July 28th, 2010 by Alex
von Martin Hess:
Nachdem der geplante Familiensonntagsausflug wegen Sommergrippe des Sohnemannes kurzfristig ausfiel, dachte ich, man könnte es sich doch schachlich einmal so richtig geben und zur offenen Schweizer Blitzmeisterschaft anlässlich des dortigen Schachfestivals nach Biel fahren? Nach kurzen Checks der Tagesform auf Schach.de (Na ja…) und auf ebenfalls kurz entschlossene potentielle Mitfahrer (keiner am Sonntagmorgen online) fuhr ich dann halt alleine los und kam mit Schweizer Pünktlichkeit just zum Ende der Meldefrist um 12:30 in meiner zweiten Heimat (die Mutterfirma ist nicht weit) an.
Meine Strategie basierte angesichts eines mit 24 internationalen Titelträgern stark besetzten Teilnehmerfeldes auf folgender kleinen statistischen Analyse:
- Wir haben hier 105 Teilnehmer aus 12 Ländern mit einem Gesamteloschnitt von 2111.
- Allein der Elo-Schnitt der 24 Titelträger liegt bei 2496, die der Top 50 über 2300.
- Die zahlen an die ersten 10 insgesamt über 4000 Franken Preisgeld aus – da schenkt Dir keiner eine Partie.
Fazit: Das bisher weitaus stärkst besetzte Turnier Deines Schachlebens. Die Trauben hängen hier verdammt hoch, du brauchst bescheidene Ziele:
- Egal wie stark besetzt: Ohne Punkt fährst Du nicht nach Hause.
- Falls a bisserl was geht: Besser Rivella statt Wiswi trinken – diesbezügliche Probleme siehe weiter unten im Bericht aus Ebringen – und unbescheidene 50% anstreben.
- Mindestens einmal gegen einen >2600 ELO XM spielen (davon gab es ja immerhin 9 J) und den möglichst ein wenig stressen.
Das Turnier begann pünktlich um 14:00, wobei es faszinierend war, wie die Organisatoren das Turnier in Schweizer Manier („Platz nehmen bitte“, „Start“ und an 53 Brettern geht es zeitgleich los – und das 13x ohne irgendwelchen Stress) durchzogen. Nach 13 Runden Schweizer System, unterbrochen von 2 Pausen nach der 5. und 10. Runde – wie ich das hasse, immer verlier ich das Spiel nach der Pause… – konnte so wiederum pünktlich um 18:30 die Preisverleihung stattfinden.
Bei der ging ich dann erwartungsgemäß leer aus, war aber mit 6 Punkten von 13 hochzufrieden. Denn meine „Nachbarn“ auf dem daraus resultierenden 67. Platz wiesen immerhin noch so um die 400 mehr ELOs als ich aus bzw. der Elo-Schnitt der 66 vor mir platzierten lag bei 2252. Insofern hatte ich wohl einen sehr guten Tag erwischt und errang sogar einen inoffiziellen Titel: „Bestplatzierter ELO-Zwerg“ (oder so J).
Zum Turnierverlauf: Ziel 1 wurde erfreulicherweise gleich in der ersten Runde erreicht, Danach ging es auf und ab bis auf die 46 %, womit Ziel 2 knapp verfehlt wurde. An die vorderen Tische kam ich leider nie, insofern wurde leider auch das dritte Ziel verfehlt, so dass ich mich diesbezüglich auch weiterhin auf den „hauseigenen“ FM beschränken muss. Da eigentlich sogar ein Punkt mehr drin war (Ich Patzer - und auch noch gegen ein Mädchen, ein anderes Mal guck ich mattgesetzt einen Zug zu spät auf die Uhr und der Gegner war auf Null…), hätte ich sogar einen IM-Namensvetter hinter mir lassen können. Details zum Turnier sind hier zu finden: http://www.bielchessfestival.ch/de/blitz-turnier
Fazit: Ein absolut g..les Turnier in der schönen Zweisprachenstadt am See. Da muss man wieder hin und zwar in 2011 mit einem vollen Auto Oberwindener.
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July 26th, 2010 by Alex
Zum 100-jährigen Jubiläum des Schachclubs Waldkirch wurden 4er-Teams zu einem Schnellschachturnier eingeladen. Neben zwei Oberwindener Teams waren je ein Team aus Schlettstadt und Denzlingen sowie zwei Waldkircher Mannschaften am Start. Mit zwanzig Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie wurden die Matches ausgetragen. In der Vorrunde spielte jeder gegen jeden um die Qualifikation für die Stichkämpfe.
Oberwinden 1 in der Besetzung Alex Lang, Peter Pauk, Thomas Ruf und Markus Wernet hatten etwas Startschwierigkeiten. Gegen Oberwindens Zweite hingen die Trauben bereits in der ersten Runde sehr hoch. Nachdem Martin Wissler von Peter Pauk noch gefragt wurde, ob er denn keine Lust zum Spielen hätte, zeigte Martin Peter gleich wo der Bartel den Most holt. Auch am dritten Brett hatte es Thomas Ruf schwer. Volkmar Wangerowski legte all seine Erfahrung in die Waagschale und konnte Thomas niederringen. Markus Wernet am Vierten Brett konnte dann den ersten Punkt für die Erste gegen Walter Meyer verbuchen. Somit musste Alex Lang am ersten Brett gegen Markus Mack gewinnen, wenn man nicht schon in der ersten Runde eine Niederlage einstecken wollte. Markus hatte sich solide aufgebaut und Alex im Griff. Als er seine Stellung etwas lockerte erkannte Alex die Chance und startete einen Königsangriff, der letztendlich zum Erfolg führte.
Bereits in der zweiten Runde kam es zum vermeintlichen Spitzenduell mit dem nominell stärkeren Team aus der Kandelstadt. Überraschend gelang den Oberwindenern ein 2,5:1,5 Sieg, der noch höher hätte ausfallen können, hätte Alex seine schöne Stellung gegen Jens-Uwe Schmidt verwertet. Nach einem deutlichen Sieg gegen Waldkirch zwei stand die Partie gegen die Schachfreunde aus Waldkirchs französischer Partnerstadt Selestat an. Auch in dieser Partie kam Oberwinden 1 nicht über ein 2:2 hinaus. Wiederum verdarb Alex den Sieg indem er Remis ablehnte und anschließend den sofortigen Verlustzug fand. Die letzte Partie der Vorrunde konnte dann noch gegen Denzlingen glatt mit 4:0 gewonnen werden. Somit standen nach der Vorrunde die Waldkircher mit einem halben Brettpunkt knapp vor Oberwindens Erste. An dritter Stelle fand sich Selestat vor Oberwinden II. 
Nun kam es zu den zuvor schon erwähnten Stichkämpfen. Erster gegen Zweiter, Dritter gegen Vierter und Fünfter gegen Sechster. Das Spiel um den dritten Platz konnte überraschend Oberwinden II für sich entscheiden. Im Finale legte die Erste dann nach und konnte Waldkirch deutlich mit 3:1 niederringen. Damit gewann Oberwinden das Jubiläumsturnier und durfte einen Pokal mit nach Hause nehmen. In der Siegermannschaft muss man Markus Wernet hervorheben, der mit 6 Punkten aus 6 Partien eine reine Weste behielt und seine Schnell-/Blitz-Schach-Qualitäten unter Beweis stellte.
Beim anschließenden Festakt gab es Festreden vom 1. Vorsitzenden Gunter Sponagel, dem Präsidenten des Badischen Schachverbandes Fritz Meyer sowie vom Bürgermeister Stellvertreter Bernd Zickgraf. Neben Ehrungen langjähriger Mitglieder gab es ein wunderbares Buffet und für jeden Teilnehmer die Chronik des Waldkircher Schachclubs. Wir sind noch lange mit den Waldkircher Schachfreunden zusammen gesessen und haben einen schönen Abend erlebt.
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July 20th, 2010 by Alex
Am Samstag wurde bei unserer Generalversammlung eine neue Vorstandschaft gewählt. Die Vorstandschaft setzt sich nun wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender: Michael Kammerer
2. Vorsitzender: Martin Wissler
Schatzmeister: Bernhard Blattmann
Schriftführer: Alexander Lang
Turnierleiter: Eddi Kais
MF1: Sebastian Völker
MF2: Peter Pauk
MF3: Torsten Becherer
MF4: Michael Neuendorf
MF5: Mathias Burger
MF6: Bernhard Blattmann
Gleichzeitig gab es beim Förderverein ebenfalls eine Umbesetzung. Hier die neue (fast alte) Besetzung:
1. Vorsitzender: Walter Meyer
2. Vorsitzender: Ulrich Volk
Schatzmeister: Markus Mack
Schriftführer: Peter Pauk
Beiden Vorstandteams wünschen wir viel Erfolg bei allen Aktivitäten.
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July 18th, 2010 by werneta
… unter diesem Motto findet alle zwei Jahre das Blitzturnier des SC Ebringen im Hof des Ebringer Schlosses und im Rahmen des Ebringer Wein- und Sektfestivals statt. Eine herrliche Atmosphäre, die auch dieses Jahr bei hochsommerlichen Temperaturen so manchen Schachspieler anlockte.

- Unsere Mannschaft v.l.n.r. Bernd Banken, Andi Wernet, Martin Wissler, Martin Hess, Peter Pauk, Heinz Strinitz, Michael Neuendorf, Eddi Kais.
Dabei gibt es nicht nur kämpferisches Schach zu sehen, sondern auch die leckeren Weine der Ebringer Winzergenossenschaft und die mindestens genauso leckeren Köstlichkeiten des Parkhotels Maleck zu geniesen. In einem Selbstversuch hat der Autor dieser Zeilen sich Gambas mit Mango-Chili gegönnt und dazu einen Roten Gutedel verkostet – beides sehr zu empfehlen.
Zum sportlichen Ergebnis kann aktuell nicht viel berichtet werden, da die Ergebnisliste sich als Zwischenstand der 4. Runde präsentierte (wer das wohl verwechselt hat Eddi?), aber es kann immerhin ein Fazit gezogen werden. Das Feld war außergewöhnlich stark besetzt und der DWZ-Riese Helmut Scherer konnte sich überaschender Weise nicht durchsetzen. Dafür konnte sich aber Bernd Banken durchsetzen der als Bester Oberwindener noch in der Schlußrunde an Brett eins saß, dann aber verlor und dadurch als zweitbester Oberwindener hinter Eddi Kais durchs Ziel ging. Heinz Strinitz errang den Preis des besten Seniors und hätte ihm die Hitze nicht mit zwei Dameneinstellern einen Strich durch die Rechnung gemacht, wäre sogar ein Platz in den Top-Ten möglich gewesen. Auch erwähnt sei hier die beinahe gewonnene Sporttasche von Michael Neuendorf, den nur ein Pluspunkt von diesem wirklich schönen Sachpreis trennte. Ein Sonderlob an dieser Stelle an Bernd Banken und Martin Wissler, die sich mit dem Fahrrad auf den Weg machten und den Ozonwerten trotzten, sowie an Martin Hess, der nach der Halbzeitpause seine Solidarität mit Peter Pauk und Andi Wernet zeigte, indem er durch mäßiges Spiel so wenige Punkte einstrich, dass er am Schluss doch tatsächlich noch eingeholt wurde

- Bernd Banken hatte in der Schlussrunde am Spitzenbrett mit den weißen Steinen alles in der Hand.
Ein Lob an die Organisatoren dieses wunderschönen Outdoor-Events und ebenso an unsere vielen Schachfreunde, allen voran Gerhard und Daniel Prill, die es uns wieder schwer machten die Punkte nach Oberwinden zu holen, die dabei aber immer faire Sportsmänner und gern gesehene Gesprächspartner sind.

- Heinz Strinitz (80zig Jahre) errang den 1. Platz der Senioren.
Die Endtabelle wird nachgereicht und ist spätestens im nächsten Schachblättle zu sehen.

- Die glücklichen Preisträger v.l.n.r. Peter Pauk, Bernd Banken, Gerhard Prill, Heinz Strinitz, Daniel Prill und Eddi Kais.

- Mit Wein, Musik, Schach und gutem Essen wahr das Ebringer Blitzturnier ein wahres Fest der Sinne.
Zum Abschluß noch ein mit einem iPhone gemachtes Panorama-Bild – was es nicht alles gibt. Vielen Dank an den Software-Foto-Experten Martin Hess.

Ergebnisse
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July 14th, 2010 by werneta
Am Dienstagabend konnte man kaum glauben, dass das Sommerloch noch vor einer Woche zugeschlagen hatte und nur wenige Spieler den Weg in das Spiellokal Adler fanden. Ob es nun an der nächste Woche bevorstehenden Generalversammlung mit Wahl eines neuen Vorstandes, an der zu erwartenden Geburtstagsrunde eines Schachclubmitgliedes oder an dem anstehenden Chess 960 Turnier gelegen hatte lässt sich nicht genau sagen, Tatsache ist aber, dass der Adler nur so vor Schachspielern strotzte.
Nach anfänglichen Erklärungen des ausgewiesenen Chess-960-Spezialisten Alex Lang zu den Feinheiten und Regeln dieser Spielform (Details siehe auf dieser Homepage weiter unten) fanden sich dann auch 9 Spieler, die das mal „ausprobieren“ wollten. Die Mehrzahl der Anwesenden sah sich mehr in der Rolle des Beobachters und der eine oder andere berief sich auf die Argumentation „ich hab doch nicht so viel Zeit in die Eröffnungstheorie gesteckt, um diese hier zu umgehen“. Letztendlich hat es aber allen Freude bereitet. Den Mitspielern, die sich beweisen konnten genauso wie den Kiebitzen, die teils mit Entsetzen und teils mit spitzbübischem Lächeln und entsprechenden Kommentaren die Züge der Kontrahenten verfolgten. Gespielt wurde übrigens mit 10 Minuten, um der schwierigeren Eröffnungsphase Rechnung zu tragen.
Durchsetzen konnten sich am Ende nach vielen hart umkämpften Partien Jens Schmidt und Peter Meyer, die beide einmal mehr ihr Verständnis für diesen wunderbaren Sport unter Beweis stellten. Verständnis deshalb, weil in der Eröffnungsphase durch die ausgeloste Figurenstellung keine Theoriekenntnisse helfen, sondern nur der Blick für die mögliche optimale Aufstellungen der Figuren und ein sehr hohes Geschick bei der Platzierung derselben. Hat man diese Eröffnungsphase überstanden ist man zwar oft in unbekannten Stellungen, dafür aber wieder im Fahrwasser des normalen Schachs und die alten Stärken setzen sich durch. Beiden Spielern herzlichen Glückwunsch!
Erwähnenswert ist noch der erfreuliche Umstand, dass mit Mario Rösch (Simonswald), Fabian Heinen (Hausen) und Jens Schmidt (Lahr) gleich drei Gäste willkommen geheißen werden konnten. Auch unsere Vereinslokalwirtin Christa erkannte den besonderen Abend und versorgte die Recken gegen Ende des Turniers mit Brezeln, lecker belegt und mit selbstgemachter Bärlauchbutter – extrem beziehungsfördernd. An dieser Stelle nochmals vielen Dank
.
Der Endstand des Turniers nach 8 Runden:
1. Peter Meyer 6,5 Punkte
1. Jens Schmidt 6,5 P.
3. Alex Lang 4,5 P.
3. Mario Rösch 4,5 P.
5. Andi Wernet 4 P.
5. Markus Wernet 4 P.
7. Peter Pauk 3 P.
8. Martin Wissler 2 P.
9. Fabian Heinen 1 P.
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