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Schachaufgabe

Archiv SCO

Drei Siege für SCO Teams

Am 3. Spieltag gab es für drei Teams des SCO einen Mannschaftssieg. Lediglich die Dritte musste Mangels Spieler ihr Match kampflos aufgeben.

Verbandsliga Süd: Nach der Niederlage in Runde 1 gegen Konstanz wollte die Erste unbedingt ihre ersten Punkte einfahren. Alle acht Mann gingen konzentriert an ihre Partien. Am Ende wurde keine Partie verloren und man gewann mit 6:2

Bereichsliga: Nicht in Bestbesetzung trat Oberwinden 2 gegen den scheinbaren Angstgegner in Hofstetten an. Doch an diesem Wochenende konnten auch in der Zweiten alle Spieler überzeugen. Wie in der Ersten gab man keine Partie verloren und gewann ebenfalls mit 6:2. Mit Emmendingen 3 bildet man das verlustpunktfreie Tabellenführer-Duo.

Kreisklasse C: Die Vierte konnte mit einem 3:2 bei Freiburg West 6 sich ebenfalls in der vorderen Tabellenhälfte festsetzen. Zwei Partienverluste konnten durch drei Siege kompensiert werden.

VM Blitz Runde 1: Spannend wie nie zuvor!

In der ersten von 5 zu spielenden Runden der Vereinsblitzmeisterschaft ging es spannender zu als manch einer erwartet hatte. Gespielt wird seit neuestem 3min +2sec/Zug, da dies die neue Bedenkzeit auf Bezirksebene bei den Meisterschaften darstellt. Nun zum Turnierlauf:

Besonders erwähnenswert ist, dass mit Stefan Rode aus der Schwarzen Pumpe ein Gastspieler (in der Wertung natürlich außer Konkurrenz geführt) mitblitzte. WIe immer galt es, trotz natürlichen Hindernissen wie “Trash Talk” und “Weizen” (wobei ein zwei Bier beim Blitz durchaus auch einen Vorteil bedeuten können, aufgrund des flüssigeren Zockens 😉 ) zu trotzen. Eine starke Leistung ist sowohl dem immer gefährlichen Blitzer Martin “Blitzmonster” Heß, welcher in beeindruckender Manier den Turniersieg holte, als auch Jens Alber, dem es neben meiner Wenigkeit als einziger gelang, dem Blitzmonster einen Punkt zu rauben. Dass es den Spruch “Stark angefangen und stark nachgelassen” gibt, konnte nicht zuletzt Mario Rösch eindrucksvoll unter Beweis stellen, der bis zur vorletzten Runde die Führung im Turnier hielt, um dann durch 2 Niederlagen zum Schluss noch auf Rang 2 abzurutschen. Sehr eindrucksvoll umging er das Remis-Endspiel mit den ungleichfarbigen Läufern, indem er einzügig den Läufer einfach einstellte und danach der neuen Increment-Bedenkzeit zum Opfer fiel. Doch es bleiben weitere 4 Turniere, in der Blitzmeisterschaft ist noch alles offen. Hier der Zwischenstand nach der ersten Runde:

  1. Martin Heß 6/8
  2. Mario Rösch 5.5/8
  3. Basti Völker 5/8
  4. Andi Wernet 4/8
  5. Jens Alber 3.5/8
  6. Martin Schneider 3.5/8
  7. Stefan Rode (a.K:) 3/8
  8. Wolfgang Scherer 3/8
  9. Martin Wissler 2/8

Schachland Deutschland

Arco – Schach in traumhafter Umgebung

Das alljährliche Schachturnier in Arco verzeichnete in diesem Jahr einen Teilnehmerrekord von insgesamt 254 Spielern (198 im A-Open und 56 im B-Open) aus 24 unterschiedlichen Nationen. Mit Sebastian Völker, Alexander Lang und Andreas Wernet waren auch 3 Recken vom SC Oberwinden am Start. Das Wetter war dieses Mal, trotz des früheren Termins, nicht ganz so sommerlich wie in den letzten Jahren, aber immer noch geeignet den Spätsommer im T-Shirt und Biergarten zu genießen. Apropos genießen. In der herrlichen Umgebung nutzen vor allem Basti und Alex die Gelegenheit für ausgiebige E-Bike-Touren. Leider zog dies eine Erkältung für Basti nach sich, so dass dieser das Turnier 2 Runden vor Schluss abbrechen musste, nachdem er am Vortag schon erkennbar angeschlagen, noch einen Sieg verbuchen konnte.

Die obligatorische gemeinsame Wanderung zum historischen Schachgemälde in der wunderbar gelegenen Arcoer Burg war natürlich auch auf dem Programm. Überhaupt entwickelte sich schnell ein Tagesritual aus gemeinsamen Frühstück mit unseren Freunden Fritz Maurer aus der Schweiz, dem Ex-Oberwindner Peter Dittmar und seinem Vereinskollegen Heike Felgendreher von Freibauer Möhrlenbach-Birkenau, kurzer Vorbereitung, Spaziergang, Rad- oder Shopping-Tour, Mittagstreffen bei frisch gepresstem Obst-Saft und einem Stück Pizza, kurzer Ruhephase, Turnierpartie, gemeinsamen Abendessen und anschließender Analyse im Biergarten. Zu letzterem und zur Pizza-Verkostung gesellte sich oft auch noch Michael Schäfer, ebenfalls von Freibauer Möhrlenbach-Birkenau, dazu. Die so ausgefüllten Tage vergingen im Nu und das reichhaltige Rahmenprogramm mit Bilderausstellung, Trentiner Abend, Blitz- und Simultan-Turnier konnte gar nicht in Anspruch genommen werden.

Das Turnier war wie immer hervorragend organisiert und der Spielsaal im alten Casino ist allein die Reise nach Arco wert. Wie immer ist der Veranstalter natürlich auch Dingen ausgesetzt, die er kaum oder gar nicht beeinflussen kann. So gesellte sich ein, positiv formuliert etwas kauziger, Geiger zur Eröffnungsrede und wollte partout erst von der Bühne gehen nachdem er sein Stück vorgespielt hat. Die Schachspieler wurden dabei ihrem guten Ruf gerecht und bedachten den skurrilen Auftritt mit Applaus. Anschließend ließ sich der Künstler auch anstandslos aus dem Saal bringen. Nicht minder wohlwollend war das Verhalten der Teilnehmer, als ein Rockkonzert vor der Halle während einer Runde geboten wurde. Deutlich genervt, aber freundlich im Ton und sich seinem Schicksal ergebend wurde stoisch weitergespielt und die Runde mit Würde beendet. Deutlich im Vorteil war dabei Andis Gegner, der mit einem verschmitzten Lächeln sein Hörgerät aus dem Ohr zog und in die Tasche steckte. Auch das samstägliche Rasenmähen des Geländes um das Casino kann nicht bei jedem Turnier genossen werden.

In Summe gibt es natürlich viel zu erzählen und beispielhaft sei hier die Analyse von Basti erwähnt, der die 400 Partien seines Gegners streng systematisch nach seinen Varianten durchforstete und alles andere löschte, bis am Schluss nur noch eine Partie übrig blieb, die er selbst vor 12 Jahren gegen seinen Gegner gespielt hatte. Da gibt es sicher schnellere Wege, um zu diesem Ergebnis zu kommen. Basti war wohl dadurch so verwirrt, dass er am nächsten Tag gegen den Gegner auch noch feststellen musste, dass er die falsche Farbe vorbereitet hat. Das ein E-Bike auch Nachteile haben kann mussten Basti und Alex ein paar hundert Meter vor dem Berggipfel feststellen, als bei beiden auf einmal der Akku leer war. Auch das Mieten eines E-Bikes kann schwierig sein, wenn man die Öffnungszeiten nicht beachtet und nicht weiß, dass am Montag in der Regel alle Geschäfte zu haben. Ein Mitglied unseres Teams sorgte auch für Erstaunen, als er auf der Herrentoilette auf dem Boden knieend den Papiereimer ausleerte, um den dort verschwundenen Ehering zu suchen. Wie erwähnt nur ein paar Details, die ein solches Turnier begleiten.

Das Turnier selbst war sehr stark besetzt. Leider war die Stärke nicht unbedingt schon in der Elo abgebildet und so gab es jeweils starke Jugendgruppen aus der Schweiz, Ungarn und Indien, die unserer Gemeinschaft das Leben sehr schwer machten. Alex wollte die Auswertung seiner Partien schon in Kinder- und Erwachsenenturnier unterteilen lassen.

Das Turnier gewonnen haben standesgemäß die drei angetretenen Großmeister. Erster wurde ohne Verlustpartie GM Nikita Petrov aus Russland mit 8 Punkten aus 9 Runden vor GM Stelios Halkias aus Griechenland und GM Csaba Horvath aus Ungarn mit jeweils 7,5 Punkten. Unsere Reisegruppe war beim Turnier gern gesehen, da wir viele Elo-Punkte zur Verfügung stellten. Heiko Felgendreher wurde 27. mit 6 Punkten und einem Minus von 11 Elo, FM Peter Dittmar 32. mit ebenfalls 6 Punkten und einem Minus von 18 Elo. Fritz Maurer wurde 80. (5P., – 10 Elo), Michael Schäfer 94. (4,5 P., -39 Elo), Basti Völker 115. (4 P., – 3 Elo aus 7 Runden), Andreas Wernet 118. (4P., -31 Elo), Alex Lang 123. (4P., – 49 Elo).

Was bleibt als Fazit? Arco ist ein Turnier in toller Umgebung, einem traumhaften Turniersaal, perfekt organisiert und in sehr familiärer Atmosphäre. Der Freizeitwert ist klasse und es gibt viele Möglichkeiten die Umgebung zu genießen. Wir werden uns der Aufgabe also wieder stellen und versuchen, die Elo-Punkte zurück zu holen.

Andreas Wernet

Überwiegend erfolgreicher Saisonauftakt

Die Oberwindener Mannschaften starteten mit 3 Siegen bei einer knappen Niederlage in die neue Verbandsrunde.

Oberwinden 1 fehlt ein Quäntchen Glück

Gegen Konstanz läuft es für das Oberwindener Verbandsliga-Team nicht. Musste man letztes Jahr bereits ein Unentschieden hinnehmen, konnte man dieses Jahr nicht mal mehr einen Mannschaftspunkt holen.Vor allem die Partie an Brett 5 des Mannschaftsführers sah wie ein sicherer Sieg aus, er fand jedoch kurz vor der Zeitkontrolle nur schlechte Züge und verdarb die Stellung noch in eine Niederlage. Auch an Brett 4 hatten die Elztäler Vorteile, der Konstanzer konnte aber das Turmendspiel mit 2 Minusbauern Remis halten. Somit verlor man mit 3,5:4,5.

Souveräner Sieg der Zweiten in der Landesliga

Bericht siehe unten

Vier von Sieben stechen

Die Dritte hat in der Bezirksklasse einen deutlichen Sieg in Bad Krozingen erspielt. Leider konnte man nur mit sieben Mann antreten. Davon konnten aber 4 ihre Partien zum Sieg führen. Mit zwei weiteren Remis konnte der 5:3 Sieg sichergestellt werden.

Auftaktsieg der Vierten

In der C-Klasse trafen mit Freiburg Wiehre 3 und Oberwinden 4 die Aufsteiger aus der D-Klasse aufeinander. Ein Medizinischer Notfall überschattete den Sieg der Elztäler, die 3:2 gewinnen konnten.

II. Mannschaft: Hart erkämpfter Auftaktsieg in fürstlichem Ambiente

Nach einer gut einstündigen Anfahrt an einem herrlichen Spätsommertag durch den schönen Schwarzwald trafen unsere beiden Mannschaftsteile in zwei PKWs pünktlich und gut gelaunt in Schwenningen zur ersten Runde dieser Saison gegen den SC Villingen-Schwenningen ein. Unsere Saisonziele sind adäquat gesteckt: Wie auch in der letzten Saison möchten wir vorne mitspielen beziehungsweise sogar den Aufstieg in die Landesliga anvisieren. Bezüglich der Papierform sah es bei der Aufstellung für uns schon einmal recht gut aus, wobei sich der deutliche DWZ-Vorsprung von im Mittel 67 mit je fast 200 DWZ auf die Bretter 1, 2 und 4 konzentrierte, die insofern für den erhofften Auftaktsieg mit einem „statistischen Erwartungsergebnis“ von je 0,75 also „liefern“ bzw. zusammen 2 1/4 Punkte erzielen „mussten“.
Der sonst eher zwiespältig zu bewertende Spielort „Schule“ bot in Schwenningen eine erste, sehr positive, Überraschung: Statt z. B. in einem müffelnden dusteren Turnsaalvorraum oder im Klassenzimmer an zu niedrigen Tischen spielte man in einer holzgetäfelten Aula auf! In diesem riesigen (jeder hatte einen 1,6 m breiten Tisch für sich alleine…), von der durch Vorhänge gut gefilterten Sonne gut beleuchteten, ideal temperierten und leisen Spielsaal – was man in dieser Kombination wirklich selten antrifft – ging es dann mit leichter Verspätung gegen 10:15 endlich los. Unsere Zielerreichung erwies sich indes als weitaus schwieriger als die 4,7 : 3,3-Prognose vom BSV Ergebnisdienst: Lediglich unser Mannschaftsführer Peter konnte in souveräner Manier nach 2 h Spielzeit an Brett 7 den ersten Punkt einfahren. Erst gut 1,5 h später bzw. kurz vor 14:00 remisierte, in zuvor aussichtsreicher Mehrbauernposition, Michael, der Sitznachbar des Autors dieser Zeilen, an Brett 3 zum 1,5: 0,5. Noch vor 14:00 debütierte unser Neuzugang Miralem erfolgreich am zweiten Brett und auch Friedhelm an Brett 1 erfüllte seine vorgenannte „Pflicht“ zum 3,5 : 0,5 für uns . Wie auch seine späteren Analysen anderer Partien zeigten, ist Miralem eine tolle Verstärkung für unsere Zweite. Angesichts des „fast gewonnenen“ Spielstands wollte Brett 4 dann seine Gewinnpartie (Computeranalyse: +4,X-Vorsprung…) mit einem „sensationellen“ Turmopfer „krönen“, zum Entsetzen zuschauender Mannschaftskollegen. Die hierfür erforderlichen taktischen Berechnungsfähigkeiten waren aber, primär aufgrund der Hybris eines bis zum 59. Zug fast perfekt vorgetragenen Albins Gegengambit, offenbar emotional stark kompromittiert, denn, wie die Computeranalyse später zeigte, lieferte der 60. Zug nicht den finalen Schönheitspreis, sondern den sicheren Weg ins Remis und hätte im 74. Zug, nach einem derben Endspiel-Königszugpatzer, sogar noch zum Verlust führen können , was der seit dem 30. Zug stets in Zeitnot agierende Gegner aber Gottseidank übersah. 
Da unser Fuchs an Brett 8 inzwischen einen wichtigen halben Punkt beigesteuert hatte, stand aber an Brett 4 kurz vor 15:00 mit dem 80. Zug aufgrund „Randbauer gegen König davor“ dann doch der Mannschaftssieg endlich fest. Jens an Brett 5 konnte daher unbelastet bis kurz vor 16:00 weiterkämpfen; er musste dann aber, nach ebenfalls mehr als 70 Zügen, leider mindestens einen halben Punkt liegen lassen, wie wir auf der Rückfahrt dank der Unterstützung von Miralem herausfinden konnten. Summa summarum also ein gelungener Auftakt und nach langem Kampf: BSV-Prognose verifiziert und Ziel erreicht – wobei es sogar noch 1 bis 2 Punkte mehr hätten werden können. Last but not least bestätigte der Autor dieser Zeilen, dass Hochmut vor dem Fall kommt, wobei dieser Dank Gegners Hilfe diesmal für ihn und die Mannschaft wenigstens weich ausfiel. Das nächste Mal: Auch eine schöne Partie bitte „unschön“ aber sicher nach Hause bringen 😉

Der Bericht der Villinger-Schwenninger Schachfreunde findet sich unter https://schachclub-vs.de/ (nach unten scrollen unter “Gelungener Start in die neue Verbandsrunde”.

Martin Hess

Herzlicher Empfang in Meßkirch

Der Saisonstart steht unmittelbar bevor und gab es in der Vergangenheit viele Schnellschachturniere für den vorbereitungswütigen Schachspieler, so ist das Angebot in diesem Jahr eher beschaulich. Umso mehr freuten sich die Spieler des Schachclubs Oberwinden auf das anstehende Freundschaftsspiel in Meßkirch. Letztes Jahr waren die Meßkircher in Oberwinden (siehe Artikel auf der Homepage http://www.schachclub-oberwinden.de/wp3/2018/09/09/sk-messkirch-zu-gast-bei-freunden/) und so stand dieses Jahr der Gegenbesuch an.

Herzlich war der Empfang durch unsere Meßkircher Schachfreunde und es wurde ein wunderschöner Nachmittag mit viel Spaß, heiteren Gesprächen und teils sehr spannenden Partien. Bereits als Mannschaftsführer Peter Pauk die Adresse des Spiellokals versandte gab es die ersten heiteren Gesichter: Meßkirch, Adlerplatz 5 im Hotel-Restaurant Adler, Brett 1 Heiko Adler – ein Schwan wer Böses denkt 😉 Apropos Schwan. Der geflügelten Tiere nicht genug spielten wir auch noch in einem Zimmer, welches mit vielerlei gefiedertem Getier geradezu vollgestopft war. So beobachteten unser freudiges Treiben über 50 kleine Porzellan- und Keramikenten und Gänse. Da passte es geradezu wie die Faust aufs Auge, als die Bedienung auch noch mit zwei auf die Oberarme tätowierte Löwen ums Eck kam.

Bevor ein falscher Eindruck entsteht. Das Hotel-Restaurant Adler ist einen Besuch wert. Die Gaststätte ist in einem alten und wunderschön restaurierten Gebäude untergebracht. Die Spielbedingungen sind hervorragend und das Personal freundlich. Selbst in der Nachmittagspause gab es Getränke, da kurzerhand einer unserer Gastgeber in die Theke eingewiesen wurde. Zusätzlich erwies es sich als Vorteil, dass wir auf der Ebene des Frühstücksaales spielten und noch das Obst des Buffets da war. Selbstverständlich meldeten wir den Verzehr von Trauben und Bananen beim Bezahlen, aber die Chefin freute sich, dass es uns geschmeckt hatte und schenkte sie uns.
Durch die teilweise sehr umkämpften Partien, bei denen das Spitzenbrett wie schon im Hinkampf durch zeitliche Überlänge leicht negativ auffiel, war es uns nicht möglich das wunderschöne Meßkirch zu besichtigen. Dies sollten wir beim nächsten Mal auf jeden Fall einplanen. Außerdem gibt es in direkter Umgebung den Campus Galli. Ein Campus, auf dem mit mittelalterlichen Techniken unter dem Schlagwort „experimentelle Archäologie – bauen wie vor 1200 Jahren“ eine mittelalterliche Klosterstadt nach dem berühmten St. Galler Klosterplan entsteht. Mindestens zu ersterem kennt sich auch der mitspielende Dr. Ewald Kurtz sehr gut aus und wer weiß, vielleicht reisen wir nächstes Mal einfach früher an und nutzen die Gelegenheit auf eine fachkundige Führung.

Wie bereits erwähnt waren die Partien teilweise sehr hart umkämpft. Letztendlich vielen die Partien fast der Reihe der Brettfolge nach, von Brett sieben beginnend, zu Gunsten der Oberwindener aus. Lediglich Torsten Becherer erwies sich als Gentlemen und spielte Remis. Der hohe Sieg tat der tollen Atmosphäre des Freundschaftskampfes keinen Abbruch und so wurde noch im Freien bei Sonnenschein und einem gekühlten Getränk analysiert, bevor es zum Abendessen im Restaurant auf Einladung der Meßkircher einen sehr leckeren Wurstsalat gab. Im Hinblick auf die noch anstehende zweistündige Heimreise galt es gefühlt früh aufzubrechen, wobei sich das angesprochene erste Brett noch einer ausgiebigen Analyse widmete. Letztendlich waren die ersten nach einem langen, aber wunderschönen Tag, gegen 23:00 Uhr zurück.

Herzlichen Dank für die tolle Gastfreundschaft der Meßkircher, der auch die Stiche der Moskitos Oberwinden in Form von Sprüchen und gewonnenen Partien nichts anhaben konnte 😉

Wir wünschen unseren Schachfreunden für die anstehende Saison viel Erfolg und viel Freude beim Genuss des Gastgeschenkes.

Andreas Wernet

Vereinsmeister-Simultan: knapper Sieg für Simon Klotz

Traditionell veranstaltet der Schachclub Oberwinden zum Auftakt der neuen Saison ein Simultan für den amtierenden Vereinsmeister. Eine Gelegenheit für diesen sich in der für Schachspieler eher seltenen Disziplin Simultan zu üben und für die Teilnehmenden die Gelegenheit nach der Sommerpause die eventuell eingerosteten Zellen zu aktivieren.

Was ist überhaupt ein Simultan? Frei nach Fremdwort.de: Das Simultanschach ist eine Form des Schachspiels, bei dem ein Spieler (Simultanspieler) gleichzeitig gegen mehrere Gegner (Simultangegner) antritt.

Sinn und Spielgedanke: Simultanspiele geben Spielern mit geringen oder mittleren Kenntnissen und Fähigkeiten die Möglichkeit, gegen Spieler mit hoher oder sehr hoher Spielstärke anzutreten. Dabei erhöhen sich für die Simultangegner, die im Spiel 1:1 gegen einen solchen Spieler chancenlos wären, durch die längere Bedenkzeit und die Konzentration auf nur ein Spiel die Erfolgsaussichten. Der Simultanspieler muss nicht nur mehrere Spiele alternierend überblicken, sondern auch schneller reagieren. Er läuft von Brett zu Brett und setzt seine Züge, während seine Kontrahenten Zeit haben zu überlegen, bis der Simultanspieler wieder vor seinem Brett auftaucht. Dann muss er allerdings sofort ziehen.

Im Falle des Schachclubs Oberwinden bedeutet dies der Vereinsmeister ist der Simultanspieler, sprich der ‚Spieler mit sehr hoher Spielstärke‘. Dies hat er ja durch den Gewinn der Vereinsmeisterschaft bewiesen. Die Simultangegner, also die Spieler mit geringen oder mittleren Kenntnissen, sind hier etwas frei interpretiert und Simon Klotz als Vereinsmeister hat es teilweise mit sehr starken Gegnern zu tun bekommen. So waren allein 3 Gegner aus der ersten Mannschaft des SCO am Start. Umso beachtlicher ist das Ergebnis von 4,5 Punkten von 8 möglichen für Simon.

Durch Simons aktive Spielweise kamen in vielen Partien starke Angriffe und interessante Opfer aufs Brett, so dass es für alle ein superspannender Abend wurde. Mit „alle“ ist hier auch ausdrücklich die hohe Zahl der Zuschauer gemeint. In Summe tummelten sich alleine vom Schachclub knapp 10 weitere potentielle Spieler um die Bretter. Interessant war auch, dass der Spieler, der am längsten noch alle Figuren auf dem Brett hatte und dies auch des Öfteren lautstark verkündete, kurz nach dem Schlagen der ersten Figuren aufgeben musste. Also ein untrügliches Zeichen, dass der Verbleib von Figuren auf dem Brett nicht zwangsläufig auf die Güte der Stellung schließen lässt 😉

Ein Dank an alle Spieler, die sich dem Wettkampf stellten und damit für eine schöne Simultan-Atmosphäre sorgten und ein besonderer Dank an Simon, der an dem Abend sicherlich den anstrengendsten Part hatte.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Andreas Wernet

Andreas Wernet

Anatole Schmitt dominiert das 12. Dorffestblitz-Turnier in Oberwinden

Das Wetter war schön, das Dorffest mit wunderbar gestaltetem Eingangsbereich, vielen Lauben und nett dekorierten Ständen wieder sehr einladend und dank vieler engagierter Helfer war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Also ideale Rahmenbedingungen für ein weiteres unterhaltsames und spannendes Dorffestblitz-Turnier. Alex Lang, der kurzfristig für den erkrankten Mario Rösch als Turnierleiter einsprang, hatte alles im Griff und die schon erwähnte tolle Stimmung trug ihr Übriges dazu bei, dass alles in fairem Wettkampf pünktlich über die Bühne ging. Viele der Teilnehmer sind „Wiederholungstäter“, aber auch dieses Jahr fanden wieder einige „Frischlinge“ den Weg nach Oberwinden. In den Gesprächen zwischen den Runden gab es wieder viel Lob für die Organisation, den reibungslosen Ablauf und die ungezwungene Atmosphäre.

Miralem Novalic, Anatole Schmitt, Max Scherer

Nach wie vor ist die zeitliche Lage kurz vor Saisonstart ideal, das über Urlaub und Sommerpause eventuell etwas eingerostete Schach wieder in die Gänge zu bringen. Am besten gelang dies Anatole Schmitt vom SC Heitersheim, der mit sensationellen 8 Siegen aus 8 Partien gegen teilweise sehr starke Gegnerschaft startete und erst gegen den Oberwindener Neuzugang Miralem Novalic seinen ersten halben Punkt abgeben musste. Den Sieg fuhr er trotzdem ungefährdet nach Hause. Auf dem zweiten Platz landete Max Scherer von der SGEM Dreisamtal, der das Turnier selbst zweimal gewinnen konnte. Vielleicht gelingt ja bei der nächsten Veranstaltung in 2 Jahren endlich der dritte Sieg. Dritter wurde der extra aus der Schweiz angereiste Miralem Novalic. Den Preis für den besten Jugendspieler erspielte sich Nico Schepers von Freiburg Zähringen 1887, der im Gesamtklassement 7. wurde. Für alle Teilnehmer gab es am Ende Preise und mancher gönnte sich noch ein leckeres Essen und ein gekühltes Getränk im Kreis der begleitenden Familie und den Schachkollegen.

Ein Dank unseren Sponsoren für die großzügigen Preisspenden, an alle Teilnehmer, die dieses Turnier erst möglich machen und natürlich allen Helfern des SCO, besonders dem Turnierleiter Alex Lang.

Nächstes Jahr ist wieder das Sommer-Sonne-Wein-Blitz in Ebringen geplant, welches eingebettet im Weinfest beim Ebringer Schloss eine wunderbare Möglichkeit bietet die Zeit bis zum nächsten Dorffestblitz im Jahre 2021 zu überbrücken.

Die Abschlußtabelle nach 11. Runden:

Die Historie der 12 Turniere:

Andreas Wernet

Anatole Schmitt, Nico Schepers

Aktualisierung der Seite “Vereinshistorie”

Die Seite “Vereinshistorie” ist wieder auf dem aktuellsten Stand, auf ihr befindet sich die Übersicht zur aktuellen Vorstandsschaft, zu den Vereinstitelträgern und zu den Mannschaftsplatzierungen bis einschließlich der Saison 2018/2019.