurst mit Pommes. Dieses leckere deutsche Nationalgericht und das sehr z√∂gerliche Bestellverhalten einzelner sorgten f√ľr einen deutlich sp√§teren Start des Turniers. Oftmals mu√ü ja erst was riechen, bevor man seinen Hunger erkennt. Zwei Tellergerichte wanderten sorgar in der Hinrunde noch mit.

Aufreger des Abends war dabei folgende Situation:
Spieler A zieht ein und sagt Dame, tauscht den Bauer aber nicht aus. Die Uhr wird gedr√ľckt. Spieler B schl√§gt den letzten Bauern des Gegners in der Brettmitte und dr√ľckt ebenfalls die Uhr. Spieler A, der nur noch 2 Sekunden auf der Uhr hat dr√ľckt diese und reklamiert unm√∂glichen Zug, da Spieler B im Schach der Dame steht. Spieler B, der noch 1 Sekunde auf der Uhr hatte, dr√ľckt ebenfalls die Uhr und reklamiert unm√∂glichen Zug, da das ja ein Bauer und keine Dame w√§re. Inzwischen sind beide Uhren abgelaufen. Wie ist die Regellage?
Dies konnte zumindest an dem Abend nicht mehr geklärt werden, aber die Spieler vereinbarten in bestem Geiste ein Remis.

Besondere Erw√§hnung verdient das Engagement von Martin “Blitzmonster” Hess, der extra aus Pforzheim angereist war und am selben Abend auch wieder zur√ľck mu√üte.

Nach vielen spannenden Partien, dem einen oder anderen Patzer, viel Spa√ü und Verk√ľndung des Endstandes zeigte sich Basti √ľberrascht, dass er in diesem Feld nur 10 Punkte aus 10 Partien erreichen konntet,¬† hatte er doch 11 Punkte angestrebt ;-).

Einzelergebnisse und Endstand:

 

 

 

 

 

 

Andreas Wernet

Schach-WM Carlsen – Caruana

Caruana und Carlsen beim Grenke Chess Classic in Karlsruhe

 

In den n√§chsten 2 Wochen findet in London das lange erwartete WM-Match zwischen dem Herausforderer Fabiano Caruana und dem Weltmeister Magnus Carlsen statt. Da beide momentan lediglich durch 3 ELO-P√ľnktchen getrennt an der Spitze der Weltrangliste stehen, wird ein enges Match erwartet. Wird Caruana gewinnen k√∂nnen, der dieses Jahr in bestechender Form ist? Oder wird es Carlsen schaffen seinen Gegner durch Anreihung kleinster Vorteile zu zerm√ľrben und das Match f√ľr sich zu entscheiden.

Angesetzt sind 12 Partien. Die erste Runde startet am 9.11. und immer nach 2 Runden ist ein Ruhetag. 6,5 Punkte reichen f√ľr den Titel. Sollte es nach 12 Runden unentschieden stehen, wird es nach einem weiteren Ruhetag ein Stechen geben.

Die Bedenkzeit betr√§gt 100 Minuten f√ľr die ersten 40 Z√ľge. Danach liegt die Bedenkzeit bei 50 Minuten f√ľr die darauffolgenden 20 Z√ľge und 15 Minuten extra f√ľr den Rest der Partie.¬†Remis-Angebote sind erst nach dem 30. Zug vom Spieler der schwarzen Steine m√∂glich.

Da nicht jeder dieses Event vor Ort verfolgen kann, gibt es viele Möglichkeiten das Match im Internet zu verfolgen. Die Partien starten immer um 16 Uhr.

 

chess 24: englische Kommentierung, vermutlich mit dem hochkarätigsten Gespann: Peter Swidler, Alexander Grischuk, Sopiko Guramishvili, Anish Giri

 

Chessbase: deutschsprachige Kommentierung durch Klaus Bischoff (Kommentatoren-Legende), Oliver Reeh, Karsten M√ľller, Jonas Lampert und Steve Berger.

 

chessbrah TV: (englisch) Erik Hansen und Amam Hambleton

 

chess.com: (englisch) Danny Rensch und Robert Hess

 

Schachzentrum St. Louis: (englisch) Yasser Seirawan, vielleicht auch Garry Kasparow

 

SCO: bei uns gibt es die Partien auf der Homepage, die Kommentierung am Spielabend in Badisch

 

Worldchess: (englisch) mit Judit Polgar und Gästen

 

 

 

 

Ungeschlagen

blieben die Oberwindener Mannschaften am 2. Spieltag. Die Vierte gewann kampflos, während alle anderen Mannschaften beim ersten Heimspiel jeweils ein Unentschieden spielten.

In der Verbandsliga S√ľd begr√ľ√üte die Oberwindener Erste den Aufsteiger aus Konstanz. Die Aufstellung versprach ein enges Match. Nach 2 Stunden Spielzeit lie√ü sich an keinem Brett ein Vorteil f√ľr eine Seite auszumachen. In ausgeglichener Stellung nahm am ersten Brett FM Manu Reinhart das Remisangebot seines Gegners IM Hommeles an. Auch am achten Brett kam es zu einem Remis. Der Gegner von Michael Weber hatte nach und nach alles abgetauscht, so dass es keine Aussicht auf Gewinnversuche gab. Danach hat √ľberraschend Eddi Kais verloren. Kurz nach Halloween hatte er noch Geister gesehen. Anstatt nach Vorne zu spielen zog er seine Figuren zur√ľck und stand sehr passiv. Der Versuch den gegnerischen Springervorposten anzugreifen ging nach hinten los, da der Gegner die geschw√§chte K√∂nigsstellung entscheidend erst√ľrmte.

Gl√ľcklicherweise hielt die gegnerische F√ľhrung nicht lange. Der SCO Mannschaftsf√ľhrer Alex Lang hatte in einem Modernen Benoni dem Gegner den Damenfl√ľgel √ľberlassen, was dieser aber mangels Pl√§nen nicht auszun√ľtzen vermag. Im 16. Zug bot der Konstanzer Remis an, was der Oberwindener ablehnte. Zum einen war es zu fr√ľh im Mannschaftskampf, zum anderen hat die intensive Plansuche seinen Gegner viel Zeit gekostet. In der Folge fand dieser nicht die besten Z√ľge und gab nach Figurenverlust im 27. Zug auf. Dem Ausgleich folgte ein Remis durch den sicher spielenden Mario R√∂sch am Brett 2. Zur gleichen Zeit konnte Philip Germer die heimischen Farben in F√ľhrung bringen. Philipp stand nie schlecht, hatte hin und wieder leichten Vorteil, was der Gegner ausgleichen konnte, bis kurz vor der Zeitkontrolle, als sein Gegner den entscheidenden Fehler machte, den der Oberwindener eiskalt ausnutzte.

So blieben noch zwei Partien √ľbrig. Andi Wernet hatte eine vielversprechende Stellung w√§hrend J√ľrgen Schulte eine leicht schlechtere Stellung zu verwalten hatte. Um die Zeitkontrolle hatte Andi Wernet eine gewonnene Stellung auf dem Brett, die er leider Zug um Zug vergab und letztendlich noch verlor. J√ľrgen Schulte musste sein schlechteres Turmendspiel lange verteidigen. Nach √ľber 6 Stunden Spielzeit wurde sein Kampfgeist belohnt, da sein Gegner ablie√ü von weiteren Gewinnversuchen und¬† in das Unentschieden und damit das Mannschaftsremis einwilligte.

Mit drei Punkten ist ein guter Start in die Verbandsliga gelungen, auch wenn heute vielleicht ein Mannschaftspunkt liegen geblieben ist. Weiterhin ohne Punktverluste sind Emmendingen 2, √Ėtigheim und Baden-Baden 4. Kuppenheim konnte den ersten Sieg verzeichnen, w√§hrend Lahr, Heitersheim und Z√§hringen noch ohne Punktgewinn sind.

Tabelle Verbandsliga S√ľd

Die Mannschaft aus Zell war Gast von Oberwindens Zweite in der Bereichsliga. Martin Heß, Jens Alber und Wolfgang Scherer konnten ihre Partien gewinnen, Peter Pauk und Markus Mack spielten Remis. Mit diesem Remis steht die Zweite hinter den Mannschaften aus Waldkirch und Haslach auf dem dritten Tabellenplatz.

Tabelle Bereichsliga

Gegen Z√§hringen 4 bestritt Oberwinden 3 ihr erstes Heimspiel. Der Aufsteiger aus dem Elztal konnte trotz Unterzahl den ersten Punkt im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksklasse erringen. F√ľr die n√∂tigen Brettpunkte sorgten die ersten drei Bretter Markus Wernet, Martin Schneider und Michael Kammerer gegen deutlich st√§rkere Gegnerschaft. Auch der Mannschaftsf√ľhrer Michael Neuendorf konnte einen Sieg beisteuern.

Tabelle Bezirksliga

In der D-Klasse √ľbernahm unsere Jugendmannschaft durch einen kampflosen Sieg die Tabellenf√ľhrung.

Tabelle D-Klasse

 

 

 

 

Basti mit Traumergebnis in Arco

Das diesj√§hrige Schach-Open in Arco war sehr stark besetzt.Von den 141 im A-Open gemeldeten Spielern wiesen 49 eine h√∂here Wertungszahl aus als der Vertreter des Schachclubs Obewinden, Sebastian V√∂lker. Mit sehr starken 6 Punkten aus 9 Runden erspielte sich Basti in der Endabrechnung den hervorragenden 18. Platz und lies sage und schreibe 32 wertungszahlh√∂here Spieler hinter sich. Mit einem Zuwachs von 32 Elopunkten ist Basti mit gro√üen Schritten unterwegs in Richtung 2100 Elo-Punkte.¬† Einen herzlichen Gl√ľckwunsch zu diesem tollen Ergebnis.

Auch der ehemalige SCOler FM Peter Dittmar, schon seit vielen Jahren Stammgast in Arco ist, war wieder am Start. Mit 5,5 Punkten best√§tigte Peter seine Wertungszahl und landete in der Schlussrechnung auf dem 25. Rang. Gl√ľckwunsch dazu.

Gewonnen hat IM Peter Lizak (Elo 2446, Ungarn) mit 7,5 Punkten vor GM Jamie Santos Latasa (2572, Spanien) und IM Bela Molnar (2285, Ungarn) mit je 7 Punkten.

Mehr Details und vor allem auch die Partien finden sich unter: Ergebnisse 40th Int. Chess Festival Citta di Arco

Andreas Wernet