Schachclub Oberwinden 1957 e. V.

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5 Oberwindener beim 81. Badischen Schachkongress

June 8th, 2009 by meyerpe

192 Spieler starteten beim 81. Badischen Schachkongress in den verschiedenen Gruppen, darunter auch unsere 5 Oberwindener Schachfreunde Philipp Germer, Edgar Kais, Torsten Becherer, Harald Schomas und Michael Neuendorf.

In der Königsklasse, der offenen Badischen Meisterschaft waren Philipp Germer und Edgar Kais am Start. Um es vorwegzunehmen, spielten beide ein sehr gutes Turnier und holten einen DWZ-Gewinn. Philipp war stets vorne dabei und holte grandiose 6 Punkte aus 9 Partien. Dies brachte ihm den 6. Platz, punktgleich mit dem Dritten. Dies bedeutet, dass Philipp in einem Stichkampf um den Qualifikationsplatz zur deutschen Meisterschaft kämpfen kann. Qualifikationsplätze zur Deutschen Meisterschaft werden nach der Badischen Turnierordnung nicht durch Feinwertung, sondern nur durch Stichkampfregelung vergeben. Badischer Meister wurde verdient der der 17-jährige Internationale Meister Andreas Heimann aus Weil am Rhein, Zweiter wurde der rumänische IM Vadim Chernov.

Nach einer Auftaktniederlage kämpfte sich Eddi Kais wieder stark ins Turnier und erholte sich von einer  äußerst unglücklichen Niederlage in Runde 5 und startete noch einen guten Endspurt. Am Ende holte er in dem starken Feld mit 4,5 aus 9 ein starkes 50%-Score, womit er sowohl DWZ wie auch ELO hinzugewinnen konnte.

Torsten Becherer startete im Turnier von 1600 bis 1800 DWZ. Nach einem verhaltenen Start legete er einen starken zwischenspurt ein. In der Schlußrunde spielte Torsten sogar noch um den Turniersieg. Leider glückte dies nicht, dennoch zeigte Torsten seine derzeit gute Form und kann sich über einen ansehnlichen DWZ-Zuwachs freuen. 4 aus 7 bedeuten den 10. Platz, punktgleich mit dem 7.

Einen schweren Stand hatte Harald Schomas in der Gruppe 1400 bis 1600. Mit 3 aus 7 war er mit dem Verlauf des Turniers sicherlich nicht ganz zufrieden.

Michael Neuendorf  war in der Gruppe von 1200 bis 1400 favorisiert. Von der Auftaktniederlage ließ er sich nicht schocken und spielte sich wieder an die Tabellenspitze. Doch 2 Niederlagen ín den beiden Schlußrunden 6 und 7 warfen ihn ins Mittelfeld zurück.  Letztlich also ein unglücklicher Abschluß des Turniers.

Das 1 Jahr Pause und der neue Modus taten dem 81. Badischen Schachkongress offensichtlich nicht gut. Es gab leider einen starken Teilnehmereinbruch bei diesem stets beliebten Badischen Traditionsturnier. Über die Ursachen wird sicherlich noch diskutiert werden, jedenfalls erschweren die unterschiedlichen Zeiträume der Turniere die Bildung von Fahrgemeinschaften und die gemeinsame Buchung von Zimmern/Ferienwohnungen.

Stets aktuell war die  Homepage mit Ergebnissen und Partien, die leider durch einen technischen Defekt gegen Ende des Turniers gestoppt wurde. 

Turnierhomepage
Endtabelle OBM (Philipp und Eddi)   Paarungen   DWZ   
Endtabelle Senioren  Paarungen   DWZ  
Endtabelle BW-Open   Paarungen   DWZ  
Endtabelle < 2000   Paarungen    DWZ  
Endtabelle < 1800 (Torsten)   Paarungen    DWZ  
Endtabelle < 1600 (Harald)   Paarungen   DWZ  
Endtabelle < 1400 (Michael)   Paarungen   DWZ  
Endtabelle < 1200     Paarungen   DWZ  

Beim Kongress-Blitz nahmen insgesamt 12 Spieler teil. Hier die Ergebnisse

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Oberwinden 1 zeigt sich gut erholt

March 23rd, 2009 by meyerpe

Gegen Dreisamtal gab es einen knappen, aber verdienten 4,5:3,5 Erfolg. Damit zeigte man sich gut erholt von der letzten Niederlage, die nun umso ärgerlicher ist. Bei einem Sieg in Runde 7 gegen Dreiländereck hätte man in der Schlußrunde ein echtes Endspiel gegen Waldshut gehabt. Jetzt steht die stärkste Mannschaft der Verbandsliga verdient als vorzeitiger Meister und souveräner Aufsteiger in die Oberliga fest. In der zweigeteilten Verbandsliga rangieren Dreisamtal, Oberwinden, und Dreiländereck (jeweils 18 Pkte.) und Lahr (15 Pkte.) auf den Plätzen 2 bis 5. Da  4 evtl. sogar „nur“ 3 Mannschaften in die Landesliga absteigen müssen, haben Kuppenheim (10), Engen (9) und auch Gottmadingen (6) noch Chancen die Klasse zu halten. Rastatt (3) und Pfullendorf (0)  können das rettende Ufer nicht mehr erreichen.

 

Nun aber zum Spiel gegen Dreisamtal gegen die es wie immer ein sehr kämpferisches Match gab. Sebastian Völker konnte an Brett 8 schon sehr früh einen Sieg vermelden. Er hatte noch in der Eröffnungsphase eine Figur gewonnen. Raphael Grandidier traf auf seinen Teamkollegen aus Obernai. Zwar lehte Raphael zunächst das Remisangebot von Alexandre Remaitre ab, doch wenige Züge später war das Remis dann nicht mehr zu vermeiden. Nun ging es lange bis die nächste Partie entschieden wurde. Peter Meyer hatte gegen Hajo Gierth wie immer einen schweren Stand. Die „Fantasy-Variante“ sollte meine furchtbare Bilanz gegen ihn verbessern, aber es half im Endergebnis leider nicht. Bei genauerem Hinsehen hätte ich den Bauerngewinn mit Vorteil erkennen müssen,  anstatt mich für den Springerrückzug mit Verluststellung zu entscheiden. Auch Eddi Kais hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Zwischendurch parkte er eine Figur ein. Zwar kämpfte Eddi noch vorbildlich weiter, aber es half nicht, auch er mußte aufgeben. Das bisherige Erfolgsduo Meyer/Kais scheint etwas außer Tritt geraten?! In bester kämpferischer Manier zeigte sich Joachim Diehl. In ausgeglichener Stellung lehnte er aufgrund des Mannschaftsstandes ein remis ab und holte die Brechstange raus. Doch das Risiko zahlte sich aus. Sein Freibauer marschierte bis nach e7 und dann war der Sieg perfekt. 2,5:2,5. Wie schon gegen Dreiländereck spielten unsere beiden Jüngsten wieder super. Heiko’s Gegner versuchte mit einem Qualitätsopfer auf Gewinn zu spielen, aber Heiko Adler konterte mutig. Der Turm setzte sich im Endspiel gegen den Springer durch. Auch Philipp Germer zeigte sich gegen Max Scherer gut in Form. In einer sehr kämpferischen Partie gab letztlich die bessere Bauernstruktur im Endspiel den Ausschlag für Phlipp. Damit war der Sieg perfekt. Sehr langwierig lavierten die beiden Fidemeister Schwing und Peter Dittmar an Brett 1. Schließlich gelang es dem Lahrer einen Freibauern zum Sieg vorzurücken.

Zwei wichtige Siege für den SC Oberwinden beim 4,5:3,5-Erfolg gegen Dreisamtal (”Klick” zum Vergrößern der Bilder)

Philipp Germer - Max Scherer

Max Scherer - Philipp Germer

Joachim Diehl - Andreas Groehn

Andreas Groehn - Joachim Diehl

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Nach Sieg auf Platz 3 der Verbandsliga

February 9th, 2009 by meyerpe

Die Vorzeichen gegen Lahr (hier gibt es den dortigen Spielbericht) waren günstig für uns. Während Lahr auf ihre französischen Gastspieler wegen des dortigen Spieltages verzichten mußten, konnten wir -wie bisher an allen Spieltagen- aus dem Vollen schöpfen. Dennoch erwarteten wir gegen den Tabellenzweiten einen ganz schweren Kampf. Und so kam es dann auch.

Es dauerte zunächst lange, bis die 1. Partie entschieden wurde. Nach etwas mehr als 3 Stunden Spielzeit konnte Joachim Diehl an Brett 7 einen Sieg vermelden. Mit einem schönen Motiv opferte Joachim die Dame, die sein vorgerückter Freibauer aber unaufhaltsam wieder aufs Brett holte.

Philipp Germer fand kein Mittel das solide Skandinawisch zu knacken. Die Remisbreite wurde nie überschritten. Es ergab sich eine Partie die folgerichtig mit einem Remis als gerechtem Ergebnis endete.

Heiko Adler setzte seinem Gegner eine “Holländische Mauer” vor. Beide Spieler benötigten viel Zeit für die schwierige Stellung. Um es nicht auf ein Glückspiel im Zeitnotduell ankommen zu lassen, einigte man sich vernünftigerweise auf ein Remis.

Bei Edgar Kais sah es zu Beginn gar nicht gut aus. Mit dem Lb5-Sizilianer des Gegners kam Eddi gar nicht zurecht und büßte einen Bauern ein. Doch Eddi gab nicht auf und kämpfte unverdrossen weiter. Schließlich konnte er mit einer Kombination unter Ausnutzung eines Fesslungsmotivs den Bauern wieder zurück gewinnen. Das entstandene Damenendspiel war dann total remis.

Ich selbst versuchte es ausnahmsweise mit dem Königsbauern und es ergab sich ein spannendes und inhaltsreiches Spiel. Ich konnte zwar 2 Bauern gewinnen, aber meine Figurenkoordination lies sehr zu wünschen übrig. Kurz bevor die Stellungsharmonie wieder hergestellt schien, sah ich mich einem äußerst gefährlichen Figurenopfer ausgesetzt. Glücklicherweise konnte ich trotz der knappen Zeit die richtigen Züge finden, um den Sieg zu sichern

Sebastian Völker mußte sich eines Bauernsturms erwehren . Doch Basti blieb cool, verteidigte sich geschickt und setzte dann zum Konter an. Schließlich nutzte er die durch die vorgerückten Bauern entstandenen Stellungsschwächen aus und konnte die Partie gewinnen.

Ähnlich verlief die Partie von FM Emmanuel Reinhart. Ebenfalls im Caro-Kann setzte sein Gegner alles auf eine Karte und griff vehement an. Doch Manu sagte sich: “Solange ich nicht Matt bin, ist mit 2 Mehrbauern alles gut”. Und so kam es dann auch, der Angriff versandete und Manu holte den vollen Punkt.

Last but not least war das Spitzenbrett noch in Aktion. FM Peter Dittmar agierte in gewohnt strategischer Manier. Er sammelte kleine Vorteile, die sich in der Summe zu einem deutlichen Stellungsplus addierten. Das lies sich Peter dann nicht mehr nehmen und gewann die Partie.

Dass wir 6,5:1,5 gewinnen konnten, war sicherlich nicht zu erwarten und die Begegnung war dann auch deutlich umkämpfter als es das Ergebnis aussagt. So nach 3,5 Stunden kippten die ausgeglichenen Stellungen zu unseren Gunsten. Damit sind wir mit 15 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz. Die unglaubliche Sondersituation in der Verbandsliga bedingt es, dass wir einerseits hoffnungsvoll nach oben schielen können, aber auch etwas bedenklich in den Abgrund blicken müssen. Die nächsten beiden Oberligaspieltage werden sicherlich Aufschluß hinsichtlich des Letzteren geben.

Einzelergebnisse und Statistik befinden sich im nachfolgenden Beitrag.

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Vereinsmeistersimultan mit Eddi Kais

January 30th, 2009 by meyerpe

Zum Jahresbeginn stand das traditionelle Vereinsmeistersimultan auf dem Programm. Vermutlich wegen der Grippewelle forderten nur  7  Spieler den Vereinsmeister Edgar Kais heraus. Erfreulich dabei, dass Markus Wernet mit von der Partie war. Er geht ja in seiner neuen Heimat Mainz auf Punktejagd und berichtet im Forum regelmäßig über seine Ergebnisse. Beim Simultan drehte Eddi  die Runden so schnell, dass die Gegner kaum zum Nachdenken kamen. Allerdings räumte er allen beliebig oft ein “Weiter” ein. Abgelenkt durch seinen Nachbarn, lies Harald die Dame stehen und gab auf. Doch er durfte den Einsteller zurücknehmen, weiterspielen und konnte die Partie dann gewinnen, so dass diese Begegnung 1:1 ausging. In einer scharfen Partie mit gegenseitigen Rochaden hatte dann Peter Meyer das bessere Ende für sich. Auch Markus Oswald stand von Beginn an besser und holte ebenfalls einen Sieg. Martin Wissler gab zwischenzeitlich eine Figur ab, setzte aber anschließend alles auf eine Karte und konnte noch gewinnen. Sinan Kok und Eddi einigten sich gütlich auf remis. Aber nun kam Eddi’s starke Phase. Auf  die Partie gegen Sebastian Völker hatte er alle seine Konzentration gelegt. Mit schönen Kombinationen gewann Eddi mehrere Bauern und setzte dies dann auch im Endspiel sicher durch. Auch gegen Markus Wernet kam Eddi auf die Siegerstraße und erreichte damit ein 3,5:3,5 bzw. 3,5:4,5. Simultan ist äußerst schwer zu spielen und wer es nicht glaubt, soll Vereinsmeister werden und es selbst mal ausprobieren.
Sinan Kok 1/2
Markus Wernet 0
Sebastian Völker 0
Markus Oswald 1
Harald Schomas 0 + 1
Peter Meyer 1
Martin Wissler 1

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Erste startet sehr gut ins Neue Jahr 2009 – groteske Abstiegsregelung in der Verbandsliga

January 16th, 2009 by meyerpe

Die 1. Mannschaft des SCO zeigte sich zu Beginn des Neuen Jahres von seiner besten Seite.  In einem sehr kämpferisch geführten Fight, wo die erste Partie erst nach ca. 3 Stunden entschieden war, konnte man die Gäste aus Rastatt mit 6:2 besiegen.  Da ich mich dieses Mal ausnahmsweise stark auf meine eigene Partie konzentriert habe, konnte ich den Spielverlauf an den anderen Brettern nicht so richtig verfolgen. Heiko Adler brachte uns zunächst in Führung. Einige Zeit später konnte Eddi Kais auf 2:0 nachlegen. Nachdem ich ebenfalls den vollen Punkt eintragen konnte, hatte die Mittelachse 4 – 6 ganze Arbeit geleistet. Die Kombination von Joachim Diehl hatte leider ein Loch, aber mit kämpferischer Bravour holte er dennoch den halben Punkt. Raphael Grandidier konnte seinen Gegner besiegen, so dass wir den Sieg bereits perfekt hatten. Philipp Germer mit einem Remis  und FM Peter Dittmar mit einem Sieg erhöhten auf 6:1. Als unser Mannschaftssieg bereits feststand , riskierte FM Emmanuel Reinhart im Gewinnsinne alles, was leider nicht belohnt wurde. Der Endstand von 6:2 ist ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis gegen einen kämpferisch sehr starken Gegner.

Damit kletterte unser Punktekonto auf 12, was derzeit den 4. Tabellenplatz bedeutet. Bei 4 Siegen und nur einer Niederlage eigentlich eine sehr gute Bilanz. Dennoch muß man aufgrund der grotesken Abstiegsregelung in der Verbandsliga noch einen Blick auf die Abstiegsränge werfen. Derzeit gibt es 5 Absteiger, es können sogar noch 6 werden. 18 Punkte (von 30 möglichen) könnten nicht reichen, um dem Abstieg zu entrinnen. Es ist also noch keine der 10 Mannschaften wirklich auf der sicheren Seite. Das ist eine Regelung, die m.E. mit sportlichen Grundsätzen in keinster Weise vereinbar ist und es wohl in Deutschland und darüber hinaus weder im Schach, noch in einer anderen Sportart in dieser Form nicht gibt.  Die beiden Verbandsligen in Baden sind in dieser Hinsicht traurige Exoten. Mittlerweile hat man ja alle möglichen neuen Regelungen erfunden, aber gegen diesen sportlichen Mißstand hat man bisher noch nichts unternommen.

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